Saturn, Uranus, M8 im 20 Zoll Dobson & Frage Equipment

tucana1

Mitglied
Hallo zusammen,

dieses Jahr habe ich es endlich geschafft. Ich habe mein Goto am 20 Zoll Dobson repariert.
Es funktioniert auch sehr gut. Allerdings habe ich noch nicht alle Funktionen getestet. Aufgrund hochstehender Bäume und verdeckter Sterne konnte ich noch kein perfektes Alignment durchführen. Ich verwende das Goto daher manuell.

Equipment:
20 Zoll Dobson
2000mm Brennweite

Okulare:
1x 56mm Übersichtsokular (35-fach) (Omegon SuperPlössl)
1x 28mm Übersichtsokular (71-fach) (No-Name, war beim Teleskop dabei)
1x 15mm Okular (133-fach) (Omegon Panorama 2)
1x 12mm Okular (166-fach) (Explore Scientific LER)
1x 9mm Okular (222-fach) (Explore Scientific Ar)

Barlowlinse:
1x 3-fach Focal Extender Barlowlinse (mit 28mm Okular 214-fach, mit 15mm Okular 400-fach, mit 12mm Okular 500-fach, mit 9mm Okular 666-fach) (Explore Scientific)

Software:
Stellarium fürs Iphone
Microsoft Paint


Ich habe am 07.10.2024 zunächst gegen 00:50 Uhr zum Saturn geschaut und konnte erstmals auch Mimas fotografisch mit Iphone 11 Kamera ohne Kameraadapter (nur Kamera vors Okular gehalten) abbilden. Für mich war das eine Sensation! Normalerweise ist die Iphone Kamera nicht empfindlich genug um Mimas (12,82 mag) abbilden zu können. Selbst visuell habe ich Mimas nur zweimal bis jetzt gesehen, da das Seeing entweder zu schlecht ist, oder das Stadtlicht den HImmel zu sehr aufhellt.

Saturn mit Monden.png


Das eigentliche Highlight war aber gestern Morgen gegen 3:20 Uhr.
Meine Beobachtungsnacht begann am Freitag gegen 23:30 Uhr bis 4:00 Uhr morgens am Samstag.
In diesen 4,5 Stunden mit für meine Verhältnisse sehr gutem Himmel im Garten am Mindener Stadtrand habe ich eigentlich nur Saturn und Uranus beobachtet.
Saturn hypnotisierte mich visuell über 2,5 Stunden bis 2:00 Uhr morgens. Leider war der Himmel doch zu sehr aufgehellt um Enceladus und Mimas zu beobachten. Überhaupt sind diese Monde visuell für mich sehr schwer zu beobachten. Nur im 12mm Okular und 9mm Okular tauchen sie auf (manchmal sogar nur beim indirektem Sehen).

Von 2:00 Uhr - 3:00 Uhr habe ich versucht Blue Snowball, NGC 7662 und Neptun zu beobachten. Leider keine Chance. Der Himmel war doch sehr aufgehellt, so dass ich im Sucher keine Referenzsterne finden konnte. Außerdem hatten wir über 90% Luftfeuchtigkeit, die den Fangspiegel teilweise schon nach 20 Minuten beschlagen ließen.

Ab 3:00 Uhr habe ich mich auf Uranus konzentriert. Da Uranus gerade nicht weit der Plejaden steht, ist es sehr einfach diesen zu finden. Nach ein paar Minuten war es dann so weit.
Uranus war bei 133-fach Aufsuchvergrößerung als weißer, leicht türkiser Lichtpunkt zu sehen.
Da mein Fokus die Uranusmonde waren, musste ich größer vergrößern. Bei 133-fach waren sie nicht zu sehen. Auch nicht bei 166-fach und 222-fach.
3-fach Barlow rein und bei 400-fach waren im indirekten Sehen Titania und Ariel zu sehen. Diesmal habe ich versucht, mit Goto manuell nachzuführen und Iphone Kamera die Monde zu fotografieren. Ich bin mir nicht sicher, ob es geklappt hat. Es entstand das Bild:

Uranus mit Ariel.JPG

Ich habe es visuell dann nochmal mit dem 12mm Okular und Barlow probiert.
Bei 500-fach war das Bild dunkler. Uranus erschien als großer Lichtball, größtenteils verschwommen, in Sekundenbruchteilen klar. Titania und Ariel waren sogar beim direkten Sehen sichtbar, allerdings sehr lichtschwach als Lichtpunkte.
Auch das war für mich eine Sensation, da ich noch nie so lichtschwache Objekte visuell direkt sehen konnte. Titania hatte 13,87 mag, Ariel sogar 14,29 mag (!).
Anfang des Jahres hatte ich das letzte Mal Titania, Ariel und Oberon als Aufhellung um den Uranus gesehen, aber nicht als Lichtpunkt.
Ich denke, die Aufhellung statt Lichtpunkt damals war die Folge eines leicht beschlagenen Fangspiegels. Tatsächlich war der Spiegel sehr nass.

IMG_9060.png

Ich habe in meiner Verzweiflung auch einen Föhn mit in den Garten genommen und habe alle 20 Minuten Richtung Fangspiegel geföhnt.

IMG_9054.png


Doch ich bin sehr zufrieden. Meine visuelle Grenzgröße mit dem Teleskop liegt jetzt bei 14,29 mag und ich versuche diese Grenze noch zu überschreiten (auch fotografisch, Mimas mit 12,82 mag).

Fotografisch habe ich es letztes Jahr mit einer ZWO ASI 678 MC probiert, habe diese Kamera aber wieder verkauft, da der Chip zu klein war und ich damals keine Nachführung hatte. Ich dachte an eine DSLR von Canon astromodifiziert, z.B. Canon Eos 600Da? Könnt ihr sie empfehlen? Soe hat einen viel größeren Chip als die ZWO ASI, auch wenn sie vielleicht nicht so empfindlich ist, aber ich will erstmal langsam mit Astrofotografie anfangen.
Ich will mit der Kamera die großen Uranusmonde fotografieren und im Kurzbelichtungsmodus einige PNs ablichten.
Außerdem dachte ich an einen Komakorrektor, den man auch visuell benutzen kann.

Mein Himmel ist leider etwas aufgehellt
Anfang Mai
image_67113729.JPG

Jetzt am Samstag
IMG_9058.jpg


Trotzdem konnte ich im Mai auch den Lagunennebel M8 kurz mit Iphone Kamera fotografieren, wenn auch nicht besonders professionell.

image_67342593.JPG

Also, Canon Eos 600Da eine Empfehlung?
Komakorrektor?
Habt ihr noch weitere Tipps?

Gruß
Adam
 
Hallo Adam,

erst einmal danke für diesen tollen Bericht. Hat Spaß gemacht zu lesen.

Fotografisch habe ich es letztes Jahr mit einer ZWO ASI 678 MC probiert, habe diese Kamera aber wieder verkauft, da der Chip zu klein war und ich damals keine Nachführung hatte.
Halte ich für einen Fehler. Ich verwende die Asi462mm, also noch kleinerer Sensor, am 12" F5 Dobson mit Baader Q-Turret Barlow.
Der Faktor ist aber durch einen höheren Abstand zum Sensor größer, mind. 2,6 fach, eher mehr.
Für Planeten ist da doch reichlich Platz, die müssten da eigentlich auch bei dir noch locker auf den Sensor passen.

Aber wenn die jetzt nicht mehr da ist geht natürlich auch eine Neuanschaffung mit größerem Sensor, wobei das rein für Planeten nicht nötig ist.
Ich will mit der Kamera die großen Uranusmonde fotografieren
Planeten und auch deren Monde mit DSLR macht für mich keinen Sinn. Dafür würde ich eine Astrokamera nehmen und mit hoher Framerate aufnehmen.
Ok, bei den lichtschwachen Monden wird die höherer Belichtungszeit keine hohen Raten zulassen aber vielleicht wird ja doch die reine Planetenfotografie für dich interessant. Das mache ich ja auch mit meinem Dobson und dazu noch mit einer primitiv zusammengeschusterten manuelle EQ-Plattform.

