Apo mit max. 400mm Brennweite für Fotografie (u.a. WO Pleiades 68)

AstroFritz

Aktives Mitglied
Moin,

ein Kollege von mir (nicht im Forum und auch nicht mit sehr bewandert wenns ums Internet geht) möchte sich ein neues Teleskop zulegen.
Er hat jetzt länger mit einem C6 mit Reducer und einer EQ6-r fotografiert (ca. 1000mm Brennweite). Er würde aber auch gerne Aufnahmen mit einem weiteren Feld machen.

Aktuell interssiert er sich für das WO Pleiades 68.
Schnelle Optik und knapp unter 300mm Brennweite.
Man kann im Netz viel positives über die Optik lesen, es gibt aber auch einige negative Berichte.
Dazu muss man aber sagen, dass es anfangs aber wohl Probleme mit der Optik gab die mittlerweile behoben sein sollten.

Außerdem findet er das neue SQA85 von Askar spannend.
Brennweite von 400mm und ein Flatfield Design.
Über die Optik ist noch nicht wirklich etwas bekannt.
Sie ist erst seit kurzem zu haben.

Die Entscheidung fällt ihm schwer.
Eigentlich würde er gerne das William Optics nehmen.
Durch die Berichte im Netz ist er aber etwas unsicher.
Die schnellere Optik wäre halt eine schöne Sache.

Hat jemand Erfahrung mit dem WO oder würdet ihr etwas ganz anderes nehmen?
Gebraucht kaufen wäre kein Problem.
Preislich wäre bei den genannten Optiken schon das maximum ausgereizt (max. 2500€).
Seine Kamera hat einen APSC Chip.

Ich (wir) würde mich sehr über etwas Beratung freuen!

Viele Grüße
Brian
 
Hallo Brian,

Ich würde bei dem Preisschild des neuen Askar den 80er Skywatcher Esprit nehmen. Nachdem, was ich bisher recherchiert habe und auch hier im Forum als Empfehlung bekommen habe, ist die Espritserie schwer zu schlagen in deren jeweiligen Preissegment.

Viele Grüße,

Günther
 
Hallo Günther,

danke für deine Vorschlag!

Soweit ich weiß ist wohl das 80er Esprit das schlechteste der ganzen Esprits.
Außerdem müssen die Teile wohl recht aufwändig eingestellt werden bis die wirklich 100% der Qualität die sie haben auch zeigen können. Dann sollen sie (auf jeden Fall die mit 100mm+) sehr gut sein.

Ich werde mich da mal weiter drüber informieren. Mit der Optik habe ich mich im speziellen jetzt noch nicht auseinandergesetzt.

Das SQA85 von Askar ist halt im vergleich sehr interessant da es schon einigermaßen schnell ist, keine fixen Arbeitsabstand hat und auch sehr schöne Spots aufweist.
Ob sich, dass alles dann so bewahrheitet muss man erstmal abwarten.

Viele Grüße
Brian
 
Die Bilder auf der Askar Page schauen ja wirklich vielversprechend aus. Und das sogar mit Vollformat.
Da wäre für mich die Frage bereits geklärt.
Wenn dann die Quality Control halbwegs funktioniert kann man kaum was falsch machen.

CS
Franz
 
Hey Brian,
Ich bin auch drauf und dran meine zwei Fra400er gegen die neuen SQA85 zu tauschen und bin sehr an ersten Erfahrungen interessiert. Leider sind hierzu noch keine echten unabhängigen Erfahrungsberichte zugänglich...aber wenn die Teile ansatzweise halten was da auf dem Papier versprochen wird sind sie bzgl. Preis/Leistung kaum zu schlagen.
Viele Grüße Ben
 
Die Esprit Objektive lassen sich wohl justieren, bei den Askars bin ich mir da nicht so sicher.

Ich habe übrings selbst das Askar 65PHQ und das Askar 80PHQ und finde sie schon gut, die Frage ging ja aber in Richtung max 400mm. Und 2500€ ist schon nicht gerade preiswert für die Öffnung und die Brennweite. Der 80er Esprit kostet 1200€ bei 400mm, den Flattner benötgt man aber auch.

Ob das mit dem Vollformat stimmt, lasse ich bei den kleinen APOs mal dahingestellt. Aber vielleicht gibt es ja dazu Erfahrungen.

Viele Grüße,

Günther
 
Hallo,

ich hab den Askar 65PHQ mit dem passenden 0,75x Reducer und komme damit auf 312 mm Brennweite. Die Abbildung finde ich mit und ohne Reducer sehr gut, nahezu perfekt. Gibt es zur Zeit in der Kombi auch als Angebot bei Karl Kloß.

