Visuelles Gerät

lerchru

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Hallo,
betreibe ein rasa11 stationär - also fast 30cmn bei ca f2.
Möchte ggf etwas fürs visuelle.
Frage wäre wie groß das Teil sein muss um etwa das selbe zu sehen wie im rasa so mit min 1Minute Belichtungszeit - besser so mit 2min -kann man das irgendwie "ausrechnen" bzw abschätzen?
nach dem Motto - 1min = x cm 2min=y cm usw.
Bild rasa mit 1Min - unbearbeitet direkt aus einer asi6200MC
Rudi
 

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Hallo Rudi,

das hängt meiner Erfahrung nach hauptsächlich von der Himmelsqualität ab, nicht von der Öffnung. Unter Stadthimmel wirst Du das garnicht sehen. In Südfranlreich unter Handhimmel hatte ich das schon mit einem 100 mm f/6 Refraktor. Vor allem M 31 oder M 51 ist Kontrast wichtiger als Öffnung.

CS.Oli
 
OK - lebe am Land. Gedacht ist aber mobil - also auch von hier aus Alpen sind gut erreichbar.
Dachte an ein Dobson so im Bereich 16-20 Zoll
Rudi
 
Hallo Rudi,

völlig richtig, wichtiger als viel Öffnung ist dafür dunkler Himmel. Wenn Du den hast, kommt es aber auch auf die Objekte an.

Gasnebel mit überwiegend H-alpha gehen visuell kaum, weil unsere Augen dafür sehr geringe Empfindlichkeit haben.

Details in Galaxien sind nach meiner Erfahrung ähnlich deutlich wie auf Fotos erst mit mindestens 20 Zoll unter bestem Himmel zu erkennen.

Ich empfehle daher, vor einer Anschaffung mal eine Gelegenheit zu suchen, mit einem Gerät Deiner Präferenz zu beobachten. Dabei wirst Du feststellen können, ob Deine Erwartungen zu dem passen, was Himmel und Gerät Dir bieten können. An Deiner Stelle würde ich vermeiden, aufgrund von Aussagen oder Beiträgen anderer Leute unbesehen ein Teleskop zu kaufen! Es sei denn, tausende von Euro falsch investiert kratzen Dich nicht.

Wenn Du bisher kaum visuell beobachtet hast, mindert die fehlende Beobachtungserfahrung, was Du erkennen kannst. Das wird mit zunehmender erfahrung besser, aber "fotoähnliche" Bilder wirst Du niemals sehen, schon alleine wegen des Fehlens von Farben in der Wahrnehmung. Farben zu sehen ist die Ausnahme bei Nebeln und Galaxien, visuell guckt man "monochrom".

Rein technischer Hinweis: bei einem großen Dobson kommt es mE sehr darauf an, dass dei Mechanik ruckelfrei und weich läuft. Sonst wirst Du gerade bei den interessanten Objekten, die hohe und höchste Vergrößerungen erfordern, keinen Spaß haben. "Nur" gute Optik macht noch keinen guten Dobson.
 
Hallo Rudi,
da muss man etwas unterscheiden, Galaxien wie auf deinem Foto von M31 sind meist sehr Lichtschwach und reagieren daher sehr empfindlich auf Himmelsaufhellung.
Zudem ist M31 mit ihren Satellitengalaxien ein relativ großes Himmelsobjekt, daher ergeben sich für M31 quasi Sonderbedingungen für Teleskop und Okular.
A. Sehr dunkler Himmel​
B. Großes tatsächliches und scheinbares Gesichtsfeld (Okular/Brennweite)​
Was letztlich entweder auf ein Fernglas oder auf ein sehr Lichtstarkes Teleskop mit vielleicht f/4 und weniger hinausläuft.

Es gibt jedoch viel mehr kleinere Deep Sky Objekte, wie Kugelsternhaufen, Planetarische Nebel usw. welche schon unter weniger guten Himmelsbedingungen aber mit viel Öffnung, ab ca. 12" Öffnung Fotoqualität zeigen können.
Auch großflächigere Nebel zeigen mit entsprechenden Filtern unter weniger guten Bedingungen schon sehr viel Detail, was natürlich mit besser werdenden Himmelsbedingungen immer eindrücklicher wird.

Daher ist die einseitige Sichtweise, ein dunkler Himmel sei das wichtigste zu kurz gedacht.
Erst ein dunkler Himmel und viel Öffnung sind eine Offenbarung.
Ein dunkler Himmel mit wenig Öffnung ist zwar auch sehr eindrücklich, jedoch enthüllen die meisten Deep Sky Objekte erst ab 8-10" ihre wahre Natur, weshalb für Deep Sky 8" Öffnung als Mindestöffnung angesehen werden.

