Beobachtungsnächte im Januar 2025.

Gerd K

Aktives Mitglied
Beobachtungsnächte im Januar 2025.

Hallo,

Im diesem Thread möchte ich eine Auswahl meiner Beobachtungen am Tag und am Nachthimmel im Januar 2025 vorstellen.
Im Januar 2025 konnte ich an 12 Tagen die Sonne beobachten und in neun Nächten den Mond und die Planeten sowie Sternhaufen und Nebel beobachten.



Der Mond vom 6. Januar 2025.

Aufgenommen mit dem 110/770mm Refraktor und der TS 183 MA Kamera. Bei der Aufnahme habe ich einen UV/IR-Cut und einem Grünfilter eingesetzt.



Einen Tag später flog bei der Aufnahme der Sonne ein Flugzug vor der Sonne vorbei:


2025-01-07-Sonne-Flugzeug.jpg


Aus den einzelnen Bildern konnte ich ein kurzes Video erstellen:





Das Bild der Sonne von diesem Tag habe ich an meinem 110/770mm Refraktor mit Herschelprisma und einer TS 183 MA Kamera aufgenommen. zusätzlich habe ich einen 540/8nm Kontrastfilter eingesetzt.


2025-01-07-Sonne.jpg

Die Sonne vom 7. Januar 2025.

Viele Grüße
Gerd
 
Sternbedeckungen und Planetenbeobachtungen am 7. Januar.

Hallo,

In dieser Nacht setzte ich meinem 10" Cassegrain zusammen mit meinem 110/770mm Refraktor ein. Die Teleskope baute ich Seite an Seite auf die Losmandy G11 auf.

Himmel und Bedingungen:
Überwiegend klarer Himmel. Durchzug von Wolkenfeldern. Sehr kalter Wind und unruhige Luft.

Zu Beginn der Nacht wurden die Sterne π 102 Psc (5m5), HD 9986 (6m8) und BD+11 206 (9m3) in kurzer Zeit hintereinander vom Mond bedeckt. Auf meinem Bild sind die Sterne (oben) π 102 Psc, (mitte) HD 9986 und (unten) BD+11 206 zu sehen.


2025-01-07-Sternbedeckung-1.jpg

Sternbedeckungen.


Der Stern BD+11 206 wurde zuerst bedeckt (oberes Bild).
Der Stern wurde wie die beiden anderen Sterne von einem Augenblick auf dem anderen vom Mond bedeckt.
Der zweite Stern der bedeckt wurde, war der Stern π 102 Psc (Bild mitte). Der letzte Stern der bedeckt wurde war der Stern HD 9986 (Bild unten).


2025-01-07-Sternbedeckung-2.jpg

Bedeckung von BD+11 206.

2025-01-07-Sternbedeckung-3.jpg

Bedeckung von π 102 Psc.

2025-01-07-Sternbedeckung-4.jpg

Bedeckung von HD 9986.


Die Sternbedeckungen habe ich am Cassegrain bei einer Vergrößerung von 76x beobachtet.
Im Okular konnte ich den dunklen Mond der durch das Erdlicht aufgehellt war gut sehen. Der Rand vom Mond war im Okular deutlich zu sehen.

Am diesem Abend gab es einen Durchgang vom Schatten des Saturnmondes Titan.

Saturn beobachtete ich mit einer Vergrößerung von 346x.
Der Schatten von Titan auf Saturn konnte ich nicht als harten Schatten sehen, sondern mehr als ein dunkles Minimum vor Saturn. Der Schatten war sehr schwierig zu sehen und wurde von der unruhigen Luft verschmiert. Den Schatten konnte ich in der Mitte vom Saturn ein letztes mal sehen, danach wurde Saturn von der unruhigen Luft immer mehr verschmiert.
Die Beobachtung vom Titanschatten war grenzwertig.

Der Mond war sehr unruhig im Okular und flirrte bei der Beobachtung. Ich habe nur kurz den Terminator mit einer Vergrößerung von 169x abgefahren.
Mein Bild vom Mond entstand am 110/770mm Refraktor mit einer Panasonic LUMIX G70.


2025-01-07-Mond.jpg

Der Mond.


