Einsteigerproblem Fangspiegelspinne richtig ausrichten

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Melkus

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Mein 2nd Hand Newton macht mir weiterhin zu schaffen:

wenn ich die Fangspiegelspinne im Tubus mittig ausrichte - gemessen Tubusrand zur Bohrung Fangspiegel-Befestigungsschraube - dann kann ich anschließend nicht auf die Hauptspiegelmarkierung blicken.
Ein Test mit einem mittig auf den Fangspiegelhalter aufgesetztem Laserkolliminator ergiebt das selbe Bild: der Laserpunkt landet zwischen Markierung und Hauptspiegelrand.

Die ausgebaute Fangspiegelspinne wirkt optisch gerade bzw rechtwinklig, die Gewindestifte außen bewegen sich frei, der Fangspiegelhalter wirkt plan und die Bohrung mittig.
Die Bohrungen im Tubus liegen sich gegenüber, ein größerer Versatz ist weder optisch noch mit dem Laser festzustellen.

Das kann doch eigentlich gar nicht sein, oder?

Was mach ich da wieder falsch?
 
Das hört sich so an als würde die Fangspiegelspinne nicht senkrecht auf der optischen Achse stehen. Hast Du schon mal versucht, mit einem Geodreieck o.ä. auszumessen, ob die Spinne senkrecht auf den Tubus ausgerichtet ist?

Letztendlich ist das aber nicht schlimm, denn die Spinne muss nicht perfekt senkrecht sein, sondern der Fangspiegel selbst.

VG Wolfgang
 
Hallo Wolfgang, vielen Dank!

Ja, genau so ist auch mein Eindruck: beim einschrauben / festziehen wandert das ganze Konstrukt irgendwie aus der optischen Achse aus...

Ich bleibe also bei der Montage "so mittig wie möglich" und ignoriere, dass ich dann nicht zentrisch auf die Mittenmarkierung des HS blicken kann?

Danke & Gruß
Thomas
 
Hallo Thomas,
so ganz verstehe ich nicht, was Du mit "zentrisch auf die Mittenmarkierung des HS blicken" meinst. Ist die Zentralbohrung der Spinne im Tubus zentriert? Das sollte (zumindest halbwegs) der Fall sein, d.h. die Spinnenbeine gleich lang. Da gibt es meist eine gewisse Varianz, wenn Du die Muttern nicht gleichmäßig eindrehst.

Ich vermute aber, Du meinst die optische Achse in der Längsrichtung des Tubus. Das ist meiner Meinung nach nicht so wild, denn Du kannst ja den Fangspiegel kippen - musst Du eh, um die Achsen vom Okularauszug und dem Spiegel aufeinander auszurichten.

Mach doch mal ein Foto davon, was Du meinst.
LG Wolfgang
 
Ist die Zentralbohrung der Spinne im Tubus zentriert?
Gemessen zu den Rändern des Tubus: ja.
An allen 4 Streben 8,5cm vom Tubusrand entfernt - der Tubus hat InnenØ 17cm.

Hier sieht man wo der Laser des Kollimators auf den HS trifft.
FSSpinne_Laser.jpg
 
OK, kapiert, dann war meine Vermutung richtig. Ich würde sagen: ist wurscht, lass es so.

Aus irgendwelchen Gründen ist Deine Fangspinne leicht schief drin. Sind die Bohrungen im Tubus, durch die die Fangspiegel-Enden durchgehen, alle gleich weit vom Tubusrand entfernt?
 
Ähm, hast Du den Tubus senkrecht stehen und den Laser einfach draufgestellt? Davon rate ich dringend ab! Außer Du hast noch ein paar Reserve-Hauptspiegel...
 
OK, kapiert, dann war meine Vermutung richtig. Ich würde sagen: ist wurscht, lass es so.

Aus irgendwelchen Gründen ist Deine Fangspinne leicht schief drin. Sind die Bohrungen im Tubus, durch die die Fangspiegel-Enden durchgehen, alle gleich weit vom Tubusrand entfernt?
Das macht mich gerade so kirre: alles was sich irgendwie ausmessen lässt, ist ok - und trotzdem ist die Spinne am Ende nicht auf der Achse...

