Swarowski 14x52 Pure freihändig?

Petrus

Mitglied
moin in die Runde,
ich möchte mir wohl im nächsten Jahr ein NL Pure kaufen. Mein Favorit ist das 10x42, das bei meinen Wanderungen in Garmisch Partenkirchen zum traumhaften Begeleiter werden soll.
Aber im Hinterkopf geistert bei mir dabei noch die Maximal Version dieses Fernglases herum, das 14 x 52:
Und zu dem wünsche ich mir ein paar Erfahrungs-Tipps:
...denn mit der Kopfstütze und den rausgedrehten Augenmuscheln hätte ich ja ( theoretisch ) eine 3 Punkt Auflage und dann eben die starke Vergrösserung....

Kann ich dieses 1KG Bino mit der optionalen Swaro-Kopfstütze überhaupt ohne deutliche Wahrnehmungsverluste nutzen?
Schreibt mir mal..
Gruß
Berti
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Berti,

erstmal Willkommen an Bord... :)

14x freihändig ist m.E. schon zu viel, ob die Kopfstütze hier ausreichend Stabilität bringt kann ich nicht sagen.

Ich benutze ein EL 12x50 und ein SLC 15x56, so richtig ruhig bekomme ich das Bild nicht ohne Hilfsmittel.
Bis 10x ist soweit noch in Ordnung, aber stehend und freihändig auch nur für kurze Zeit.

Zur Kopfstütze gibt es unterschiedliche Aussagen, manche Leute kommen mit dem Teil gut klar, für andere bringt es nicht viel, müsstest Du individuell testen.
Für längere Wanderungen finde ich ein 1Kg. Fernglas auch schon recht grenzwertig, zumal bei höheren Puls die Beobachtung auch leidet.

Andreas
 
Zuletzt bearbeitet:
Herzlich willkommen im Forum.

Die Swarovski Serie NL Pure 42 und 52 sind wunderbare Ferngläser.

Kristalline Klarheit der Bilder gepaart mit hoher Auflösung und ca 70 Grad Einblick schaffen ein immersives Seherlebnis.

Das 14x52 hat natürlich schon eine Vergrößerung die von den allermeisten Menschen nicht mehr ruhig gehalten werden kann.
Ungefähr 6-7 fache Vergrößerung kann man noch ganz gut ruhig halten, darüber wird es je nach persönlichen Fähigkeiten immer wackliger und geht mit Wahrnehmungsverlusten einher. Der eine kann es etwas ruhiger halten als der andere, wir sind ja nicht alle gleich, daher ausprobieren.

Ich vermute mit einem 14x52 NL P wird man weniger Details erkennen als mit einem 10x42 Canon IS (elektrisch stabilisiertes Fernglas).

Aber wenn man das NL P auf ein Stativ setzt sieht man viel mehr Einzelheiten als mit dem Canon.

Der Einsatzzweck dieses Fernglases also welche Zielobjekte sollen beobachtet werden, wird es ab und zu auch auf einem Stativ montiert
und ist man bereit mit dem zittrigen Bild zu leben wenn es nicht auf Stativ sitzt und kann man es relativ ruhig halten für den eigenen Anspruch,
werden letztlich entscheiden ob Du das Glas kaufen wirst, oder eine kleinere Vergrößerung nimmst (10 oder 12 fach).

Der Bildeindruck die große Klarheit des Bildes, die Farben und der Kontrast sowie Service und Werthaltigkeit ist bei den Swarovski herausragend und in der Klasse sicher führend am Markt.

Würde mir an Deiner Stelle mal alle Gläser der Serie 42 und 52 im Laden an mehreren Tagen in Ruhe ansehen im Vergleich auch zum Einblickverhalten/
Vergrößerung und wahres Sehfeld und dann im k. o. Verfahren die Ferngläser auf 2 maximal 3 Exemplare erstmal eingrenzen.
Jedes dieser beiden Serien hat eigene Stärken gegenüber dem anderen (unterschiedliche Vergrößerungen und wahre Sehfelder neben weiteren Unterschieden).
Außerdem sind manche Exemplare empfindlicher gegen Schleierbildung im Okular bei Zielobjekten in Sonnennähe. Wenn das für Dich relevant ist, schließen sich
die empfindlicheren Exemplare bezgl Schleierbildung dieser beiden Serien vielleicht von vornherein aus.