Jupiter beobachtete ich mit einer Vergrößerung von 277x mit einem ND 0.6 Neutralfilter.
Jupiter steht unruhig im Okular und wird nicht sehr scharf abgebildet. Auf Jupiter kann ich einige Strukturen sehen.

Mars beobachtete ich mit einer Vergrößerung von 346x mit einem ND 0.6 Neutralfilter.
Mars steht sehr unruhig im Okular und wird nicht sehr scharf abgebildet. Die große Syrte, die Polhaube und dem dunklem Saum vor der Polhaube kann ich gut sehen.


2025-01-07-Teleskope.jpg

Die Teleskope für diese Nacht.


Viele Grüße
Gerd
 
Hallo,

Ein weiteres Flugzeug vor der Sonne erwischte ich am 11. Januar 2025.
Zuvor konnte ich noch die Sonne durch Wolkenlücken beobachten.


2025-01-11-Sonne-Flugzeug.jpg

Das Flugzeug vor der Sonne.


Mein Bild der Sonne vom 11. Januar 2025:


2025-01-11-Sonne.jpg

Die Sonne vom 11. Januar 2025.


Viele Grüße
Gerd
 
Die Sonne im G-Band und der H-alpha Linie.

Hallo,

Im Jahr 2024 habe ich mit einen G-Band Filter für die Sonne angeschafft, den ich endlich bei der Fotografie der Sonne einsetzen wollte.


G-Band.jpg


Mit diesem Filter kommen die Fackelgebiete auf der Photosphäre besser zur Geltung. Mein Bild der Sonne entstand am 16. Januar 2025:


2025-01-16-Sonne-G-Band.jpg

Die Sonne mit dem G-Band Filter.


In der Fotografie der Sonne in der H-alpha Linie habe ich mich ebenfalls versucht. Mein Bild zeigt die Sonne vom 19. Januar 2025:


2025-01-19-Sonne-H-alpha.jpg

Die Sonne in der H-alpha Linie.


Auf der Sonne gab es immer wieder große Gruppen zu sehen, wie die Gruppe 3961 am 21. Januar 2025:


2025-01-21-Sonne-AR.jpg

Fleckengruppe 3961.


Viele Grüße
Gerd
 
Mond und Planetenbeobachtungen am 12. Januar 2025.

Hallo,

In dieser Nacht setzte ich meinem 10" Cassegrain zusammen mit meinem 110/770mm Refraktor ein. Die Teleskope baute ich Seite an Seite auf die Losmandy G11 auf.


2025-01-12-Daemmerung.jpg

Venus und Saturn in der Dämmerung.


Himmel und Bedingungen:
Klarer Himmel ohne Wolken. Sehr kalt.

In dieser Nacht beobachtete ich die Planeten Venus, Saturn, Jupiter und dem Mars. Den Mond beobachtete ich ebenfalls.

Die Venus beobachtete ich bei einer Vergrößerung von 76x.
Die Halbvenus konnte ich deutlich sehen.

Saturn beobachtete ich mit einer Vergrößerung von 277x.
Saturn steht sehr unruhig im Okular. Den Ring und/oder den Schatten vom Ring kann ich vor Saturn als schmalen dunklen Streifen sehen. Auf Saturn kann ich einige Wolkenbänder unterscheiden.


2025-01-12-Venus-Saturn.jpg

Venus und Saturn.


Jupiter beobachtete ich mit einer Vergrößerung von 277x und einem ND 0,6 Neutralfilter.
Jupiter steht still im Okular und wird scharf abgebildet.
Auf Jupiter kann ich unzählige Strukturen sehen. Am Äquator fällt ein schmales dunkles Band auf, das seinem Ursprung im nördlichen Äquatorband hat und sich von dort aus nach Osten abknickt.

Den Mond beobachtete ich mit einer Vergrößerung von 277x und einem ND 0,9 Neutralfilter.




Den Mond habe ich nur kurz angeschaut. Auf dem verbliebenen Terminator kurz vor Vollmond konnte ich einiges sehen. Bei kleiner Vergrößerung von 76x kamen die Strahlen der großen Krater gut zur Geltung.

Mars beobachtete ich mit einer Vergrößerung von 346x und einem ND 0,6 Neutralfilter.
Mars steht ruhig im Okular.
Die weiße Polhaube und der dunkle Saum an der Polhaube sind gut zu sehen. Die große Syrte kann ich sehr deutlich sehen. Hellas kann ich ebenfalls deutlich sehen.

