Mars am 16.02.2025

pem.fue

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

nach dem Jupiter habe ich auf den Mars geschwenkt. Der war aber nur knapp 60° hoch (Air mass 1.18) und hat mit eine Größe von 12" nur ein viertel des Jupiterdurchmessers.

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Da ist mein »Lieblingsplanet« ;) in seiner Pracht.

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Diesmal habe ich den Mars vergrößert und doppelt geschärft (rechts). Da gibt's dann doch noch einiges interessante zu entdecken. Langsam werden wir Freunde.

Gruß,
Peter
 
Hi Peter.
Was ist das denn da rechts?
Sieht interessant aus - hat aber mit der Realität nichts mehr zu tun. Kannst Du mir verraten, wie Du das hinbekommen hast? War da KI im Spiel?
Vergleich das mal mit seriösen Aufnahmen, von denen es ja genug im Netz gibt (z.B. ALPO Japan), dann siehst Du, was ich meine:
CS
Rudolf
 
Hallo Rudolf,

die »seriösen« Aufnahmen sind aber eher schlechter. Ich habe mir das Marsbild von heute (16.02.) angeschaut. Gruselig. Was die Leute alles so einstellen. :oops:
Nein, KI war nicht im Spiel. Ich habe das Bild mit waveSharp_LINUX geschärft und dann nochmal auf meinem Pixel 8 Pro doppelt nachgeschärft. Natürlich kann man Strukturen, die kleiner als das Auflösungsvermögen meines Teleskops sind nicht glauben. Aber trotzdem erkennt man im Vergleich der beiden Aufnahmen die Strukturen auf dem linken Bild. Ich finde es aber trotzdem interessant.

Gruß,
Peter
 
Hallo zusammen,
der Übergang von geschärft zu überschärft ist fließend, die bessere Auflösung wird mit einem grob aussehend Bild mit vielen dunklen Punkterl erkauft.
CS Mike
 
Mike, Du sprichst von "besserer Auflösung". Da ist nichts besser aufgelöst! Das linke Bild ist bereits voll am Anschlag der vorhandenen Auflösung. Alles andere ist artefaktische Überschärfung - keine "bessere Auflösung".
 
Du weisst schon wie ich es meine.
Wenn du ein fertiges Bild hast und dann noch versuchst mit Gauß weiter zu schärfen, kommt alles deutlicher aber mit rauher Oberfläche und unschönen dunklen Knödeln.
CS Mike
 
Mike, ich weiß sehr wohl, was Du meinst. Aber wir sollten dann auch in der Begrifflichkeit korrekt bleiben. Auflösung entsteht nicht durch endloses Schärfen, sondern wird physikalisch durch Teleskop und Seeing begrenzt. Was im Bild drin ist, kann ich auch maximal nur rausholen. Krasses Überschärfen, wie oben passiert, ist Artefakt, nicht Auflösung. Das sollten wir auseinanderhalten, um Missverständnisse zu vermeiden.
 
Hab ich doch oben schon geschrieben: Der Übergang zwischen Schärfen und Überschärfen ist fließend.
Natürlich wird ein nicht geschärftes Bild beim Schärfen schärfer, also besser aufgelöst, sonst würde es ja keiner machen:)
Wenn man es dann übertreibt wie Peter am Mars oben, dann steigt die Auflösung ( des Bildes!) nicht und das Bild wird unschön.

Wo jetzt genau dieser Punkt des Überschärfens liegt muss jeder für sich selbst entscheiden.

CS Mike
 
Die meisten Marsbilder hier sind ja kaum geschärft. Da sind manche verschreckt, wenn man schärft oder sogar überschärft. Das ist ungewohnt.
Ich habe die beiden Bilder extra nebeneinandergestellt, damit man im Vergleich sehen kann und auch erahnt, was reell ist und was Artefakte sind. Das kann der erfahrene Beobachter sicherlich selbst entscheiden.

Ihr solltet alle mal etwas experimentierfreudiger werden.

