Skywatcher 90/910 Achromat vs Svbony 80/560 ED

SuperMario

Mitglied
Hallo,

Ich möchte mir einen relativ billigen Refraktor kaufen, dass auch klein und leicht ist, speziell für visuelle Beobachtungen für die Tage an denen ich keine Lust habe die schweren Geräte raus zu holen. Ich habe bereits einen 70/700 mm Achromaten denn ich sehr oft benutzt habe aber ich denke ein leichtes 80 oder 90 mm Refraktor würde mir besser passen. Die Montierung die ich dafür habe / nutzen werde ist die Skywatcher AZ Pronto (ist ziemlich stabil bis 3.0 Kg).
Welches Refraktor glaubt ihr hat die bessere Optik (Details, Auflösung, Kontrast, Helligkeit, Schärfe, usw) und welches würdet ihr wählen:

1. Skywatcher 90/910 mm Achromat f10.1
Preis - 200 Euro
Gewicht - 2.2 Kg
Material - Metal
Länge - 900 mm
Lichtsammelvermögen - (Theoretisch) 26% höher als bei der 80 mm Version
Fokussierer - Metal, Single-Speed, niedrigere Qualität
Linsenzelle - Plastik

2. Svbony 80/560 mm ED f7
Preis - 390 Euro (von Svbony.com inklusive Lieferung)
Gewicht - 2.5 - 3.0 Kg (einige sagen 2.5 Kg, andere 3.0 Kg)
Material - Metal
Länge - 600 - 610 mm
Lichtsammelvermögen - (Teoretisch) 26% weniger als bei der 90 mm Version
Fokussierer - Metal, Dual-Speed, hohe Qualität
Linsenzelle - Metal

Ich entschuldige mich im Voraus für die Grammatik / Schreibfehler :).
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich benutzte für nebenbei einen Skywatcher ED80/600. Der Unterschied zu einem 90/900 Achromat (habe ich auch noch) ist gerade bei Planeten und Sternhaufen doch deutlich. Außerdem wäre ich vorsichtig, die Tragfähigkeit der Montierung mit einem längeren Rohr voll auszureizen.
Viele Grüße Jens
 
Hallo,

Ich hatte beide Teleskope und der SVBony ist in allen Belangen besser. Außerdem handlicher. Der 80/560 taugt später auch zum Fotografieren, sowohl Planeten als auch Deep Sky. Der 90/900 ist visuell allerdings schon kein schlechtes Teleskop. Aber durch die lange Brennweite etwas speziell, das Gesichtsfeld ist natürlich recht eng. Für Planeten und Mond top. Aber nur dafür. Der 80/560 ist variabler. Mit einer Barlow taugt er für Planeten genauso gut, hat aber ich ein gutes Weitfeld.

LG Olaf
 
Vielen Dank für eure Antworten.

Jens - Der Skywatcher 80/600 ED ist, glaube ich, auch ein bisschen besser als der Svbony 80/560 ED weil es fpl53 Glass und ein höheres f7.5 Öffnungsverhältnis hat. Der Svbony 80/560 hat nur fpl51 Glass und f7 Öffnungsverhältnis.

Olaf - Ich dachte dass der Skywatcher 90/910 Achromat zu mindest bei den DSO / Nebel und Galaxien besser sein sollte, da es (theoretisch) auch ein höheres Lichtsammelvermögen hat.
 
Ich hatte 12 Jahre lang einen SW 90/900er auf einer Vixen Porta I. Damit kann man schon eine Menge anstellen, aber gerae bei kleinen Alt-Az-Montierungen macht sich hier sicher der lange Hebel des langen Tubus bemerkbar. Ein ausgesprochenes Weitwinkel-Teleskop ist das Modell nun auch nicht. Ich bin u.a. deshalb letztes Jahr auf einen 90/600er Achromaten umgestiegen. Die 90er Refraktoren bekommt man durchweg günstig - 200 EUR braucht man dafür bestimmt nicht zahlen. Meine China-Möhre hat neu gerade mal die Hälfte neu gekostet. Qualität ist mit der von SW vergleichbar.

Einen leichten 80er Achro hatte ich auch letztes Jahr eingekauft - im Sonderangebot in der Gr. Bucht für 80 EUR komplett mit einfachem Alt-Az-Stativ. Hört sich zwar nach absolutem Billigschrott an, war aber doch im Endeffekt für mich sehr brauchbar. Es handelt sich um einen "Solomark" 80/700 mm - kein Druckfehler - die Optik hat tatsächlich diese Ausmaße (f/8,75). Online wird der Refri allerdings in der Bucht und im Großen Fluß als 80/900 mm angepriesen - das kommt aber beim Nachmessen überhaupt nicht hin. Wie dem auch sei: dieser Refraktor besitzt eine einschiebbare Taukappe (!), eine angeschraubte 12 cm P-Schiene (Vixen-Standard mit 4 Fotogewinden) und wiegt OTA gerade mal 1200 Gramm. Der Auszug ist durchaus mit normalem 1,25"-Zubehör nutzbar. Ich benutze diese Optik gerne als Schnellspechteleinheit mit Fensterbank-Stativ.