Viele Grüße
Gerd
 
Planetenbeobachtungen am 16. Januar 2025.

Hallo,

In dieser Nacht setzte ich meinem 10" Cassegrain zusammen mit meinem 80/400mm Refraktor ein. Die Teleskope baute ich Seite an Seite auf die Losmandy G11 auf.
In dieser Nacht beobachtete ich die Planeten Venus, Saturn, Uranus, Jupiter, den Mars und den Mond.

Himmel und Bedingungen:
In der Dämmerung war der Himmel noch bewölkt. Die Nacht wurde klar, allerdings mit einer hohen Luftfeuchtigkeit die sich als Reif auf dem Teleskop absetzt.


2025-01-16-Sonnenuntergang.jpg

Sonnenuntergang.


Am diesem Abend wollte ich wegen der schlechten Wettervorhersagen nur den Sonnenuntergang und die Begegnung von der Venus und dem Saturn fotografieren. Als die Sonne unterging und die Dämmerung einsetze lösten sich die Wolken auf.
Beim Sonnenuntergang versuchte ich noch grüne Ablösungen oder den grünen Saum an der Sonne zu erwischen. Es zeigte sich auf den Fotos nur ein kleines grünes Segment. Der dunkle Fleck oben auf der Sonne ist der große Fleck der Gruppe 3959.


2025-01-16-Abloesung.jpg

Sonnenuntergang mit grünem Saum.


Weitere Infos zum grünen Saum der Sonne:

Mein erstes Ziel waren die Planeten Venus und Saturn die am diesem Abend rund 2°47' auseinander standen.


2025-01-16-Venus-Saturn.jpg

Venus und Saturn.



Saturn stand dabei am markanten Dreieck aus den Sternen ψ1, ψ2 und ψ3 Aqr. Direkt über Saturn steht der Stern φ Aqr. Zwischen dem Sterndreieck aus ψ1-3 Aqr und dem Stern φ Aqr ist noch der Stern χ Aqr zu sehen. Etwas (rechts) unterhalb der Venus steht der Stern λ Aqr.

Die Venus war im Cassegrain bei einer Vergrößerung von 76x deutlich als Halbvenus zu sehen.

Saturn fiel der unruhigen Luft zum Opfer.
Bei einer Vergrößerung von 218x konnte ich noch die Wolkenbänder unterscheiden und den Ringschatten vor Saturn sehen.

Uranus beobachtete ich mit einer Vergrößerung von 218x.
Uranus konnte ich deutlich als blassblaues Scheibchen sehen.

Jupiter steht bei einer Vergrößerung von 346x sehr still im Okular und wird scharf abgebildet. Bei der Beobachtung setzte ich noch einen ND 0,6 Neutralfilter ein.
Den Großen Roten Fleck kann ich deutlich sehen. Seine Farbe ist ein blasses aber deutliches orange. Der Große Rote Fleck kommt mir sehr klein vor.
Auf Jupiter konnte ich unzählige Strukturen sehen.

Mars beobachtete ich mit einer Vergrößerung von 455x mit einem ND 0,6 Neutralfilter.
Mars steht sehr ruhig im Okular und wird scharf abgebildet. In dieser Nacht konnte ich auf Mars Strukturen sehen wie schon lange nicht mehr.
Die große Syrte ist deutlich zu sehen. Die Gebiete "Mare Tyrrhenum" und "Mare Cimmerum" sind deutlich und strukturiert sichtbar. "Elysium" konnte ich als hellere Struktur sehen. "Utopia" ist sehr strukturiert. Den Ausläufer zur großen Syrte kann ich deutlich sehen. Die Polhaube war in einem hellen weiß zu sehen.

Den Mond habe ich nur kurz bei einer Vergrößerung von 76x angesehen.
Der Mond stand noch zu tief über dem Horizont und "flirrte" schnell im Okular. Höhere Vergrößerungen machten keinen Sinn.

Inzwischen war der Fangspiegel zugefroren und es kam Nebel auf. Ich packte meine Sachen ein und beendete diese Planetennacht.

Viele Grüße
Gerd
 
Beobachtungsnächte im Januar 2025.

