Epsilon 130D vs. f/4 Newton (zB 200/150mm Lacerta) mit Starizona Nexus 0,75x Korrektor

AstroFritz

Aktives Mitglied
Moin,

schon länger denke ich darüber nach, mir ein schnelles Spiegelteleskop zuzulegen.
Bisher war ich überzeugt davon, dass es am Ende ein 130er Epsilon wird.
Allerdings bin ich durch Zufall auf Astrobin über Bilder eines 150mm und 200mm Lacerta Newton mit einem Starizona Nexus 0,75x Korrektor gestolpert.
Die Ergebnisse haben mir sehr gut gefallen, und jetzt überlege ich, ob ein f/4 Newton mit dem Nexus nicht eine echte Alternative wäre.

Das Spannende ist, dass ein Lacerta-Newton zusammen mit dem Nexus günstiger ist als ein Epsilon.
Außerdem haben die Lacerta-Modelle mehr Öffnung und sind sogar noch etwas schneller.
Der Octoplus-OAZ von Lacerta macht im Vergleich zum Epsilon ebenfalls einen guten Eindruck – wobei ich mit meinen Taks bisher keinerlei OAZ Probleme hatte.

Soweit klingt es für mich erst einmal so, als wäre ein f/4 Newton die bessere Wahl.
Eine Sache gibt mir aber dennoch zu denken: die Kollimierung bzw. deren Stabilität.

Beim Epsilon hört man ja meist, dass er sich bei pfleglicher Behandlung nur sehr selten verstellt.
Die Frage ist, wie sich das beim Lacerta verhält. Die Bilder der Zelle sehen dem Epsilon schon recht ähnlich.
Auf der Lacerta-Seite findet sich sogar folgendes Kundenzitat:
"Ich habe den Newton seit 25.000 km im Auto und musste noch nie nachjustieren."

Wenn das tatsächlich so ist, wäre das natürlich wunderbar: Man spart Geld und erhält ein tolles Produkt.
Aber ist das wirklich realistisch?

Was würdet ihr dazu sagen?
Hat jemand Erfahrung mit den aktuellen Lacerta-Newton (oder gerne auch anderen aktuellen f/4 Newton) in Kombination mit dem Nexus Korrektor?
Lässt sich eine ähnlich stabile Justage erreichen, wie sie dem Epsilon nachgesagt wird?
Oder liege ich mit meiner Überlegung falsch und ein Epsilon 130D wäre am Ende doch die bessere Wahl?

Hier ein paar Links:

Ich würde mich sehr über Hinweise freuen, damit ich in Zukunft die richtige Entscheidung treffen kann. :)

Viele Grüße
Brian
 
Hallo Brian,

spontan gesagt würde mich vor allem die Ausleuchtung interessieren. Ich bin immer Freund von sehr guter Ausleuchtung. Auch wenn beim Starizona 28mm angegeben sind, wird es bestimmt einen Unterschied zum Epsilon geben.

Meine beiden ONTC Newtons und der FRA500 leuchten APSC so gut aus, dass ich von der Ausleuchtung her auf Flats komplett verzichten könnte.

Habe aber keine Erfahrung mit so schnellen Koma Korrektoren. Mit passenden Flats wird es bestimmt funktionieren. Da wären Erfahrungswerte interessant von Leuten die diesen Korrektor im Einsatz haben.
Aber beim Thema Ausleuchtung da hat natürlich jeder seine eigenen Vorlieben.

Mfg
Thomas
 
Hi Brian,

Der Nexus ist bis 28mm Bildkreis spezifiziert, ich wollte gern mal Vollformat testen bin aber noch nicht dazu gekommen. Flats brauchst Du aber bereits bei APS-C.
Die Epsilon-Serie ist auf jeden Fall 44mm Bildkreis spezifiziert.

Ich liebäugel aktuell mit dem Umbau auf einen 3" Auszug und Verwendung eines TSNTRED bei F3,4 und Vollformat.
 
Hallo Brian,

der 130D ist korrigiert bis Vollformat, der Nexus kann nur APS-C. Ansonsten bildet der Nexus APS-C sauber ab. Allerdings ist der Korrektor so weit ich weiß auf so 800mm gerechnet, was die Feldwölbung angeht. Koma muss auf die Blende korrigiert werden, Wölbung auf die Brennweite. Wie das bei 600mm funktioniert kann ich dir nicht sagen, aber bei meinem 4,5" f/4 ist die Feldwölbung ein Problem. Interessanterweise führt es zu einer Überkompensation, sodass man mit dem Arbeitsabstand etwas rein muss. Und da geht es bei f/4 um 1/10mm genaue Abstimmung.