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Gut dann experimentieren wir:
Hier deine Gabelbucht:
Screenshot_20250217_101451_Samsung Internet.jpg
Hier geschärft:Screenshot_20250217_101523_Samsung Internet.jpg
Hier meine:Screenshot_20250217_101625_Gallery.jpg

Und hier Sky Safari:Screenshot_20250217_103500_SkySafari.jpg

Dieses Detail( siehe Pfeil) hast du einfach nicht drauf, da kannst du noch so schärfen.
Screenshot_20250217_103500_SkySafari.jpg
CS Mike
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin Peter.
Was Grundsätzliches vorab: Die Japan ALPO ist kein Board für "Nur mal Zeigen"-Bilder, sondern ein Archiv. Da wird alles reingetan, was es an Ergebnissen gibt. Mit welchem Teleskop, unter welchen Seeingbedigungen, mit welchem Erfahrungslevel an Nachbearbeitung auch immer. Schön, wenn man selbst zu besseren Ergebnissen kommt, als die meisten dort. Das muss aber die Arbeit der vielen Amateure rund um die Welt nicht schmälern, sie tragen ihre Daten bei, die auch nach Jahren udn Jahrzehnten fpr alle zugreifbar sind und damit zu einem wertvollen Datenspeicher werden. Mehr nicht.

Daneben erfüllt dieses Archiv aber eben auch die wertvolle Aufgabe, dass ich meine Aufnahmen mit denen anderer vergleichen kann. Aktuell wie nach Jahren. Je besser Du bist, desto mehr musst Du nach guten Vergleichsaufnahmen suchen, das ist sicher richtig. Es gibt sie aber sehr wohl dort. Man kann es sich leichter machen und nach einigen Namen suchen, die beste Ergebnisse versprechen: Eric Sussmann, Christopher Go, Tiziano Olivetti, Michael Karrer, Raimondo Sedrano, Clyde Forster, Mike Hood; oder auch Mike Wolle hier aus der Liste... Um nur einige zu nennen. Wo die drin sind, findest auch Du was, um gute Vergleiche zu haben.
Vergleiche sind die einzige Möglichkeit, die selbst aufgenommenen Ergebnisse an einer möglicherweise besseren Aufnahme zu bewerten. Ist das noch real, was ich da sehe? Wenn ich eine besser aufgelöste Aufnahme finde, die das bestätigt, ist das nur gut. Kommen Beobachter mit größeren Teleskopen und erwiesenermaßen guten Nachbarbeitungs-Skills zu anderen Ergebnissen, sollte ich mein Resultat hinterfragen.

Du schreibst selbst, dass man Strukturen unterhalb des Auflösungspotenzials Deines Teleskops nicht glauben kann. Dann frage ich mich aber, wozu Du das Bild oben gezeigt hast?
Das man die Strukturen des linken Bildes erkennt, ist doch nur logisch. Was aber beim doppelten Schärfen passiert ist, kannst Du auch als feines Zusammenkehren des Rauschens bezeichnen. Lauter kleine Rauschhäufchen. Und damit kann niemand etwas anfangen, weil es einfach nur noch artefaktisch ist.

Zwei Bilder aus der ALPO-Liste als Beispiele anbei:
Eines, mit dem Du Dein Bild gut vergleichen kannst, ein zweites, bei dem man schön sehen kann, wie die Bearbeitung nachhinten losgegangen ist.
Ich denke, da wird klarer, was schieflaufen kann, wenn man sich Syrtis Major im 2. Bild anschaut. Da sind statt der vertrauten und in vielen Bildern abgebildeten größeren Strukturen plötzlich nur noch ganz feine, so nirgendwo vorhandene zu sehen.