Hallo,

In diesen Nächten beobachtete ich mit meinen 254/3048mm Cassegrain an meinem dunklen Platz im Steigerwald und am Platz bei B***h.
In der Nacht bei B***h setzte ich neben dem Cassegrain zusätzlich den 110/770mm Refraktor ein.


Die Nacht vom 18. Januar.


2025-01-18-Daemmerung.jpg

Abenddämmerung.



Himmel und Bedingungen:
Klarer Himmel ohne Wolken. Gute Durchsicht. Hohe Luftfeuchtigkeit die sich als Reif auf dem Teleskop absetzt.

Venus. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x.
Die Halbvenus ist deutlich im Okular zu sehen.

Saturn. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 346x und einem Neodymium Filter.
Saturn steht sehr still im Okular und wird scharf abgebildet.
Den Schatten vom Ring auf Saturn kann ich deutlich sehen. Der Schatten von Saturn auf dem Ring ist ebenfalls sehr deutlich zu sehen. Auf Saturn kann ich einige Wolkenbänder unterscheiden.


2025-01-18-Beobachtungsnacht.jpg

Beobachtungsplatz.


NGC 450. Eine Galaxie im Sternbild Walfisch. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 218x.
Die Galaxie ist eine sehr schwache flächig ovale Aufhellung.
Diese Aufhellung geht im Feld mit wenn ich das Teleskop bewege. Wenn ich das Teleskop leicht anstupse, sehe ich die Galaxie besser. Die Galaxie steht an einem Dreieck aus schwachen Sternen. Der Stern 38 Cet sollte aus dem Feld gehalten werden.
Die Galaxie PGC 4545 kann ich nicht eindeutig sehen.

NGC 770 und NGC 772. Galaxien im Sternbild Widder. Beobachtet mit Vergrößerungen von 218 und 277x.
Die Galaxie NGC 772 kann ich deutlich im Feld sehen.
Sie ist eine neblige Aufhellung.
Mit einer Vergrößerung von 277x meine ich immer wieder die Galaxie NGC 770 sehen zu können.

Uranus.
Uranus konnte ich als ein blassblaues Scheibchen sehen.
Mit einer Vergrößerung von 455x habe ich versucht, Monde vom Uranus zu sehen. Die Monde Oberon, Ariel und Titania meinte ich zuordnen zu können. Die Beobachtung ist aber nicht sicher.

Jupiter. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 346x mit einem ND 0,6 Neutralfilter.
Jupiter stand abwechselnd ruhig und auch immer wieder unruhig im Okular.
Ich konnte den Beginn vom Io Durchgang beobachten. Io war neben Jupiter ein blasses orange-rotes Scheibchen. Beim Eintritt vor Jupiter war Io ein helles Scheibchen.

R Lep. Ein Kohlenstoffstern im Sternbild Hase. Beobachtet mit Vergrößerung von 76x.
R Lep ist ist mir nicht im Feld aufgefallen.

Jupiter.
Den Schatten von Io auf Jupiter kann ich gut sehen. Der Schatten ist tiefschwarz.

Mars. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 455x mit einem ND 0,6 Neutralfilter und einem Neodymium Filter.
Mars steht sehr ruhig im Okular und wird scharf abgebildet.
Die große Syrte kann ich sehr deutlich sehen. Thyrenna schließt sich daran an. Utopia setzt setzt sich dunkel vor der Polhaube ab.

Die Messwerte für diese Nacht.

2025-01-18-SQM-L.jpg

SQM-L.

2025-01-18-T-F.jpg

Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit.

Viele Grüße
Gerd
 
Die Nacht vom 19. Januar.

Himmel und Bedingungen:

Klarer Himmel ohne Wolken. Sehr hohe Luftfeuchtigkeit die sich als Reif auf dem Teleskop absetzt. Der Himmel ist aufgehellt, die Umgebung kann ich sehen. Die Transparenz ist nicht optimal.


2025-01-19-Beobachtungsnacht.jpg

Venus und Saturn.



Venus. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x.
Die Halbvenus kann ich deutlich im Okular zu sehen.

Saturn. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 277x.
Saturn steht unruhig im Okular und wird nicht sehr scharf abgebildet.
Den Ringschatten und einige Wolkenbänder kann ich sehen.