Ok, ich lass es jetzt mal so. Nächste Woche bekomme ich ein CHeshire Okular und versuch ihn mal damit einzustellen - mal sehen was dabei raus kommt...

Danke dir sehr!
 
Dieses Hobby braucht schon eine gewisse Frustrationstoleranz und viel Geduld. Ich vermute, das Phänomen, das Du siehst, ist eher nebensächlich.

Den Cheshire brauchst Du nicht unbedingt. Bau doch den Fangspiegel ein und justiere mit dem Laser Fang- und Hauptspiegel.

Willst Du visuell unterwegs sein, oder willst Du fotografieren? Und was ist das für ein Newton, den Du da hast?

LG Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,
ich will nur kucken.

Den Newton hab ich von Kleinanzeigen, ist ein Celestron XLT 150.

Der war ziemlich versifft, deshalb hab ich ihn erstmal zerlegt und gereinigt. Bin aber auch nicht sicher gewesen, ob der überhaupt richtig zusammen gebaut gewesen ist der Vorbesitzer hatte sich auch schon daran versucht...

Ich dachte, das ich mit dem Cheshire alles vernünftig "aufeinander" bringe - ein Video dazu sah recht vielversprechend aus.
Beim Laser bin ich mir unsicher gewesen, ob alles richtig zueinander steht.

VG Thomas
 
Kurz gesagt ist der Ablauf so:
  1. Laser in den Auszug stecken
  2. Den Fangspiegel so einstellen, dass der Laser genau in die Mitte der Markierung auf dem Hauptspiegel zeigt.
  3. Den Hauptspiegel so einstellen, dass der Strahl genau durch das Loch im Laser geht.
  4. Zurück zu 2., bis sich nichts mehr ändert
LG Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,
ja, vielen Dank.
Ich würde noch ergänzen dass man mit der Überprüfung des Laser Kollimators beginnt.
Meiner ist ab neu komplett daneben gewesen
 
Ich habe gestern Abend mal die Beine der Spinne durch getauscht und denke, dass hier das Problem liegt. In der besten Kombination halbiert sich der Winkel, in dem der Laser auf den Hauptspiegel trifft - mehr ist nicht raus zu holen.
Die Blechstreben der Spinne sind offenbar recht ungenau gearbeitet - zudem hat der Vorbesitzer wohl mal zuviel Spannung drauf gebracht, aber das konnte ich wieder in die ursprüngliche Position zurück bringen...
 
Hi Antares,

darüber hatte ich auch schon nachgedacht. Nur ist die Auslenkung im Winkel zur Längsachse des Teleskops bzw des Strahlengangs - so ein Offset würde in der Konstruktion m E n keinen Sinn machen.
Da wären bspw doch unterschiedlich geformte Streben einfacher und besser geeignet...?
 
Ich würde sagen: ist wurscht, lass es so.
Ich hole das nochmal hoch, nachdem ich immer noch am herum doktoren bin...

Es ist vermutlich doch nicht ganz so wurscht: es ist sehr schwer den Fangspiegel gut zum Okular auszurichten.
Durch die Auslenkung in der Längs-Achse Richtung HS dreht er sich leider nicht so in die optische Achse des Auszugs wie man es gerne hätte... :rolleyes:

Diese Anleitung


weist auch ausdrücklich mehrfach auf eine korrekte Ausrichtung der Befestigungsschraube in Bezug auf den HS hin.

Da hab ich noch etwas vor mir...
 
Der Weg mit dem Chesire erstmal alles mittig ausrichten ist genau das was zuerst gemacht werden muss.
Mit einem Laser bringst Du zwar den FS und den HS mittig, aber man hat keine Ahnung ob der FS mittig zum Auszug steht, ob er verkippt ist usw.
Eine vernünftige Kollimierung, erst recht wenn jemand schon daran rumgeschraubt hat, ist der erste Schritt.

Einen Laser verwendet man lediglich zum neu abstimmen des HS z.B. nach einen Transport.
Ich würde also den Laser weglegen und mich nicht davon verrückt machen lassen.

Zur Kollimierung mit einem Chesire findet man sehr viele Anleitungen, such Dir eine raus welche für Dich verständlich ist.

