Mars am 19.02.2025

pem.fue

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Hallo zusammen,

der Wind hat nicht nachgelassen, aber das Seeing war gut. Deshalb habe ich gewartet, bis der Mars fast im Zenit stand. Aufgrund des Windes ist der Mars wieder aus dem Feld gesprungen. Das passiert bei einem Crop von 360 sehr schnell. Das konnte ich aber wieder korrigieren.

2025-02-19-223403-Mars-Bin1+27,2C_pss_gpp_WS.png

Hier in Originalauflösung des Sensor der ASI715MC Kamera

2025-02-19-223403-Mars-Bin1+27,2C_pss_gpp_w604_h518.png

Und hier aufgepumpt, weil der Mars ja so klein ist (12 Bogensekunden). Es ist zwar nicht mehr Information auf dem Bild, aber es ist halt größer.

Diesmal habe ich mich mit der Bearbeitung zurückgehalten und nur ganz leicht geschärft. Viel zu erkennen ist da nicht. Weil der Mars fast syncron mit der Erde rotiert, ist ach über die Tage immer die gleiche Ansicht zusehen, wenn man zu ähnlichen Zeiten aufnimmt.

Gruß,
Peter
 
@Zyklop Hier findest Du das zugehörige AVI File zum testen.

2025-02-19-223403-Mars-Bin1+27,2C_pss_gpp.png

Und das ist das Rohbild vor der Bearbeitung.

Bitte aber auch das Ergebnis hier einstellen zum Vergleich. Sonst bringt das ja nichts.

Gruß,
Peter
 
Hallo Peter.
Auch ich habe mich einmal an Deinen Dateien versucht.
Mit dem Rohstack konnte ich kaum etwas anfangen. Ich habe daher das AVI heruntergeladen und in AS!3 zu 80% Verwendung gestackt.
Das Ergebnis wurde dabei 1,5x gedrizzelt, denn mit dem kleinen Original kann man kaum arbeiten.
Die Nachschärfung erfolgte in Giotto 2.1 mit kleinen Filterradien.
Ziemlich problematisch war der Farbabgleich. Rot dominiert alles so stark, dass es nur schwer möglich war, den Pol halbwegs weiß zu bekommen, ohne dabei den rest der Farben überhaupt noch kontrollierbar zu halten. In mehreren Durchgängen ist das halbwegs gelungen. Zudem habe ich den Rotauszug zu 45 % noch als Luminanz unterlegt.
Außerdem Randkorrektur (Maske um Planeten, Hintergrund auf schwarz), damit die Überschwingerringe verschwinden (die nach außen, nicht die inneren!)
Außerdem Restfarbentsättigung im Polbereich, weil hier noch ein unschöner Farbsaum am Pol geblieben war.
Im Direktvergleich mit Deiner vergrößerten Version kommt es mir so vor, als ob bei mir ein wenig feiner Detail zu erkennen ist. Insgesamt ist es dann aber auch das, was man aus diesem Material wohl rausquetschen kann.
Mehr geht nur, wenn Du deutlich mehr Brennweite verwenden würdest, das Original bei ca. 100x100 Pixel ist dich verdammt winzig.
Danke für's zur Verfügung stellen, das ist immer wieder interessant, wie unterschiedlich damit gearbeitet wird.
CS
Rudolf
 

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Hi Rudolf, hast recht, Farbe war schwierig, hab meine Version nicht mehr neu angepackt.
Meine Version ist viel zu lila aber bei dir fehlt mir auch etwas blau.
Schadet jedenfalls nix bei der Aufnahme auch den Blaukanal etwas anzuheben, damit man die Wolken erkennt.
 
Hallo Peter.
Der Blaukanal ist genau das Problem. Das ist kein richtiges Blau, da ist viel zu viel Rot drin. Normal schlagen Rotanteile bei Farbkamerras so durch, wenn kein IR-Sperrfilter eingesetzt wurde. Ich weiß nichts darüber, ob es bei der Aufnahme zum Einsatz kam, ebensowenig kenne ich Peters Einstellungen bei der Aufnahme, also wie die Farbregler gestanden haben. Pol und eventuelle Wolken sind daher unterrepräsentiert und das Ganze zu stark rot-dominiert. Da hilft dann nur viekl Trickserei...
CS
Rudolf
 
Um das nochmal deutlich zu machen, wo das Problem liegt, anbei ein Vergleich:
Obere Reihe echtes RGB mit Baader-Filtern an C14 mit ASI290MM,
darunter Peters Bild in seine Einzelteile zerlegt; beide Bilder jeweils das 1,5x des Originals.

RGB-Monoaufnahmen haben klare Charakteristika: Rot zeigt die Oberflächendetails am schärfsten und dunkelsten. Grün ist immer etwas weicher und unschärfer, was Albedo betrifft, dafür treten Pol und Wolken schon erkennbar hervor, Blau zeigt wenig bis gar keine Albedo (zur Zeit sieht man ein wenig, was als "blue clearing" bezeichnet wird), dafür dominieren der Pol und die Wolken das Bild erkennbar.

