Takahashi Epsilon 160 ED oder William Optics Ultracat 108 ? Oder ein anderes?

Thomas B

Neues Mitglied
Hallo Leute,

Vorgeschichte zur Frage:

ich bin relativ neu in der Astrophotographie und eigentlich (noch) Anfänger. Ich habe absolut Feuer gefangen bin bereits im Besitz mehrerer Teleskope (Red cat 51 in der neusten Ausführung, Celestron 9,25 (kein Edge), Skywatcher Esprit 80 ED) und habe zwei Montierungen (Zwo AM3 mit originalem Carbonstativ und Säulenverlängerung sowie eine Skywatcher wave 150i mit Berlebach Uni18-Stativ und ebenfalls Stativverlängerung). Das Celestron benutze ich nur visuell (und so soll es vorerst auch erstmal bleiben), die beiden anderen zur Astrophotographie mit einer Zwo Asi 2600 mc pro sowie dem ASIAIR plus, Zwo EAF und Optolong-Filter L-Extreme 2" sowie ASI 220 mm als Guidingkamera. Das funktioniert prima und es wurden (bisher noch ohne Pixinsight) schon sehr schöne Fotos von den großen Nebeln ect. geschossen.

Nun kommt der nächste Schritt, vorläufig jedoch noch im APS-C-Format mit der 2600 mc pro. Später gewiss jedoch in Mono APS-C und dann auch irgendwann Vollformat. In jedem Fall fand ich ASI-Air-Steuerung sehr Anfänger-und Benutzerfreundlich. Auf der AsiAir-Benutzerebene soll es vorerst auch erstmal bleiben.

Ich möchte mich jetzt steigern, wenn möglich auch wesentlich.

Ich habe mir zwei Teleskop-Kandidaten jetzt rausgesucht, die es wohl sein sollen (eines davon natürlich nur). Eben die WO Ultracat 108 oder das Takahashi Epsilon 160 ED.

Habe mir eine kleine Tabelle zur Entscheidungshilfe gemacht für Vor-und Nachteile der Geräte 1.) Gewicht, 2.) Abmessungen für den Transport, 3.) Bildformat und Bildkreis, 3.) Abbildungsqualität mit Faubtreue und Spotgröße, 4.) Lichteintrag insgesamt (Öffnung), 5.) "Schnelligkeit" mit F/Ratio, 6.) Handhabung (Kollimierungsbedürftigkeit, Einstellbarkeit), 7.) Preis, 8.) Design, 9.) Zukunftstauglichkeit bezüglich Vollformat, 10.) Veränderbarkeit des visuellen Bildkreises durch Extender, 11.) Zugang zu Gleichgesinnten für Erfahrungsaustausch und zur Problembewältigung. Insgesamt gibt es wohl nicht viele Nutzer jeweils der beiden Teleskope, fürs Epsilon nicht, weil schon recht speziell und leider teuer und für die Ultracat 108 (noch) nicht, weil noch nicht lange erhältlich und auch im höheren Preissegment...

Das pro und contra aus meiner kleinen Tabelle ist bis dato relativ ausgeglichen...

Am schönsten wäre es natürlich von der Praktikabilität, wenn ich das neue Teleskop auf die AM3 (Tragfähigkeit laut Herstellerangabe mit Gegengewicht max 13 kg, theoretisch wohl dann doch eher nur?) setzen könnte, quasi als Austausch zur RedCat 51 oder dem Esprit 80. Das konnte ich ganz fix im Garten schnell aufbauen. Probieren werde ich es, aber ich werde dann wohl auf die Wave 150i von Skywatcher mit dem Berlebach-Stativ zurückgreifen müssen, da beide vom Gewicht wohl mit Ausrüstung ähnlich (ca. 10-12 kg) zu viel für die AM3 für sauberes Guiding sein könnten...
Auch sollten keine sehr langwierigen Auf-und Abbauphasen nötig sein, also eher grab and go sozusagen...am Besten soll alles schon am Teleskop dran sein und da auch verbleiben und das ganze soll dann (bis auf die Kamera dann vielleicht) alles in eine Tasche passen (als komplettes Teleskop-Setup).

