Mars + Jupiter am 19.Jan.2025 mit kleinem Teleskop

dieter21

Aktives Mitglied
Hallo

ich finde die gezeigten Planetenaufnahmen hier im Forumvon Detail schon bemerkenswert.
Dazu braucht man allerdings auch das entsprechende Auflösungsvermögen der Optik
Nun habe ich nicht die Möglichkeit eine entsprechend große Öffnung für Planetenaufnahmen einzusetzen.
Ich habe zwar einen älteren C8, wie man im Fuss lesen kann, aber jegliche Versuche einigermaßen gute Aufnahmen
damit hinzubekommen endeten nur in Fustration - die Bilder waren stets von schlechter Qualität.

Deshalb nutze ich mit meinem ED-APO 127/950mm für Planetenaufnahmen.
Ich wende dabei die Projektionsmethode an. Kamera Zwo ASI 178MC.
Bei den Marsaufnahmen habe ich 5000 Frames mit eine Rate von 180-200.
Beim Jupiter waren es zwischen 3000-4000 Frames mit einer Rate von 120-140.

Die Aufnahmen entstanden am Sonntag Abend den 19.Januar 2025
bei durchschnittlichen Durchsicht- und Seeing-Verhältnissen.

Jupiter_2025-01-19-1632_8-U-RGB-Jup_g4_ap29-04kl.jpg

Jupiter mit GRF am 19.Jan.2025 16:32UT

MARS_2025-01-19-2141_9-U-RGB-Mars_g4_ap27-02.jpg

Mars am 19.Jan.2025 um 21:41UT
Aufnahmen sind mit Autostakkert und Registax entwickelt worden.

ich möchte mit meinen Aufnahmen zeigen, dass man auch mit kleinen
Telekopöffnungen einige Detail herausholen kann.
Entscheidend für gute Aufnahmen von Planeten sind die atmosphärischen Umstände.
Bei besseren Bedingungen wäre sicher noch mehr möglich.
Ich hoffe es gefällt einigen.

VG-CS Dieter
 
Hallo
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ich möchte mit meinen Aufnahmen zeigen, dass man auch mit kleinen
Telekopöffnungen einige Detail herausholen kann.
Entscheidend für gute Aufnahmen von Planeten sind die atmosphärischen Umstände.
Bei besseren Bedingungen wäre sicher noch mehr möglich.
Ich hoffe es gefällt einigen.

VG-CS Dieter
Genauso ist es, Dieter.
Und entscheidend ist doch auch, daß persönlich für einen "was bei rumkommt"!
Da ich die beiden "Kameraden" auch am 19.01. aufnehmen konnte, packe ich meine Ergebnisse mal dazu (Mars kommt dann ggf. später noch dran).

Mein altes Meade 2080 (8" SC) würde ich auch gerne mal wieder in Betrieb nehmen, zumal ich es mit den "neuen" Techniken (Stacking etc.) leider noch nicht benutzt habe.

Hier nun zunächst zwei Ansichten von Jupiter.
Technik
Pentax 125 SDP Refraktor (f 800 mm)
Okularprojektion mit Tele Vue Plössl f 21 mm
Kamera Panasonic Lumix GH6
Filme mit 50 fps und 100 fps, Filmmodus "lebhaft" (vivid)
Stacking mit PlanetarySystemStacker, Nachbearbeitung mit Apple Vorschau und GraphicConverter 11
weitere Daten im Bild

Gruß, Olaf

20250119_1714UT_20secTV21mm_FHD50i_60teliso640VIVID01_pss_f233_p77VER2.jpeg

20250119_1715UT_36secTV21mm_FHD50i_60teliso640VIVID03_pss_f242_p39VER2.jpeg

20250119_2211UT_31secTV21_FHD100p_100teliso640VIVID13_pss_f885_p32VER2.jpeg

20250119_2212UT_35secTV21_FHD100p_100teliso800VIVID14_pss_f761_p22VER2.jpeg

Oben = 100 % Abschnitte

Etwas schicker ;-) sieht es ggf. auf 60 % verkleinert aus:
20250119_1714UT_20secTV21mm_FHD50i_60teliso640VIVID01_pss_f233_p77VER2.jpeg
20250119_1715UT_36secTV21mm_FHD50i_60teliso640VIVID03_pss_f242_p39VER2.jpeg

