003sec
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Hallo,
ich bin neulich gefragt worden, wie oft man einer 16er in der Planetenfotografie wohl ausreizen kann. Meine Antwort, - die natürlich nur für meine Bedingungen gilt - etwas jedes fünfte Mal. In dieser Saison bin ich aber gut dabei, denn es war das dritte Mal, dass ich überhaupt aufgebaut hatte und siehe da, tolle Schärfe schon im Livebild. Ich begann zwar schon gegen 2:30 Uhr, aber gegen 4:00 Uhr, und schon in der Dämmerung, wurde es am 10.7. immer besser. Die Luminanz wurde mit Rotfilter aufgenommen, die Farbe mit einer Farbkamera. 10 Filme a 30 s am Anfang und 10 am Ende. Dazwischen 80 mal 30 s mit der ASI178MM und Rotfilter.
Natürlich bin ich zufrieden, aber es gab doch zwei Punkte, die ich hätte besser machen können. Zum einen die Justage. Zu Beginn war das Seeing noch schlechter und das Teleskop stand sehr waagerecht. Meine Justage (an Titan) war definitiv sauber, ich teste das immer. Nachdem das Teleskop aber immer steiler stand, passte dann am Ende doch etwas nicht mehr. Ich hätte also einen Teststack machen sollen und nachjustieren müssen. Das zweite Problem fällt in die Kategorie Theorie und Praxis. Dieses Mal zugunsten der Theorie, denn ich wusste, dass rein theoretisch bei 45° Planetenhöhe trotz Rotfilter (der das Spektrum ja einengt) ein ADC nötig wäre. Aber die Praxis der letzten Jahre zeigte, dass ….
Leider …, denn bei besten Bedingungen habe ich hier wohl etwas Schärfe verschenkt, denn die Saturnmonde wurden minimal elongiert dargestellt. Die leichte Dejustage störte aber offensichtlich nicht. Das soll nicht meckern auf hohem Niveau sein, sondern soll mich selbst daran erinnern, dass es immer noch Stellschrauben gibt, an denen man, (sich selbst) oder etwas, verbessern kann.
Immerhin ist es mir zum ersten Mal gelungen, Details oder Albedounterschiede auf Titan darzustellen.(bestätigt mit Winjupos-Simulation)
Und dann die Sache mit der Derotation. Ich habe kurze 30 sec AVIs gemacht, weil die Qualitätsanalyse bei verschieden hellem Hintergrund nicht so gut arbeitet. Dadurch hatte ich 80 Filme. Uff! Die hätte ich nicht nur in Winjupos einpflegen müssen, sondern auch noch das Bildfeld für jedes Summenbild rotieren müssen (habe ja einen Dobson). Ich habe dann jeweils 4 Summenbilder zusammengefasst und dann derotiert, war trotzdem nervig. ABER, die 20 Bilder konnte ich noch mal (über)schärfen, um feine Helligkeitsunterschiede sichtbar zu machen, und siehe da, in der Rotation fallen viele Strukturen in Saturns Wolkendecke auf.
Für den Anfang bin ich also mit der Saison schon mal zufrieden
VG ralf
ich bin neulich gefragt worden, wie oft man einer 16er in der Planetenfotografie wohl ausreizen kann. Meine Antwort, - die natürlich nur für meine Bedingungen gilt - etwas jedes fünfte Mal. In dieser Saison bin ich aber gut dabei, denn es war das dritte Mal, dass ich überhaupt aufgebaut hatte und siehe da, tolle Schärfe schon im Livebild. Ich begann zwar schon gegen 2:30 Uhr, aber gegen 4:00 Uhr, und schon in der Dämmerung, wurde es am 10.7. immer besser. Die Luminanz wurde mit Rotfilter aufgenommen, die Farbe mit einer Farbkamera. 10 Filme a 30 s am Anfang und 10 am Ende. Dazwischen 80 mal 30 s mit der ASI178MM und Rotfilter.
Natürlich bin ich zufrieden, aber es gab doch zwei Punkte, die ich hätte besser machen können. Zum einen die Justage. Zu Beginn war das Seeing noch schlechter und das Teleskop stand sehr waagerecht. Meine Justage (an Titan) war definitiv sauber, ich teste das immer. Nachdem das Teleskop aber immer steiler stand, passte dann am Ende doch etwas nicht mehr. Ich hätte also einen Teststack machen sollen und nachjustieren müssen. Das zweite Problem fällt in die Kategorie Theorie und Praxis. Dieses Mal zugunsten der Theorie, denn ich wusste, dass rein theoretisch bei 45° Planetenhöhe trotz Rotfilter (der das Spektrum ja einengt) ein ADC nötig wäre. Aber die Praxis der letzten Jahre zeigte, dass ….
Leider …, denn bei besten Bedingungen habe ich hier wohl etwas Schärfe verschenkt, denn die Saturnmonde wurden minimal elongiert dargestellt. Die leichte Dejustage störte aber offensichtlich nicht. Das soll nicht meckern auf hohem Niveau sein, sondern soll mich selbst daran erinnern, dass es immer noch Stellschrauben gibt, an denen man, (sich selbst) oder etwas, verbessern kann.
Immerhin ist es mir zum ersten Mal gelungen, Details oder Albedounterschiede auf Titan darzustellen.(bestätigt mit Winjupos-Simulation)
Und dann die Sache mit der Derotation. Ich habe kurze 30 sec AVIs gemacht, weil die Qualitätsanalyse bei verschieden hellem Hintergrund nicht so gut arbeitet. Dadurch hatte ich 80 Filme. Uff! Die hätte ich nicht nur in Winjupos einpflegen müssen, sondern auch noch das Bildfeld für jedes Summenbild rotieren müssen (habe ja einen Dobson). Ich habe dann jeweils 4 Summenbilder zusammengefasst und dann derotiert, war trotzdem nervig. ABER, die 20 Bilder konnte ich noch mal (über)schärfen, um feine Helligkeitsunterschiede sichtbar zu machen, und siehe da, in der Rotation fallen viele Strukturen in Saturns Wolkendecke auf.
Für den Anfang bin ich also mit der Saison schon mal zufrieden
VG ralf