NGC 935. Eine Galaxie im Sternbild Widder. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 218x.
Direkt an einem schwachen Stern kann ich eine sehr schwache Aufhellung sehen.
Die Aufhellung geht im Feld mit wenn ich das Teleskop bewege.

NGC 932. Eine Galaxie im Sternbild Widder. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 218x.
Die Galaxie ist eine sehr schwache ovale Aufhellung, die noch gut zu sehen ist.
Die Aufhellung geht im Feld mit wenn ich das Teleskop bewege.

NGC 1055. Eine Galaxie im Sternbild Walfisch. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 277x.
Die Galaxie ist eine sehr schwache länglich ovale Aufhellung.
Die Aufhellung ist gleichmäßig hell.
Zwei helle Sterne direkt bei der Galaxie stören bei der Beobachtung.

NGC 1068 (Messier 77). Eine Galaxie im Sternbild Walfisch. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 218x.
Die Galaxie kann ich deutlich im Feld sehen.
Sie ist eine neblige rund/ovale Aufhellung mit einem kleinen Kern oder einen Stern vor dem Kern.

NGC 1087 und NGC 1090. Galaxien im Sternbild Walfisch. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x.
Beide Galaxien sind neblig ovale Aufhellungen die ich gerade noch sehen kann.
Beide Galaxien sind gleichmäßig hell. NGC 1087 ist nord-süd, NGC 1090 ist ost-west ausgerichtet.

Kleinplanet (15) Eunomia. Im Sternbild Fuhrmann. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x.
(15) Eunomia kann ich im Feld identifizieren.
Der Kleinplanet ist ein deutlich sichtbares Sternchen.

Jupiter. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 346x mit einem ND 0,6 Neutralfilter.
Jupiter steht sehr still im Okular und wird scharf abgebildet.
Die Monde sind kleine Scheibchen und sie sind verschieden groß. Auf Jupiter kann ich viele Einzelheiten sehen.

NGC 1798. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 277x.
Der Sternhaufen ist eine größere neblige Fläche mit einer leicht körnigen Struktur.
In diesem Nebel sind einzelne hellere Sterne. Die Aufhellung ist nicht gleichmäßig hell. Ich kann dunklere Strukturen darin sehen.

Mars. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 455x mit einem ND 0,6 Neutralfilter und einem Neodymium Filter.
Mars steht ruhig im Okular und wird scharf abgebildet.
Auf Mars kann ich viele Details sehen.

Die Messwerte für diese Nacht.

2025-01-19-SQM-L.jpg

SQM-L.

2025-01-19-T-F.jpg

Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit.


Viele Grüße
Gerd
 
Die Nacht vom 21. Januar.

In dieser Nacht beobachtete ich bei B***h.
Die eingesetzte Vergrößerung mit dem 110/770mm Refraktor war 26x.

Himmel und Bedingungen:
Klarer Himmel ohne Wolken. Vom Westen ziehen zu Beginn der Nacht dünne Wolken auf, die sich aber wieder auflösten. Der Himmelshintergrund ist grau aufgehellt. Die Transparenz ist mittelmäßig. Zwischendurch weht immer wieder ein kalter Wind.

Venus. Beobachtet mit dem Cassegrain mit einer Vergrößerung von 76x.
Die Halbvenus kann ich gut im Okular zu sehen.

Saturn. Beobachtet mit dem Cassegrain mit einer Vergrößerung von 169x.
Saturn steht unruhig im Okular.
Den Ringschatten und einige Wolkenbänder kann ich gut sehen.
Beobachtungsnacht

NGC 581 (Messier 103). Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia.
Messier 103 ist ein kleiner aber deutlich sichtbarer Sternhaufen der im Feld sofort auffällt.
Der Sternhaufen hat eine dreieckige Form. Die Spitzen vom Dreieck werden werden von zwei hellen und einem schwächeren Stern gebildet. In der Mitte des Sternhaufens steht ein deutlich orange Stern.
Im Sternhaufen ist eine mittlere Anzahl sehr unterschiedlich heller Sterne die noch locker zusammenstehen.

