Einsteigerproblem Fangspiegelspinne richtig ausrichten

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Melkus
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Dann entweder eine neue Spinne kaufen oder die Löcher analog versetzen bzw. etwas ausweiten.
Daran hab ich auch schon gedacht - dann stehen die Arme bzw Streben der FS Spinne etwas schräg im Tubus.
Handel ich mir damit nicht neue Probleme ein?

Das Problem liegt offensichtlich an der Befestigungsfläche der Streben zum Träger in der Mitte.
Ich würde im Moment sagen, dass ich 3 Streben habe, die gut anliegen und ein die da nicht sauber bzw exakt sitzt.
Ich werd die Dinger am Montag mal mit in die Werkstatt nehmen und sehen, ob ich das irgendwie gerichtet bekomme.

Ansonsten gibt es dort einen jungen Mann mit einem 3D Drucker.

Weiss aber gar nicht, ob ich das noch will oder mich lieber wieder vom Newton verabschiede.
 
Bei meinem Problem geht es erst mal darum den FS vernünftig in den Okularauszug zu bekommen.

Unter Kollimation verstehe ich bisher - bin noch Anfänger - die Ausrichtung der beiden Spiegel zu einander...
Richtig, Anleitung dazu hast du ja.
Das geht aber NUR mit dem Chesire und nicht mit dem Laser den ich vermutlich direkt in den Abfalleimer befördern würde (ich weiss immer noch nicht was Du da benutzt) ;)
Ich habe Dir nun etliche Ansätze aufgezeigt, essentiell ist die Ausrichtung der Spiegel zueinander mit dem Chesire. Ich hab damit angefangen und für f5 reicht es allemal, Du brauchst weder OCAL noch sonst irgendwas.
Nochmal, Du drehst Dich im Kreis, einen Newton kollimieren geht sehr schnell, als Unerfahrener ist es allerdings wirklich nicht einfach.
Erfinde das Rad nicht neu, Du hast zu 100% einen Verein in der Umgebung, die helfen Dir da mit Sicherheit gerne.
Das Teleskop ist kein Exot, irgendeinen Denkfehler, in Verbindung mit "Ich hab keine Ahnung was der Vorbesitzer gemacht hat" bringen Dich zunächst zum Verzweifeln, völlig normal.

Zum 3D Druck rate ich Dir ab, der Drucker muss! eine Toleranz von unter 0,05mm. haben und auch Carbonfilament verarbeiten können. ABS, PETG oder gar PLA kannst Du wegen der Temperaturverchiebungen vergessen.

So ein paar Bilder durch das Chesire wären auch nicht schlecht, mit der Glaskugel ist das nicht wirklich Zielführend... ;)
 
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Hans, ich danke dir für deinen Input - und versuche erstmal weiterhin den FS axial korrekt ausgerichtet in den Okularauszug zu bekommen.
Die deutliche axiale Auslenkung durch die entweder schlecht gefertigte oder durch den Vorbesitzer beschädigte FS Spinne will ich erstmal nicht so hinnehmen - das hätte ich lieber gerade.

Danach mache ich mich dann natürlich noch an die Kollination. Das werde ich schon hin bringen.
 
mach ein besten mal ein Foto der ausgebauten FS Spinne flach auf dem Tisch.

Dazu am besten auch gleich mal den FS mit seinem Halter.

Sonst wird das hier alles stochern im Nebel und unmöglich dir passende Hilfestellung zu geben.
 
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Das sieht doch alles erstmal normal und ordentlich aus. Wirklich verbogene FS Spinne kann ich keine erkennen.

Besorg dir eine passende Unterlegscheibe so groß wie der FS Halter, falls du noch keine hast. Mit den vom anziehen der Schrauben verursachten Einkerbungen auf dem FS Halter ist eine Justage unmöglich. Da hat es jemand zuvor unnötig übertrieben mit dem anziehen.

FS Spinne mittig, kannst du mit Lineal ausmessen im Tubus platzieren. Die Spinne und deren Bohrung muss nicht 100% mit HS-Mittenmarkierung fluchten, das ist vertane Mühe ohne Einfluss auf die Justage. Schauen das die Spinnenbeine leicht gespannt sind, darauf beruht das Prinzip. Eine leichte Spannung sorgt dafür das sie fest ist.

Entsprechende Senkkopfschraube für die FS-Aufnahme und Feder hast du ja wahrscheinlich. Eventuell mal überprüfen ob die Feder stabil genug ist, eventuell durch eine Feder mit etwas mehr Federkraft tauschen.

Der FS Halter ist mit Offset aufgeklebt das erkennt man deutlich.

Ansonsten diese sehr gute Anleitung lesen und danach vorgehen:

Mach dir eine Mittenmarkierung auf dem FS und richte ihn anhand der im OAZ aus, anschließend Richtung HS justieren, ergibt sich dann alles, wie in der Anleitung.

Wenn Du es selbst nicht hin bekommst, schau am besten mal nach einem Astroverein in deiner Nähe.

Grüße,
Alex

p.s. die seitlichen Gewindestifte an den Spinnen-Streben nicht zu sehr fest machen, die müssen sich ein bisschen bewegen lassen können, um eventuelle Ungleichheiten bei den Löchern auszugleichen.
 
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Die Spinne und deren Bohrung muss nicht 100% mit HS-Mittenmarkierung fluchten, das ist vertane Mühe ohne Einfluss auf die Justage
Naja, wenn ich versuche den FS sauber in den Okularauszug zu drehen, dann "verkippt" der quasi durch den Winkel der Halteschraube zur Teleskopachse.
Das hätte ich halt gerne weg - sonst muss ich mit den Justageschrauben bereits korrigieren. Und das behindert m E n die nachfolgende Kollimation zum HS...
 
p.s. die seitlichen Gewindestifte an den Spinnen-Streben nicht zu sehr fest machen, die müssen sich ein bisschen bewegen lassen können, um eventuelle Ungleichheiten bei den Löchern auszugleichen.
Die bewegen sich an allen 4 Streben, ich habe aber den Eindruck, dass das die Auslenkung der Mitten-Bohrung zur Telekopachse noch vergrößert.
Lässt sich beim Anziehen der Rändelmuttern gut beobachten...
 
Ok - muss ich also im Cheshire-Okular den FS dann auch weiter Richtung HS sehen oder dort trotzdem mittig / zentrisch justieren?

Nein. So einstellen, das der FS zentrisch im Cheshire erscheint. Wenn das leicht daneben ist, macht das auch erstmal nichts. Das macht man in erster Linie nur um eine möglichst gleichmäßige Ausleuchtung zu erhalten.
 
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