Ganz anders bei Peters Farbbild. Die drei Auszüge sehen aus, wie drei unterschiedliche Helligkeitsstufen ein und des selben Bildes. Im Blauen sticht der Pol gar nicht hervor, Wolken sind so gut wie nicht erkennbar, obwohl täglich vorhanden. Es liegt auf der Hand, dass damit kein echter RGB-Mix möglich ist und alle Dunkelstrukturen rötlich werden, weil sie überall durchschlagen, Rot aber am hellsten alles überlagert - auch den Pol!
Gründe kann das wie vor gesagt zwei haben:
- Es wurde kein oder ein unzureichendes IR-Sperrfilter benutzt, dann schlagen Rot und IR auch im Grün und erst recht noch im Blauen durch (Rot-Leck der Bayer-Matrix).
- Oder die Farbeinstellungen der Kamera waren zu stark ins Rot verschoben. Beim mir steht Rot auf max 60, Blau aber z.B. auf 99! Ohne die Überbetonung käme es bei Farbdirektaufnahmen kaum zur Geltung.
CS
Rudolf
 

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Hallo Rudolf,

prima. Danke für die ausführlichen Informationen und die Gegenüberstellung.

Und ja, die Farbkomposition ist mein Problem beim Mars. Hier ist die spektrale Empfindlichkeit der ASI715MC Kamera, wie sie von ZWO im Informationsblatt veröffentlicht hat:
ZWO_ASI715MC_Spectral.png
Hier erkennt man, dass die Kamera im IR-Bereich > 750nm in allen Farben ansteigt und sogar ein Maximum erreicht. Da das alle Farben gleich machen, ist die Summe weiß.

Bei Jupiter habe ich eine Farbkalibrierung vorgenommen (in der Aufnahmesoftware), bei der alle Farben gleich stark vertreten sind. In ASIAir, das ich benutze, kann man den Rot- und Blaukanal einstellen. Für Rot habe ich 60 und für Blau 85 eingestellt. Dann ziehen diese Farben mit Grün gleich. Das gibt gute Farbergebnisse für Jupiter.

Bei Mars habe ich so meine Probleme mir der Farbkalibration. Wenn ich die Einstellung von Jupiter nehme, wird Mars lila. Der Rot-Kanal ist gegenüber Grün sehr weit ausgesteuert. Blau ebenfalls. Mike hatte mir damals mal gesagt, der Mars sehr orange aus. Also habe ich die Farbkanäle so eingestellt, dass Orange dabei herauskommt. Rot habe ich bei 60 gelassen, Blau auf 70 herunter gedreht. Dabei überwiegt der Rotanteil im Histogramm der Anzeige im Lifebild noch sehr. Vermutlich muss ich mal eine Farb-Matrix erstellen, um den besten Wert zu bekommen.

Die Kamera hat sehr kleine Pixel und ist dem entsprechen weniger empfindlich, als eine Kamera mit größeren Pixeln. Eine IR-Filter verwende ich aus diesen Gründen auch nicht. Ebenso wenig eine Barlow zur Brennweitenverlängerung. Ein Faktor 2 in der Brennweite bedeutet einen Faktor 4 mehr in der Belichtungszeit. Man abgesehen davon, dass eine verlängerte Brennweite nichts an Auflösung beitragen würde. Und ein IR-Filter (siehe Diagramm) vermutlich einen Verlängerung der Belichtungszeit um einen Faktor 2.

Ich belichte Mars mit 5ms. Das hätte eine Verlängerung der Belichtungszeit auf ca 40ms zur Folge.

Der Tod jeder Planetenaufnahme ist das Seeing. Sind die Einzelbilder vom Seeing verschmiert, kann auch das beste Stackingprogramm nichts mehr ausrichten. Die Stackingprogramme leben von Einzelbildern, die nicht oder nur sehr wenig Seeing verschmiert sind. Und die Wahrscheinlichkeit dafür erhöht sich mit der Kürze der Einzelbelichtungszeit.

Was Dein Vergleich zeigt, sind im grünen und blauen Bild die relativ hohen Anteile an IR in meinem Bild. Ich habe ja mittlerweile den IR-Cut-Filter von ZWO bekommen. Den werde ich heute Abend mal ausprobieren. Zumindest der Blaukanal hat integral mehr Anteil im IR-Breich, als im Blauen selbst. Daher erklärt sich Dein Vergleichsbild.

Wobei jede Erhöhung der Belichtungszeit auch den Seeingeinfluß verschlechtert. Das ist immer die Abwägung, die ich treffen muss. Was nützten schöne Farben, wenn das Bild verwaschen ist. Meine Präferenz liegt auf scharfen Bildern. Auf der anderen Seite habe ich hier gute Seeing-Bedingungen. Ich muss sehen, was geht.