Prinzipiell tendiere ich zum Epsilon, da schon länger am Markt (Grundversion knapp 40 Jahre) und entsprechend auch ausgereift und von der Abbildung und Lichtleistung wohl noch besser als die Ultracat. Bedenken habe ich jedoch bei katadioptischem System zur eventuell nötigen Kollimation (Justierokular ect). Wenn das häufig justiert werden müßte wäre das ein No-go für mich. Gelesen habe ich bisher, dass das eher seltener nötig sein kann, je nachdem, wie man es transportiert und so weiter. Trotzdem bleibt die kleine Kaufbremse für mich dadurch...

Meine Frage also: hat jemand schon eines dieser Teleskope? Wenn ja, wie kommt ihr damit zurecht? Gab es Ärger? Hat jemand an dem Epsilon einen Haltegriff installiert? Ich würde das mit ner Losmandy-Platte machen (Lacerta-Version mit den schwarzen Ringen und der Losmanyschiene) obig angebracht und nem Baader Handgriff machen. Scheint aber wieder zusätzliches Gewicht auf die Waage zu bringen...Als Guiding-scope werde ich mein Scientific Explorer 60er-Sucherscope nehmen, das funktionier sehr gut, für die Ultracat das 32er Guidesope von WO.

Habt ihr vielleicht auch einen anderen Vorschlag für ein ganz anderes Teleskop in dieser Performance-und Preis-und Gewichtsklasse?



Für Antworten oder einfach nur Meinungen (wie würdest Du Dich entscheiden und vergleichbarer Situation-auch wenn Du es nicht hast?) wäre ich sehr dankbar!

Gruß Thomas B. aus Stralsund
 
Hallo Thomas,

kurz nimm den Takahashi, da hast erprobte Qualität eines Markenherstellers mit viel Erfahrung in der Community. Häufig zwar vom kleineren 130er aber die sind baugleich.

Der WO ist meines Wissens auch nur ein gebrandete Version zu einem teureren Preis von einem der Produzenten wie Sharpstar, etc. weiß jetzt nicht genau welchem.

Bei f/4,8 muss bei einem Linsenteleskop schon alles ganz genau passen mit sehr engen Toleranzen. Die Design-Specs sehen natürlich Spitze aus, wie es dann in der tatsächlichen Praxis ist….

Es hat schon einen Grund, neben der Marke, dass der ziemlich equivalente FSQ106 von TAK über 50% mehr kostet, meine Meinung.

Die Epsilons sind bekannt für ihre Justierstabilität und durch die Schnelligkeit bekommst du auch in zwei, drei Stunden schon ordentlich Signal auf den Sensor und auch die Einzelbelichtungszeiten können kürzer ausfallen, was auch Vorteile hat.

Wie gesagt meine Meinung.

Viele Grüße,
Alex
 
Hallo

Lichtstärker wäre eigentlich besser, mehr Öffnung au h mehr Auflösung für die heute kleine Kamerapixel.
Der Epsilon soll ja wenn richtig justiert sehr stabiel die Justage halten.
Ein Red darf mit Carbon 150/600 wäre aber auch möglich, nicht ganz so teuer und du kannst ihn mit 1.15 Reducer etwas länger machen oder mit 0.75 Nexus Korrektor auf 150/450 reduzieren.
Das leuchtet aber mit 0.75 Korrektor nur noch APSC brauchbar aus.
Es gibt sicher noch andere 150/600 mit Carbontubus, das ist gutmütiger zu justieren und im Paket noch günstiger als Epsilon.
Ist die Frage ob man wirklich 24x36mm Kamera haben will, das bedarf am Epilon dann auch die quadratische. 50x50 Filter , das schränkt bei Auswahl Filterrad und Filter stark ein und ist alles auch fast doppelt so teuer, zumal die Justierprobleme bei Vollformat noch größer werden.

