Explore Scientific Apochromatischer Refraktor AP 102/714 ED FCD-100 Hexafoc OTA ja oder nein ?

nancy50

Aktives Mitglied
Hallo,

brauch mal euren Rat.
Arbeite zur Zeit mit dem Scops 80/560 APO.
Feines Teil, aber eben doch ziemlich klein.
Mache vorwiegend Deep Sky , möchte aber die Planeten nicht ganz vernachlässigen.
Der obige Refraktor ist da sicher keine Wunderwaffe, aber ich denke ein kleiner Schritt.
Hat da wer Erfahrung mit dem Gerät, vorallem mit Planeten, oder Lohnt der Umstieg nicht , oder was würdet ihr empfehlen ? ( in der Preisklasse )

Danke

N50
 
Guten Morgen,

ganz klar nein!

Nimm' lieber den ES 102/663 - den habe ich nämlich zum Verkauf angeboten. :)

Und vom Apo "zurückzugehen" auf einen Achromat würde den allermeisten hier ziemlich schwerfallen. Wobei der Farbfehler meines Erachtens generell oftmals ein bisschen dramatisiert wird.

Dir einen schönen Tag,
Urs
 
erst mal dank für die Info.
Na, ja einen AC hab ich schon von Sky Watcher 102/500.
Für Visuelle Beobachtung, hervorragend für den Preis.
Aber....fotographisch, ein Farbeimer !
Hast du denn da mit deinem ES102/663 Erfahrung und wie ist er am Planeten ?

N50
 
Von ca. 160x auf ca. 200x Höchstvergrößerung ist jetzt nicht so der große Sprung... es gibt nicht umsonst den Tipp, die Öffnung um mindestens die Hälfte zu vergrößern, damit man einen deutlichen Unterschied sieht.

Die schnellen Achromaten sind tolle Großfeldgeräte, aber bei Höchstvergrößerung dürfte sich der Gewinn doch sehr in Grenzen halten im Vergleich zum 80er. Ich habe hier einen ED80/600 (geht bis etwa 150x/160 je nach Okular gut), einen langen 80/910 f/11 Achromat, der auch nicht wesentlich weniger zeigt, und einen Bresser 90/500 Achromat, der etwa bis 50x gut geht, danach wird mir der Mond zu bunt (Deep Sky macht aber Spaß). Und einen 127/3500 Schiefspiegler-Oldtimer, der deutlich mehr zeigt (und wiegt) als der ED80.

Da würde ich eher einen Bino-Ansatz zum entspannteren Beobachten empfehlen. Oder ein C6 Schmidt-Cassegrain. Den Kontrastverlust durch die Obstruktion gegenüber dem Apo gleicht die größere Öffnung aus, das Gewicht ist ähnlich, und du kommst auch gleich auf eine planetenfreundliche Brennweite. Die knapp 300x, die am Planeten langsam Spaß machen und die unsere Luftunruhe zulässt, kannst du damit eher erreichen als mit 100mm Öffnung.

Beste Grüße,
Alex
 
klingt alles danach den kleinen APO zu behalten.
Ich müsste dann schon auf 5 Zoll gehen um einen Effekt zu haben.
Aber es hat noch keiner gesagt, wie der AP102/714 am Planeten ist .

N50
 
Geduld – die Frage ist ja erst seit zwei Stunden online, und nicht jeder arbeitet freiberuflich im Homeoffice ;)
 
ich frag mich immer wieder, ob dieser Hexafoc kompatibel mit anderen Systemen ist, oder ob man damit an Bresser-Produkte gebunden ist.

Das Gerät mag nicht schlecht sein, ich würde trotzdem etwas Vergleichbares von TS, Skywatcher, Omegon oder ähnichen kaufen.

CS.Oli
 
Hallo N50,

Hat da wer Erfahrung mit dem Gerät, vorallem mit Planeten, oder Lohnt der Umstieg nicht , oder was würdet ihr empfehlen ? ( in der Preisklasse )

Ich habe keine Erfahrungen mit dem ES APO.
Allerdings habe ich viele Jahre mit hochwertigen 4" APOs Planeten beobachtet.
4" APOs können schon viele Details zeigen, der Bruch mit dieser Öffnung kam bei mir durch den Binokularansatz, welcher bei höheren Vergrößerungen das Bild zu dunkel werden ließ, ebenso auch mit 5" APO Öffnung.
Ist jedoch ein anderes Thema.