20250119_2211UT_31secTV21_FHD100p_100teliso640VIVID13_pss_f885_p32VER2.jpeg

20250119_2212UT_35secTV21_FHD100p_100teliso800VIVID14_pss_f761_p22VER2.jpeg
 
Hallo Olaf,

finde die Aufnahmen sehen ganz gut aus.
Ich habe mein Jupiterbild auch verkleinert, da sieht es nicht so "grobkörnig" aus.
Selbst mit den Wavefiltern von Registax ist nicht mehr herauszuholen.

Der Mars ist in Original-Aufnahme-Größe im Bild zu sehen.
Für 14" Durchmesser ganz passabel. Im Jahr 2020 hatte der Mars 23" (fast 24") , da konnte ich
auf einigen Aufnahmen mit meiner Öffnung von 12,7cm den Vulkan Olympus Monts abbilden.

CS Dieter
 
Hallo Dieter,

ich finde, daß "etwas" grobes Korn ruhig sein darf (ich komme ja noch aus der Dialfilmzeit...).
Vielleicht nicht unbedingt immer hübscher als aalglatte Ergebnisse (Hut ab vor den Könnern!), doch hilft es mir zumindest manchmal bei der Erkennbarkeit von Details etwas besser - und wenn es zum Vergleich ist.

Hier nun mein Mars vom 19.01.2025 (Norden oben):

Technik grundsätzlich wie oben bei Jupiter:
Pentax 125 SDP Refraktor (f 800 mm)
Okularprojektion mit Tele Vue Plössl f 21 mm
Kamera Panasonic Lumix GH6
Filme mit 50 fps und 100 fps, Filmmodus verschiedene, am besten gefällt mir wohl "lebhaft" (vivid) und in s/w LMONOD
Stacking mit PlanetarySystemStacker, Nachbearbeitung mit Apple Vorschau und GraphicConverter 11

100 % Ansicht (ISO 400, t 1/125", 33" Film bei 100 fps, 603 Frames gestackt):
20250119_2157UT_33secTV21_FHD100p_125teliso400VIVID12_pss_f603_p28VER2.png


200 % Ansicht - zum Abgleich ggf. etwas einfacher + eine Andere 200 % Version in s/w, 3 Minuten früher (ISO 400, t 1/160", 34", 533 Frames):
20250119_2157UT_33secTV21_FHD100p_125teliso400VIVID12_pss_f603_p28VER2_200proz.png
20250119_2154UT_34secTV21_FHD100p_160teliso400STDRD10_pss_f533_p23VER2_200proz_bw.png


Abschließend noch zum Spaß eine Sequenz fast aller "Testfilme", welche mit verschiedenen Modi liefen.
Umgewandelt in s/w.
Also an Strukturen ähnelt sich da doch Einiges - sind wohl nicht alles nur Artefakte ;-)
Die Rotation kommt in der Kürze der Zeit noch nicht durch, außer, wenn man den Sprung nach dem 15. Bild auf Bild 1 vergleicht (Dauerschleife):

20250119_Mars_2142-2202ut_txt_ezgif.png


Ein heller Klecks oben rechts fällt mir auf - Bodenstruktur oder Wolke oder Sandsturm?
Bei Dieter kommt das auch deutlich heraus.
(Siehe ggf. auch hier, 5 Tage später: Gallery - Association of Lunar and Planetary Observers )