Gruß Frank
 
Hallo Thomas,

es ist ja auch eine grundsätzliche Frage, ob einem die Sterne mit Spikes gefallen, oder nicht. Mir gefallen sie gut und ich war immer besonders begeistert von den Bildern, die mit einem Epsilon erstellt wurden. Deshalb hatte ich mir vor einiger Zeit den 130er gekauft und war auch direkt verliebt :)
Der Epsilon kam gut justiert bei mir zuhause an und ich sah bis jetzt noch keine Notwendigkeit, etwas einstellen zu müssen.

Bezüglich Montierung: Ich benutze den 130er auf einer AM3 mit Gegengewicht im Heavy Duty Mode (weil ich sie halt habe, mir die andere Montierung zu schwer ist und ich etwas faul bin :-)). Das Guiding läuft damit genauso gut, wie mit meinem kleinen Refraktor, allerdings nur, wenn es nicht zu windig ist. Meiner Meinung nach ist die AM3 damit ziemlich am Limit. Der 160er ist ja noch ein paar hundert Gramm schwerer. Ich weiß nicht, ob das auf Dauer die beste Lösung wäre.

Tragegriff für den 130er kam bei mir aus dem 3D Drucker. Gewinnt keinen Design Award, erfüllt aber seinen Zweck.

Gruß
André
 
André, wie ist deine Meinung zum HyperStar für den C9.25? Ich weiß, Du hast den für den C11, wäre aber insgesamt günstigere und noch schnellere Alternative.
 
André, wie ist deine Meinung zum HyperStar für den C9.25? Ich weiß, Du hast den für den C11, wäre aber insgesamt günstigere und noch schnellere Alternative.
Die Sterne sind schon schöner beim Epsi :) und ich finde die Kombination vom Aufbau her deutlich aufwendiger. Ich weiß ja nicht wie Deine Erfahrungen sind, aber den Hyperstar muss ich schon relativ oft neu justieren, insbesondere, wenn ich die Teile nicht zusammengebaut lasse. Ansonsten ist das natürlich ein super Teil und sicherlich ein guter Gedanke, zumal der C9.25 ja schon vorhanden ist!
 
Ich habe nicht deine größere Erfahrung mit dem Hyperstar. Die Justage war für mich okay, hatte mir keine große Mühe gegeben. Hatte mich auch nicht um optimale Sternabbildung gekümmert. C8 vs. C11 erhoffe ich mir bessere Ecken mit APS-C und kleinen Pixeln. Wird aber noch etwas dauern, bis ich das Hyperstar für C11 bestellen werde.
 
...der Ondre...
ja, das Takahashi Epsilon 130ED habe ich mir auch relativ genau unter die Lupe genommen...
Vielleicht wird es auch das. Einfach leichter und kleiner - besser für einen Transport ins Feld. Für den Transport in den Garten nehme ich aber auch die 12-13 kg des 160 ED als Setup in Kauf. Dreimal Laufen (je 12 Kg, mehr aber auch nicht)- Stromversorgung 12V, Stativ mit Montierung und Stativverlängerung und eben das Teleskop mit allem dran. 1 Halbtreppe und 15m. 10 min Aufbauzeit. 10 min. Pole Alainment und los...Ich dachte 130mm sind für ein katadioptisches schon fast maximal klein. Macht aber richtig, richtig gute Bilder...Da würde ich mich dann doch irgendwann wieder vergrößern wollen...Ich dachte sogar an das 180 er ED. Dann auf jeden Fall mit der Wave 150. Ich weiß es halt noch nicht ganz genau. Aber die Ultracat ist bestimmt auch sehr gut. Die 51er Cat macht, finde ich, für ihre Größe schon prächtige und relativ fehlerarme Bilder. Mir fallen diese Fehler nicht besonders auf. Die Präzision ist schon phänomenal mit der Petzval-Optik. Wenn dann auch noch S ED-Gläser drin sind wirds schon richtig gut...Weihnachten hab ich aber auf jeden Fall ein neues Teleskop in dieser Liga. Nur welches steht noch nicht ganz fest.

Gruß Thomas B.
 
Den 130er oder 180er würde ich nur nehmen, wenn es um Größe oder Schnelligkeit geht.
Der 160er hat einfach die kleinsten Spots und schon eine Spiegelblende.