Für die ca. 1400€ bekommt man beim Newton wesentlich mehr Öffnung.

Entweder einen hochwertigen 8" als Dobson, oder einen 10" Dobson von der Stange, oder einen 8" Skywatcher Synscan mit Goto Rockerbox und Nachführung.
Da gibt es also ein breites Angebot und je nach Ausführung bleibt sogar was für Zubehör wie Binokularansatz und Okulare.

Nachteil man muss lernen wie man einen Newton justiert und man muss einen saugenden Lüfter anbringen um die Grenzschicht abzusaugen bzw. um den Spiegel schneller an die Außentemperatur an passen zu können.
Auch die Koma, also der Abbildungsfehler im Feld ist ein Thema.

Die Planetenbeobachtung ist ein weiteres Feld, wo man weitaus mehr Geld in Zubehörteile stecken kann, als in das Teleskop selbst, Stichwort Binokularansatz, ADC, Planetenokulare, Nachführung, große Öffnung...

Letzteres braucht man auch für die Planetenbeobachtung.

Zum Beispiel erscheint der Mars in den nächsten Jahren eher klein, damit man darauf etwas sehen kann, muss man also hoch vergrößern können.

Saturn erscheint relativ dunkel, welcher mit Binokularansatz noch dunkler erscheint, was bedeutet für hohe Vergrößerungen braucht man auch hier Licht.

Steigt man in die Detailbeobachtung ein braucht man Auflöung und Kontrast, dass alles kann nur Öffnung.

Der Nachteil hier, mit wachsender Öffnung wird die Sache Unhandlich, sperrig und schwer.
Was wiederum nach Lösungen ruft, wie z.B. Festaufstellung, Schutzbau, Einhausung, Rollbrett, Schubkarrengriffe usw.

Daher wird von vielen der 8" Newton als guter Kompromiss empfunden.
LG
 
ja, danke.
Völlig richtig, 8 Zoll Newton ist das Optimum.
Das ganze ist mir im alter aber alles eine Nummer zu groß !
Mein Mirage 8 mit 11 Kg krieg ich eben nicht mehr bewegt, ist leider so. (das Superteil würde ich u.U. mit einem kleinen APO tauschen ! )
Darum wollte ich im Bereich 4- 5 Zoll APO einsteigen.
Hab da was interessantes gefunden.

Apochromatischer Refraktor AP 102/714 ED OTA, ist zwar nicht das beste Glas, aber ein Kompromiss könnte es sein, oder istder totaler ....​

N50
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Nancy,

da Du gefragt hast: nein, ich habe mit dem 663er keine Erfahrung an Planeten, da ich ihn nur für Deepsky-Beobachtungen genutzt habe.
Für Planeten (und den Mond) nutze ich langbrennweitige Refraktoren.

P1020501.JPG

Am liebsten den 50 Jahre alten Tasco 10K (80/1200).

Schöne Grüße,
Urs
 
Hey Gerhard, danke für den like!

Du kennst das Röhrchen, nehme ich an. Ich habe es in einem Konvolut für relativ kleines Geld bekommen.

Und seit ich den Tasco das erste Mal am Nachthimmel hatte, war es um mich geschehen - seitdem steht er nämlich bei mir in der Kuppel, wo er gerade so reinpasst. Der OAZ ist bockhart eingestellt - da muss ich irgendwann mal dran, habe ich gedacht - doch der Trompetenauszug läuft so unglaublich seidenweich, dass ich mir die Schärfe darüber hole, was sehr gut geht.

Lustig eigentlich, aber es funktioniert so gut, dass ich den OAZ bisher in Ruhe gelassen habe. Never change a running system!

Das Teil hat eine einzölligen Okularaufnahme und mit richtig guten alten (Taks und Spectros) Okularen ist seine Abbildung ziemlich beeindruckend. Standardmäßig (siehe Bild) steckt immer ein 25er Zeiss Ortho drin, so dass das Setup in unter einer Minute einsatzbereit ist. Ein lieber Sternenfreund hat mich kürzlich in Richtung Dopplsterne "geschubst". Und dafür ist das Teil praktisch pefekt.