Zm Öffnungsvergleich: die 90er Optik hat 26,5% mehr Fläche. Der theoretische Grenzgrößengewinn beträgt 0,3 mag, die Auflösung ist gerade mal ein Zehntel Bogensek. besser. - Ich meine, wenn man beide Optiken mit ähnlicher Brennweite nebeneinander stellen würde, wäre es schwer den Unterschied zu bemerken.
 
Winnie - Ich habe bereits gesehen dass Solomark Refraktoren auf AliExpress und Amazon verkauft werden. Die Preise sind auch sehr niedrig aber ich hatte bis jetzt nicht den Mut gehabt Teleskope von AliExpress oder Amazon zu kaufen.
Die 90/910 mm Skywatcher Version hat den Vorteil dass der Fokussierer aus Metal gemacht ist, bei den Solomark Refraktoren wird Plastik verwendet. Aber der Preis ist dafür auch deutlich niedriger.
Es gibt im Internet leider auch keine Reviews mit Refraktoren dieser Marke, ich zumindest konnte keine finden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Skywatcher 90 900 ist ganz klar recht gut für nur drei Planeten mit ca. 120fach, viell noch fünf andere helle Objekte. Hatte ich v Bresser, fand ich gut.

Das Kurze ist mit weniger Vergrößerung zum groben Spechteln am Himmel gedacht. Wäre mir zu wenig, höchstens nebenbei. Rechne mal die Vergrößerung aus, das ist eher für Weitfeld 60fach oder mehr und dann Fotografie.

Gebr gibt es manchmal ca. 105 600 für Urlauber auf turkey. Ist bestimmt für offene Sternhaufen nett, Planeten leider bunt wie Paradiesvögel.

Geht alles noch auf Videostativ.

Gruß,

Fred
 
@SuperMario
Wie geschrieben - ich hatte den Refraktor letztes Jahr während eines Aktionszeitraums bei eBay erstanden. Preis lag um 80 / 90 EUR, mehr nicht. Heutzutage werden diese Optiken deutlich teurer angeboten.
Mir macht dieser Refraktor eben Spaß, weil er so leicht ist und den Vorteil der einschiebbaren Taukappe besitzt. Die Abbildung war bisher auch sehr ordentlich, ich hatte das Teil bisher zum Genußspechteln auf Messiers benutzt. Der OAZ ist komplett aus Kunststoff, das ist richtig. Das Ganze ist aber so stabil, daß übliches 1,25"-Zubehör wie ein zugekaufter Zenitspiegel und ein ordentliches 1,25"-Okular verwendet werden können. Ggf. muß man die Schrauben am Auszug etwas nachziehen, wenn die Sache kippeln will. Das hat man aber jederzeit unter Kontrolle. Bei der Überprüfung der Ausrichtung zeigte der im Auszug steckende Laser sehr schön genau in die Linsenmitte. Der Auszug läuft weich und ohne Ruckeln. Die Stellknöpfe sind groß und angenehm beim Scharfstellen. Das Objektiv besitzt drei Abstandplättchen, keinen Plastikring, wie man es von anderen Billigmodellen her kennt. Die beiden mitgeliefertern Okulare sind übrigens erstaunlich gut - den ZS hatte ich gewechselt, s.o. - und das Stativ mit der einfachen Monage benutze ich nicht. Der Plastiksucher wurde entfernt, ich brauche sowas bei Teleskopen unter 1 m Brennweite sowieso nicht.
Also, für das Geld ist dieser Solomark 80/700 wirklich in Ordnung als Grab-and-Go-Teleskop.

Ich hab' die Alt-Az-Version mit dem schwarzen Tubus, ewtas länger ist das gleiche Modell auf EQ-1 und weißem Tubus verfügbar.
 
Hi
das universellere Gerät wäre ein 80mm SD/ED mit 2" OAZ und z.B: f/7.
Sowas hat bei mir vor vielen Jahren letztlich eine Sammlung an kleinen Geräten ersetzt
und befindet sich noch heute im Besitz.
Noch kleiner und funktioniert sogar mit einer EQ1, wäre der TS Photoline 72.
Am Ende war die Investition in Qualität die richtige Entscheidung und hat auch gute alte Vixen Achromaten ersetzt.
CS
 
Der ED 80/560 mm ist wahrscheinlich die beste Option. Ich muss aber zugeben dass ich eine Schwäche für lange Achromaten habe :), ich mag einfach wie diese langen Achromaten aussehen und auch dass sie leichter sind als die EDs und APOs.
 
Der ED 80/560 mm ist wahrscheinlich die beste Option. Ich muss aber zugeben dass ich eine Schwäche für lange Achromaten habe :), ich mag einfach wie diese langen Achromaten aussehen und auch dass sie weniger wiegen als die EDs und APO.
dann ist die Frage ob Du mehr Freude beim Ansehen oder Durchsehen hast. Die kann man hier nicht beraten ;)
CS
 
Ich muss aber zugeben dass ich eine Schwäche für lange Achromaten habe :), ich mag einfach wie diese langen Achromaten aussehen und auch dass sie leichter sind als die EDs und APOs.
Schau doch mal ob sich ein gebrauchter ED 90/900 Acuter auftreiben läßt, ist mit f10 schon recht lang und sehr farbrein, das Gewicht hält sich auch sehr in Grenzen.

Viele Grüße Felix
 
Zurück
Oben