Manche empfinden die Kopfstütze als Zugewinn , anders merken keine Verbesserungen, es kommt auch auf die eigene Physiognomie und exakte Einstellung an.
Aber so ruhig wie ein stabilisiertes Fernglas wird es nicht werden mit einer Kopfstütze, es kann aber sein das es etwas besser wird als ohne Kopfstütze .
Man sollte auch eine gewisse Technik mit Kopfstütze anwenden, damit es besser hilft.

Erste Informationen zu den Serien kannst Du Dir im WEB bei Scopeview.com und Allbinos.com zu den Gläsern holen.

VG. Michael
 
Hallo Berti,

Ein Bekannter von mir hat sich ein teures Nikon 15x50 (oder so) gekauft. Nur für terrestrische Beobachtungen. Ich hatte ihm davon abgeraten. Aber wollte unbedingt und war ganz begeistert.
Zuerst sagte er, freihand geht problemlos.
Dann sagte er, aufgestützt geht ganz gut.
Dann fing er an ein Stativ mitzuschleppen.
Dann hatte er sein 8x42 öfter dabei als das 15x50.
Dann kam der Tag, an dem er das Nikon ein Jahr lang nicht benutzt hatte.
Dann hat er durch ein Canon 10x42 IS geschaut und das Nikon ohne zu zögern dafür in Zahlung gegeben.
Jetzt hat er ein Canon IS und ist glücklich.

Deshalb auch mein Tipp: entweder ein möglichst leichtes Glas oder ein Stabilisiertes. Aber ein 15x bringt nur auf einem Stativ Spaß. Kopfstütze als Krücke hin oder her.
Oder noch konsequenter: ein sehr leichtes Pocketglas für Wanderungen tagsüber und ein schönes lichtstarkes Glas für die Nacht. Ich habe auf Wanderungen das Leica 8x20 Ultravid dabei und es ist mein mit großem Abstand meistgenutztes Glas. Warum? Weil es klein und leicht ist, tolle Qualität hat und in der Gürteltasche nicht aufträgt und deshalb immer dabei ist.

Ein Glas für alles macht keinen Sinn. Vor allem nicht so eine spezielle Scherbe wie das Swaro 14x52.

Bis dann:
Marcus
 
Kann ich dieses 1KG Bino mit der optionalen Swaro-Kopfstütze überhaupt ohne deutliche Wahrnehmungsverluste nutzen?
Heisst die Frage „deutliche Wahrnehmungsverluste gegenüber auf Stativ montiertem Fernglas“?

Wenn ja, dann ist die Antwort ein klares „NEIN“.

Ein 14x Fernglas ohne IS verliert bei freihändigem Gebrauch deutlich gegenüber einem auf Stativ montiertem. Die Stirnstütze hilft zwar, aber beseitigt das Gewackel nur teilweise.
Ich finde das grosse NL ein fabelhaftes Glas, aber für mich gehört es montiert, unter dem Nachthimmel sowieso.

Dasselbe gilt übrigens auch für das 15er SLC (https://www.birdforum.net/threads/s...15x56-a-brief-comparison.460436/#post-4681476).

Das 10x52 mit Stirnstütze ist da schon was anderes. Auch hier bringt montieren immer noch deutlichen Gewinn, aber bei ruhiger Hand lässt sich da doch kurzfristig auch freihändig beobachten.

Just my opinion.
 
Die Verlinkung war nicht richtig, hier die 2 neuen Links:




Auch die Modelle 8x42 und 10x42, sowie 10x52 und 14x52 sind dort getestete worden