LG Olaf

PS: Mit Vollformat-Erfahrung kann ich allerdings auch nicht dienen.
 
Also wenn man dem einen Bild auf Astrobin trauen darf kann das 85er Vollformat.

Durch die Bauart des Teleskops gibt es „leider“ einen Effekt an den helleren Sternen wie beim FSQ85. So wie ich es verstanden habe tritt er aber erst auf ab dem Punkt wo die Ausleuchtung abfällt.
Bei APSC wohl er kein Problem.
Jedenfalls wenn man den angaben des Herstellers trauen darf.

Das SQA55 liefert auf jeden Fall sehr gut ab finde ich.

Vielleicht sollte man es einfach mal wagen und das große SQA kaufen.
 
Ich habe mein Askar samt Reducer leider zu früh bestellt und deutlich mehr bezahlen müssen. Übrings auch bei Karl Kloß gekauft.

Viele Grüße,

Günther
 
Guten Morgen zusammen!

Gestern wurde mein SQA85 Karl Kloss Teleskop-Spezialisten geliefert. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit oder des Wetters bis ich etwas dazu in Verbindung mit einer Vollformatkamera sagen kann. :)

Wenn der aber annähernd so gut abliefert, wie der SQA55, bin ich schon zufrieden.

Diesen "Inverse lighthouse effect" kenne ich vom SQA55, wird wohl auch beim 85er so sein.
Es handelt sich um Öffnungsvignettierung, wie beim FSQ85. Damit kann ich leben, wenn alles andere passt.

Den selben Effekt konnte ich übrigens am Founder Draco 62 beobachten, auch eine schnelle, interessante Optik mit nach meiner Empfindung guter Farbkorrektur, nur muss ich an dieser noch eine Verkippung im Gesamtsystem beheben, bevor ich den mitgelieferten Reducer daran versuche.

LG Markus
 
Moin Markus,

dann bin ich / wir mal gespannt wie der erste Test ausgeht.


Grüße
Brian
 
Soweit ich weiß ist wohl das 80er Esprit das schlechteste der ganzen Esprits.
Außerdem müssen die Teile wohl recht aufwändig eingestellt werden bis die wirklich 100% der Qualität die sie haben auch zeigen können. Dann sollen sie (auf jeden Fall die mit 100mm+) sehr gut sein.
Hallo Brian,

ich habe einen Skywatcher Esprit 80, von Tommys goldenen Händen eingestellt :) Ein tolles Gerät.

CS,

Ulrike
 
Ich mag Triplets, aber keine Reducer. Es gibt kaum welche, die nicht doch spätestens an VF etwas zeigen, was ich nicht mag.

Da sind mir von Haus aus schnellere Modeerscheinungen teilweise lieber. Womit ich aber nicht sage, dass die grundsätzlich sorglos sind.
Die Mode hat sich mittlerweile ja auch durchgesetzt und etabliert. Somit dürfte die auch fester Bestandteil des Sortiments bleiben und wandelt sich von der Mode zur möglichen Alternative.

Was ich am SQA55 richtig toll finde, er macht wirklich kleine Sterne, das ist nicht nur Werbung.
Vom 85er erwarte ich das auch.
Auch was Filter angeht, sind sie wie die PHQs, FRAs (nativ) ... No-Brainer.

Im Gegensatz zu reduzierten Triplets, bei denen man besonders mit Farbkamera und nachträglich eingebrachten Filter ggf. doch wieder die Ecken mit Abstand korrigieren muss, sollte man das Beste aus seinem Equipment holen, ohne BXT die Arbeit machen lassen zu wollen.

Ja die Öffnungsvignettierung, die man aber nicht verteufeln darf. Gehört sie doch bei der Konkurrenz zum guten Ton, der kaum diskutiert, viel mehr akzeptiert wird. ;)
(meine Meinung)

Jetzt bin ich aber wieder still und melde mich mit Ergebnissen sobald das Wetter gnädiger ist. :)

VG Markus
 
von Haus aus schnellere Modeerscheinungen
Hallo Markus,

je nachdem was du als 'schnell' definierts ergeben sich in diesem Fall mit der eingegrenzten Brennweite nur relativ kleine Öffnungen. Also i.d.R. unter 85mm.
Der Vorteil von größeren Öffnungen + Reducer ist dann theoretisch immerhin die höhere Auflösung und einfach mehr Lichtsammelfläche. Da müßte der kleine schon einiges besser machen als ein Großer mit Reducer damit es Sinn macht. Aber ist am Ende dann auch eine Preisfrage wie. z.B ein FSQ106 auf z.B. 380mm reduziert.
 