Und zu guter Schluss noch ein drittes Bild, weil ich KI ansprach. Erstmal gut, dass Du keine eingesetzt hast, es steht aber zu befürchten, dass dies immer öfter geschieht, weil sie nunmal zur Hand ist und die Verlockung groß, fehlende eigene Bearbeitungserfahrung durch KI ersetzen zu lassen. Die ALPO fordert übrigens ganz dringend dazu auf, keine Ergebnisse einzureichen, an denen KI beteiligt war.
Bei dem dritten Bild weiß ich es zwar noch nicht, ob da KI beteiligt war, es gab aber bereits Bilder, die KI-bearbeitet und sehr ähnlich waren. Es wäre schade und schlimm, wenn unser Hobby künftig diesen Weg gehen würde.
Ich bin da offenbar nicht der Einzige, der sich darüber Gedanken macht:

CS
Rudolf
 

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Die meisten Marsbilder hier sind ja kaum geschärft. Da sind manche verschreckt, wenn man schärft oder sogar überschärft. Das ist ungewohnt.
Ich habe die beiden Bilder extra nebeneinandergestellt, damit man im Vergleich sehen kann und auch erahnt, was reell ist und was Artefakte sind. Das kann der erfahrene Beobachter sicherlich selbst entscheiden.

Ihr solltet alle mal etwas experimentierfreudiger werden.

Gruß,
Peter
Die Erfahrenen unter uns haben die Experimentierfreude sicher längst genutzt, einen routinierten und verlässlichen Bearbeitungsweg zu finden. Sie erkennen auch sofirt den Irrweg der zweiten Aufnahme. Tun das aber auch die wenig Erfahrenen, die nicht wissen, was Sie da sehen, es aber ganz toll finden und gleich nachmachen wollen? Also künftig alles doppelt schärfen! Sieht doch geil aus.
Natürlich entscheidet das jeder selbst. Aber Foren und Mitbeobachter sind auch dazu da, auf Irrwege hinzuweisen und sinnvolle Leitplanken zu geben.
 
Gut dann experimentieren wir:
Hier deine Gabelbucht:
Den Anhang 463702 betrachten
Hier geschärft:Den Anhang 463703 betrachten
Hier meine:Den Anhang 463707 betrachten

Und hier Sky Safari:Den Anhang 463716 betrachten

Dieses Detail( siehe Pfeil) hast du einfach nicht drauf, da kannst du noch so schärfen.
Den Anhang 463717 betrachten
CS Mike
Hallo Mike,

darum geht es doch gar nicht. Das war auch nie meine Absicht. Natürlich kann ich mit meinem C9.25 keine Strukturen sichtbar machen, die unterhalb des Auflösungsvermögens des Teleskops liegen. Und übermäßiges Schärfen leistet das natürlich auch nicht. Das ist so selbstverständlich, dass man es nicht extra erwähnen muss.

Ich habe den Vergleich(!) hier eingestellt, um das Augenmerk auf Strukturen auf der linken Seite zu legen, die auf der rechten Seite überzeichnet wurden. Das »Waschbrettmuster« auf dem Bild rechts ist natürlich auch nicht real.

Die Erfahrenen unter uns haben die Experimentierfreude sicher längst genutzt, einen routinierten und verlässlichen Bearbeitungsweg zu finden. Sie erkennen auch sofirt den Irrweg der zweiten Aufnahme. Tun das aber auch die wenig Erfahrenen, die nicht wissen, was Sie da sehen, es aber ganz toll finden und gleich nachmachen wollen? Also künftig alles doppelt schärfen! Sieht doch geil aus.
Natürlich entscheidet das jeder selbst. Aber Foren und Mitbeobachter sind auch dazu da, auf Irrwege hinzuweisen und sinnvolle Leitplanken zu geben.
Ich weiß jetzt nicht, warum Du Dich hier so echouffierst. Alles weitere habe ich oben breits geschrieben.

Gruß,
Peter
 
Moin Peter.
Was Grundsätzliches vorab: Die Japan ALPO ist kein Board für "Nur mal Zeigen"-Bilder, sondern ein Archiv. Da wird alles reingetan, was es an Ergebnissen gibt. Mit welchem Teleskop, unter welchen Seeingbedigungen, mit welchem Erfahrungslevel an Nachbearbeitung auch immer. Schön, wenn man selbst zu besseren Ergebnissen kommt, als die meisten dort. Das muss aber die Arbeit der vielen Amateure rund um die Welt nicht schmälern, sie tragen ihre Daten bei, die auch nach Jahren udn Jahrzehnten fpr alle zugreifbar sind und damit zu einem wertvollen Datenspeicher werden. Mehr nicht.