VG. Michael
 
moin Leute,
ich danke Euch für die Antworten und auch für die Links, die ich eben gerade aufgesucht und gelesen habe. Danach fühle ich mich in Teilen bestätigt.
Die NL Pure sind für mich die Perfekten Begleiter. Ich liebe weite Gesichtsfelder ,denn ich kenne diese bereits aus dem Astro Bereich, in dem ich viele Jahre
aktiv unterwegs war. Und auch noch immer nicht die Finger lassen kann.(Vielleicht kommt mir auch noch ein APM 120mm Bino ins Haus, mal das nächste ATT abwarten....)
Hohe Vergrösserung in Verbindung mit 70 Grad Feld ist ein Traum, das die NLs bieten. Mit oder Stirnstütze, ich werde es ausprobieren und meine 3 Favoriten vergleichen.
Ein Bino mit Stabi hab ich auch gehabt, das Canon 15x50, ich hatte es cirka 10 Jahre, und als der Gummi sich aufgelöst hat, hab ich es für 600 Euro !! reparieren lassen und mit schlechter Laune verkauft. Nie wieder.So lange Canon keine Stellung dazu abgibt.
....
Gruß
Berti
 
ich war im Geschäft und dort hatten sie nur das 10x52 NL Pure, ein 10x42 war verkauft.
ich fragte nach einem möglichen Vergleich zwischen den 3 Binos meiner Wahl, dem 10x42,12x42 und dem 14x52. War aber so auf Bestellung zur Ansicht nicht möglich. Schade, nun werde ich das final auf dem ATT in Essen -hoffentlich- machen und mir dann mein Fernglas kaufen.

Erstmal egal, ich hab das 10x52 in der Hand gehabt und durch geschaut.....
Boooh...
Das ist schon echt irre gut und wirkt garnicht wie ein 50er Glas. Mein 10x50 Leica Ultravid ist deutlich schwerer und wirkt ja fast schon unhandlich.
Und ich möchte mich gerne an die Testberichte anschließen, es ist schon eine Meisterleistung, ein Fernglas mit rund 70 °Gesichtsfeld fast perfekt farbrein , randscharf und dazu noch mit einem super Pupillenabstand zu bauen. Gratulation und Anerkennung an Swarowski Optics !
Wie schon geschrieben, der spontane Durchblick ist umwerfend. Das nächste ATT ist am 10.Mai 2025, mal schauen...
Gruß und Danke

Berti
 
ich war im Geschäft und dort hatten sie nur das 10x52 NL Pure, ein 10x42 war verkauft.
Berti,
um eine Gefühl für die Freihandbeobachtung für das von dir angefragte Pur 14x52 zu bekommen, würde ich wenn verfügbar zum bereits von Andreas erwähnten SLC 15x56 greifen. M.E. ist es irrelevant, ob da nun Pur 14x52 oder SLC 15x56 drauf steht, auch das Design des Glases an sich wird den Erkenntnisgewinn nicht irritieren.
Den Kern deiner Frage würde ich mit NEIN beantworten, sofern es im Kern um die Erfüllung der Aufgabe geht, für die diese Gläser gebaut sind. Das Leistungspotenzial von V 14/15x ist aus der Hand nicht zu schöpfen, verschüttete Milch. Sobald das Glas mit den Ellenbogen auf eine entsprechende Unterlage genutzt wird, entfaltet es aus der Lage viel mehr, auf einem Stativ seine volle Leistung. Ich nutze ein SLC 15x56 mit einem Einbein. Mit Übung der Handhabung einer solcher Kombi kann ein Glas mit diesen Parametern zufriedenstellend genutzt werden. Vor allem dann, wenn sich noch eine Sitzgelegenheit ergibt. Das Einbein sollte dann mit einem Monostat-Fuß und kleinen 2-Wege Neiger bestückt werden. Der neue Gitzo Fuß ist aber auch sehr sehr gut. Das Einbein in der Sitzposition gegen die Wade gelehnt stabilisiert das System so gut, als das ggf. nur noch ein leichtes Wanken wahrzunehmen ist. So nutze ich auch ein Spektiv mit 56mm, früher auch 65mm genutzt. Funktioniert für mich hervorragend.
Fazit: aus der Hand wie beschrieben, modifiziert wie beschrieben = gut bis sehr gut.
Die Pur Gläser, je nach Modell, auf Streulicht prüfen.

Bei deiner Entscheidungsfindung die besten Wünsche.
 
Hallo,
was hälst du von einem Vario Bino: habe hier u. a. ein 10-30x60, nicht schwer (nur mit Stativ). ideale Bilder, gute Randschärfe, und günstiger Preis (meine "bessere Hälfte" begnügt sich mit einem WW 8x30 Bino).

