SkyWatcher vs Bresser Foto-Newton

Nebulös

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Hallo Astro-Freunde,

für den Einstieg in die Deep Sky-Fotographie habe ich mich für einen 200mm F4-Newton entschieden.
Moment finde ich diese Modelle für unter 1000€ interessant, die ähnliche Daten haben:
  • SkyWatcher Quattro 200P Foto-Newton (200/800)
    Tubus: Stahl, Fangspiegel: 58mm, Linear Crayford Fokussierer

  • Bresser Messier NT203S/800 f/3,9 Foto-Newton
    Tubus: Alu, Fangspiegel: 85mm, Hexafoc Fokussierer
So wie ich das verstanden habe, sind beide Modelle günstige Nachbauten des Vixen R200SS.
Ich kann mir vorstellen, daß der Alutubus vom Bresser stabiler ist als der Stahl-Tubus.

Was ich aber nicht verstanden habe, ist warum der Fangspiegel beim Bresser so groß ist. Das macht auf mich den Eindruck, daß die Fokusebene im OAZ in höherem Abstand zum Tubus liegt als beim SkyWatcher.

Ich habe leider nicht herausgefunden, wie sich das beim Vixen verhält, wie groß dessen Fangspiegel ist.

Wenn es aber so wäre, daß die Fokus-Ebene beim Bresser OAZ höher liegt, wäre das ein Kriterium gegen das Modell, denn das würde bedeuten, daß hier ein Kompromiß gemacht worden wäre, und dieser Hexafoc nicht primär für Newtons entwickelt worden ist (ich spekuliere). Warum würde man sonst Lichtstärke verschenken, und einen extra-großen Fangspiegel einbauen. Mechanisch ist ein größerer Abstand ein Nachteil, weil alle Komponenten die am OAZ montiert werden, in einem größeren Abtand zum Tubus ständen und ein größeres mechanisches Moment bewirken würde.

Auf der Positiv-Seite kann man sich von einem größeren Fangspiegel eine bessere Ausnutzung eines Vollformat-Chips versprechen. Aber was bringt ein riesiger Fangspiegel, wenn das Licht so oder so durch einen 2" Koma-Korrektor muß.

Kann hierzu jemand etwas sagen? Ich möchte mich für eines der beiden Modelle entscheiden und suche ein Kriterium. Ich hatte im Anfänger-Forum schon eine ähnliche Frage gepostet, die Frage war dort vielleicht zu speziell.

Gruß
Andreas
 
Ich kann mir vorstellen, daß der Alutubus vom Bresser stabiler ist als der Stahl-Tubus.
Hallo Andreas,

nein er ist nicht stabiler , weil dann müsste die Materialstärke/Wandstärke von Alu 3 mal höher sein als von Stahl (wegen des Festigkeitskoeffizienten Alu < Stahl) . Bei Mountainbikes löst man das Problem so , dass man den Rohrdurchmesser (nicht die Wandstärke !!) von Alu (-rahmen) größer macht als von Stahl (-rahmen) , was ich hier nicht erkennen kann (der Durchmesser vom Tubus müsste ja dann wesentlich größer sein als der Spiegel)
Alu dehnt sich bei Temperaturänderungen auch stärker aus als Stahl (möglicherweise deswegen die weiße Farbe bei Bresser ??) , aber natürlich kann man das mit einem Motorfokus kompensieren.
Also Alu bei Teleskopen ==> da sehe ich nur Nachteile . Die meisten Teleskope haben entweder Stahl oder Carbon ==> das wird schon seine Gründe haben .

Ich stand vor 3 Jahren auch vor der Frage, Skywatcher oder Bresser 8 Zoll/F4 Teleskop , und habe mich für Skywatcher entschieden, weil Bresser mehr Reklamationen hat / hatte als Skywatcher .
Bei den Teleskopen Baujahr <= 2016 jedenfalls , die aktuellen von 2025 kenne ich nicht. Mag sein das die Qualitätskontrolle von Bresser jetzt im Jahr 2025 besser ist

Zu diesem Spiegel/Backfocus/2Zoll Problem : tut mir leid , dazu kann ich leider nichts sagen , ich fotografiere nicht damit , weil ich beobachte rein visuell .

Gruss
Markus
 
Hallo Andreas,

ich hatte ja auch im anderen Thread schon geantwortet:

Carbon > Stahl > Aluminium, wie Markus auch schon sagte.

Ich weiß nicht wo Du die Info mit den Secondary-Größen her hast, bei Skywatcher ist für den 200er 70mm zu finden (58mm haben meine Quattos 150P ja schon).

Die Fangspiegelgröße ist natürlich auch ein Thema, Obstruktion kostet Kontrast, was aber für DeepSky eher zweitrangig ist. Der Quattro leuchtet APS-C gut aus, etwas Vigniette ist da, aber gut mit Flats zu kompensieren. Selbst Vollformat geht, die Vigniette ist am Rand da zwar schon um 35%, bekommt man aber immer noch mit Flats glattgezogen.

Diagonal.JPG


CS, Ralf
 
Hallo ihr beiden,

Also Alu bei Teleskopen ==> da sehe ich nur Nachteile . Die meisten Teleskope haben entweder Stahl oder Carbon ==> das wird schon seine Gründe haben .

Ich weiß nicht wo Du die Info mit den Secondary-Größen her hast, bei Skywatcher ist für den 200er 70mm zu finden (58mm haben meine Quattos 150P ja schon).

Die Fangspiegelgröße ist natürlich auch ein Thema, Obstruktion kostet Kontrast, was aber für DeepSky eher zweitrangig ist. Der Quattro leuchtet APS-C gut aus, etwas Vigniette ist da, aber gut mit Flats zu kompensieren. Selbst Vollformat geht, die Vigniette ist am Rand da zwar schon um 35%, bekommt man aber immer noch mit Flats glattgezogen.

super lieben Dank! Der SkyWatcher ist somit gekauft.

Ja, irgendwann wird man Gaga, stimmt, 58 hat der PDS, der Quattro hat 70.

Gruß und CS
Andreas
 
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