Die hier fand ich damals sehr gut als ich zum ersten mal vor der Problematik stand.
 
Hallo Hans (?),
vielen Dank! Diese Anleitung hab eich auch schon gefunden, die ist gut.

Wie ich in Beitrag #11 schon schrieb ist mir der Gedanke nach der Laser-Kollimation auch schon gekommen, dass damit nicht die grundlegende asurichtung geprüft ist...

Leider bringe ich den FS nach wie vor nicht vernünftig in Position, dazu muss ich die Auslenkung der FS Befestigung in der Spinne irgendwie zentriert bekommen.
 
Hans ist schon richtig ;)

Ich hatte das auch, eigentlich müssten die Streben alle gleich lang sein und der FS-Offset beim Spiegelverkleben berücksichtigt sein.
Das sieht man wenn Du seitlich auf Halter und Spiegel schaust und der Spiegel nicht mittig verklebt ist.
Man könnte aber auch das Offset über die Spiegelarme einstellen. (Was mir noch nicht untergekommen ist.)

Bei meinem 6“ f4 waren, unter vielen anderen Sachen, die Fangspiegelarme nicht wirklich passend zu den Bohrungen.
Man muss also zunächst die Spinne solange drehen bis sie sauber in die Bohrungen passt.
Wenn Du draufschaust siehst Du das die Arme nicht mit dem tatsächlichen Kreismittelpunkt des Fangspiegelhalters fluchten.
Das ist nicht schlimm, relevant für gerade Spikes ist, dass die jeweils gegenüberliegenden Arme fluchten.
Aber das nur nebenher.
Hast Du ein Chesire mit Kreuz?
Wenn ja, prüfe mal das die Arme parallel zum Kreuz verlaufen, die dürfen nicht schief sitzen.
Wohin der FS nun schaut ist egal.
Wenn das passt, löse die mittlere Schaube etwas und drehe den Spiegel bis er wieder im Chesire mittig sitzt.
Es kann aber auch sein, dass der FS etwas rein oder raus muss im Bezug zum OAZ, wir wissen ja nicht was der Vorbesitzer angestellt hat.
Ich verstehe Dich durchaus, aber nochmal, leg den dämlichen Laser mal ganz weit weg und verfahre nach der Anleitung.

Ich habe damals die Spinne aus Konservendosenblech weggeworfen und mir eine aus Carbon gedruckt, aber die Option hat leider nicht jeder.

Also:
1/ Armlängen vermessen ob alle gleich lang sind.
2/ Position FS zum Halter kontrollieren (Offset).
3/ Arme prüfen auf paralelität zum Chesirekreuz. Müssen NICHT zentrisch zum Kreuz verlaufen!

Vermutlich ist es nur eine Kleinigkeit, aber aus der Ferne kann ich Dir nur sagen wie ich vorgehen würde.
 
Ein konstruktives Offset kann ich nirgends erkennen und ich lass das Thema auch erstmal hinten anstehen, bis das Ding überhaupt mal eine halbwegs brauchbare Abbildung liefert.

Über eine andere Spinne hab ich auch schon nachgedacht, ich will aber erstmal kein Geld investieren - ich weiss ja gar nicht, ob das das richtige Telekop für mich ist...

Bei meinem 6“ f4 waren, unter vielen anderen Sachen, die Fangspiegelarme nicht wirklich passend zu den Bohrungen.

Ja, so kann man es auch ausdrücken.
Wenn ich die Spinne so drehe oder die Beine am FS Halter so vertausche, dass sie gut in die Bohrungen gehen, dann steht eben die Bohrung des FS Halters schräg zur Teleskop-Achse.

Den Laser benutze ich aktuell nur um die Auslenkung der FS Achse aus der Teleskop Mittelachse zu prüfen bzw einzustellen - dafür ist er goldwert.
 
Wenn ich die Spinne so drehe oder die Beine am FS Halter so vertausche, dass sie gut in die Bohrungen gehen, dann steht eben die Bohrung des FS Halters schräg zur Teleskop-Achse.
Irgendwie kapiere ich es noch nicht, was da los ist. Heißt dass, das die Spinne krumm ist? Wenn Du die Spinne ausgebaut plan hinlegst, sind dann die Schrauben am Ende alle gleichweit weg von der Tischplatte? Oder sind die Bohrlöcher im Tubus nicht auf der gleichen Höhe?
 
