Kleiner und schneller Astrograph im Stil von einem Veloce RH 200

Ja immerhin noch in der Bildmitte! :D Aber ja, abgesehen von der Thematik mit den Spacern kann ich für die Bildmitte nicht klagen. Es wäre schon tragisch, wenn so ein fetter M82 Korrektor bei Vollformat schon weiche Knie bekommen würde. Wenn es wirklich so ist, wäre die Auslobung mit "Exzellente Abbildungsleistung bis Vollformat" wohl nicht korrekt. Beim kleinen Bruder wird "Bildfeldkorrektur und Ausleuchtung bis 42 mm Durchmesser" geschrieben, da würde ich eher damit rechnen, dass an den Ecken geschwächelt wird. Naja, man darf diese Angaben wohl generell nicht zu ernst nehmen.
 
Korrekt, es gibt viele Nutzer welche mit den Riccardis auch an anderen Teleskopen lange probieren mussten.
Die TS sind gutmütiger.
Ich selbst nutze einen ganz einfachen TS an verschiedenen LZOS.

Die Riccardis produzieren bestimmt die kleinsten Sterne.Aber wer sieht das überhaupt?
 
Hallo Dane, weißt du, ob diese Spikes gleich kommen mit dem Inverted Lighthouse Effekt der Taks? Ich selber habe einen ähnlichen Effekt, wenn auch nicht so krass an meinem APM 106. Kann hier an der Linsenfassung jedoch keinerlei Abstandsplättchen sehen. Auffällig ist jedoch, dass der Effekt mit dem Riccardi deutlich krasser ist, als mit dem TSFlat 2.5 den ich als Flattener einsetze.
Viele Grüße Ben
 

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Hi Ben,

der Begriff "Inverted Lighthouse Effekt" ist mir neu, da muss ich erst noch recherchieren. :) Ich hatte bei mir anfangs auch kurz den Verdacht, ob das vom Reducer her kommt. Aber hier gleich eine Aufnahme ohne Reducer. Ich würde sagen, bei mir macht das keinen Unterschied, ob mit, oder ohne Reducer.

Preview_Aldebaran_120.0s_Bin1_6200MC_gain300_20250402-212148_13.5C_k.jpg
 
Hi Ben,

der Begriff "Inverted Lighthouse Effekt" ist mir neu, da muss ich erst noch recherchieren. :) Ich hatte bei mir anfangs auch kurz den Verdacht, ob das vom Reducer her kommt. Aber hier gleich eine Aufnahme ohne Reducer. Ich würde sagen, bei mir macht das keinen Unterschied, ob mit, oder ohne Reducer.

Den Anhang 478452 betrachten
Letztlich geht es um eine Vignettierung im Strahlengang, welche durch alles mögliche hervorgerufen werden kann. Bei mir habe ich ein im Tubus sitzendes Blendrohr im Verdacht, wie es auch in SC Teleskopen zum Einsatz kommt...weshalb weiß ich nicht. Im Sterntest am künstlichen Stern sieht man rein gar nichts davon. Unterm Himmel am defokusierten Stern muss ich mal noch prüfen.
Viele Grüße Ben
 
Hi Ben,

der Begriff "Inverted Lighthouse Effekt" ist mir neu, da muss ich erst noch recherchieren. :) Ich hatte bei mir anfangs auch kurz den Verdacht, ob das vom Reducer her kommt. Aber hier gleich eine Aufnahme ohne Reducer. Ich würde sagen, bei mir macht das keinen Unterschied, ob mit, oder ohne Reducer.

Den Anhang 478452 betrachten

Sehr gute Abbildung ohne Koma wenn der Flattener nicht verwendet wird.
Bis etwa APS-C Format sind auch die Sterne noch rund genug.

Nun müssen nur noch die Spikes weg.
 
die dunklen Strahlen kenne ich von meinem alten TEC110/f6.5, welcher 6 Abstandsblättchen besitzt.:

Eine alten Aufnahme mit meiner Sony Nex5a und dem TS 0,79x2"-Reducer
M63_24x500sec_ISO400_NEX5a_TECRed_crop.jpg

Allerdings sind bei mir die Strahlen - wie zu erwarten - symmetrisch verteilt, im Ggs zu deinen - das ist das, was mich bei deinen Beugungsstrahlen irritiert...
 
Ja das stimmt, das hat mich auch etwas gewundert, was die Positionierung angeht. Ich hätte da auch keine Erklärung, weshalb es genau so positioniert ist.
 
Danke für den Link, der das sehr gut veranschaulicht. In dem Fall kann es aber auch sein, dass von Wellenform eine Blende verbaut wird. Ich bin gespannt, was es nun bei mir sein wird.

Aber irgendwie schade, dass so etwas nicht schon vorher berücksichtigt wird.
 
Wenn man es genau nimmt sind diese extremen Randstrahlen ohnehin kaum zu gebrauchen weder an einem Objektiv noch an einem Reducer, oder Okular.
Nicht ohne Grund muss alles immer leicht überdimensioniert sein.
Vixen hat wie beschrieben seitem kurzem in ihren APOs keine Abstabdsplättchen mehr verbaut.