Daneben erfüllt dieses Archiv aber eben auch die wertvolle Aufgabe, dass ich meine Aufnahmen mit denen anderer vergleichen kann. Aktuell wie nach Jahren. Je besser Du bist, desto mehr musst Du nach guten Vergleichsaufnahmen suchen, das ist sicher richtig. Es gibt sie aber sehr wohl dort. Man kann es sich leichter machen und nach einigen Namen suchen, die beste Ergebnisse versprechen: Eric Sussmann, Christopher Go, Tiziano Olivetti, Michael Karrer, Raimondo Sedrano, Clyde Forster, Mike Hood; oder auch Mike Wolle hier aus der Liste... Um nur einige zu nennen. Wo die drin sind, findest auch Du was, um gute Vergleiche zu haben.
Vergleiche sind die einzige Möglichkeit, die selbst aufgenommenen Ergebnisse an einer möglicherweise besseren Aufnahme zu bewerten. Ist das noch real, was ich da sehe? Wenn ich eine besser aufgelöste Aufnahme finde, die das bestätigt, ist das nur gut. Kommen Beobachter mit größeren Teleskopen und erwiesenermaßen guten Nachbarbeitungs-Skills zu anderen Ergebnissen, sollte ich mein Resultat hinterfragen.

Du schreibst selbst, dass man Strukturen unterhalb des Auflösungspotenzials Deines Teleskops nicht glauben kann. Dann frage ich mich aber, wozu Du das Bild oben gezeigt hast?
Das man die Strukturen des linken Bildes erkennt, ist doch nur logisch. Was aber beim doppelten Schärfen passiert ist, kannst Du auch als feines Zusammenkehren des Rauschens bezeichnen. Lauter kleine Rauschhäufchen. Und damit kann niemand etwas anfangen, weil es einfach nur noch artefaktisch ist.

Zwei Bilder aus der ALPO-Liste als Beispiele anbei:
Eines, mit dem Du Dein Bild gut vergleichen kannst, ein zweites, bei dem man schön sehen kann, wie die Bearbeitung nachhinten losgegangen ist.
Ich denke, da wird klarer, was schieflaufen kann, wenn man sich Syrtis Major im 2. Bild anschaut. Da sind statt der vertrauten und in vielen Bildern abgebildeten größeren Strukturen plötzlich nur noch ganz feine, so nirgendwo vorhandene zu sehen.

Und zu guter Schluss noch ein drittes Bild, weil ich KI ansprach. Erstmal gut, dass Du keine eingesetzt hast, es steht aber zu befürchten, dass dies immer öfter geschieht, weil sie nunmal zur Hand ist und die Verlockung groß, fehlende eigene Bearbeitungserfahrung durch KI ersetzen zu lassen. Die ALPO fordert übrigens ganz dringend dazu auf, keine Ergebnisse einzureichen, an denen KI beteiligt war.
Bei dem dritten Bild weiß ich es zwar noch nicht, ob da KI beteiligt war, es gab aber bereits Bilder, die KI-bearbeitet und sehr ähnlich waren. Es wäre schade und schlimm, wenn unser Hobby künftig diesen Weg gehen würde.
Ich bin da offenbar nicht der Einzige, der sich darüber Gedanken macht:

CS
Rudolf
Das ist ein sehr guter Beitrag Rudolf
Ich möcht noch was hinzufügen. ALPO stellt auch ein gewisses Korrektiv da.
Wenn man offensichtlich Artefakte erzeugt wird das Bild nicht akzeptiert und das ist auch gut so.

Ist mir selber letztes Jahr passiert:
Habe einen normalen Saturn eingeschickt und dazu noch eine extra scharfe Version, um den Mondschatten auf Saturn besser herauszuarbeiten. Da bekam ich gleich einen verdienten Rüffel vom Boss aus Japan.