Mit 16-20" Öffnung bist du gut dabei.
LG
 
wenn wir mobil unterwegs sind - mit der am3 - Fotokamera- kurze Brennweite auf der AM5 ein 100mm Tak dann will man ab und zu auch mal schauen -bisher halt Fernglas. Da wäre so ein Dobson schon mal ne alternative. Da wir mit Bus unterwegs sind ist platz kein Thema.
Frage - sind die nachgeführten zb. die 16" Sky Watcher eine Empfehlung? - also das diese das Objekt finden und nachführen?

Rudi
 
Hallo Rudi,
bei deinen Fragen lese ich raus, dass du/ihr keine oder wenig Erfahrung mit größeren Dobsons habt. Es wurde ja bereits vorgeschlagen erstmal möglichst verschiedene Dobson von anderen Sternfreunden zu „Testen“ um einzuordnen was die Dinger können und was nicht. Auch das Handling ist entscheidend ob man Freude an der Beobachtung hat.
Jetzt finden einige Teleskoptreffen statt. Da wäre ein Wochenendausflug lohnend.

Grüße Rainer
 
Hallo Rudi,
visuell wirst du niemals ein vergleichbares Bild sehen, wie eine Minute mit f2. Deswegen rate ich dazu, einen Kollegen mit einem 16 zöller zu treffen für gemeinsame Beobachtung. Dann siehst du, ob das für dich ok ist. Wenn Geld und Transport keine Rolle spielen, kauf den größten Dobson, der zu kriegen ist (dürfte wohl so um die 60cm sein), ansonsten den, für den Geld und Transportmittel ausreichen.
CS Harald
 
Hallo Rudi,

der Skywatcher 16 inkl. Goto ist sehr schwer und sperrig. Würde ich jetzt nur in Erwägung ziehen, falls ihr immer mindestens zu zweit unterwegs seid. Funktionieren tun Goto und Nachführung natürlich.

Hier wird das Instrument genauer besprochen und man bekommt einen Eindruck seiner Dimensionen.


VG Klaus
 
sind die nachgeführten zb. die 16" Sky Watcher eine Empfehlung? - also das diese das Objekt finden und nachführen?
Hallo Rudi,
die Skywatcher synscan funktionieren wie z.B. die Celestron Nextstar Teleskope mit AZ-GOTO Montierung.

Die Rockerboxen lassen sich bei den neueren zerlegen, wo die Einzelteile mit Sterngriffen und Aussparungen zusammen geschraubt werden.
Der Tubus lässt sich zusammen schieben und ist dadurch nicht mehr ganz so sperrig.

Allerdings bleibt der 16" ein großes unhandliches Teleskop mit schweren sperrigen Einzelteilen.

Ich persönlich finde das Preis- Leistungsverhältnis sehr gut.
Die Optik ist sehr gut und nirgends bekommt man eine so große Öffnung mit Goto und Nachführung für den Preis.

Da die Einzelteile jedoch schwer und sperrig sind ist der 16" eher ein Teilstationäres Teleskop und weniger für jedes mal Auf- und Abbau.
Daher steht bei mir der Skywatcher dauerhaft auf einem Rollbrett und ist in 5 Minuten einsatzbereit.
Genau das was ich für meinen Balkon gesucht habe.

Der 18" und 20" hat auch Goto und Nachführung und ist als Gitterkonstruktion gebaut.
Dort wird das Handling etwas anderes sein.
Allerdings kenne ich diese nicht aus der Praxis nur von YouTube Videos.

Grundsätzlich stellt ein größeres Teleskop andere Anforderungen und das Handling ist ein anderes, darüber sollte man sich im klaren sein.
Ist vielleicht wie mit einem Auto und einem Bulli, dafür gibt es halt auch mehr zum sehen.

Auch gilt es alle Faktoren gegeneinander abzuwägen.
Extremer Leichtbau kostet entsprechend Geld und möchte man mit Bino und Komakorrektor beobachten eröffnen sich häufig neue Probleme, wie Dejustage und Gleichgewichtsprobleme.
Das gleiche bei der Nachführung...
LG
 
Danke für eure Antworten. Ja -was größeres visuelles ist schon ein Problem. Die Frage ist ab man das Teil mitnimmt wenn man fotografieren geht.
Klar - ein Gerät mit goto wäre wohl das beste - da man ja schon lange nicht mehr die Objekte "von Hand" einstellt - macht ja alles die AMx.
Bisher das größte waren Ferngläser bis 80mm - auch die visuellen versuche mit dem 100mm Tak sind eher bescheiden /F8 halt) - als Spektiv mit dem 35mm Hyperion auf einer Zeiss-T im az-modus aber Top (Natur/vögel). Ist halt etwas die Frage ob man ins visuelle (nochmal- schon sehr lange her) einsteigen soll.
Rudi
 
Hallo Rudi,

auch die visuellen versuche mit dem 100mm Tak sind eher bescheiden /F8 halt)
das Öffnungsverhältnis eines Teleskopes kann man visuell mit der entsprechenden Okularbrennweite ausgleichen entscheidend ist die AP die sich daraus ergibt.

