Hallo Alex,
was für eine Blende hat denn dein Spiegel? Bei einem 10" f/4 komme ich auf eine Volle Ausleuchtung von ca. 18mm, wenn ich den Durchlass nach der Risszeichnung auf grob 55mm schätze. Wie groß das voll ausgeleuchtete Feld in der Mitte ist, ist auch erst mal nicht so wichtig. Wichtiger ist der Abfall in den Ecken. Mit Vollformat wäre ich, wieder bei 10" f/4 so grob bei 70%. Das wäre noch gut vertretbar.
Der kostet 2000€
Die 3" Geschichte mit Vollformat und dem TS 0,85x 3" Korrektor habe ich bei meinem Projekt erst mal an den Haken gehängt. Bei 10" brauche ich für Vollformat 40% Obstruktion und die Hebel durch den hohen Aufbau will ich meinem Selbstbautubus nicht zumuten.
Als Alternative will den GPU bei f/4 verwenden. Damit kann ich auch Vollformat ausleuchten, wenn auch der GPU nur ca. 13mm ausleuchten kann. Das geht gerade noch so. Als Reducer kommt ein Nexus ins Spiel. Der kann zwar "nur" APS-C, aber dafür wird das ganze mit einem zwei Nummern kleineren Fangspiegel und dem niedrigeren Aufbau wesentlich gutmütiger zu bauen. Mehr als 15mm muss ich mit dem Fangspiegel nicht ausleuchten.
Bei der Größe ist halt auch die Frage, was bringt es ab einem bestimmten Punkt noch? Meine Erfahrung ist, dass man da schon auf einem Berg wohnen muss. Ansonsten wird nur noch das Teleskop größer aber nicht mehr das Ergebnis. Ab 8" Öffnung hat man keinen Gewinn mehr an Auflösung und ab 0,8" Sampling tut sich auch nichts mehr. Der Anspruch an die Mechanik und die Kosten steigen aber mit dem Kubik der Öffnung. 10" f/4 waren daher in meinem Fall der ideale Kompromiss. Da brauche ich noch keine besondere Montierung, die 1m lassen sich gut nachführen, an Mond und Planeten wird das Teil sicher auch fast immer das liefern, was bei mir im Garten möglich ist und das ohne dass der Anspruch an die Mechanik zu groß wird.
Grüße,
Joachim