Gruß,
Holger
 
laneten und auch deren Monde mit DSLR macht für mich keinen Sinn. Dafür würde ich eine Astrokamera nehmen und mit hoher Framerate aufnehmen.

Hallo Holger,
danke für deine Antwort. Warum ist eine DSLR nicht so gut? Liegt das am nicht so empfindlichen Sensor? Ich selber bin noch Neuling in der Astrofotografie. Ich habe gelesen, dass man auch durch Stacking mit weniger empfindlichen Sensoren das Gleiche Ergebnis erreichen könnte?
DIe DSLR wollte ich mir auch deshalb anschaffen, da sie ohne Laptop auskommt. Wir wollen uns über die Wintermonate einen Anhänger kaufen, den man auch für die Astronomie einsetzen könnte. Ich würde dann mit dem Dobson aufs Feld fahren zum Beobachten, würde aber ungern immer einen Laptop mitnehmen. Das Teleskop könnte ich dann auch an einem Stück mitnehmen, ohne es an- und abzubauen.
Preislich dachte ich an eine Kamera die auch gerne gebraucht sein kann, um 300-400€. Astromodifizierte DSLRs habe ich auf ebay gesehen, in diesem Preissegment.
Sind DSLRs nicht empfindlich genug für Titania, Oberon, Ariel, Umbriel, Pluto im Kurzbelichtungsmodus? Oder PNs? Die Iphonekamera kann auch bei helleren PNs die Nebel nicht anzeigen.

Gruß
Adam
 
Hallo Adam,

Sind DSLRs nicht empfindlich genug für Titania, Oberon, Ariel, Umbriel, Pluto im Kurzbelichtungsmodus?
Naja, bei den kleinen Monden kommt es ja nicht auf Details an, das wird ja nur ein kleiner Punkt.
Da sollte das egal sein.

Ich habe da mehr die richtige Planetenfotografie im Kopf und da sammelt man in kurzer Zeit möglichst viele Einzelbilder.
Beim Jupiter komme ich z.B. auf bis zu 160 fps (Einzelbilder pro Sek.) und habe so in ca. 1 Min. fast 10000 Frames.
Diese werden gestackt zu einem Summenbild, welches sich dann besser nachbearbeiten und schärfen lässt.

Eigentlich haben DSLR´s den Vorteil des großen Sensors um bei Deepsky mehr Himmelsausschnitt aufnehmen zu können.
Vielleicht auch die von dir angesprochene Unabhängigkeit vom z.B. Laptop.

Für die kleinen Objekte ist der große Sensor zwar nicht nötig aber wahrscheinlich schon einsetzbar für deine Zwecke.

Bin gespannt wie das hier andere im Forum sehen und hoffe noch auf weitere Meinungen.

Gruß,
Holger
 
Hallo Adam,

Ich bin regelmäßig mit den Laptop unterwegs und empfinde das nicht so zum Nachteil. Bei einer Beobachtungs Session wollte ich auch mal die Monde der äußeren Planeten mal sichtbar machen. Ich habe eine Hypercam 174 MM am C8 Edge verwendet. Nur als Beispiel und keine Empfehlung. Herausgekommen ist dieses Bild.

Neptun+Monde.jpg


Wenn es dir nur um das detektieren der Monde geht reicht eine Mono cam. Eine Farbastrocam würde auch gehen.