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,
was die Filterei anbelangt, kann die RGB-Filtermatrix von Colorcams technisch bedingt nicht mit guten, separaten RGB Filtern mithalten. Ich habe mich da vor kurzem erst wd. dran erinnert, ich habe sowas ja schonmal selbst gemacht, im Praktikum damals. RGB Filter sind Interferenz-Filter, und die scharfen Absorptionskanten bekommt man nur duch Aufdampfen von vielen Lagen Dielektra hin, i.d.R irgendwelche Ca F xyx Salze, jeweils abwechselnd 2 mit unterschiedlichem Brechungsindex und auf die Wunsch-Wellenlänge abgestimmten Schichtdicken. Alle Wellenlängen drüber und drunter löschen sich dann duch die Phasenverschiebung bei den multiplen Interreflexionen aus. Ist für eine volle Fläche schon ziemlich aufwändig, weswegen die RGB Filter auch entsprechend teuer sind.
Das jetzt für eine Mikro-Pixelmatrix mit 3 verschiedenen Wellenlängen-Bändern zu machen, dürfte wohl nur sehr schwer zu realisieren sein (wenn auch u.U. nicht komplett unmöglich????) Und einfachere Farbstoffe haben eben wie oben gezeigt weniger scharfe Linien/Bänder, und tw. auch mehrere Transmissionspeaks.
Wenn jetzt im Signal alle 3 Farbbereiche R,G & B mit Pi mal Daumen vergleichbarer Stärke vorkommen, macht das nicht so viel aus, ist aber eine Farbe deutlich schwächer vertreten, können die Störeffekte durch die 'Ausläufer' der Transmission in benachbarte Wellenlängen zuschlagen.
Gaaaanz grob habe ich vor längerer Zeit mal die Helligkeiten vergleichen, bei Mars mit R, G und B Filter. Zw. Rot und Blau ist das Verhältnis grob 10 : 1-1.5 , bzw Blau hat nur 10-15% Helligkeit verglichen zu Rot. Wenn jetzt in obigen Kurven die blaue Transmissionskurve im roten noch 10% duchlass hat, bedeutet das eben, dass bei einer Marsaufnahme mit dieser Filterung Blau und Rot fast zu gleichen Teilen auftreten.
OK,OK,OK, das ist wiegesagt eine seeehr grobe Abschätzung. Aber es erklärt halt prinzipiell, warum gerade bei Mars mit RGB Farbmatrix Chips nicht das gleiche Ergebnis erzielt werden kann wie mit Mono-Cams und speziellen RGB Bandfiltern.
Die Physik ist ld. manchmal gemein .. :(
VG -CptB
 
Hallo Peter,
hallo Carsten.
Danke für die erweiternden Beiträge. Da wird gleich Vieles noch einmal klarer.

Vorab: Ich benutze auch eine ASI715MC. Am Mars mit Werten von 99 Blau, 53 Rot und -6 Grün! Bei dieser Einstellung stimmt sowohl die Farbe schon recht gut als auch kommt der Blauanteil einigermaßen ausreichend zum Tragen. Mein Blau zeigt Dunst und Wolken, wenngleich nicht so wunderbar deutlich, wie meine RGB-Bilder.
Voraussetzung ist allerdings zwingend die Verwendung eines IR-Sperrfilters! Lässt Du den weg, Peter, schlägt Dir IR voll ins Blau durch. Dann kannst Du auch einen Mono-Mars nehmen und ihn später einfach rot einfärben. Sieht im Ergebnis fast genauso aus.

Ich gehe mal davon aus, dass Du die 715er fokal benutzt. Das tu ich am C14 auch, allerdings habe ich dabei fast 4m Brennweite, Du aber nur 2,35 Meter. Optimal wäre für Dich eine 1,5x Barlow, denn es gibt sehr wohl bei größerer Abbildung etwas Auflösungsgewinn. Der kommt nicht aus der Brennweite, sondern der Verteilung des Bildchens auf mehr Pixel.
Natürlich bei passendem Seeing, aber das gilt grundsätzlich bei Planeten. Bei der ASI290 mit doppelt so großen Pixeln wird f:30 als bestes Oversampling gesehen und von vielen bekannten Planetenbeobachtern auch genutzt. Und Fuerte sollte nun wirklich ein gutes Pflaster für sowas sein. Geht ja bei mir am Westharzrand auch unter miesen mitteleuropäischen Stadtbedingungen.
Einfach mal ausprobieren! Versuch macht klug.
CS
Rudolf
 
Ich wüsste gar nicht wieso man überhaupt rgb ohne ir sperrfilter filmen sollte. Das gibt doch auch Probleme mit der schärfeebene durch die Glaselemente im Lichtweg. Naja mit Rudolfs Setup kann Peter es ja nochmal probieren.
 