Meine Mondkarten von den Jupitermonden wurden auch nicht gleich veröffentlicht, sondern vorher geprüft und dann schlussendlich für in Ordnung befunden und online gestellt.

CS Mike
 
Hallo Mike,

ich glaube, Ihr nehmt das viel zu ernst. Das hier ist ein Amateurforum. Hier werden Bilder gezeigt, die die Leute so einstellen, wie sie es für richtig halten. Das hat doch alles keinen wissenschaftlichen Anspruch. Da werden ganz andere Kriterien angelegt. Auch ALPO ist letztlich nur eine Sammlung von Planetenfotos, die eigene Regeln haben. Das ist es aber auch schon.

Gruß,
Peter
 
Hallo Peter, das unterschätzt du.
Wissenschaftler greifen auf die Daten von Alpo zu und treffen auch gelegentlich Entscheidungen mit Rat und Tat von Amateuren.

CS Mike
Hallo Mike,

das mag schon sein. Aber letztlich interpretieren die Wissenschaftler die Daten. Da fängt Wissenschaft an.
Ich glaube, für Astronomen sind die Planeten ohnehin kein Thema mehr. Die überlassen das den Erdwissenschaftlern. Die kennen sich auf diesem Gebiet besser aus.

Gruß,
Peter
 
Hallo Peter

erst letzte Woche gab ein nationales Forschungsinstitut ein spezielles Teleskop zur Fotografie der Planeten in Auftrag, ( 50cm CFF) Grundlage der Investitionsentscheidung war unter anderem auch die Expertise eines Alpo Mitgliedes.

CS Mike
 
Hallo Mike,

ich glaube, Ihr nehmt das viel zu ernst. Das hier ist ein Amateurforum. Hier werden Bilder gezeigt, die die Leute so einstellen, wie sie es für richtig halten. Das hat doch alles keinen wissenschaftlichen Anspruch. Da werden ganz andere Kriterien angelegt. Auch ALPO ist letztlich nur eine Sammlung von Planetenfotos, die eigene Regeln haben. Das ist es aber auch schon.

Gruß,
Peter
Du machst es Dir jetzt ziemlich einfach.
Klar, wir können auch die Kunstfreiheit für Marsbilder gelten lassen. Jedem wie er ihm beliebt.
Aber, egal ob Amateur oder Pro, auch als Amateur habe ich einen Anspruch. Und der lautet: Meine Bilder sollen etwas Reales wiedergeben. Und da scheiden sich die Geister eben zwischen "ist wirklich da" und "hat die Bearbeitung erschaffen".
Meine Bilder erheben keinen wissenschaftlichen Anspruch, folgen aber grundlegend wissenschaftlichen Leitlinien. Und wie Mike schon angemerkt hat, gibt es auch Pro-Am-Kooperationen. Auf gute Planetenbilder wird hin und wieder zurückgegriffen. Um konkret beim Mars zu bleiben: Sag mir, wer außer den ständig dransitzenden Amateuren leistet im Pro-Bereich eine fast durchgängige Wetterbeobachtung auf dem roten Planeten? Niemand. Dazu haben die Pros keine Kapazitäten frei.
Das Datenmaterial, so es denn gut und zuverlässig ist, der Amateure bietet da selbst Wissenschaftlern Auswertungsbasis.
ALPO: Datensammlung ja, welche eigenen Regeln? KI-Verbot ja. Sonst nichts, nichtmal S oder N oben ist vorgeschrieben! Da tobt sich eine breite Palette an Bearbeitungen aus, man denke nur an die immer wieder mal auflebende Farbdiskussion...
Es bleibt am Ende natürlich Dir überlassen, wie ernst Du Dein Hobby nimmst, welchen Anspruch Du an Deine Ergebnisse stellst und ob ein roter oder blauer Mars bei Dir an der Wand hängt.
Solange aber öffentlich darüber diskutiert wird und Du damit z.B. Einfluss auf andere Beobachter nimmst, werde ich meine Meinung dazu auch kundtun.
Freue mich auf Deine nächsten Bild.
CS
Rudolf
 