Ja, so kann man es auch ausdrücken.
Wenn ich die Spinne so drehe oder die Beine am FS Halter so vertausche, dass sie gut in die Bohrungen gehen, dann steht eben die Bohrung des FS Halters schräg zur Teleskop-Achse.

Den Laser benutze ich aktuell nur um die Auslenkung der FS Achse aus der Teleskop Mittelachse zu prüfen bzw einzustellen - dafür ist er goldwert.
Was sagt das Chesire dazu?
Ob jetzt die Bohrung schief ist oder nicht ist vollkommen irrelevant, dafür sind die drei Korrekturschrauben da.
Nochmal, leg den blöden Laser weg von dem Du nicht mal wirklich weißt ob der nicht schielt.
So ein Laser zentrieren macht man nicht mal so eben auf dem Küchentisch….
 
Nochmal, leg den blöden Laser weg von dem Du nicht mal wirklich weißt ob der nicht schielt.
So ein Laser zentrieren macht man nicht mal so eben auf dem Küchentisch….

Nein, natürlich nicht.
Die Justage des Lasers hab ich nach Erhalt geprüft - nicht auf dem Küchentisch und ja, das hat mich eine Weile gekostet.

Drehbar senkrecht zum Boden in einem Fotostativ montiert dessen Platte mit der Wasserwaage ausgerichtet gewesen ist...
 
Auf wieviel Meter?
Drehbar auf Kugellager?

Wasserwaage ist irrelevant, sehr genaues rollen auf dem Nullpunkt ist wichtig.

Um welchen Laser reden wir eigentlich?:)
 
Was sagt das Chesire dazu?
Ob jetzt die Bohrung schief ist oder nicht ist vollkommen irrelevant, dafür sind die drei Korrekturschrauben da.
Nochmal, leg den blöden Laser weg von dem Du nicht mal wirklich weißt ob der nicht schielt.
So ein Laser zentrieren macht man nicht mal so eben auf dem Küchentisch….
Naja, wenn ich den FS zum Okularauszug hin ausrichten will, dann lenkt der halt aus der Achse aus.
Er verdreht sich - durch den Okularauszug gesehen - also nicht nur nach oben / unten wie er sollte, sondern der sichtbare Spiegel-Kreis verkippt elliptisch
 
Kann es sein, ohne Dir was zu unterstellen, daß Du noch nie einen Newton kollimiert hast?
So verhunzt kann kein Newton sein, sollte ich recht behalten, versuche jemanden in der Nähe zu finden der Dir zumindest die Basics einer Kollimation näher bringt.
Einmal unter Anleitung gemacht ist viel mehr Wert als über Trial&Error.
 
Auf wieviel Meter?
Drehbar auf Kugellager?

Wasserwaage ist irrelevant, sehr genaues rollen auf dem Nullpunkt ist wichtig.

Um welchen Laser reden wir eigentlich?:)
Auf Kugellagern nicht, aber ich konnte den Kreis den er beschreibt von ca 6-8cm auf ~1mm reduzieren.
Später hab ich das noch mal - angeregt durch eine Beitrag in einem Forum - auf einem selbstgebastelten "Prisma" aus einer Pappschachtel "geprüft" und das sah ganz gut aus.
Im Teleskop dreht sich der - leider völlig miserabel ausgeformte - Punkt weit innerhalb der HS Mittenmarkierung.

Das ist ein Laser von Bresser für ca 70.-€ den ich zu dem Preis absolut nicht empfehlen kann.
 
Kann es sein, ohne Dir was zu unterstellen, daß Du noch nie einen Newton kollimiert hast?
So verhunzt kann kein Newton sein, sollte ich recht behalten, versuche jemanden in der Nähe zu finden der Dir zumindest die Basics einer Kollimation näher bringt.
Einmal unter Anleitung gemacht ist viel mehr Wert als über Trial&Error.
Es geht bei meinem Problem ja noch gar nicht um die Kollimation... :oops:
 
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