Moin,
was die Filterei anbelangt, kann die RGB-Filtermatrix von Colorcams technisch bedingt nicht mit guten, separaten RGB Filtern mithalten. Ich habe mich da vor kurzem erst wd. dran erinnert, ich habe sowas ja schonmal selbst gemacht, im Praktikum damals. RGB Filter sind Interferenz-Filter, und die scharfen Absorptionskanten bekommt man nur duch Aufdampfen von vielen Lagen Dielektra hin, i.d.R irgendwelche Ca F xyx Salze, jeweils abwechselnd 2 mit unterschiedlichem Brechungsindex und auf die Wunsch-Wellenlänge abgestimmten Schichtdicken. Alle Wellenlängen drüber und drunter löschen sich dann duch die Phasenverschiebung bei den multiplen Interreflexionen aus. Ist für eine volle Fläche schon ziemlich aufwändig, weswegen die RGB Filter auch entsprechend teuer sind.
Das jetzt für eine Mikro-Pixelmatrix mit 3 verschiedenen Wellenlängen-Bändern zu machen, dürfte wohl nur sehr schwer zu realisieren sein (wenn auch u.U. nicht komplett unmöglich????) Und einfachere Farbstoffe haben eben wie oben gezeigt weniger scharfe Linien/Bänder, und tw. auch mehrere Transmissionspeaks.
Wenn jetzt im Signal alle 3 Farbbereiche R,G & B mit Pi mal Daumen vergleichbarer Stärke vorkommen, macht das nicht so viel aus, ist aber eine Farbe deutlich schwächer vertreten, können die Störeffekte durch die 'Ausläufer' der Transmission in benachbarte Wellenlängen zuschlagen.
Gaaaanz grob habe ich vor längerer Zeit mal die Helligkeiten vergleichen, bei Mars mit R, G und B Filter. Zw. Rot und Blau ist das Verhältnis grob 10 : 1-1.5 , bzw Blau hat nur 10-15% Helligkeit verglichen zu Rot. Wenn jetzt in obigen Kurven die blaue Transmissionskurve im roten noch 10% duchlass hat, bedeutet das eben, dass bei einer Marsaufnahme mit dieser Filterung Blau und Rot fast zu gleichen Teilen auftreten.
OK,OK,OK, das ist wiegesagt eine seeehr grobe Abschätzung. Aber es erklärt halt prinzipiell, warum gerade bei Mars mit RGB Farbmatrix Chips nicht das gleiche Ergebnis erzielt werden kann wie mit Mono-Cams und speziellen RGB Bandfiltern.
Die Physik ist ld. manchmal gemein .. :(
VG -CptB
Ich habe nun mal nur die ASI715MC und kann auch gut damit leben. Aber ehrlich gesagt, ist der Mars für mein Teleskop zu klein. Dafür ist mir der Aufwand zu groß und liegt auch gar nicht in meinem Interesse. Aber trotzdem natürlich gut zu wissen. Danke dafür.
Hallo Peter,
hallo Carsten.
Danke für die erweiternden Beiträge. Da wird gleich Vieles noch einmal klarer.

Vorab: Ich benutze auch eine ASI715MC. Am Mars mit Werten von 99 Blau, 53 Rot und -6 Grün! Bei dieser Einstellung stimmt sowohl die Farbe schon recht gut als auch kommt der Blauanteil einigermaßen ausreichend zum Tragen. Mein Blau zeigt Dunst und Wolken, wenngleich nicht so wunderbar deutlich, wie meine RGB-Bilder.
Voraussetzung ist allerdings zwingend die Verwendung eines IR-Sperrfilters! Lässt Du den weg, Peter, schlägt Dir IR voll ins Blau durch. Dann kannst Du auch einen Mono-Mars nehmen und ihn später einfach rot einfärben. Sieht im Ergebnis fast genauso aus.

Ich gehe mal davon aus, dass Du die 715er fokal benutzt. Das tu ich am C14 auch, allerdings habe ich dabei fast 4m Brennweite, Du aber nur 2,35 Meter. Optimal wäre für Dich eine 1,5x Barlow, denn es gibt sehr wohl bei größerer Abbildung etwas Auflösungsgewinn. Der kommt nicht aus der Brennweite, sondern der Verteilung des Bildchens auf mehr Pixel.
Natürlich bei passendem Seeing, aber das gilt grundsätzlich bei Planeten. Bei der ASI290 mit doppelt so großen Pixeln wird f:30 als bestes Oversampling gesehen und von vielen bekannten Planetenbeobachtern auch genutzt. Und Fuerte sollte nun wirklich ein gutes Pflaster für sowas sein. Geht ja bei mir am Westharzrand auch unter miesen mitteleuropäischen Stadtbedingungen.
Einfach mal ausprobieren! Versuch macht klug.
CS
Rudolf
Hallo Rudolf,

ich werde das mal testen. Ich werde versuchen, die drei Farbemischungen, die Du angegeben hast, in meinem Setup umzusetzen. Ich glaube, statt der Barlow erfüllt das Drizzleing den gleichen Effekt. Auf jeden Fall Danke für den Input. Das ist sehr hilfreich für mich.

Gruß,
Peter
 
Ich habe nun mal nur die ASI715MC und kann auch gut damit leben. Aber ehrlich gesagt, ist der Mars für mein Teleskop zu klein. Dafür ist mir der Aufwand zu groß und liegt auch gar nicht in meinem Interesse. Aber trotzdem natürlich gut zu wissen. Danke dafür.

Hallo Rudolf,

ich werde das mal testen. Ich werde versuchen, die drei Farbemischungen, die Du angegeben hast, in meinem Setup umzusetzen. Ich glaube, statt der Barlow erfüllt das Drizzleing den gleichen Effekt. Auf jeden Fall Danke für den Input. Das ist sehr hilfreich für mich.