Hallo Brian,

Sind bei der Überlegung Newton's außen vor ?
Ansonsten könnte ich auch den Sharpstar 130 2.8HNT in den Ring werfen. Liegt im Preis- und Brennweitenrange und macht wirklich eine feine Abbildung, auch wenn ich ihm VF nur mit Abstrichen zutraue.


CS,
Franz
 
Ansonsten könnte ich auch den Sharpstar 130 2.8HNT in den Ring werfen. Liegt im Preis- und Brennweitenrange und macht wirklich eine feine Abbildung, auch wenn ich ihm VF nur mit Abstrichen zutraue.
Vollformat ist jetzt nicht unbedingt ein Kriterium.
Die Frage ist halt ob man vor jeder Session die Kollimierung prüfen und ggf. anpassen will.
Sein SC ist da ja noch recht stabil, aber bei einer so schnellen Optik?
Das muss man dann schon wollen :D
 
Vollformat ist jetzt nicht unbedingt ein Kriterium.
Die Frage ist halt ob man vor jeder Session die Kollimierung prüfen und ggf. anpassen will.
Sein SC ist da ja noch recht stabil, aber bei einer so schnellen Optik?
Das muss man dann schon wollen :D
Meinen habe ich zuletzt im Januar nur leicht nachkollimieren müssen. Seitdem nicht einmal ! Sogar der Rotator funktioniert verkippungsfrei (mit APS-C).
 
Meinen habe ich zuletzt im Januar nur leicht nachkollimieren müssen. Seitdem nicht einmal ! Sogar der Rotator funktioniert verkippungsfrei (mit APS-C).
Klingt ja eigentlich ganz gut. ;)

Mein Kollege muss jedes mal das Teleskop abbauen um es zurück ins Haus zu tragen. Sind ca. 15-20 Meter.
Dann kommt es wieder auf die Montierung.

Bewegst du deins auch oder hast du eine Sternwarte?

Es soll halt auch ein Teleskop sein was man schnell rausholen kann und quasi direkt einsatzbereit ist.
Ich weiß nicht ob das bei einem schnellen Newton so gegeben ist wie zB bei dem SQA.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich muss jedesmal neu Auf- und Abbauen. Eine Sternwarte hätte ich schon auch gerne.
Das Teil ist zudem wirklich sehr handlich und leicht (um die 4kg mit Schellen und Schiene).
Aber klar, über die Zeit wird man mit einem APO weniger Action haben.

CS,
Franz
 
Bei 2500€ Budget könnte man ja auch mal über den neuen TAK65D nachdenken.
Mit Flattener reicht das Budget, mit Reducer wären es um die 2800€.
 
Es ging eher um eine Hilfestellung. Bei Brian war ja auch mal VF eine Idee. Ich weiß nicht, was er nich alles anstellen wird. :)
Ich glaub wir reden ein bisschen aneinander vorbei Markus :D :D

Ich suche für einen Kollegen ein Teleskop.
Er hat mich gebeten hier zu Fragen da er mit dem Internet nicht so gut klar kommt.

Meine empfehlung für ihn war das SQA85, jedenfalls wenn die ersten Tests gut sind.
Allerdings wollte er auch wissen was sonst noch so zu empfehlen ist.

Grüße
Brian
 
Ich glaub wir reden ein bisschen aneinander vorbei Markus :D :D

Ich suche für einen Kollegen ein Teleskop.
Er hat mich gebeten hier zu Fragen da er mit dem Internet nicht so gut klar kommt.

Meine empfehlung für ihn war das SQA85, jedenfalls wenn die ersten Tests gut sind.
Allerdings wollte er auch wissen was sonst noch so zu empfehlen ist.

Grüße
Brian
Ah Ok, das habe ich dann wohl falsch verstanden, als du mich direkt gefragt hattest. Na dann .. :)
 
Diesen "Inverse lighthouse effect" kenne ich vom SQA55, wird wohl auch beim 85er so sein.
Es handelt sich um Öffnungsvignettierung, wie beim FSQ85. Damit kann ich leben, wenn alles andere passt.
.

LG Markus
Hallo Markus, ich bin nur ab und zu im Forum dabei und über diesen Effekt bin ich bisher nicht gestolpert. Auch der Begriff Öffnungsvignettierung ist mir nicht geläufig, auch wenn ich mir darunter etwas vorstellen kann. Gibt es dazu irgendwo Erklärungen oder Bildbeispiele? Mit der Suche bin ich nicht fündig geworden…

LG
Reinhard
 
@RBecker
Schau mal hier:

Es gibt aber noch viele weitere Beiträge auf CN und Stargazers Lounge.
Einfach mal den Begriff bei Google eingeben.

Grade in Verbidnung mit dem FSQ85 findet man viel dazu.

Grüße
Brian
 
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