Für die einen ist Kollimierung ein Übel. Ich sehe das nur positiv: Du *kannst* die Optik wieder in den Urzustand versetzen, wenn es nötig ist. Bei einem Refraktor mit mehreren Linsen hast Du schlechte Karten, wenn sich mal z. B. eine leichte Koma reinschleicht durch zu ruppigen Transport.

Die Überlegungen dann Vollformat etc. zu machen sind alle valide. Aber aus Frustgründen kann ich nur empfehlen solche Systeme aufzubauen und möglichst nie wieder anzufassen.

Meines Erachtens machen Epsis nur Sinn, wenn man auch wirklich Vollformat macht. Begnügt man sich mit APS-C, dann findet man günstigere Alternativen in Form der 150er Newtons.

Wenn Refraktor, dann irgendwas mit Flat-Field. Das ist sooo entspannt. Da kann man dann auch öfter Kameras tauschen ohne Stress mit dem Backfokus und Adapter-Schlachten zu haben.

CS
Thomas
 
Daumen hoch für den Epsilon - die Frage ist nur, wie gut du in Sachen Justage bist. Einmal justiert halten die zwar ne Weile, aber irgendwann muss man mal ran. Die William Optics Teleskope können sehr gut sein. Böse Zungen behaupten sogar, der 91er Redcat schlägt den Takahashi FSQ ;) . Aber die haben so ihre Probleme mit der Qualitätskontrolle und du kannst genauso gut ne Gurke erwischen. Der Ultracat ist auch recht neu oder? Ich weiß gar nicht, ob es da schon Erfahrungsberichte gibt.

Takahashi Teleskope werden quasi von Hand geklöppelt, jeden Tag gestreichelt und bekommen vor dem Einschlafen eine Geschichte vorgelesen. Die können schon was. Am Ende musst du wissen, ob dir eine Linsenoptik oder Spiegeloptik mehr zusagt. Manche mögen halt keine Spikes... Aber dafür hast du mehr Öffnung und bist schneller unterwegs.

Keines der beiden Geräte würde ich auf eine AM3 setzen.

CS,
Ulrike
 
Justage... das schlimmste ist FS nicht richtig unter OAZ zentriert oder gar verdreht, das ist aber eigentlich gut erhaltbar.

Gruß Frank
 
Hallo Thomas,
für einen Neueinsteiger bist du ja schon recht gut ausgestattet.
Da ich einen Epsilon 160Ed mein Eigen nennen darf, muss ich den natürlich empfehlen und das mit guten Gewissen.
Der ist bei mir nun seit Mai letzten Jahres im harten Einsatz und ist immer noch wie am ersten Tag perfekt justiert. Du brauchst dir also bzgl. Kolimations Stabilität keine Sorgen machen.
Der Aufbau ist bei mir in 5min erledigt. Ich habe mir einen stabilen Griff dran gemacht der nur wenig wiegt. In Summe sind es mit dem kompletten Imagetrain (Mono Cam, Filterrad, Guidescope, EAF) und Schiene 11,5kg. Das lässt sich noch locker aufsatteln.
Als Vorteil gegenüber dem 4" APO sehe ich die bessere Auflösung und eine garantiert fehlerfreie Farb-Abbildung.
Und du hast einen Tak !
Wenn dir das Handling wichtig ist und weniger die Schnelligkeit dann greife zum APO.
Ist auch ein tolles Gerät.