Gruß,
Peter
Hallo Peter,
nein, Drizzeln kann Aufnahmenbrennweite nicht ersetzen. Es kommt bereits auf das an, was Du auf den Chip brennst, nicht, was Du hinterher draus machst. Drizzeln hat hauptsächlich seine Vorteile, wenn man die Bearbeitbarkeit und die Betrachtbarkeit des Bildchens verbessern will. Ein gedrizzeltes Bild lässt sich feiner nachschärfen.
 
N'abend nochmal,
Ich habe nun mal nur die ASI715MC und kann auch gut damit leben.
klar, meine Ausführungen sind auch in keiner Weise als Kritik an den Bildern o.ä. gemeint. Welches Equipment man auch hat, irgendein Manko gibts immer.
Und was die Öffnung anbelangt, ich habe ja nur 6", also nochmal deutlich weniger, aber Mars macht trotzdem Spass. :mars::love:
Es kommt bereits auf das an, was Du auf den Chip brennst,
jau, wie sagte einst schon Willy: Mehr Oversampling wagen ! :cool:

VG -CptB
 
Hallo zusammen,

klar, meine Ausführungen sind auch in keiner Weise als Kritik an den Bildern o.ä. gemeint. Welches Equipment man auch hat, irgendein Manko gibts immer.
Und was die Öffnung anbelangt, ich habe ja nur 6", also nochmal deutlich weniger, aber Mars macht trotzdem Spass. :mars::love:
Alles klar. Das habe ich schon richtig verstanden. Aber Kritik ist durchaus erwünscht.

ich habe auch an Mars (wie oben an Jupiter) den IR-Cut-Filter eingesetzt. Mit mäßigem Erfolg.

2025-02-25-203819-Mars-Bin1+24,0C_pss_gpp_WS.png

Das ist der Mars mit IR-Cut-Filter. Allerdings hat der Mars nun am rechten Rand eine Schale, die sich vom Pol zu Pol zieht. Mit der Farbkalibrierung während der Aufnahme bin ich nicht zufrieden. Ich habe die Einstellungen von Rudolf übernommen. Allerdings lagen am Rauschende links die Rauschverteilungen der einzelnen Farben weit auseinander. Eigentlich sollte das Rauschen übereinander liegen.

2025-02-25-210656-Mars-Bin1+27,6C_pss_gpp_WS.jpg

Hier das Bild ohne IR-Cut-Filter. Hier lässt sich eine Wolke rechts am Rand erkennen (jedenfalls etwas weißes).
Die Tests werde ich aber nochmal wiederholen.

Gruß,
Peter
 
Beide sehen schon besser aus. Farblich und in der Wiedergabe zum Beispiel der Wolken.
Wer sagt, dass die Farbkurven gleich sein müssen??
Bei einem so überdeutlich Rot gefärbten Objekt kann Blau nicht auf gleicher Höhe wie Rot liegen.
CS
Rudolf
 
Rechts das Helle ist das Elysium. Keine Wolke.
Ganz schwacher Dunst ist nur links von Syrtis Major auszumachen, und das auch nur in der IR-Cut Aufnahme
 
Ich habe mich heute Abend noch mal kurz (Wolken sind aufgezogen) mit dem Mars beschäftigt. Ich habe ein frisches Update von ASIAir geladen. Es schien mir so, als hätten die was an den Kameraeinstellungen verändert.

Ich habe zwei Farbversionen probiert. Wieder mit dem IR-Cut-Filter. Die erste habe ich so gewählt, dass die Rauschpeaks der Helligkeitsverteilung im Online-Diagramm übereinander lagen:
2025-02-27-195540-Mars-Bin1+24,6C_pss_gpp_WS.png

Hier ist der Mars deutlich rot.

Und dann habe ich die Rot- und Blauwerte so verschoben, dass Rot bei 50 und Blau bei 99 lag:
2025-02-27-200448-Mars-Bin1+26,6C_pss_gpp_WS2.png

Jetzt sieht der Mars eher gelb-grünlich aus.

Ich werde noch weiter probieren, obwohl der Mars zunehmend kleiner wird.

Gruß,
peter
 
Hallo Peter.
Schön, dass Du weiter experimentierst.
Farbgebung hängt vielfach vom Geschmack ab.
Die obere gefällt mir gar nicht, das ist nicht Mars. Zu braun-rot, keine Wolken.
Die untere kommt der Wahrheit deutlich näher. Es fehlt ihr nur noch ein bisschen an rot, damit aus gelb-grün-Eindruck ein sattes Orange wird.
Denn rot ist Mars nicht wirklich.
Kennst Du den "Mittelmars", den ich hier schon öfter mal angesprochen habe? Ein Versuch, sich der Marsfarbe durch Mittelung vieler guter Aufnahmen zu nähern. Und ein gurtes Instrument, auf den vielen unkalibrierten Bearbeitungsmonitoren einen Richt-Maßstab haben zu können, um daran die eigenen Bilder anzugleichen.
Ich häng ihn hier mal an. Nicht mein Werk, sondern das von Ralf Burkart. Mittelmars ist links, rechts oben zehn Prozent heller, drunter zehn Prozent dunkler.
Tipp: Nächstes Mal beim Bearbeiten gleichzeitig offen haben und daran die Farbe orientieren. Falls Du mit Photoshop finalisierst, lohnt sich mal, den Channel Mixer dafür auszuprobieren.
CS
Rudolf

PS: Habe Deinen Mars mal minimal nachbearbeitet. Nur das Rot reingeholt, auf 200% vergrößert, Rand gesäubert. Unterhalb des Cimmeriums ist nahe des Südpols Dunst zu erkennen. Am rechten Rand auch, aber da geht das Randartefakt mitten durch. Das bedarrf extra Bearbeitung...
 

