SkyWatcher Evostar 80/600 vs. Evolux 82/530

JP-Stardust

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Hallo,
welchen der beiden ED-Refraktoren würdet ihr zur rein visuellen Nutzung empfehlen? Vielleicht hat hier ja auch schon mal jemand beide ausprobiert. Der Evostar 80/600 ist ja schon lange am Markt und hat allgemein einen guten Ruf.
Der neuere Evolux scheint mir allerdings eine feinere Optik und mechanische Verarbeitung zu haben oder täusche ich mich da? Er ist zwar, auch wegen des schnelleren Öffnungsverhältnis, sicher mehr für die fotografische Anwendung konzipiert, aber dennoch müsste er als kompaktes Beobachtungsinstrument doch auch taugen..?!
Preislich ist ja bei beiden Modellen auch kein großer Unterschied.

CS Jan
 
Hallo Jan,

bei dem Evostar wird explizit das ED-Element angegeben (FPL53 Ohara Japan) das schon zu den hochwertigsten Glassorten zählt, beim Evolux wird "nur" von ED gesprochen, aufgrund dessen und der etwas längeren Brennweite würde ich wohl eher zum Evostar greifen.

Vielleicht ist der Evolux etwas besser verarbeitet aber rein visuell sollte der Evostar ausreichen.

Ich hatte übrigens mal den Vorgänger, den rostbraunen "Volksapo" der hatte die gleichen Glaselemente und war m.E. von der optischen Performance schon sehr solide.

Andreas
 
Hallo Andreas,
besten Dank für Deine Rückmeldung dazu!
Ja, das Glaselement hatte ich bei beiden noch gar nicht so beachtet und da hat man beim Evostar 80 sicher die bessere Lösung. Die etwas längere Brennweite ist visuell sicher auch vorteilhafter, weil es eben bei beiden kein Triplet-System ist.
Das hilft mir schon weiter bei der Entscheidung!

Danke und viele Grüße,
Jan
 
Hallo Jan,

das Evolux hat einen Zahnstangenauszug, was mir persönlich viel lieber wäre als der Crayford beim Evostar. Ausserdem ist die Rohrschelle so gemacht, dass man den Tauschutz auch komplett einfahren kann und damit für den Transport einen kürzeren Tubus hat.

Bei der optischen Qualität für die visuelle Beobachtung würde ich auch eher zum Evostar tendieren aber das müsste man vergleichen.

Fotografisch würde ich auf jeden Fall das 80/480 Photoline Triplet mit FLP53 Element von TS nehmen. Kostet ähnlich und ist doch nochmal eine andere Klasse. Das hat auch einen Zahnstangenauszug.

CS.Oli
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi!

Falls es hilft, ich habe den ED80/600 im Celestron-Gehäuse seit bald 20 Jahren im Einsatz und habe nichts zu bemängeln, wobei ich den einfachen Zahnstangenauszug (mit Tonnen an "Chinahonig") rasch durch einen SteelTrack getauscht hatte. Mit Reducer funktioniert er auch fotografisch gut, und mit f/7,5 ist er für die H-alpha-Sonne besser geeignet – mit 4x Telezentrik bin ich bei den f/30, die es für einen Etalon im Okularauszug braucht. Falls das für dich irgendwie relevant sein sollte...

Der Schwerpunkt liegt bei meinem schon fast am Okularauszug, keine Ahnung wie gut die kürzeren Geräte ausbalanciert sind.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo,
das hilft mir alles sehr und ich bedanke mich bei euch für die Erfahrungswerte! Ja, sicher wäre da ein Steeltrack-OAZ nochmal ein gutes Upgrade. Ich denke, dass ich auf jeden Fall zum Evostar 80ED greifen werde - visuell wird mir das Gerät sicher gute Dienste leisten.

Besten Dank und viele Grüße,
Jan
 
Hallo,

interessante Infos, ich hätte nicht gedacht, dass der Evolux die schlechtere Optik als der Evostar hat. Ich hätte blind zum Evolux gegriffen, schon allein wegen des OAZ. Ich hatte mal den Evolux 62, den fand ich optisch und mechanisch sehr gut, ich hab ihn nur verkauft, weil er sehr schwer ist. Das dürfte auf den Evolux 82 auch zutreffen, der Evostar ist ja ein regelrechtes Leichtgewicht für die Größe. Nervig an den Evolux finde ich allein die Arretierung der Taukappe, beim 62 gibt es zwei Schrauben, die es unmöglich machen die Taukappe gerade zu befestigen, sie neigt sich immer ein wenig in die den Schrauben entgegengesetzte Richtung. Das sieht einfach doof aus, auch wenn es praktisch keine Auswirkung hat, ich bin da aber etwas pingelig. ;)

LG Olaf
 
interessante Infos, ich hätte nicht gedacht, dass der Evolux die schlechtere Optik als der Evostar hat.
Moin Olaf,

so apodiktisch würde ich das auch nicht behaupten, die Eckdaten sprechen aber etwas für den Evostar.

Zum einen wird hier extra auf das FPL 53 Glas eingegangen, wenn der Evolux das auch hätte würde das sicherlich nicht verschwiegen, weil FPL 53 schon sehr hochwertig ist, ich vermute der Evolux könnte vielleicht FPL 51 Glas oder ein ähnliches Element haben.
Natürlich ist diese Info allein noch nicht ausschlaggebend für eine "bessere" Optik, die Linsenzelle, Politur, Partnerglas etc. haben halt auch einen Einfluss auf die optische Performance.

Dann ist da noch die längere Brennweite des Evostar, f/6,5 zu f/7,5 hört sich zunächst mal nicht nach viel an, die längere Brennweite kann aber bei hohen Vergrößerungen durchaus einen signifikanten Vorteil haben.

Letztlich, um ganz sicher zu gehen müsste man beide Teleskope natürlich Seite an Seite testen, die Informationen die man hat sprechen bei visueller Anwendung aber m.E eher. für den Evostar.

Andreas
 
Hallo zusammen,

bei mir werkelt der Orion ED80(baugleich mit Celestron und SW) unter anderem als Grab and Go für Sonne aber auch für schnell mal Abends raus um Wolkenlücken zu nutzen.
Als erste Maßnahme hab auch ich den OAZ getauscht und ihn gegen einen Dual Speed von Skywatcher ersetzt. Schwere 2“ Okulare bzw. Bino hält er im Zenit und auch die Fokussierung funzt. Steeltrack läuft natürlich feiner aber ich bin so auch glücklich.
Nach allem hier geschrieben würd ich zum Evostar greifen und erstmal kucken ob du mit dem OAZ klarkommst und ihn vielleicht erstmal einzustellen versuchst, Anleitungen hierzu gibt es zuhauf.

VG
Michael
 
Den Evolux kenne ich jetzt noch nicht, aber Evostar und ähnliche konnte ich schon durch einige beobachten.
Letztlich sind diese schnellen Zweilinser auch wenn APO und fpl53 drauf steht, alle nicht 100% farbrein.
Z.B. wenn man diese mit einem Lomo bei gleichen Eckdaten vergleicht.
Sie haben alle mehr oder weniger einen feinen Rotschleier über dem Objekt und lassen z.B. einen farbenfrohen Jupiter etwas blass aussehen.
Bei hoher Vergrößerung werden Details und die Hauptwolkenbänder schnell im einheitsbraun dargestellt und die weißen Bänder sind nicht richtig weiß.
Den wenigsten fällt das wirklich auf und 80mm sind auch keine Vergößerungs- und Auflösungswunder.
Aber als Schnellspechtelteleskop durchaus brauchbar.
LG
 
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