Beispiel: ein 15mm Oku hinter f4 ergibt die gleiche AP wie ein 30mm Oku hinter f8. Beim kleineren Apo hat man bei gleicher AP dann halt eine geringere Vergrößerung als beim großen Spiegel.

Dieser Hinweis von Quanten sollte hilfreich sein:
Es gibt jedoch viel mehr kleinere Deep Sky Objekte, wie Kugelsternhaufen, Planetarische Nebel usw. welche schon unter weniger guten Himmelsbedingungen aber mit viel Öffnung, ab ca. 12" Öffnung Fotoqualität zeigen können.

Bei Kugelsternhaufen wird deutlich warum: das sind helle Punkte vor dunklem Hintergrund man hat also maximal möglichen Kontrast - da braucht es keine Summierung von Helligkeit wie bei Langzeitbelichtung sondern schlicht Auflösungsvermögen und das kann ein Teleskop auch visuell zumindest sehr nah am Eindruck eines Fotos. Ein 4" Apo an Kugelsternhaufen ist da noch knapp aber ab irgendwo zwischen 8" und 12" fängt das an durch die Anzahl aufgelöster Sterne immer beeindruckender zu werden. Hübsch aussehen tut es natürlich auch mit 4-5" man sieht halt weniger Details.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Rudi,

ich würde dann erstmal den Tak ausreizen, wenn du eh unsicher bist ob visuelle Beobachtung was für dich ist.

Mit 40mm 70 Grad Okular hast du über 3 Grad Sichtfeld, da passen einige große Objekte wie die Andromeda Galaxie prima rein. Mit OIII Filter kommen dann noch etliche Gasbebel gut heraus, zB Cirrus und Nordamerika. In der Hochvergrößerung kann man an die 200x gehen, da sieht man an Planeten auch schon viel. Dann warten noch etliche offene Sternhaufen, denen man fotografisch meist weniger Beschtung schenkt, aber bei kleiner und mittlerer Vergrößerung visuell was hermachen.

VG Klaus
 
betreibe ein rasa11 stationär - also fast 30cmn bei ca f2.
Möchte ggf etwas fürs visuelle.
Frage wäre wie groß das Teil sein muss um etwa das selbe zu sehen wie im rasa so mit min 1Minut
Ich habe noch nie durch 30cm Teleskop geguckt aber durch kleinere Öffnungen und auch entsprechende Fotos welche mit kleinen Öffnungen gemacht wurden gesehen.
Daher würde ich erwarten, dass mindestens ein 40cm Teleskop erforderlich ist.
 
40 cm = ca. 16" ;)
 
In ein rasa kann man ja nicht reinschauen -nur Kamera.
Insofern habe ich nur den 100mm Tak - mit größtem Okular mit 36mm was 22fach bei einer AP von 2.8 ergibt
Mond und sonne OK - Planeten mit dem 5mm Hyperion -- naja OK
Alles andere eher wenigen - mit rasa Bilder nicht zu vergleichen. Auch nicht mit den Bildern des Tak
Liegt aber an der Belichtungszeit bei f8 ist ja das Verhältnis fast 1:10 - 1Stad rasa also 10Std bei f8

Rudi
 
Hallo Rudi,
vielleicht hilft dir ja diese alte Skizze von mir weiter.
Die Whirlpool Galaxy M51 in meinem 24".
Die habe ich damals nur schnell hingezeichnet.
Screenshot_20240818_102554_Samsung Internet.jpg
CS Mike
 
Alles andere eher wenigen - mit rasa Bilder nicht zu vergleichen.
eben! Du kannst das einfach nicht vergleichen, visuelle Astronomie und Astrofotografie sind 2 verschiedene Techniken mit unterschiedlichen Ergebnissen.
Liegt aber an der Belichtungszeit bei f8 ist ja das Verhältnis fast 1:10 - 1Stad rasa also 10Std bei f8
Das stimmt nur für die gleiche Kamera. Bei gleicher Öffnung und gleichem Abbildungsmaßstab ist die Belichtungszeit für die beiden Systeme ähnlich, egal ob die Optik mit Blende 2 oder Blende 8 betrieben wird.

CS.Oli
 
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