CS
Franz
 

Anhänge

  • markup_215.jpg
    markup_215.jpg
    552,2 KB · Aufrufe: 191
Hallo Franz...eigentlich war das genau die Antwort, die ich gebraucht habe. Volltreffer sozusagen für das 160er ED. Du bist mit Mono und Filterrad schon einen Schritt weiter.
Fragen: haste Dir die Kombination mit den Schellen und der Losmandy-Schiene bei Lacerta besorgt? Wenn ja-wie sind Schellen? Wo krieg ich den Griiff, den Du hast (sieht optimal aus...ohne extra-Losmandyschiene auf dem Dach, wie ich es mir gedacht habe) ? Noch nie Kollimiert? Wow...oder verstehe ich das falsch...haste das Kollimations-Okular-Set oder besorgst es Dir erst, wenn Du mit den Bildern unzufrieden wirst? 11,5 kg lassen mich mit der AM 3 hoffen...
Thomas
 
Hallo Thomas,

freut mich wenn's dir weiter hilft. Werte und Specs sind das Eine, am ende zählt natürlich die Praxis. Ich war auch lange am hadern und wollte eigentlich nie soviel Geld dafür ausgeben. Jetzt weiß ich, der Tak bleibt alles andere rotiert bei mir gerade.
Den Griff bekommst du bei Hug-Griffe .
Die Schellen/Montageschiene ist wie das Teleskop alles von Lacerta. Wurde von denen auch sehr gut überprüft und kam genau so perfekt an wie es sein soll.
Seit dem habe ich keine Hand mehr an der Kollimation angelegt !
Das wird bei mir vermutlich erst im nächsten Jahr fällig, wenn der HS mal eine Reinigung bekommt.
Das Ganze auf einer AM3 wäre ich vorsichtig. Ich selbst habe eine AM5 und da bin ich zeitweise im 3-Star Polarlignment an der Grenze wenn sich die RA Achse wieder in die Homeposition bewegt. Allerding habe ich auch eine Doppelschiene wo dazwischen mein Steuer-PC (Mele Quiter 4C) sitzt.
Dadurch nochmal rund 2 kg zusätzlich und erhöht gleichzeitig den Hebel zwischen dem Drehpunkt der RA-Achse und dem Teleskopschwerpunkt. Mit reduzierter Verfahrgeschwindigkeit gehts wieder.
Also unbedingt den Abstand mitberücksichtigen. Dazu gibt es auch Angaben von ZWO welche Last bei welchen Abstand.

CS,
Franz
 
Danke Franz für Deine Infos...
Abstand zur Montierung und Hebelwirkung...jetzt verstehe ich auch, warum Du konsequent alles auf die Seite zur Montierung angebracht hast...ein Gegengewicht benutzt Du trotzdem nicht? Ich bin beim Celestron 9.25 (wohl ganz ähnliche Gewichts-und Gewichtsverteilungsliga, bestimmt auch 12 kg mit schweren Okularen) nur am Anfang so korrekt gewesen und hab das 5kg Gegengewicht mit Stange bei der Wave 150 angebracht. Da ich aber gemerkt habe, dass das tracking und das slewing genauso gut ohne funktioniert hab ich es dann mir einfach gespart irgendwann...die Wave 150 soll 15kg ohne Gegengewicht und bis zu 25 kg mit Gegengewicht stemmen können...
Andere Frage:
Tauschutz/Streulichtschutz (Kappe). Beim 9.25 SCT ist man ohne aufgeschmissen, so meine Erfahrung (wegen schnell ablagerndem Tau auf der Schmidtpaltte). Ist für die Epsilons eine Taukappe sinnvoll oder gar unbedingt notwendig? Ich verstehe den Sinn der Heizvorrichtung bei der als Zubehör empfohlenen Lacerta-Tauschutzkappe mit dem in der Kappe installiertem Heizsystem nicht so ganz...Man hat doch gar keine Schmidtplatte...Der Primärspiegel (hinten) soll doch leicht erwärmt werden und nicht die ganze Luft im Tubus...oder was...Haste Du eine und welche? Schraubst Du die Grundplatte zum Primärspiegel ab, um eine schnellere Abkühlung zu gewährleiten? Ist ein Heizband (in der Nähe des Primärspiegels ?) notwendig ? Muss man gegen eine Betauung sonst noch was beachten (Sekundärspiegel) ? Fragen über Fragen...
Danke für jeden konstruktiven Hinweis von jedem.
Gruß Thomas
 
Was haltet ihr von dem?
Perspektiv schwierig für irgendwann mal Vollformat wegen dem 2“ OAZ. Im Verhältnis zum 160er Epsilon oder dem Refraktor auch nochmal deutlich größer.
 