Gruß, Olaf
 

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  • 20250119_2154UT_34secTV21_FHD100p_160teliso400STDRD10_pss_f533_p23VER2_200proz_bw.png
    20250119_2154UT_34secTV21_FHD100p_160teliso400STDRD10_pss_f533_p23VER2_200proz_bw.png
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Zuletzt bearbeitet:
Für 13cm Öffnung und dem Equipment echt krasses Ergebnis. 👍🏻
Mit einer Planetenkamera wirst noch mehr Freude haben.
Danke Peter für Deinen Kommentar.
Ja, die "Planetenkamera"...
Ich verstehe Dein Anliegen.
Ob die mir bei meinen 125 mm unter Stadtbedingungen wirklich noch mehr bringt, ist eine interessante Frage.
Ich werde sie so bald nicht beantworten können.
Ich möchte nicht mit Extrageraffel wie Notebook, Tablet etc. rumhantieren, denn meine Kamera ist mein "PC" und Monitor ohne Sonderkabel / WLAN.
Wenn es am Ende schlechter ist, so muß ich damit leben.
Die Panasonic Lumix GH6 kann je nach Modus auch recht viele fps (200, 100, 50, 25, variabel...), auch mit "Cropmodus" (ROI), so daß ich nicht zwingend den vollen MFT 25 MP Sensor benötige.
Viel nötiger wäre es sicher deutlich bessere Bildverarbeitungsprozesse und Programmkenntnisse zu haben.
Plus nie zu vergessen: Seeing!

Eine S/W-Kamera wäre noch sehr interessant, doch ist der Markt seeehr dünn... (Pentax - als DSLR eher nicht, außerdem ist der Monitor nicht beweglich; Leica als DSLM, aber leider auch ohne beweglichen Monitor (Preis lasse ich mal außen vor)).

Astrohersteller horcht auf, bringt mal eine "Standalonekamera" mit beweglichem Monitor raus, wie das bei Guidern auch vorkommt!

Gruß, Olaf
 
Hi,
ich finde diese Versuche mit zumindest tw. normalem, bzw. eben nicht astro-spezifischen Equipment interessant. Es lässt sich doch eine Menge herausholen damit, und ich denke, wenn man noch weiter optimiert, geht u.U. auch noch ein Tick mehr.
Der helle Fleck z.B. sind tatsächlich Wolken über der Elysium-Region, die um den 19. 'rum noch recht konzentriert waren.
Ein Grundproblem ist natürlich die Aufnahme und nachher auch das 'Abmischen' der Farben. Refraktoren (ausser die extrem teuren APOs) sind nunmal nicht farbrein, ich merke dass bei meiner ED Optik z.B. in immer noch spürbaren Abstand der Fokusdistanz zw. rot und grün/blau. Visuell fällt das weniger ins Gewicht, aber fotografisch schon. Deswegen nehme ich fast nur in Mono mit RGB Filtern auf, was natürlich eine Menge Mehrarbeit ist, aber es lohnt sich auf jeden Fall.
Wenn die Lumix Kamera einen S/W Modus hat, wäre es ja auch mal einen Versuch mit Filtern wert. Muss ja kein RGB Satz sein, die sind leider echt teuer, es gibt ja auch einfache Farbfilter zu erschwinglichen Preisen.

VG -CptB
 
Hi,
ich finde diese Versuche mit zumindest tw. normalem, bzw. eben nicht astro-spezifischen Equipment interessant. Es lässt sich doch eine Menge herausholen damit, und ich denke, wenn man noch weiter optimiert, geht u.U. auch noch ein Tick mehr.
Der helle Fleck z.B. sind tatsächlich Wolken über der Elysium-Region, die um den 19. 'rum noch recht konzentriert waren.
Ein Grundproblem ist natürlich die Aufnahme und nachher auch das 'Abmischen' der Farben. Refraktoren (ausser die extrem teuren APOs) sind nunmal nicht farbrein, ich merke dass bei meiner ED Optik z.B. in immer noch spürbaren Abstand der Fokusdistanz zw. rot und grün/blau. Visuell fällt das weniger ins Gewicht, aber fotografisch schon. Deswegen nehme ich fast nur in Mono mit RGB Filtern auf, was natürlich eine Menge Mehrarbeit ist, aber es lohnt sich auf jeden Fall.
Wenn die Lumix Kamera einen S/W Modus hat, wäre es ja auch mal einen Versuch mit Filtern wert. Muss ja kein RGB Satz sein, die sind leider echt teuer, es gibt ja auch einfache Farbfilter zu erschwinglichen Preisen.