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Hi, lustig wie verschieden die Geschmäcker sind, denn mir gefällt eindeutig die rote Version besser, und zwar weil die Details viel leichter zu erkennen sind. Darum verwende ich auch visuell einen Rotfilter: Da hab ich mehr Kontrast und kann leichter Details erkennen, ob die Farbe dabei etwas anders ist, ist mir relativ egal.
CS Mike
 
Ich habe gestern Abend (01.03.2025) ein paar Experimente mit den Farbeinstellungen für den Mars vorgenommen. Das m.E. bete Bild ist das hier:

2025-03-01-202535-Mars-Bin1+25,4C_pss_gpp_w318_h309.png

Allerdings bekomme ich den parallelen Ring auf der rechten Seite nicht weg. Das Seeing war nicht so gut, möglicherweise hängt das damit zusammen. Ich hatte schon mal bessere Aufnahmen ohne diesen Ring gehabt. Die Aufnahme mit IR-Cut-Filter gemacht worden.

Die Einstellungen sind folgende:
[ZWO ASI715MC]
Bin = 1
Capture Area Size = 480 * 360
Colour Format = RAW8
Exposure = 0.01 Sec
Flip = None
Gain = 125
StartX = 1692
StartY = 916
Temperature = 25.4 C
Bayer = RG
Debayer Type = RGGB
White Balance (B) = 99
White Balance (R) = 60
Duration=258 Sec

Und hier das Bild ohne IR-Cut-Filter:

2025-03-01-205204-Mars-Bin1 27.png

Der Ring auf der rechten Seite ist deutlich schwächer ausgeprägt. Sind das Reflexionen am Filter? Es gib ja auch noch Glas vor dem Sensor.

Mit diesen Parametern aufgenommen:
[ZWO ASI715MC]
Bin = 1
Capture Area Size = 480 * 360
Colour Format = RAW8
Exposure = 0.005 Sec
Flip = None
Gain = 125
StartX = 1692
StartY = 916
Temperature = 27.8 C
Bayer = RG
Debayer Type = RGGB
White Balance (B) = 70
White Balance (R) = 57
Duration=132 Sec

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Morgen,

das ist ja genau der Ring, den ich auch auf meinen Aufnahmen habe und der mich stutzig gemacht hat.

Gefühlt hängt es mit unserer wabernden Athmophäre zusammen, die den Planeten immer wieder in die Richtung staucht auf dem Rohvideo.

Morgen auf Mittwoch soll es sehr gut werden vom Seeing, da könnte man es nochmal überprüfen.

CS Eike
2025-02-28-1937_3.png
 
Guten Morgen.
Das schaut doch schon sehr gut aus.
Im Moment zeigen fast alle Bilder das sogenannte Randartefakt, den Ring am rechten, hellen Marsrand. Es tritt immer an hellen Kontrastkanten auf, bei Venus derzeit auch ganz hart. Links hat Mars ja bereits eine Phase, die lässt die Scheibe weich in den Hintergrund übergehen. Vor der Opposition saß dort das Randartefakt. Es lässt sich so gut wie nicht vermeiden, nur nachbehandeln.
Dabei gehe ich so vor: Eine Version des Stacks wird auf Details geschärft - da ist das Randartefakt entsprechend auch sehr kräftig. Eine zwei Version des selben Stacks wird sehr weich nachgeschärft, in Giotto geht das mit "Kritische Dämpfung" sehr gut. Hier kann ich das Randartefakt stark glattbügeln. In PS lege ich die weiche Version über die geschärfte und hole nur den bereinigten Randbereich aus der 2. Ebene ins Bild. Damit kann man in der Regel gut leben. Die Methode ist zudem keine "Kopierstempelreparatur", wie sie sogar ein bekannter Planetenbildner zur Beseitigung des Randartefaktes nutzt, sondern eine Kombination der selben Daten aus zwei Bearbeitungsvarianten.
Es mag sein, und so sieht es ja auch bei Peters Bildern aus, dass ohne IR-Cut das Randartefakt minimal schwächer ausfällt, Du erkaufst diesen "Vorteil" aber auch durch einen Verlust an Blauanteilen, in denen ja gerade die interessanten Wolken- und Dunstbildungen stecken, die zusammen mit der Polkappe und gelegentlichen Staubstürmen das einzig Veränderliche auf dem Mars darstellen. Sollte es nur um das bestmögliche Detail gehen, dann ist auch eine einfache Rotaufnahme die beste Wahl, dazu braucht es keine Farbe.
CS
Rudolf
 