Hallo Astroalex80 und Foxi....
ja, hab ich mir auch schon angesehen. Gibt den auch von Orion. Zu groß für mich. Fahre damit auch mit Wohnmobil durch ganz Europa. Mit dem C 9.25 paßt das zwar auch, ich möchte aber schon was kompakteres und Kollimation ist, wie gesagt, für mich schon ein Hindernis für den Kauf. Für diese Bauart (egal, ob 8, 10, 12< oder was was ich was Zoll) gilt das wohl generell mit Kollimationsbedürftigkeit. Hab ich mal irgendwo gelesen...muss schon regelmäßig kollimiert werden, denke ich. Dann lass es so gut sein, wie es will...
Aber Danke für den Hinweis.
Thomas
 
Hallo Felix 42,
sicher auch nicht übel der 150/600er ohne Namen...
F3.3 sind aber schon ein Unterschied. F/4, um eventuell den auch mal visuell zu nutzen. Will ich aber sowieso nicht, dafür habe ich das C 9.25.
Thomas
 
Dieser ganze Vergleich mit den anderen Newtons ist valide, wenn man bei APS-C bleibt.

Möchte man Vollformat, dann gibt es einfach nichts, was es in dieser Größe hinkriegt und preislich attraktiver ist. Letztlich ist das Preis-Leistungs-Verhältnis eines Epsis nicht schlechter, weil sie ein doppelt so großes Feld bieten. Muss man dann aber auch nutzen.


Zu der Taukappe: Epsis sind sehr empfindlich bei Streulicht. Wenn Du nicht in komplett dunklen Gebieten unterwegs bist, dann brauchst Du eine.
Ich habe eine mit dem integrierten Heizband. Im Sommer bleibt es aus. Mit fallenden Temperaturen knipse ich es leicht an und hatte noch nie Tauprobleme. Entsprechend platziert heizt das Heizband den äußeren Ring und durch die dicken Spinnenstreben geht auch sicherlich etwas Wärme auf den Fangspiegel. Das hat bei mir immer gereicht, aber ich meide super nasse Wiesen. Einige schwören auf einen Lüfter hinten. Ich habe es bisher nicht benötigt aber die Klappe ist bei mir offen. Dazu habe ich aber keine Versuchsreihen gemacht.

CS
Thomas
 
Hallo Felix 42,
sicher auch nicht übel der 150/600er ohne Namen...
F3.3 sind aber schon ein Unterschied. F/4, um eventuell den auch mal visuell zu nutzen. Will ich aber sowieso nicht, dafür habe ich das C 9.25.
Thomas
Ja aber mit 0.75x Korrektor ist F/3 und F/3.3 schon ein Unterschied
:D ... so kann man da nicht rangieren, den F/4 bekommst du auf F/3 reduziert 450mm Brennweite oder mit Paracorr auf 690mm Brennweite.
Beim Tak zieht eher das Argument Vollformat.... mit allen Nachteilen, Schwierigkeiten und Mehrpreis.

Wenn es nicht schon feststehen würde das es lieber ein Apo wird wäre es eine leichte Entscheidung?

Gruß Frank
 
Hallo Frank66,
ich habe zwei Apos. Die Cat und den Esprit 80 ED. Von der Bauart, der Verarbeitung, Design und natürlich der Petzval-Optik ist die Cat von mir bevorzugt. Natürlich auch wegen des field of view. Die 51er Cat ist schon echt gut. Ich dachte mir zuerst, eines der Pleades (68er oder gleich die 112) zu nehmen. Ich hab aber gelesen, und gehört, daß die überteuert ist. Die Ultracat scheint für mich besser. Sehr präzise verarbeitet, sehr gute Optik mit zwei S ED-Gläsern der 5 Linsen, Flatfield, der interne Fokusser, der Rotator und Tilt exterminator...so ganz hab ich mich innerlich von der Ultracat noch nicht verabschiedet. Das Epsilon kostet min. 1000 Euro mehr als die Ultracat. Is natürlich schwer vergleichbar aber spielt offensichtlich etabliert in der sehr hohen Liga. Die kleine Cat hat bewiesen, was geht. Ob das im großen wiederholbar ist, wird sich zeigen. Glaub aber, dass die sehr gut ist. Da gibts nicht mehr viel Luft nach oben momentan zu dem Preis.
Thomas
 