VG -CptB
Danke Carsten für Deinen Kommentar und pardon, daß schon ein paar Tage vergangen sind.

Zum letzten Absatz:
"Wenn die Lumix Kamera einen S/W Modus hat, wäre es ja auch mal einen Versuch mit Filtern wert. Muss ja kein RGB Satz sein, die sind leider echt teuer, es gibt ja auch einfache Farbfilter zu erschwinglichen Preisen."

Interessante Idee. Wird als Test aber leider an einer Umsetzung meinerseits bestimmt lange auf sich warten lassen müssen.
Die jeweilige Filmerstellung wäre sicher noch machbar. Doch dann scheitert es an den weiteren Schritten.
Da bin ich einfach nicht firm drinne und ich bräuchte dazu einfach viieeellll mehr Zeit.
Es ist jetzt schon knapp damit, die vorhandenen Daten "einfach mal eben so" aufzubereiten.
Das liegt auch an der PC-Hardware. Manche Varianten mit mehr Auflösung bzw. sehr vielen Frames brauchen einfach viel zu lange für einen "normalen" Alltag - wenn nicht noch Abstürze wg. Überlastung dazukommen.
So muß ich einen Kompromiß finden, bevor es irgendwann mal wieder einen neuen Rechner gibt.

Unabhängig davon:
S/W Modus - das ändert jedoch nichts am Sensor. Der bleibt RGB. Das ist dann ja nur eine kamerainterne Umsetzung, wie auch immer die aussieht! ("Motivprogramm") ?? Da habe ich keinen Schimmer, ob das dann überhaupt Sinn macht in Sachen dieser Art Filterei?
(Nebenbei: "den" S/W Modus müßten mittlerweile wohl alle modernen Kameras bieten - aber was da jeweils passiert?)

Gruß, Olaf
 
Hi,
natürlich ist und bleibt der Chip RGB, d.h. die Bayer-Matrix als mikroskopisch feines Raster von pixelweisen Rot, Grün und Blau-Filtern ist ja fest aufgebracht. Der S/W Modus von Farbkameras dürfte wohl eine softwarebasierte Luminanzberechnung (Grauwert) als gewichtete Addition der aufgenommenen RGB Daten sein.

Trotzdem kann der Einsatz von extra Filtern ausnahmsweise Sinn machen, schraubt man z.B: einen Blau filter ein, bekommen die Rot und Grün-Pixel des Farbchips kaum noch Signal, und man einen Blick auf Mars nur im Blau-Kanal bekommen.. Das kann Sinn machen, um z.B: separat auf Blau zu fokussieren bei Refraktoren, mit ihren je nach Farbkanal unterschiedliche Foki, und somit Wolken auf dem Mars deutlicher sichtbar zu machen.
Natürlich ist die ganze Action etwas aufwändiger, und mit PC/Laptop und spezieller Astrokamera besser zu bewältigen. Aber der Clou ist eben, es geht auch mit einfachen Equipment.
Und, letztlich macht das ja auch Spass, zu sehen, wie weit man auch mit nicht-spezialisiertem Equipment doch kommen kann.
Also, kommt Zeit, kommt Mars :mars:.
Aber ein bisschen beeilen solltest du dich, Mars rückt grad schnell wieder weg... :(
VG CptB

PS: mit Farbfilter vor der Kamera sollte man zur Anzeige auf den S/W Modus schalten. Das Bild dürfte sehr dunkel werden, vor allem mit Blaufilter, weil Blau nur wenig zur Grauwert-Gewichtung beiträgt, d.h. man muss ISO u/o Belichtungszeit erhöhen. Ist u.U. grenzwertig, wäre halt mal ein interessanter Versuch, wie viel noch 'rauskommt.
 
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