Was für ein schöner Luxus ... manchmal glaube ich mein Glück kaum.


Schöne Grüße,
Mr. Happy-go-lucky
 

Bresser Messier AR-127L/1200 HEXAFOC ,​


den kann ich von einem Sternfreund fast umsonst haben.
Ist zwar nur ein AC, aber bei der Länge wird er für Planeten,Mond und Sonne schon gehen.
Für Galaxien etc. nehm ich dann meinen 80/560 und gut ist.
n50
 
Hallo Nancy,
für DS hast du schon ein tolles Gerät. Für Planeten kann ich einen Mak empfehlen, vier oder fünf Zoll wiegt fast nichts, ist handlich und du bekommst mit den vorhanden Okularen eine deutlich höhere Vergrößerung.
CS Harald
 
Wenn dir Farbe nichts ausmacht ist der 5" Achromat nicht schlecht.
Ich hatte so einen von TS, der sphärisch sehr gut war, allerdings zeigte er bei hohen Vergrößerungen Farbe und helle weißliche Objekte wie Mond und Jupiter gingen eher ins gelbliche, quasi wie mit fest eingebautem Gelbfilter.

Das FCD-100 von Hoya ist übrigens kein billig Glas und ist vergleichbar mit dem FPL-53 von Ohara.
Beim Astroshop ist was von Polystrehl 0,97 zu lesen, was schon eine sehr gute Farbkorrektur wäre?

Der Skywatcher Evostar 120 ED wäre noch ein relativ leichtes Teleskop welches auch öfters mal gebraucht zu haben ist?

Oder der TS Doublet SD-Apo 125 mm f/7,8 ist beliebt und hat einen etwas besseren Auszug als der Skywatcher?

Oder etwas größer der APM Doublet SD-Apo 140 f/7?

Die Zweilinser haben den Vorteil, dass sie etwas leichter sind und schneller auskühlen als ein gleichgroßes Triplet.
LG
 
Hallo,

ich hatte den 80/560 von TS und den 102/714, auch von TS. Der Unterschied war visuell und fotografisch nicht wirklich merkbar in der Praxis, nur dass der 102 ein ziemlicher Trümmer war. Deutlich schwerer und länger als der 80 er. Ich hab ihn deswegen retourniert. Der 80er ist ein guter Allrounder, den würde ich behalten. Wenn Du am Planeten mehr willst, wäre ein C6 oder C8 wohl die erste Wahl. Mit beiden hab ich aber keine Erfahrung.

LG Olaf
 
Ich muss nochmal nachfragen.
Hab mir gestern den 127/1200 angeschaut und war erstaunt, was das Teil wiegt und die Größe!
Da kann ich gleich mein Mirarge 8 behalten, das ist nicht viel schwerer.
Hab mir eure Tipps zu Herzen genommen und werde ein MC bestellen und zwar den :

Skywatcher Skymax-127 (OTA) (127mm (5 Zoll), f/1500) Maksutov-Cassegrain Teleskop OTA​


Er soll vorallem zur Mond und Planetenbeobachtung dienen.
Frage nun :
kann mir einer erklären, warum der bei Amazon fast 100 Euro billiger ist als beim Händler .
Ist da ein Hacken dabei ? (hinter der Zahl 127 steht beim Händler ein T, liegts daran ?)
Den 2 Zoll Adapter und die Taukappe muss ich wohl extra bestelln ?

Danke

n50
 
Hallo Nancy,
gute Entscheidung! Noch preiswerter bekommst du so ein Gerät hier im Forum und da musst du nichts extra kaufen.
CS Harald
 
Große Refraktoren werden lang und schwer – deshalb mag ich den ED80 und Schmidt-Cassegrains ;)

Amazon drückt gerne die Preise, weil sie durch Marktmacht günstig einkaufen und kleine Händler verdrängen können, und wenn der Lagerplatz zu teuer ist, wird auch mal verramscht. Dafür kann dir der Händler bei Problemen helfen, Amazon macht nur Rücksendung. Aber keine Sorge, wenn die Konkurrenz weg ist, steigen die Preise wieder...