CS

Marcus
 
Nachtrag:
Wir wollen uns über die Wintermonate einen Anhänger kaufen, den man auch für die Astronomie einsetzen könnte. Ich würde dann mit dem Dobson aufs Feld fahren zum Beobachten, würde aber ungern immer einen Laptop mitnehmen. Das Teleskop könnte ich dann auch an einem Stück mitnehmen, ohne es an- und abzubauen.
Das geht mir nicht aus dem Kopf. Wenn Du den 20" Dobson auf dem Anhänger mit zum Feld nimmst, was ist dann so schlimm daran da noch einen kleinen Laptop mit ins Auto zu legen ?

Diesmal habe ich versucht, mit Goto manuell nachzuführen und Iphone Kamera die Monde zu fotografieren.
Ob sich für deine Zwecke die klobige DSLR überhaupt lohnt ?
Vielleicht reicht auch eine Halterung für das Iphone um das besser am Okular zu befestigen.

Die ZWO ASI 678 MC Sensorgröße: 7,68 mm x 4,32 mm - Diagonale: 8,86 mm
Die nächst größere für nur etwas mehr Geld wäre die:
Asi585mc: Sensorgröße: 6,26 mm x 11,13 mm - Diagonale: 12,84 mm

Aber wenn das nur um die Erfassung der kleinen Monde geht würde ich es erst einmal mit Handyhalterung am Okular mit dem vorhandenen Iphone versuchen.
Die habe ich für unter 20 Euro gefunden.

Gruß,
Holger
 
Hallo Adam,

schöner Bericht. :y: Als rein visueller Beobachter, welcher ebenfalls Spaß an der Beobachtung schwacher Planetenmonde hat, möchte ich noch erwähnen, dass es nicht schaden kann, diese bei gutem Seeing und ausgekühlter Optik auf‘s Korn zu nehmen. Besonders die Monde am Limit (z.B. Mimas, Umbriel, Hyperion, nur um mehrere zu erwähnen) sind dann wesentlich einfacher zu dedektieren. Nereide (und ähnlich sehr schwache Monde) wirst mit 20“ Öffnung allerdings ausschließlich nur fotografisch erreichen können.

Übrigens siehst du mit deinem 20“ noch wesentlich schwächere Objekte als den Mond Ariel, wenn kein helles Objekt in der Nähe steht. Du könntest also deine visuell erreichbare Grenzgröße noch einiges steigern (mit einer Kamera sowieso).

Falls du genügend Fokustoleranz am OAZ hast, ist bei visueller Beobachtung ein guter Komakorrektur zu empfehlen, aber nicht zwingend notwendig an deinem F4.

Viele Grüße
Werner
 
Ich habe eine Hypercam 174 MM am C8 Edge verwendet. Nur als Beispiel und keine Empfehlung. Herausgekommen ist dieses Bild.

Hallo Marcus,
dieses Foto sieht sehr gut aus. Wie lange hast du belichtet? AM C8 könnte es schon lange gewesen sein, oder? Kriegt man solche Bilder auch im Kurzbelichtungsmodus mit max 0,5 Sekunden hin? Oder wird das Rauschen zu groß?
Das geht mir nicht aus dem Kopf. Wenn Du den 20" Dobson auf dem Anhänger mit zum Feld nimmst, was ist dann so schlimm daran da noch einen kleinen Laptop mit ins Auto zu legen ?
Hallo Holger,
der Grund ist, dass es mein einziger Laptop ist. Ich habe die Befürchtung, dass Minustemperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit dem Laptop as anhaben könnten. Außerdem müsste ich zusätzlich noch eine Stromversorgung herstellen, da der Akku leider nur max. 2-3 Stunden aushält (in der Kälte vermutlich noch weniger). So eine Beobachtungssession dauert bei mir 3-5 Stunden. Das hält der Laptop nicht durch.

Vielleicht reicht auch eine Halterung für das Iphone um das besser am Okular zu befestigen.

Ich war Anfang September in Landsberg beim Astroshop. Die haben mir auch mein Goto repariert. Da ich leider nur ausschließlich 2 Zoll Okulare habe, haben wir einen Kameraadapter von Celestron ausprobiert. Leider sind die Okulare zu dick. Der Adapter lässt sich nicht ans Okular klemmen.