 

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Nur um das klar zu stellen, der inverted lighthouse Effekt sind die dunklen strahlen, wie der nahme schon sagt. Die mögliche Ursache wird hier auch beschrieben:
Ich habe im übrigen auch einen APM 107 bei welchem die Blenden (vielleicht aus diesem Grund) ausgebaut wurden.
Viele Grüße Ben

Das ist witzig, denn ich habe einen APM 107 gesehen, welcher von der Firma Wellenform optimiert wurde, mit exakt jenen Abstandsblättchen gesehen wie sie sonst bei LZOS Verwendung finden
 
So ich habe jetzt mal in beide meine Tuben geleuchtet und fotografiert (ja ich weiß die Linsen könnten eine Reinigung vertragen, die bekommen sie JETZT ;)) in keinem der Beiden kann ich justage Plättchen sehen. Beide haben ein Blendrohr und eine zusätzliche Blende verbaut. Es bleibt mir ein Rätsel, weshalb ich dem Effekt beim 106er sehe und beim 107er nicht.
APM 106/700
20250422_194419.jpg

20250422_194438.jpg


APM 107/700
20250422_194522.jpg

20250422_194531.jpg


Viele Grüße Ben
 
Mal ganz blöde gefragt, da ich bei mir zu Beginn auch die Vermutung hatte, und ich bei dir das OAG Prisma sehe: Kann das vom hereinragenden Prisma kommen? Die Position ist deutlich näher am Sensor, aber im Grunde ragt hier ja auch was hinein, vielleicht sogar etwas mehr wie die Spacer. Kann das vielleicht bei bestimmten optischen Systemen zu so einem Effekt führen? In meinem Fall hatte ich das so überlegt, da ich Systeme von f/5.8 bis f/10 habe, aber nichts Schnelles. Kann es vielleicht sein, dass bei schnelleren Systemen mit breiterem Lichtkegel vielleicht ein OAG mehr Einfluss haben kann? Ich kann mir das eigentlich nicht vorstellen.
 
Mal ganz blöde gefragt, da ich bei mir zu Beginn auch die Vermutung hatte, und ich bei dir das OAG Prisma sehe: Kann das vom hereinragenden Prisma kommen? Die Position ist deutlich näher am Sensor, aber im Grunde ragt hier ja auch was hinein, vielleicht sogar etwas mehr wie die Spacer. Kann das vielleicht bei bestimmten optischen Systemen zu so einem Effekt führen? In meinem Fall hatte ich das so überlegt, da ich Systeme von f/5.8 bis f/10 habe, aber nichts Schnelles. Kann es vielleicht sein, dass bei schnelleren Systemen mit breiterem Lichtkegel vielleicht ein OAG mehr Einfluss haben kann? Ich kann mir das eigentlich nicht vorstellen.
Bei mir tritt der Effekt witziger weise am System ohne OAG auf. Der OAG hängt am 107er. Der einzige Unterschied ist, dass der 106er "nur" einen 2.5 Zoll Auszug hat während der 107er nen 3 oder sogar 3.5 Zoll Auszug hat. Aber letztlich wird das System in beiden Fällen durch den M63 Riccardi begrenzt.
Cs Ben
 
Hallo Dane,

hier eine Beispielaufnahme von Vega, mit einem Acuter ED 90/900 und einer EOS 1100D erstellt.

Vega.jpg

Ohne OAG, ohne Reducer, aber mit Abstandsplättchen...

Bitte entschuldige diesen Beitrag eines völlig anderen Systems, möglicherweise ist er dennoch illustrativ...

Viele Grüsse

Markus
 
Hallo Markus,

danke für das weitere Beispiel. Ich bin mittlerweile guter Dinge, dass das Problem bezüglich den Abstandsplättchen behoben werden kann. Vorausgesetzt, dass es auch richtig gemacht wird. Meine vielen Miseren in dem Hobby lassen mich leider immer mehr zweifeln, aber ich bin noch guter Hoffnung. :) Etwas mehr zu zweifeln gibt mir die Abbildung in den Ecken, und ob ich das durch Tilt und Abstände in den Griff bekomme. Da ich bei den bisherigen Tests eigentlich jegliche Abstände in beide Richtungen ausgetestet habe, sowie den Tilt Adapter in verschiedenen Ausrichtungen geprüft hatte, bis die eckigen Sterne in allen Ecken gleichmäßig "eckig" abgebildet wurden, aber nie runde Sterne in den Ecken erhalten habe, lässt mich das doch etwas im Dunkeln stehen, was ich eigentlich tun soll. Die einzige Erklärung ist für mich wirklich nur die, dass der Arbeitsabstand wirklich schon in einem zehntel perfekt passen muss, und ich mit 0,3 mm Abstimmringen über das Ziel hinaus schieße. Ich hätte gehofft, dass mit f/4.5 das ganze noch nicht so überempfindlich ist wie bei schnelleren Systemen.
 
Hallo Dane,

ich persönlich würde Dir dazu raten, an der Front einen kleinstnotwendigen Blendenring einzusetzen, vielleicht 3D-Druck, damit nichts kratzt... Dies wäre vielleicht ein günstiger Ansatz bei der Fehlererkennung...