Gruß Günther
 
Hallo,
was hälst du von einem Vario Bino: habe hier u. a. ein 10-30x60, nicht schwer (nur mit Stativ). ideale Bilder, gute Randschärfe, und günstiger Preis (meine "bessere Hälfte" begnügt sich mit einem WW 8x30 Bino).

Gruß Günther
Sorry Günther, ist in etwa so als wenn hier Jemand nach einem Takahashi XY fragt und Du rätst ihm dann zum Lidl-Scope.o_O
Aber vermutlich war das ja humorig gemeint?!

Andreas
 
vielen Dank für das nett gemeinte Angebot, aber ich weiss schon, warum ich ein NL Pure haben möchte, und nix anderes.
Kein Zeiss, kein Leica und auch kein Nikon, naja,.... vielleicht doch evtl. das Nikon WX10x50 IF, das durfte ich auf dem letzten ATT in die Hand nehmen.
Ein schweres Astro-Spezial Bino, das glaub ich, sogar ein annähernd 80 Grad randscharfes und farbreines Feld bietet und das dazu kombiniert ist mit cirka 20mm Pupillen Abstand.
Dafür hat es Einzelfokussierung und ist damit wohl nicht so für die tägliche Vogel/Natur Beobachtung geeignet. Es handelt sich eher um ein Fernglas für Spezial Aufgaben - z.b Astronomie oder Millitär, - das cirka 6500 Euro kostet und bei dem dabei allerdings auch aufgezeigt wird, was so technisch machbar ist. Schon irre, das Ding.

Gruß
Berti
 
Das Nikon WX ist aber rein für die Stativmontage zu gebrauchen, da auch mit "nur" 10 fache Vergrößerung das Gewicht von 2,5 KG
m. M. n. von keinem Menschen ruhig gehalten werden kann. Als Wanderglas wie Du es verwenden möchtest, völlig ungeeignet.

Wichtig für einen reuelosen Fernglaskauf im sehr hohen Preisbereich ist m. E., dass genaue Wissen im Vorfeld um die eigenen Bedürfnisse und Erwartungen an das neue Glas vor dem Kauf und deren Überprüfung, sonst folgt alsbald evtl. der Frust, wenn Erwartungen / Bedürfnisse sich hinterher doch nicht als Deckungsgleich mit dem Wunschfernglas heraus stellen, über die Zeit.

Man sollte immer bedenken, auch bei einem Fernglas um die 3000,- bei um 10 fache Vergrößerung was man da bekommt und hat und für welchen Zweck
es gedacht ist.

Für dieses Geld bekommt man im Astronomiebereich z B schon einen 16" Dobson mit extremer Leistung.

Darum prüfe sich ein jeder selbst, vor dem Kauf hinsichtlich Deckungsgleichheit der eigenen Erwartungen und Bedürfnissen,
oder ob man da nicht doch übers Ziel hinaus schießt für ein Fernglas. Das kann nur jeder für sich beantworten.
 
moin Michael,
Stimmt !
Auf einem Stativ ergeben sich natürlich völlig andere Möglichkeiten. Bis hin zu - für die Astronomie - Binokulare bis zu 150mm...
Frei in der Hand da ist das NL Pure für mich schon zufriedenstellend....
...zwinkersmilie...
Berti
 
Passenden Adapter-Ring gibt es ebenso. Wenn ich davon ausgehe dass bei meinem Ausflug ein Stativ sinnvoll ist für die Beobachtung und in das Gepäck passt, dann nehme ich gerne jenes mit Neiger und Adapter-Platte auf welches ich verschiedenste FG in allen möglichen Größen fixieren kann.
1736002358002.jpeg
 
oh, vielen Dank für das Bild mit dem Link. Klasse Idee ! Das ist natürlich auch eine Möglichkeit, ein höher vergrösserndes Glas ruhig zu halten.
Ich bin beeindruckt, denn sowas kannte ich bisher noch nicht. Eine tolle Erfindung, klein und handlich und passt in jeden Wander Rucksack.
Danke für die Infos.