Übrigens siehst du mit deinem 20“ noch wesentlich schwächere Objekte als den Mond Ariel, wenn kein helles Objekt in der Nähe steht. Du könntest also deine visuell erreichbare Grenzgröße noch einiges steigern (mit einer Kamera sowieso).

Falls du genügend Fokustoleranz am OAZ hast, ist bei visueller Beobachtung ein guter Komakorrektur zu empfehlen, aber nicht zwingend notwendig an deinem F4.
Hallo Werner,
Umbriel und Miranda wären meine nächsten ZIele visuell. Den Komakorrektor möchte ich auch visuell benutzen. Ich sehe in deiner Signatur, dass du auch ein 22 Zöller hast. Kannst du Umbriel und Miranda visuell erkennen? Ich denke vielleicht an einem sehr dunklen Beobachtungsort könnte ich bestimmt die Monde auch sehen.



Gruß
Adam
 
Hallo Marcus,
dieses Foto sieht sehr gut aus. Wie lange hast du belichtet?
Also es war schon ein weilchen her.
Ich habe ordentlich den Gain hochgeschraubt um die Belichtungszeit kurz zu halten und das Histogramm angepasst bis ich was im Livebild gesehen habe. Das ganze war ein Schnappschuss vom Livebild. Das hat auch nicht so lange gedauert. War aber schon rauschig.
Vielleicht solltest du mit dem Laptop nicht zu Komplex denken. Fange klein an: erstmal eine Stunde. Das sollte locker reichen für Laptop/Kamera einrichten Objekt Aufnahme.
Ich war vor 2 Jahren bei -2°C für 90min draußen. Und trotz der Kälter und der Feuchte (das Display war leicht vereist)funktioniert mein Laptop bis Heute.
Mittlerweile habe ich aber andere Lösungen für mich gefunden.
Wenn das dann was ist für dich. Kauft du dir ein Zweitgerät.(muss ja nicht High-End sein)

CS

Marcus
 
Interessantes Thema!
Saturnmond Mimas war immer mein Seeing Tester mit 17,5" und 24" Dobsons. Jetzt bei der geringen Ringöffnung könnte er bei genügend Elongation zum Planeten auch mit kleinerer Öffnung machbar sein, zumal Saturn ja so langsam aus den Tiefen des Südhimmels heraufklettert.

Damit wären wir beim Thema:
Ich habe am 07.10.2024 zunächst gegen 00:50 Uhr zum Saturn geschaut und konnte erstmals auch Mimas fotografisch mit Iphone 11 Kamera ohne Kameraadapter (nur Kamera vors Okular gehalten) abbilden.
Hallo Adam, nein, leider nicht! Was du als Mimas bezeichnest ist Dione, deine Dione ist Phea, deine Rhea ist Titan, dein Titan könnte Japetus sein. So passen auch die Helligkeiten zueinander (z.B. ist Titan ist viel heller als Rhea), auch die Abstände passen so sehr genau, habe ich mit SkySafary überprüft. In Cloudy Nights zeigt jemand Saturn with Nine of Its Moons, wobei Phoebe als etwas fragwürdig genannt wird. Du siehst also, Mimas ist nicht ganz so einfach mit wackeligem Freihand Handy machbar. Bist du wirklich sicher, dass du Mimas visuell gesehen hast und nicht eventuell mit dem einfacheren Enceladus verwechselt hast?
Soeben habe ich meine Spielereien in Nachbarforum hochgeladen, siehe 6 Saturnmonde, 4 Uranusmonde.