NGC 663. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x.
Der Sternhaufen ist hell und deutlich im Feld zu sehen.
Der Sternhaufen ist zweigeteilt. Eine Lücke teile den Sternhaufen in einen größeren östlichen und einen kleineren westlichen Teil.
Im Sternhaufen sind sehr verschieden helle, überwiegend mittelhelle Sterne.
Der Sternhaufen hat eine sehr unregelmäßige Form. Aus dem Sternhaufen gehen Sternketten heraus. Nahe der Mitte vom Sternhaufen kann ich einen schwachen, leicht rötlichen Stern sehen.
Im Refraktor ist der Sternhaufen deutlich zu sehen und in viele schwache Sterne aufgelöst.

NGC 654. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 169x.
Ein kleiner Sternhaufen der im Feld noch gut auffällt.
Der Sternhaufen wirkt sehr kompakt. Die mittelhellen und schwache Sterne stehen dicht zusammen. Vom Süden her kommend zieht sich eine sternleere Bucht in den Sternhaufen hinein. Am östlichen Rand der Bucht steht ein heller blassroter Stern.
Die Sterne im Sternhaufen sind nicht ganz weiß, sondern gehen ins blass-rote.
Im Refraktor ist der Sternhaufen als kleines Wölckchen neben dem blassroten Stern, HD 10494, zu sehen.


2025-01-21-Beobachtungsnacht.jpg

Die Teleskope für diese Nacht.



Berkeley 7. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 127x.
Der Sternhaufen ist unscheinbar und fällt im Feld kaum auf.
An der Stelle des Sternhaufens stehen ein paar wenige, etwas dichter stehende schwache Sterne.
Im Refraktor kann ich nur ein kleines Sternwölkchen sehen.

Stock 5. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Kassiopeia. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x.
Der Sternhaufen ist ein Ring aus hellen Sternen
Der Sternhaufen setzt sich deutlich vorm Hintergrund ab. In den Ring aus hellen Sternen sind noch viele schwache Sterne eingeflochten. Im Zentrum vom Ring stehen nahezu keine Sterne.
Im Refraktor sind die hellen Sterne vom Ring zu sehen.

Kleinplanet (69) Hesperia. Im Sternbild Orion. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x.
(69) Hesperia konnte ich anhand einer Karte im Feld identifizieren.
Hesperia ist das letzte Sternchen einer Ost-West ausgerichteten Sternkette. Im Westen steht der Stern π1 Ori, am Ostende der Kleinplanet Hesperia.
Hesperia ist ein deulich sichtbares Sternchen.
Im Refraktor ist Hesperia deutlich zu sehen.

NGC 1662. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Orion. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x.
Der Sternhaufen fällt im Feld sofort auf.
Der Sternhaufen ist eine Halbkreis- oder C-geformte Linie aus überwiegend hellen und einigen schwachen Sternen.
Im südlichen Teil vom C kann ich zwei blass-rote Sterne sehen.
Im Refraktor ist der Sternhaufen und die C-Form deutlich zu sehen.

Jupiter. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 346x mit einem ND 0,6 Neutralfilter.
Jupiter steht sehr still im Okular und wird scharf abgebildet.
Auf Jupiter konnte ich unzählige Strukturen in den farbigen Wolkenbändern sehen.

NGC 1528. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Perseus. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 76x.
Ein großer und heller Sternhaufen der im Feld sofort auffällt.
Im Sternhaufen sind sehr viele mittelhelle und schwache Sterne. Zwischen den Sterne sind viele kleine Lücken ohne Sterne. Der Sternhaufen hat eine dreieckige Form.
Im Refraktor ist der Sternhaufen deutlich zu sehen und in viele Sterne aufgelöst. Die dreieckige Form fällt deutlich auf.

NGC 1545. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Perseus. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 127x.
Der Sternhaufen fällt im Feld zunächst nicht so sehr auf. Erst eine höhere Vergrößerung läßt den Sternhaufen sichtbar werden.
Der Sternhaufen besteht aus verstreuten schwachen Sternen. Zwischen den Sternen sind viele Lücken.
Am Westrand vom Sternhaufen stehen zwei helle Sterne. Der eine ist leicht rötlich, der andere bläulich. Zusammen mit einem schwächeren Stern bilden die Sterne ein auffälliges Dreieck dessen Spitze vom Sternhaufen weg weist.
Im Refraktor ist nur dieses Dreieck zu sehen.