Gruß
Berti
 
moin in die Runde,
ich möchte mich noch mal mitteilen, denn mittlerweile hab ich das große Bino 14x52 für meine Zwecke ausgeschlossen, denn es ist einfach "zum Wandern
und Beobachten" ungeeignet. Dieses Bino geht vernünfig nur auf einem Stativ,das stimmt.
Nun hab ich hier im Wohnzimmer ebenfalls schon lange ein Exacta 12x50 stehen , das ist schon älter und die technischen Details sollen mal egal sein, na, jedenfalls hab ich das auch mal wieder in die Hand genommen und es zeigt mir bei meiner Überlegung die Unruhe, die eben ein 12x 50 Bino so mit sich bringt.
Ich hab dabei die mögliche Stirnstütze im Hinterkopf: Jedenfalls hab ich mir nun was gesucht, das ich bei meinem Test Durchblick mit dem 12x50 Glas als Stirnstütz Ersatz mal eben vor die Stirn gehalten habe und so eine 3 Punkt Auflage geschaffen habe: Hmm,... wenn ich das Glas nun so fest vor den Augen habe, so meine ich , das das tatsächlich etwas bringt.
Das 12x42 Pure wird es wohl werden. Mit Stirnstütze. Und 71 Grad Feld. Aber immer mit der Ruhe, bis zum ATT dauert es noch.

mit freundlichem Gruß
Berti
 
Moin Berti

Hätte mir zu Beginn des Threads und Deiner Fragestellung eigentlich schon sofort auffallen müssen, wer schon fragt ob er ein Glas mit 14 facher Vergrößerung hinreichend ruhig halten kann, der kann das auf jeden Fall nicht.

Nur wenige Menschen (kommen z B aus dem Schießsport) haben derart ruhige Hände, so dass sich eine 14 fache Vergrößerung vertreten lässt.

Das ist so wie wenn Jemand in einem entsprechenden Ferrari Forum fragt, ob er sich einen gebrauchten Ferrari oder Lamborghini bei normaler Nutzung bezgl. Unterhaltskosten leisten kann.
Wer da die Frage stellt, weiß im vorhinein das er sehr beschränlkt ist in seinen finanziellen Fähigkeiten und die Frage eigentlich gar nicht zu stellen braucht.
==========================

Habe von den NL Pures der 42er und 52er Serie außer der 8 fachen und 14 fachen Vergrößerung alle Gläser zu Hause im Vergleich getestet,
über einen Zeitraum von knapp 14 Tagen.

Mit dem 12x42 das Du nun anvisierst machst Du nichts falsch (außer Schleierbildung bei Blick in Sonnenrichtung wenn die Sonne scheint!).

Zur Kopfstütze habe ich schon weiter oben Infos gegeben, vielleicht noch bei Brillenträgern soll Sie besonders wirksam sein. Ist aber auch dort von Fall zu Fall unterschiedlich, bei mir hilft die Kopfstütze jedenfalls.

Die Kontrastminderung durch Schleierbildung im Okular ist teils massiv bei diesen Gläsern, sobald man auch nur in der Nähe von ca 20 Grad Sonnenabstand schaut. Bin ich in meinem Post weiter oben aber auch schon zu eingegangen.

Bin gespannt ob wir noch einmal etwas zu Deinen Erfahrungen mit dem Glas das Du Dir dann kaufen möchtest hier im Forum lesen werden.

VG. Michael
 
Vor dem Kauf eines NL Pure sollete man sich ggf. einmal mit dem recht massiven Problemen der Armierung beschäftigen: Die Armierungen lösen sich, reißen nach wenigen Jahren an den Rändern ein oder beginnen an der Oberfläche zu bröckeln, darüber gibt es im Birdforum und im Jülich Forum genug Berichte. Nicht gerade erfreulich bei einem hochpreisigen Produkt. Es gibt auch Berichte über schlechte Verkaufszahlen bei S. aufgrund dieser Probleme. Ich selber hatte kurzzeitig ein NL Pure 10x32, habe es aber wegen des nervösen Einblickverhaltens mit Brille relativ schnell wieder verkauft.

Andreas
 
Hallo,
für mich gab es Anfang der 60iger Jahre eigentlich nur eines: Beob. nur mit Stativ (und das war ein bescheidener 7x50 Bino), oder anders ausgedrückt "Astron. Beob. nur mit Stativ". Bin damit immer gut gefahren, man wollte sich mal schnell was notieren und hatte sofort die Hände frei.

