Lunt & Bino: Probleme beim Fokussieren

MareImbrium

Aktives Mitglied
Hallo zusammen.

ich habe ein Lunt 60 und würde dieses nach vielen positiven Berichten hier im Forum mit einem Bino nutzen.

Zum Einsatz soll mein Baader Großfeldbino kommen. Doch leider komme ich nicht in den Fokus.

Nach einiger Recherche habe ich es mit einem zusätzlichen Glaswegkorrektor versucht. In meinem Fall mit dem passenden Baader GWK 1:2,6x

Leider komme ich auch damit nicht in den Fokus.

Selbst wenn der Okularauszug und der BF 1200 komplett eingefahren sind.

Was mache ich falsch bzw. hat jemand Tipps?

Vielen Dank und CS
Thomas
 
Hallo Thomas,

ich habe zwar diese Kombination nicht, aber von dem Problem liest man oft.
Die Lunts bis zum 60er sind kaum binofähig.

Alle Fälle die ich gesehen habe, in denen es geklappt hat, haben entweder den Tubus gekürzt, einen sehr starken Glaswegkorrektor verwendet oder arbeiteten mit einem der (meiner Meinung nach nicht all zu guten) Nullweg-Binoansätzen.

Vielleicht hilft auch das weiter: Binoviewers and Lunt LS60Ha - Binoviewers - Cloudy Nights

Grüße,
hoffentlich melden sich noch Leute die genau diese Kombination betreiben,
Mario
 
Hallo Mario,

vielen Dank für Deinen Beitrag und für den Link.

Auf der Besser Website wird für deren Binokularansatz geworben, dass dieser keinen zusätzlichen Glasweg habe. Ansonsten hat sich dieser bislang nicht allzu positiv hervorgetan.

Ich würde gerne meinen qualitativ sehr hochwertigen Baader / Zeiss Kino nutzen i.V.m einem GWK. Der 2,6x GWK ist m.W. der "stärkste" GWK von Baader.

Nochmals vielen lieben Dank.

CS Thomas
 
Das Baader Großfeldbino frisst ohne GWK auch mal eben üppige 124mm Backfokus.
Das Maxbright II mit 118mm wäre wohl vllt besser an der Stelle gewesen, an der Sonne braucht man das bisschen zusätzliche Feld nun wirklich nicht.

Und unbedingt eine Direktadaption per Gewinde nutzen, die 3cm der 1,25" Steckhülse zwischen Block und Bino sind mega unnötig und äußerst wertvoller Fokusweg.
wenn man den einsparen kann tuts vllt plötzlich auch nur der 1,7x GWK

Wenns möglich ist, dann mal den GWK vor den Block montieren. 2"-1,25" Reduzierer haben oft auch noch ein T2 Gewinde Teleskopseitig, was man dafür nehmen kann.
Ansonsten mal mit einer Telezentrik versuchen, die vergrößern den Backfokus wesentlich stärker als so ein GWK, aber verändern ihren Faktor dabei nicht.
Der nicht korrigierte Farbfehler des Glaswegs ist in H alpha Beobachtung total egal.

Ansonsten, so für andere Leser und für die Zukunft, einfach bei einer Beobachtungsrunde auf den verbleibenden Intrafokalen Fokusweg achten, wenn man plant, ein Bino zu kaufen.

@Kusifu Felix nutzt doch ein Bino zusammen mit Lunt, vllt kann der noch was zu sagen.

LG
Olli
 
Hallo Olli,

klasse- vielen Dank! Da waren einige Tipps dabei, dich ich ausprobieren werde:

1. Direktadaption (Steckhülse weglassen). Ich habe von Baader einen passenden Adapter für das Bino
2. GWK vor den Blockfilter
3. Telezentrik

Exkurs zum Thema "Augen auf bei der Bino-Wahl": Ja. da hast Du auch Recht. Das Baader Großfeldbino ist einfach großartig und ich habe es v.a. an meinen Maks und meinem C9.25 im Einsatz. Für Mond und Planeten einfach ein Traum zusammen mit den eudiaskopischen Okulare.

Nochmals vielen Dank.

LG Thomas
 
Hallo Thomas !
Habe selbst die Kombi und bei mir funktioniert es einwandfrei. Bist Du sicher, dass Du den Baader MarkV Bino
wirklich direkt per T2 Baader/Zeiss Schnellkupplung an den Blockfilter geflanscht hast ? Ohne zusätzlichen Weg
durch die 1,25" Okularaufnahme des Blockfilters ? Sorry, dass ich nochmal frage. Aber es muss definitiv klappen:

Weg mit der Okularaufnahme des Blockfilters, dann klappts !!! ;) :y:

Gruß
Sascha
 
Hallo Sascha,
vielen lieben Dank für Deinen Tipp, das Bino direkt anzuschließen.
Bei mir ist es noch ein Mark IV, sollte aber hoffentlich trotzdem funktionieren.
Ich werde dies direkt nach meinem Urlaub ausprobieren.
Benutzt Du einen GWK? Falls ja, welchen und vor oder hinter dem BF?
Ich habe bislang einen 2,6x in das Bino eingeschraubt.
Vielen lieben Dank und viele Grüße
Thomas
 
Bin eigentlich sicher, dass ich mit dem GWK 1.7 ( eingesetzt im Bino ) in den Fokus komme. Aber wichtig ist : Die Okularaufnahme am Blockfilter muss entfernt sein. Ist der 90 Grad Blockfilter, stimmt’s ? Dann das Bino auf das das T2 Gewinde gebracht … ( mit Hilfe Baader Zeiss Bajonett Adapter ) Und dann solltest Du „scharf“ sehen.
 