2" kannst du dir aufgrund des Blendrohrdurchmessers wahrscheinlich sparen – schon der Sekundärspiegel hat ja gerade mal 44mm Durchmesser. Je weiter du vom idealen Fokus weg bist, desto mehr ändert sich auch die Brennweite vom Teleskop (wegen der Hauptspiegelfokussierung).
Alte Diskussion zum Thema:
Wohl nicht ganz sinnlos...

Welche Montierung kommt eigentlich drunter?
 
Zuletzt bearbeitet:
AZEQ6, laut Händler bringt der 2 Zoll Anschluss aber was ?

Zitat
Skywatcher bietet Maksutov-Teleskope von 100 mm bis 180 mm Öffnung an. Die Teleskope erlauben eine Verwendung von Okularen bis ca. 40 mm Feldblendendurchmesser. Okulare ab 30 mm Feldblendendurchmesser sind aber bereits 2"-Okulare.
Mit dem 1,25"-Adapter, welcher dem Teleskop beiliegt, verschenken Sie also wertvolles Gesichtsfeld. Dieses Problem löst dieser Adapter. Sie machen damit Ihr Teleskop fit für 2"-Okulare.

n50
 
Hab oben noch einen alten Thread ergänzt.

Aber für großes Feld und große Austrittspupille hast du ja eh den 80er. Mit 1,5m Brennweite ist der Mak eh kein Richfield-Teleskop, auch wenn man Vignettierung durch das Blendrohr visuell kaum bemerkt.

Ein 2" 38mm/72° Okular bringt dir am Mak 1,8° bei 40x und 3,2mm Austrittspupille, am 80/560 4,9° bei 15x und 5,4mm Austrittspupille.
Ein 1,25" Plössl bringt dir am Mak 1° bei 47x und 2,7mm Austrittspupille.
Und für Mond und Planeten brauchst du eh kein großes Feld. Ist die Frage, ob dir das den Aufpreis wert ist, wenn du bereits ein besseres Gerät dafür hast. Aber wenn nur der Adapter dafür nötig ist, geht der Aufpreis ja. Machen kann man es; ich kenne das nur vom C6 – da geht 2" trotz des kleinen Blendrohrs auch.

Beste Grüße,
Alex
 
habs verstanden, danke.
noch eine letzte frage, die tauschutzkappe wird in der 4 zoll und 5 zoll variante angeboten.mir ist nicht ganz klar, welche für den mak die richtige ist.

n50
 
bei astroshop steht bei dem mak, tauschutzkappe 5 zoll 145- 165 mm, es gibt aber auch 4 zoll , 115-135 mm.
5 zoll sind doch aber 127 mm , das wäre doch die zweite.

n50
 
Hallo n50,
ein 5" MC ist meiner Meinung nach nicht der große Wurf gegenüber einem 3" APO.
Zieht man die Obstruktion ab, bleibt etwas mehr Auflösung und etwas mehr Licht mit anderen Spezifikationen als beim Refraktor.

Eine weitere Option wäre gewesen den 3" APO zu verkaufen und gegen einen 5" APO zu tauschen.
Dann hätte man nicht zwei kleine Teleskope herumstehen.

Viel Spaß mit dem neuen Teleskop, vielleicht berichtest du mal wie es dir gefällt?
LG
 
wenn ich mir die fotos z.b. jupiter in astrobin anschaue , da schneidet der mak eindeutig besser ab als der kleine apo.
klar ein 5 zoll apo ist eine nummer, hat aber seinen preis, für unter 400 euro ist nix drinn.
ich denke der mak ist ein guter kompromiss mit luft nach oben, hi.
n50
 
Probier es mal mit der Google Suche, da findet man einiges zum Skymax, auch gibt es einige Threads zum Thema "Skymax 127 vs 80ed".

Fotografisch holt das 5" MC natürlich mehr raus als der 3" ED wegen der größeren Öffnung bzw. höheren Auflösung.

Für die visuelle Beobachtung sollte man sich jedoch nicht von Fotos täuschen lassen!
Da sieht man in erster Linie das können des Fotografen und der KI bzw. Bildbearbeitung.
LG
 
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