Hallo,
ich nochmal...
Was haltet Ihr von dem kleinen Takahashi FTC 65D ?
Klar, kostet weniger als die beiden in meiner Ausgangsfrage. Ich bin aber prinzipiell (noch?) offen für weitere Ideen.
Der kleine Tak hat mit dem sauteuren Reducer ein richtig, richtig großes Field of View (9.5°).
Bestimmt wesentlich besser als die kleine Cat 51 für Wide Field-Aufnahmen...
Und die gefallen mir zumindest jetzt am Besten (weil wohl Anfänger...).
Sowas als nächsten Schritt ?
Dieser kleine Tak mit der AM3. Sehr, sehr transportabel.
Ein großes Field of View (in Kombi mit entsprechend großem Bildkreis für die Kamera) ist schon nicht unwichtig für mich. Und da ist das Epsilon einfach kleiner.
Und Fluorid im Apo UND im Reducer ist sicher auch ne Erfahrung.
Hm...
Gruß Thomas
 
Hallo Thomas, das ist sicher ein feines Gerät. Habe selbst mehrere Taks, welche ich bis auf den Mewlon nur noch visuell nutze, obwohl der FC100DZ mit Reducer fotografisch mega ist.

Der Grund ist das ich nun auch einen Askar FRA300 und einen SQA106 habe. Diese decken meine Brennweiten in dem unteren Bereich ab und funktionieren einfach hervorragend! Wie oben schon erwähnt entfällt fier die Abstands/ Tilt/ Whatever pangellei und mir ist das viel wert, da ich auch häufig mit verschiedenen Kameras Fotografiere. Diese Adapterschlachten zerren an den Nerven und sind ein erheblicher Kostenfaktor.

Für Deine Bedürfnisse scheint der Askar SQA70 eine gute Wahl zu sein.

Viele Grüße,

Stephan
 
Hallo,
vielen Dank erstmal für den Vorschlag...
Ja, der SQA 70 ist sicher ein prima Arbeitspferd. Sehr kompakt. Es gibt so einige Teleskope, die ich mir angesehen habe und theoretisch in Frage kämen. Der Tak FC 100 DZ gehört auch dazu. Wer die Wahl hat, hat die Qual sozusagen. Als Limit habe ich mir 5000 Euro gesetzt. Irgendwo muss Schluß sein. Sonst komme ich noch auf die Idee einen Tak TSA 120 mit Feather Touch zu kaufen...das dürfte das beste Größen-Gewichts-Abbildungsleistungs-Verhältnis eines Apos haben... leider reicht das dafür lange nicht (Reducer, Klemmen uswusw.). Vielleicht doch ein paar Monate Warten und dann den Tak TSA 120? Das Zubehör bei Takahashi kostet fast genausoviel wie der Tubus selbst, wie es scheint. Da ists mit der WO Ultracat 108 anders. Da ist wohl alles dabei...und einfacher als ein Epsilon ist die Cat bestimmt im handling.
Ich bin nicht sicher...noch tendiere ich scheinbar für das Epsilon 160. Das wird auch von Tak hochgelobt und die Epsilon oder TSA-Bilder im Astrobin sehen schon sehr gut aus...
Das Epsilon könnte jedoch für mich als relativen Anfänger schon eine Nummer zu schwierig im Umgang sein...
Noch habe ich ja knapp einen Monat Zeit, wir das zu überlegen.
Gruß Thomas
 
Takahashi ist mittlerweile völlig überbewertet und überholt wenn man die neue Askar SQA Serie und die William Optics Ultracats anschaut, Takahashi ruht sich zu sehr auf alten Konzepten aus, seibst die Qualität ist da auch nicht mehr so toll, viel kippelige OAZs, miese Rotatoren
 
Zurück
Oben