Moin,
jau, seh's gelassen, du hast jetzt nicht nur einen neuen Freund gefunden (Mars ...), sondern gleich noch einen zweiten dazu, den Randring :cool:. Freunde dich mit ihm an, (oder ihr..;)), du wirst ihn nicht mehr los. Der ist nämlich schon in drin, bevor die Photonen auf den Chip treffen, denn es handelt sich hier -weitgehend- um eine Überlagerung der Beugungsmaxima 1. Ordnung. Also quasi das Pendant zu den Beugungsringen um einen Stern. Im Stack fällt er i.d.R. nicht auf, durch die Schärfung tritt er dann hervor. Das gemeine daran ist, je besser das Seeing, desto besser funktioniert diese Überlagerung, desto deutlicher der Randring. Umgekehrt, bei schlechtem Seeing mittelt sich alles mehr aus, und der Ring erscheint schwächer.
Als Massnahme zur Reduktion bleibt aktuell nur die m.o.w. aufwändige manuelle Frickelei mit selektiver Schärfung und Masken, je nachdem, wieviel Arbeit man halt investieren will, und wieviel manuelle Eingriffe man akzeptiert. :):(
VG -CptB
 
Damit kündige ich die Freundschaft zu Mars wieder auf. ;)

2025-02-07-202203-Mars-Bin1 25.png

Das Bild stammt vom 7. Februar 2025. Hier ist der Mars noch ganz ohne Randring zu sehen. Ich glaube auch nicht, dass es sich um einen Beugungsring handelt. Ansonsten müsste das Beugungskreuz bei Newton-Teleskopen ja auch zu sehen sein. Solche Beugungsringe würden sich ja auch überlagern an den vielen hellen Stellen des Mars und dann auch eher außerhalb der Marsscheibe liegen.

Allerdings war der Mars zu diesem Zeitpunkt noch etwas größer. Damals 13", heute 10". Diese Aufnahme ist auch ohne IR-Cut-Filter aufgenommen worden.

Gruß,
Peter
 
Hallo Rudolf,

danke für den Tipp. Ich habe mich heute Abend ein bisschen damit beschäftigt, weil wir im Moment ein Tiefdruckgebiet (DANA) mit Regen hier auf Fuerteventura und den anderen Inseln haben. Ist nix mit beobachten in den nächsten Tagen. Obwohl, hier weiß man nie. Das Wetter änder sich normalerweise unvorhersagbar schnell.

Ich habe mir mal von ChatGPT vorrechnen lassen, wie die Beugungsringe am Mars aussehen. Da gibt es aber nichts zu erkennen. Deshalb zeige die ich hier auch nicht.

Ich habe auch den Verdacht, dass man den »edge-rind« Effekt durch niedere Aussteuerung der Helligkeit unterdrücken kann. Das geht natürlich auf Kosten der Dynamik. Was bei Mars nicht so schlimm ist, weil da kaum Dynamik im Bild ist. Das macht die Bilder dann auch eher verwaschen und ohne viele Kontrast farbblaß. Ich arbeite immer mit ca 200/255. Wenn man das auf 75/255 herunterbricht, kann man den Effekt vielleicht minimieren. Das werde ich mal ausprobieren. Aber mit des Testens wegen. ;)

Dann habe ich ChatGPT nach dem »edge-rind« Artefakt befragt:

Woher kommt das "edge-rind" Artefakt bei Marsbildern, die mit CMOS Kameras aufgenommen wurden?

Das "edge-rind"-Artefakt bei Marsbildern, die mit CMOS-Kameras aufgenommen wurden, entsteht durch eine Kombination aus mehreren Faktoren:

  1. Schärfungsalgorithmen: Viele Astrofotografen nutzen starke Schärfungstechniken (z. B. Wavelet-Schärfung in Registax oder dekonvolutionale Filter), um feine Details sichtbar zu machen. Diese Algorithmen verstärken Kontraste an Kanten, was zu einem hellen oder dunklen Saum entlang des Planetenscheibchens führen kann.
  2. CMOS-Rolling-Shutter-Effekt: CMOS-Kameras verwenden häufig einen Rolling Shutter, bei dem die Bildzeilen nacheinander ausgelesen werden. In Kombination mit Luftunruhen (Seeing) und der Bildverarbeitung kann dies zu ungleichmäßigen Artefakten an den Rändern führen.
  3. Seeing-Verzerrungen: Durch das Seeing werden unterschiedliche Teile des Planeten leicht unterschiedlich verformt. Bei der Bildstapelung und Schärfung kann dies dazu führen, dass sich helle und dunkle Bereiche an der Planetenrandkante bilden.
  4. Fehlanpassung bei der Entzerrung: Manche Software (z. B. WinJUPOS) verwendet Bildentzerrung, um Rotationsunschärfe auszugleichen. Falls die Referenzkontur nicht exakt übereinstimmt, kann das zu Randartefakten führen.
  5. Gamma- und Kontrastanpassungen: Eine aggressive Bearbeitung mit stark erhöhtem Gamma oder Kontrast kann subtile Helligkeitsgradienten an der Randregion überbetonen.