Hi,
grundsätzlich bin ich schon dafür, bei Aufnahme und Bearbeitung die "wissenschaftliche Exaktheit" als eine Art Leitlinie im Auge zu behalten. Allerdings bin ich auch ein Freund der künstlerischen Freiheit. D.h. in Foren wie diesem würde es weitgehend dem Betrachter überlassen, wie weit eine Bearbeitung nun ja, 'goutiert' wird, um mal das hier im Thread schon eingeführte französischen Timbre weiterzuführen. :love: Dass je nach Plattform (z.B: ALPO) mal strengere, mal laxere Masstäbe angelegt werden, ist natürlich verständlich.
Letztlich schult es die Augen der Betrachter, echte und alternative Fakten ausinanderzuhalten :LOL:, wenn man(bzw frau) die Aufgabe annnehmen will. Das werden wir in Zukunft noch weit mehr brauchen, als nur bei Planetenbildern.

VG -CptB
PS: der Waschbrett-Bauch des Mars ist mir auch aufgefallen, ein eindeutiger Hinweis auf die Eigenheiten des verwendeten Algorithmus. Man kann aus allem 'was lernen :geek:
 
Hallo Rudolf,

ich verstehe Deinen Einwand natürlich auch. Aber manchmal hört sich das einfach sehr absolutistisch an. So wie in einer Religion, wo nur ein Weg der Richtige ist.
Für mich ist und bleibt die Astrofotografie ein Hobby, dem ich gerne nachgehe. Und ich finde es legitim, auch mal experimentelle Aufnahme einzustellen. Oder Aufnahmen zu überschärfen oder farblich zu verändern (Falschfarben), um auf Strukturen hinzuweisen, auf die man seinen Augenmerk lenkt. Das ist in der Wissenschaft üblicher, als ihr vielleicht denkt. Oft werden Objekte in Farben dargestellt, deren Daten gar nicht aus dem optischen Spektralbereich kommen.

Ich möchte da nur an das Bild des Schwarzen Lochs in M87 vor ein paar Jahren erinnern. So sieht nie im Leben ein Schwarzen Loch aus. Selbst bei der Korrelation der Daten hat man mehrere Institute beauftragt, die unabhängig von einander (strengstes Kontaktverbot) die Daten ausarbeiten sollten. Und das Bild war natürlich in Falschfarben dargestellte Intensitäten der korrelierten Radiostrahlung.

Und legitim ist es meines Erachtens auch, Bilder zum Vergleich nebeneinander zu stellen. Da kann man sicher diskutieren. Dafür habe ich das auch gemacht. Aber bitte nicht absolutistisch, sondern kritisch den Vergleich bewerten.

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
VG -CptB
PS: der Waschbrett-Bauch des Mars ist mir auch aufgefallen, ein eindeutiger Hinweis auf die Eigenheiten des verwendeten Algorithmus. Man kann aus allem 'was lernen :geek:
Einverstanden. Das Waschbrett halte ich eher für das Pattern des Semsors der Kamera. Du kannst aber auch recht haben und es ist der Algorithmus, der das feine Rauschen im Bild klumpt.
 
Hallo Rudolf,

ich verstehe Deinen Einwand natürlich auch. Aber manchmal hört sich das einfach sehr absolutistisch an. So wie in einer Religion, wo nur ein Weg der Richtige ist.
Für mich ist und bleibt die Astrofotografie ein Hobby, dem ich gerne nachgehe. Und ich finde es legitim, auch mal experimentelle Aufnahme einzustellen. Oder Aufnahmen zu überschärfen oder farblich zu verändern (Falschfarben), um auf Strukturen hinzuweisen, auf die man seinen Augenmerk lenkt. Das ist in der Wissenschaft üblicher, als ihr vielleicht denkt. Oft werden Objekte in Farben dargestellt, deren Daten gar nicht aus dem optischen Spektralbereich kommen.