Hallo zusammen,

HEUREKA- es hat tatsächlich funktioniert. Heute in der Mittagspause - bei entsprechend suboptimalen Bedingungen- konnte ich das Baader Großfeldbino am 60er Lunt testen. Belohnt wurde ich mit einem Anblick der Sonne, wie ich sie noch nie gesehen habe.

Ich habe das Großfeldbino direkt mit einer Baader/Zeiss Schnellkupplung an den Blockfilter 1200 adaptiert. Einen Baader 2,6x GWK habe ich in das Bino eingeschraubt. Als Okulare kamen dieses mal meine Baader Eudiaskopics mit 20mm zum Einsatz.

Anbei ein Foto- hoffe das hilft allen die ähnliche Probleme haben.

IMG_3103.jpeg

Somit konnte ich die Sonne im Ganzen im Blick haben. Sie mutet fast gar 3-dimensional an. Die Abbildung ist scharf bis an die Ränder.

Einen weiteren Zugewinn an Kontrast konnte ich durch das Beobachtungstuch von Astrogarten erzielen. Dieses habe ich neu gekauft und kann es absolut empfehlen.

Im weiteren werde ich noch unterschiedliche Okularpaare testen (APM, Baader, Intes und TAL). Kann bei Interesse gerne berichten?

Nochmals vielen Dank an alle für die hilfreichen Tipps.

CS Thomas
 
Na siehste !!! :y: ;)

Gruß
Sascha
 
Bitte bin neu hier habe ein Problem Habe das Lunt 60 mit Skywatchermontierung beim Binoansatz rutscht die Montierung nach unten wie mache ich das es nicht durschrutscht. LG Reiner
 
Hallo Reiner !
Grüß Dich. Was rutscht denn genau wo durch ?

Gruß
Sascha
 
Die Montierung wo das Teleskop mit der Schiene verbunden ist.. Sobald ich das schwere Binokular draufsetzt kippt das Lund am Okularansatz nach unten . Kann ich das irgendwie fester klemmen hat sich die Halterung gelockert ? Ich habe das obere Foto gesehen und da scheint nichts nach unten zu rutschen. L G Reiner
 
Hallo,

Grüß Dich. Was rutscht denn genau wo durch ?

Siehe auch hier:


Viele Grüße
Gerd
 
Hallo,

Es ist an deinem Bild immer noch nicht ersichtlich, was genau durchrutscht:
  • Die Montierung selbst?
  • Die Verbindung von der Rohrschelle zur Prismenschiene?
Im Moment vermute ich das zweite.
Vielleicht ist es dir möglich, ein Bild von deinem eigenen Aufbau hier einzustellen, nicht ein fremdes Produktfoto.

Viele Grüße
Gerd
 
beim letzten Bild kein Gramm mehr dann rutsch er so wie auf dem Foto. Kann man das fester klemmen um Gehäuse an der Montierung?

Habe schon nach einer Montierung geschaut werde ich wahrscheinlich nehmen.

Skywatcher EQ5 Montierung​


LG Reiner
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Für mich sieht es so aus, als würde die Rutschkupplung der armen Skywatcher Azimut Montierung total überfordert sein.
Zuviel Gewicht an der Austritts Seite Deines Lunts. Entweder besorgst Du Dir eine echt lange Prismenschiene, um das auszugleichen.

( So hab ich das mal bei meinem Lunt auf einer einfachen Azimut Montierung gemacht )

Oder Du befestigst ein kleines, flexibles Gegengewicht vorne am Lunt Tubus. Hab so etwas mal als kleinen magnetischen Gürtel
gesehen, gefüllt mit Bleikügelchen. Fand die Idee sehr cool. Vor allem, weil man nix bohren oder kleben musste. Und er ließ sich
verschieben ! :y:

Hinweis meinerseits : Deine Prismenschiene ist aber wirklich super kurz. Ich würde mir definitiv ne längere besorgen und das
Problem ist weg.

Gruß
Sascha
 
Danke für die Mühe und die Infos. Ich dachte es mir schon. Habe jetzt in der Bucht eBay Kleinanzeigen eine
EQ 5 Skywatcher Montierung ausgesucht ich denke das ist die bessere Lösung nicht das sich mein Schnecke in Luft auflöst an der Montierung 😆

LG Reiner
 
Lieber Reiner !

Auch an der EQ5 wirst Du das gleiche "Ungleichgewicht" haben mit Deinem Lunt und dem Binoansatz. Die Unwucht bleibt,
egal wie sehr du die Deklinationsklemme festballerst !!! Du brauchst eine längere Prismenschiene, um das Ungleichgewicht
wieder in Waage zu bringen. Dein primäres Problem ist die kurze Prismenschiene.

Gruß
Sascha
 
Zuletzt bearbeitet:
Dein Schwerpunkt ist mit Bino trotzdem grob geschätzt etwa auf der Höhe der Fokussierrädchen – auch die EQ5 ist dir dankbar, wenn du eine längere Prismenschiene verwendest.

Beste Grüße,
Alex
 
Ich verwende für solche und ähnliche Zwecke eine längere Prismenschiene mit Prismenklemme darauf.
Egal welches Teleskop, wenn mal die Original-Schiene nicht reicht, kommt die dazwischen und alles passt und ist perfekt austariert.

Hier beim Spektiv auf der AZ-Gti:
20240512_205001.jpg

Grüße, Mario
 
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