NGC 1513. Ein Offener Sternhaufen im Sternbild Perseus. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 127x.
Der Sternhaufen fällt im Feld gut auf.
Im Sternhaufen sind viele mittelhelle und viele schwache Sterne. Die Sterne ordnen sich zu einem hellen und breiten Ring an, der aussieht wie ein halber Donut. Der Ring ist nach Osten offen. In der Öffnung vom Ring sind nahezu keine Sterne.

Mars. Beobachtet mit einer Vergrößerung von 455x mit einem ND 0,6 Neutralfilter und einem Neodymium Filter.
Mars steht sehr still im Okular und wird scharf abgebildet.
Die dunklen Strukturen haben einen hohen Kontrast zum rötlichen Mars. Die Polhaube ist hellweis. Der gegenüberliegende Pol wirkt dunstig und aufgehellt. Den Bereich Olympus Mons konnte ich als deutlich hellere Stelle sehen.

Die Messwerte für diese Nacht.

2025-01-21-SQM-L.jpg

SQM-L.

2025-01-21-T-F.jpg

Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit.


Viele Grüße
Gerd
 
Hallo,

Die Beobachtung der Sonne kam im Januar 2025 ebenfalls nicht zu kurz.
Am 21. Januar konnte ich zum letzten mal die Sonne im diesem Monat beobachten, dann gaben Wolken die Sonne nicht mehr frei. Am diesem Tag zeigten sich große Flecken auf der Sonne.
Die Bilder der Sonne entstanden mit einem 110/770mm Refraktor mit Herschelprisma im Weißlicht und mit einem 80mm Lunt Sonnenteleskop in der H-alpha Linie. Die Kamera war eine TS 183 MA.


2025-01-21-Sonne.jpg

Die Sonne im Weißlicht.


2025-01-21-Sonne-H-alpha.jpg

Die Sonne in der H-alpha Linie.


Das waren ein paar Beobachtungen im Januar 2025 von mir.

Viele Grüße
Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

Im Februar 2025 konnte ich ebenfalls einige male am Tag und am Nachthimmel beobachten. Zu meinem Beobachtungen im Februar 2025 berichte ich im diesem Thema:


Viele Grüße
Gerd
 
Jungejunge, Du warst aber schwer aktiv, sehr beeindruckend. Frage: Lässt Du das Gitter des Cassegrains so offen, oder kommt zum Beobachten eine Socke darum?

Grüße
Andreas
 
Hallo Andreas,

Den Cassegrain lasse ich in der Nacht offen. In Nächten, in denen sich viel Luftfeuchtigkeit auf dem Teleskop absetzt, muss ich den Fangspiegel ein wenig heizen. Ansonsten gibt es mit dem offenen Cassegrain keine Schwierigkeiten.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo Gerd,

Sehr schöne Berichte! Danke, dass du uns teilhaben lässt.
Ich besitze auch das 10“ Cassegrain von TS, habe aber Schwierigkeiten mit dem Okularauszug und Zenitspiegel mit allen Okularen in den Fokus zu kommen, weil der OAZ zu viel Lichtweg benötigt. Auf deinen Bildern habe ich gesehen, dass du nicht den original OAZ nutzt. Kannst du mir verraten, welchen Okularauszug du verwendest?

Viele Grüße
Tobias
 
Hallo Tobias,

Ich habe in der Tat einen anderen Okularauszug an das Teleskop gebaut, da mir der originale Okularauszug zu instabil war. Ich habe an meinem Cassegrain den 3" Zahntrieb Okularauszug "TSFOCR30S" von Teleskop Service angebaut:



OAZ-6.jpg

TS- Auszug "TSFOCR30S".


Die originale Klemme vom Okularauszug habe ich gegen eine stabilere getauscht (rechts im Bild):


Klemme.jpg

Okularklemmen.


Bei meinem Teleskop war der Fangspiegel ganz nach vorne in Richtung der Spinne geschraubt. Den Fangspiegel habe ich um wenige Millimeter weiter in Richtung Hauptspiegel eingestellt. Dadurch wanderte der Fokus weiter nach hinten und führte dazu zu einem größeren Backfokus.

Viele Grüße
Gerd
 
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