Ich möchte da nur an das Bild des Schwarzen Lochs in M87 vor ein paar Jahren erinnern. So sieht nie im Leben ein Schwarzen Loch aus. Selbst bei der Korrelation der Daten hat man mehrere Institute beauftragt, die unabhängig von einander (strengstes Kontaktverbot) die Daten ausarbeiten sollten. Und das Bild war natürlich in Falschfarben dargestellte Intensitäten der korrelierten Radiostrahlung.

Und legitim ist es meines Erachtens auch, Bilder zum Vergleich nebeneinander zu stellen. Da kann man sicher diskutieren. Dafür habe ich das auch gemacht. Aber bitte nicht absolutistisch, sondern kritisch den Vergleich bewerten.

Gruß,
Peter
Peter, ich erhebe keine absolutistischen Forderungen.
Ich habe auch nichts dagegen, wenn Du solche Vergleiche postest.
Es gehört dann aber auch eine klare Beschreibung bzw. Bewertung dazu, was dort zu sehen ist, wie Mike das oben auch schon bezüglich ALPO angemerkt hat. Wenn ich eine absichtlich, zur Verdeutlichung eines sonst vllt kaum erkennbaren Inhaltes z.B., überschärfte Aufnahme einreiche, muss ich das ausweisen und erklären.
Genau das fehlte mir in Deinem Post ganz oben.
Zitat: "Da gibt's dann doch noch einiges interessante zu entdecken." Das ist mir zu vieldeutig, und ein Anfänger könnte dies leicht als Hinweis auf eine probate Methode missverstehen.
Darum geht es mir hauptsächlich.
Ansonsten möge jeder glücklich werden, wie er möchte.
 
Hallo, nachdem wir ja einigermaßen d'accord zu dem Thema sind, noch ein paar Beispiele, wozu Alpo gut ist:
Wenn jemand einen Sturm auf Mars, oder viel seltener auf Saturn entdeckt, dann ist es meist ein engagierter Amateur, der meldet es Alpo, die melden es den Profis und dann werden, zeitnah teure Sonden oder Teleskope auf das Objekt gerichtet, so wird Zeit und Geld gespart.
Auch für Uranus und Neptun gab es vor 2 Jahren von den Profis die Bitte an ernsthafte Amateure um Mitarbeit.

CS Mike
 
Moin zusammen,

da der Titel "Mars am 16.02.2025" heißt, bin ich mal so frei mein Ergebnis hier anzuhängen ohne extra einen weiteren Beitrag aufzumachen.

Hauptziel war zunächst Venus und ggf. noch Jupiter.
Als Mars dann doch ausreichend deutlich über der Dachkante im Osten erschien, mußte ich natürlich noch "draufhalten".
"Visuell" (am Kameramonitor...) kam mir im Vergleich zu einigen anderen Beobachtungen der letzten Zeit der Südpol recht ungewöhnlich rötlich vor.
Ob das nun weißabgleichtechnisch oder aufgrund des noch tieferen Standes der Fall war - oder real - vermag ich nicht zu sagen.

7 Kurzfilme habe ich gemacht, die teils gestackt sind und noch hier und da bearbeitet werden sollten.
Nun schon ein Bildergebnis, welches ich für mein Empfinden und meine Technikverhältnisse (125 mm Linse + DSLM) ganz zufriedenstellend empfinde.
Kommentare in alle Richtungen sind willkommen - oder einfach nur gucken ;-)
Daten / Infos sind soweit alle eingeblendet.

Gruß, Olaf


Hier im Forum wurde es automatisch vergrößert, ggf. im neuen Tab öffnen.
(Habe gerade gemerkt, daß ein neuer Tab nichts bringt - das Bild bleibt größer als im Original...)

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Hi,
kam mir im Vergleich zu einigen anderen Beobachtungen der letzten Zeit der Südpol recht ungewöhnlich rötlich vor.
das passt schon, am Südrand sieht man gerade Hellas, eine i.d.R. recht hell-rötliche Region. Der Mars zeigt und ja gerade überwiegend seine Nordhälfte, d.h. den Südpol selbst sieht man aktuell gar nicht nicht.
VG CptB

PS: in der Tat gute Bilder für das Equipment!
 
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