Bei einer Beobachtungs Session wollte ich auch mal die Monde der äußeren Planeten mal sichtbar machen. Ich habe eine Hypercam 174 MM am C8 Edge verwendet. Nur als Beispiel und keine Empfehlung. Herausgekommen ist dieses Bild. [Neptun, mit den Monden Triton und Nereid]....
Hallo Markus, wann genau hast du das Bild aufgenommen? Wie lange hast du belichtet? Warum ist Nereid (z.Z. 19,3 mag) bei dir deutlich heller als Triton (13,6 mag)? Hast du z.B. mit einem Planetariumsprogramm abgeglichen, ob das überhaut sein kann? Ich habe für Nereid mit 10" Newton 3,6 Sunden Belichtung aus der Stadt gebraucht und musste auf Eigenbewegung stacken, um ihn als winziges Pünktchen auszumachen (siehe Nachweis Neptunmond Nereid im Pisces).
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Werner,
Umbriel und Miranda wären meine nächsten ZIele visuell. Den Komakorrektor möchte ich auch visuell benutzen. Ich sehe in deiner Signatur, dass du auch ein 22 Zöller hast. Kannst du Umbriel und Miranda visuell erkennen? Ich denke vielleicht an einem sehr dunklen Beobachtungsort könnte ich bestimmt die Monde auch sehen.
Hallo Adam,

Umbriel ist visuell machbar. Ich erinnere mich, diesen auch bereits mit 18“ erkannt zu haben, allerdings bei recht gutem Seeing im Hochgebirge. Miranda habe ich noch nicht wirklich versucht.

Ich vermute auch, dass dieser aufgrund der Nähe zu Uranus und der geringen Helligkeit jenseits von 16 mag extrem schwierig ist, auch mit etwas größerer Öffnung als 20“. Dazu kommt, dass die FS-Streben bei der Beobachtung der sehr schwachen Monde stören und das Licht selbst beim nicht eben sehr hellen Uranus rund um die Planetenscheibe etwas streuen.

Viele Grüße
Werner
 
Interessantes Thema!
Saturnmond Mimas war immer mein Seeing Tester mit 17,5" und 24" Dobsons. Jetzt bei der geringen Ringöffnung könnte er bei genügend Elongation zum Planeten auch mit kleinerer Öffnung machbar sein, zumal Saturn ja so langsam aus den Tiefen des Südhimmels heraufklettert.
Hallo Stathis,

schönes Ergebnis mit deinen Belichtungen im Astrotreff. :y:

Ja, Mimas ist nicht ganz einfach. Ich habe diesen Anfang September bereits mit 9“ Apo und ca. 400x Vergrößerung zusammen mit Matthias auf der Emberger Alm jedoch eindeutig erkennen können, allerdings gerade so an der Sichtbarkeitsschwelle. Seeing war gut und die Elongation von Mimas zu Saturn fast maximal. Enceladus stand dabei genau auf der anderen Seite von Saturn. Mit dem 22er war ich jetzt im Oktober nochmals dort und da war Mimas bei mittleren Bedingungen und ebenfalls großer Elongation gar nicht allzu schwierig.

Ich erinnere mich an viele Saturnbeobachtungen mit einem ehemaligen 12“MN vor einigen Jahren auch bei großer Ringöffnung. Auch damit war Mimas bei sehr gutem Seeing so gut wie immer machbar. Insgesamt sind dann 8 Saturnmonde an einem Abend erkennbar, da auch Hyperion geht, wenn er etwas weiter von Saturn entfernt ist.

Den 9. Mond Phoebe wollte ich demletzt mit dem 22er versuchen, habe es dann aber doch gelassen (war zu faul um das Ipad mit zum Fernrohr zu nehmen). Ein anderes Mal.:giggle:

Viele Grüße
Werner
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Adam, nein, leider nicht! Was du als Mimas bezeichnest ist Dione, deine Dione ist Phea, deine Rhea ist Titan, dein Titan könnte Japetus sein.

Hallo Stathis,

ich habe es eben nochmal mit Stellarium gecheckt. Es ist so, wie von dir beschrieben. TItan wirkte ja auch etwas orange auf dem Foto. Mimas konnte ich vor ein paar Tagen allerdings schon visuell sehen, fotografisch mit Iphone Kamera ist es nur noch nicht möglich.
 
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