Gruß Günther
 
Was Andreas hier schreibt hat seine volle Berechtigung und ist auch beachtenswert, bei einer Ausgabe von an die 3.000,- Euro für ein solches Glas mit FRP.
(Darum prüfe sich ein jeder der sich binden möchte in diesem Preisbereich vor dem Kauf)

In diesem Zusammenhang empfehle ich Dir Berti, auch noch einmal meinen Post #14 durch zu lesen und auf der Zunge zergehen lassen,
um Dir auch ganz sicher zu sein.

Nebenbei wie Du erkennen kannst in meiner Signatur habe ich selbst ein NL P 10x42 und bin sehr zufrieden damit,
wenn mir auch die Schwächen bekannt sind .

Das perfekte Fernglas gibt es leider noch nicht, kommt vielleicht irgend wann mit Metalinsen auf dem Markt….wer weiß

VG. Michael
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
für mich gab es Anfang der 60iger Jahre eigentlich nur eines: Beob. nur mit Stativ (und das war ein bescheidener 7x50 Bino), oder anders ausgedrückt "Astron. Beob. nur mit Stativ". Bin damit immer gut gefahren, man wollte sich mal schnell was notieren und hatte sofort die Hände frei.

Gruß Günther

Hallo Günther,

horizontal oder in gemäßigte Deklinationen kann manch einer so ein Glas ja noch halbwegs ruhig halten, aber wenn es um astronomische Beobachtungen geht mit einem Handfernglas in höhere Deklinationen meldet sich der Tremor derart stark und nachhaltig, so dass die Erkennbarkeit z B bei den Jupitermonden schon stark leidet. Gilt im übrigen bei jedweder Sternbeobachtung oder auch jetzt bei Mondbeobachtung nahe an seinem Kulminationspunkt und da Erkennbarkeit von
Mondkratern. Da braucht man gar nicht das Argument "Hände frei" bemühen , sondern man sieht sonst schlichtweg viel zu wenig.
Also mithin verstehe ich absolut, dass Du astronomisch lieber mit Stativ beobachtest.

Mithin, da hilft nur die Beobachtung mit Stativ oder eben mit einem stabilisierten Fernglas, sonst macht es mir z B keinen Spaß.

Wenn ich richtig was sehen will -DETAILS- bedeutet das für mich , entweder Handfernglas auf Stativ oder stabilisiertes Fernglas aus der Hand, aber auf keinen Fall ein Handfernglas ohne Stativ oder unstabilisiert.

Das NL P habe ich nur für den maximalen ästhetischen Bildgenuß und das immersive Erlebnis mit einem großen Auge zu sehen und selbst
sozusagen im Bild zu stehen, besser kann ich es nicht ausdrücken. Da will ich Highend was derzeit möglich ist.
Ich persönlich schätze für mich die optische Gesamt-Qualität (Kontrast,Farbe,Klarheit usw.) meines NL P ca 10-15% besser ein,
als das Canon 10x42IS, wenn das NL P auf einem Stativ befestigt ist, gegenüber dem Canon das ich dann in der Hand halte.

Beim Canon 10 x 42 und meinem 18x50 IS steht das Bild dann still wie auf einem Stativ (beim 10er längere Zeit am Stück, beim 18er nur jeweils für 1-2 Sekunden
bevor es sich wieder ein wenig bewegt um dann wieder zur Ruhe zu kommen) bei horizontaler Beobachtung oder gemäßigten Deklinationshöhen.

Klappt im VERMINDERTEN Maß aber auch in höheren Deklinationen. Das Bild steht dann in hohen Deklinationen aber nicht mehr absolut still wie auf einem
Stativ, aber die Bewegungen sind frei von Mikrozittern und gering und soft, so dass eine gute Erkennbarkeit der Himmelsobjekte/ Mondkrater etc
gewährleistet bleibt.

VG. Michael
 
moin in die Runde,
ich freue mich über Eure wertvollen Ratschläge , insbesondere über die Info zu den Gummi / Plastik Armierungs Problemen bei Swarowski.