Aus eigenen (bescheidenen) Erfahrungen ist festzustellen, dass diese Erscheinungen lediglich an hellsten Objekten markant sind, ansonsten eher unauffällig auftreten... Und mein Acuter-Beitrag diente vor knapp zehn Jahren lediglich, um jenem eine gewisse Farbreinheit zu attestieren, auf die Beugungserscheinungen machte mich ein sehr erfahrener Mitforist aufmerksam...

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Fehlerbehebung, und noch viele klare Nächte!

Viele Grüsse

Markus
 
- Mir ist später klar geworden, dass ein RASA 11" für mich einfach nicht tragbar ist, also im wahrsten Sinne des Wortes. Mein C11 EHD bekomme ich noch relativ gut mit etwas Zähne zusammen beißen auf Schulterhöhe aufgesattelt. Mir ist dann aber irgendwann klar geworden, das viel schwerer und grösser einfach nicht mehr gut klappen wird. Wenn ich mal eine Hütte um meine beiden Säulen gebaut habe, mag sich das vielleicht ändern, aber so mit ständigen auf- und abbauen ist das keine Option für mich.

- Die Adaption der Kamera. Ich habe drei Vollformat Kameras, welche ich alle über Rotationseinheiten welche als Schnellwechsler dienen gleich angepasst habe. Ich kann also schnell und einfach mit diesen Kameras an verschiedenen Teleskopen anflanschen. Bei einem RASA geht das so nicht. Hier muss ich mit einer anderen Adaption fahren. Zudem habe ich an allen meinen Kameras auch noch einen OAG verbaut.

- Vollformat am RASA, das ist wohl auch ein Thema für sich wie ich das überall lese. Und wenn das mal ideal eingestellt ist, ist wohl ein einfaches wechseln der Kameras wohl nicht so einfach möglich. Einige lassen die Kamera wohl einfach dauerhaft dran. Eine Rotation ist wohl auch nicht so einfach möglich, und da lege ich wert drauf.

- Ich habe einen ASI 6200MM pro mit dem tellergrossen Filterrad, welche ich wohl so in der Form am RASA nicht einsetzen kann. Ein zusätzliches Filterset welches ich dann per Schubladen wechsle, ist für mich keine Option. Auf der anderen Seite bräuchte ich aber wiederum ein neues Filterset für die Schnelligkeit, wohl auch schon für das ursprünglich hier angesprochene RH200. Aber am Ende bevorzuge ich das Filterrad, und möchte da auch nicht hin und her wechseln bzw. Filterrad an und abbauen je nach System.

- Die Sternabbildung ist auch so ein Punkt, welche mich bei dem RASA stört. Selbst bei der gebogenen Kabelführung finde ich diese nicht optimal, auch wenn es sicher besser ist, als ohne. Aber es wäre halt ein weiterer Kompromiss.

- Was ich nicht ausschließen möchte, dass ich mir mal vielleicht ein kleines RASA 8" zusammen mit einer ASI 2600 MC Duo zulege, und beides aufeinander abstimme, und es so als Set immer einsetze, ohne Wechsel der Kamera.
Hallo!

- Der grosse Ackermann ist wirklich zu schwer zum Rumtragen. Zum Montieren sollte man zu zweit sein und das am Tage tun.
- Die 6200er Kamera sollte man mit einem Filterschieber betreiben und während der Astrosaison dranlassen. Nachteil: Wenn helle Sterne in der Nähe sind, fängt man sich leicht Reflexionen ein, aber das war bei den Schmidtkameras von damlas ja auch schon so... Mit Erfahrung braucht man zum Justieren ein ruhiges Händchen und etwa 30 Minuten, aber die Justage ist nicht stabil. Man muss doch dann und wann nachjustieren. Der kleinere 8 Zöller ist davon auch nicht befreit und die Justierschrauben sind bei dem Gerät schwer erreichbar.
- Für die Sternabbildung kann man sich vielleicht ein zweites Gerät (Refraktor) dazu stellen. Diese RASAs sind eher was für Schmalband oder wenn man es eilig hat, wie zB Kometen.
- Der 8er hat wahrscheinlich einen zu kleinen Bildkreis für eine DUO Kamera. Das sollte vorher jemand ausprobieren. Die 2600er hat auch etwas zu grosse Pixel, aber man hat nicht so viel Alternativen am Markt. Für diese Kombination reicht eine EQ6 aus.
- Ein elektrischer Fokussierer sollte unbedingt dran sein.
- Und ja, man braucht die High-Speed Filter oder ein geeignetes NBZ Filter, wenn Farbkamera.
- Das RASA ist in der Abbildung besser als ein Hyperstar. Ein C11 plus ein RASA sind aber eine tolle Kombination und verschiedene Objekte zu fotografieren.

Tom.
 
Arcturus im 130/780 + einfacher TS Flattner und Sony A7s Vollformat 15s, heute bei etwas Dunst aufgenommen.
Bei Stern in der Bildmitte angeordnet ergeben sich feine lange Spikes.
Aber wenn man den Stern randnah positioniert wird es heftig.
 

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