Lösungen:​

  • Weniger aggressive Schärfung (insbesondere in Randbereichen reduzieren)
  • Optimierte Bildstapelung (Frames mit starkem Seeing-Effekt aussortieren)
  • Adaptive Entzerrung in WinJUPOS (sorgfältige Anpassung der Planetenränder)
  • Edge-Masking-Techniken (z. B. eine künstliche Randmaske, um Artefakte abzuschwächen)
Hast du selbst Bilder mit diesem Effekt aufgenommen? Ich kann dir Tipps zur Nachbearbeitung geben! 😊


Bitte gib mir Tipps zur Nachbearbeitung. (bin ja höflich :cool:)

Hier sind einige Tipps zur Nachbearbeitung, um das Edge-Rind-Artefakt bei Marsbildern zu minimieren:


1. Bessere Bildstapelung (AutoStakkert! oder AviStack)

✅ Hochwertige Frames wählen

  • Nutze AutoStakkert! mit der "Quality Graph"-Funktion, um nur die besten Frames zu stapeln.
  • Vermeide Frames mit starker Luftunruhe (Seeing-Probleme).
✅ AP-Größe optimieren

  • Setze kleinere Align Points (APs) am Rand des Planeten, um Seeing-Effekte zu minimieren.
  • Teste verschiedene AP-Größen (z. B. 48 oder 64 Pixel).
✅ Drizzle-Vorsicht

  • Falls du Drizzle (1.5x oder 3x) verwendest, überprüfe das Ergebnis – manchmal verstärkt es das Rind-Problem.

2. Schärfung optimieren (Registax, AstraImage, Topaz DeNoise)

✅ Wavelet-Schärfung (Registax 6)

  • Nutze Layer 1 und 2 mit niedrigerer Stärke für feinere Details.
  • Setze Layer 3 und höher auf geringere Werte, um den Randbereich nicht zu überbetonen.
✅ Edge-Masking-Technik

  • Lade das Bild in Photoshop oder GIMP.
  • Erstelle eine weiche Auswahl des Randbereichs.
  • Reduziere dort die Schärfung oder wende eine leichte Weichzeichnung an.
✅ Dekonvolution (AstraImage)

  • Verwende Richardson-Lucy-Dekonvolution mit 3–5 Iterationen, um Details zu schärfen, ohne den Rand zu übertreiben.
  • Setze einen Masking-Filter für den Randbereich, um Artefakte zu reduzieren.

3. Farb- und Kontrastkorrektur (Photoshop, GIMP, PixInsight)

✅ Kontrast und Gamma behutsam anpassen

  • Vermeide zu starke Gamma-Korrekturen, da sie das Rind-Artefakt verstärken.
  • Nutze stattdessen Tonwertkurven, um Details zu verstärken, ohne harte Ränder zu erzeugen.
✅ Lokale Kontrastanpassung (Photoshop oder GIMP)

  • Wende "Lokalen Kontrast" selektiv auf das Innere des Planeten an.
  • Vermeide es, den Rand stark zu beeinflussen.
✅ Farbränder korrigieren (WinJUPOS oder Photoshop)

  • Falls der Rand blaue oder rote Farbsäume zeigt, nutze Chromatische Aberration entfernen (z. B. in Photoshop mit "Lens Correction").

4. Edge-Rind gezielt reduzieren (Spezialtechnik in Photoshop oder GIMP)

Methode 1: Unscharfmaskierung auf den Randbereich

  • Erstelle eine Kopie des Bildes.
  • Wende Gaußsche Weichzeichnung (Radius 2–3px) auf die Kopie an.
  • Subtrahiere die weiche Version vom Original (Ebene auf "Differenz" stellen).
  • Maskiere den inneren Bereich, sodass nur der Rand betroffen ist.
Methode 2: Kontrastumkehr für den Rand

  • Erstelle eine Auswahl des Randbereichs (z. B. mit einem elliptischen Auswahlwerkzeug).
  • Invertiere die Auswahl, sodass nur der Rand betroffen ist.
  • Reduziere den Kontrast oder weiche den Rand leicht ab.

5. WinJUPOS für sanftere Ränder nutzen

✅ Falls du WinJUPOS für die Bildentzerrung benutzt, überprüfe Folgendes:

  • Stelle sicher, dass die Konturmaske genau mit dem Rand des Planeten übereinstimmt.
  • Nutze die "Derotate"-Funktion nur mit optimal angepasstem Referenzbild, sonst entstehen zusätzliche Artefakte.

💡 Zusätzlicher Tipp: Falls das "Edge-Rind"-Problem nach der Bearbeitung noch sichtbar ist, kannst du versuchen, es mit einer sanften Vignettierung oder einem schwarzen Rand optisch zu kaschieren.


Das war jetzt eine Menge Info! 😄 Welche Software nutzt du zur Bearbeitung? Dann kann ich die Tipps noch genauer auf dein Setup anpassen. 🚀

Gruß,
Peter
 
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