Ich bin ENTSETZT !

das kannte ich noch nicht!
Ich hab schockiert- gleich nach gelesen, im Bird Forum ist alles auf Englisch, egal , nach Besinnung auf so eine Nachricht hab ich diverse schlimme Bilder gefunden.
Ich hab dann aber auch die Info gelesen, das Swarowski damit Probleme hatte , reagiert hat und angeblich ab Januar 2025 eine neue Armierung verbaut, wo noch niemand weiß, ob die neue nicht auch zerbröselt. Ich kann es nur dringend hoffen, denn ich habe -so wie viele Astronomiker und Hobby Binofans , viele Ferngläser hier zu Hause und zwei davon meistens im Gebrauch : Ein Leica Ultravid 10x50 HD seit locker 10 Jahren, das ist perfekt - und das : Canon 15x50 IS, wo ich eben diese Problematik mit der Armierung aus Plastik/Gummi schon kenne und den Zerfall mit erleben durfte. Leute, ich war sauer, das könnt ihr mir glauben, so ein Mist, Da hatte ich ein Bino, was an meinen Händen geklebt hat und was ich nicht mehr nutzen wollte. Ich hab dann zu Canon eingeschickt und die haben es auch repariert, also die Okulare mitsamt dem Korpus getauscht. 600 Euro kostete das, nur zur Info.
Und hab ich entäuscht verkauft , mein Spitzen Fernglas, es gibt für mich auf den schnellen Bilck aus der Küche über unsere Felder hier bald nichts schöneres ,als diese Binos mit starker Vergrösserung und großem fast farbreinen Gesichtsfeld mit Stabi.
( Gibt es dazu eigentlich ne Stellungnahme und /oder schon eine Modernisierung seitens von Canon - oder gar Gerüchte über eine Modellpflege dieser IS Binos ?)
Ich würde mir dann ein solches Bino sofort wieder holen.

Desweiteren ich kenne auch die Scheierbildung des Swarowski NL Pure noch nicht. Bei Gelegenheit werd ich im Laden noch mal durch das 10x52 Pure schauen, wenn es noch da ist.
Und bitte bitte bestätige mir jemand, das Swarowski das mit der Armierung geändert hat....

Gruß ins Forum
Berti
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Morgen, ich besitze seit 2 Monaten ein Vixen Atera II ED H16x50 WP mit Bildstabilisator und nur einem Gewicht von 820 Gramm , bin mit der Handhabung und der Abbildungsleistung super zufrieden, ich benutze es hauptsächlich für astronomische Beobachtung wo es selbst am Mond keinen Farbsaum gibt, die Schärfe und das Einblick erhalten sind top , habe den Kauf auf jeden Fall bis jetzt nicht bereut.
CS Uwe
 
Habe ein 16x42 OIS von Sig Sauer seit bald drei Jahren: keine Probleme. Ein 10x30 HDX OIS der gleichen Marke bei Verwandschaft: ebenso keine Zersetzung oder Klebrigkeit.
Würde ich ein IS-Glas neu anschaffen wollen, würde es ein 18x50 HDX Pro werden.
Für einen fixen Platz von dem aus der Ausblick immer wieder lohnenswert ist: innerhalb von Sekunden Stativ und Glas mit bevorzugten Sehfeld und Randschärfe bereit halten.
Egal wie ruhig und trainiert die Arme sind (Schießsport mache ich auch), so habe ich noch nie einen Beobachter erlebt der seinen Puls in der Hand für die Zeit der Beobachtung pausieren konnte.
Insgesamt bevorzuge ich pragmatisch vorzugehen und ehrlich mit meinen Ansprüchen und Fähigkeiten mir selbst gegenüber zu sein. Irgendwo ist ein Fernglas auch "nur ein Werkzeug". Wenn ich es wie ein Kunstobjekt behandeln möchte, muss ich zwei Stück kaufen. Eines um es zu benutzen, dass andere um es in einer Vitrine zu beweihräuchern.
 
Stabilisierte FG : Kite APC Vixen Atera, Sigsauer HDX, Canon IS, Fuji auch im Vergleich Stabi und Optikqualität

Lesestoff und Infos auch im Vergleich sh unten: (hoffe die Linkls funktionieren)

Wer es in deutsch braucht nimmt den google Übersetzer






 
Zurück
Oben