Der 130D hat eine volle Ausleuchtung von 35mm. Das wird durch einen großen Fangspiegel plus einem überdimensionierten Hauptspiegel erreicht. Der Hauptspiegel hat 166mm, davon werden effektiv aber nur 130mm als Apertur verwendet. Es ist aber immer die Frage, was das heißt. Denn selbst bei f/4 vignettiert ein 2" Auszugsrohr durch den Innendurchmesser schon aus Prinzip ab so 70mm Länge. Der Durchlass des Korrektors ist nochmal kleiner und liegt bei so 46mm. Also ein 2" Auszug bei f/4 vignettiert prinzipiell. Takahashi kann hier evtl. durch einen größeren Einlass gegensteuern. Das kann ich nicht sagen. Aber selbst dann wirst du einen Helligkeitsabfall haben, da schräg eintreffende Strahlen eine geringere Transmission haben, als senkrecht eintreffene. Je schräger desto mehr wird reflektiert. Deshalb habe ich sogar bei meinem Apo mit 2,5" Auszug und 68mm Flattener bei APS-C einen Helligkeitsabfall gegen den Rand. Das ist eine physikalisches Gesetz und kann nicht umgangen werden. Von daher kann ich den Post von meinem Vorredner nicht ganz nachvollziehen. Sobald man von der Achse weg geht, gibt es einen Helligkeitsabfall. Der mag größer oder kleiner sein, je nach System, aber da ist der immer.

Wegen Vignettierung würde ich mir aber keinen großen Kopf machen. Meinen 4,5" f/4 habe ich so gerechnet, dass das voll ausgeleuchtete Feld bei genau 0mm liegt. Das hat Vorteile bei der Transmission und der Sternabbildung. Der lässt sich sogar für Vollformat ohne Probleme mit Flats korrigieren. Das geht tatsächlich ohne Probleme mit passenden Flats bis auf 10% Ausleuchtung. Allerdings hat man natürlich in den Ecken weniger Signal und irgendwann fangen die Ecken sichtbar an zu rauschen. So 60-70% ist der Bereich, wo Ausleuchtung noch keine Probleme macht.

Als Faustregel für die Verwendung eines Nexus würde ich allerdings darauf achten, dass das Teleskop prinzipiell für Vollformat geeignet ist, da der Nexus durch die Reduktion in etwa das Feld zeigt, dass ein f/4 ohne Nexus mit Vollformat hätte. Wenn der f/4 in den Ecken durch den Auszug bei Vollformat schon komplett blind ist, kannst du den Nexus dafür nicht verwenden.

Ich habe keinen von beiden, aber beide sind für ihre gute Mechanik bekannt. Das sollte sich halt nicht dejustieren. Bei f/3 ist die Justage schon ein Akt. Den Nexus kannst du nur klemmen. D.h. der Auszug muss in der Hinsicht extrem stabil sein. Das muss perfekt sitzen und darf sich nicht verändern. Sonst musst du da jedes mal ran. Es ist auch immer eine Quelle für Verkippungen. Was beim Nexus in meinem Fall auch noch sein eine Sache ist, ist die Justage mit dem Laser oder Okal. Der Nexus fächert den Strahl auf und das Bild im Okal kriegt man nicht richtig scharf. Das muss man später zwingend noch mit laufender Kamera feintunen.

So in Summe würde ich den 130D von der Spezifikation her schon für das vollständigere und komfortablere Paket halten, weil er einfach für f/3,3 bis Vollformat gemacht wurde. Das mit dem Nexus zu erreichen mag zwar auch gehen, aber es ist ein extremes System, das Feintuning benötigt.

Grüße
Joachim
 
Moin,

vielen Dank für eure Antworten!

Aktuell würde ich eine 585 Mono oder ein 294 Mono benutzen.
APSC wäre für das Teleskop erstmal nicht geplant, könnte aber mal kommen.

Flats werde ich so oder so machen. Selbst wenn ich 100% Ausleuchtung hätte würde ich gerne den Schmutz der sich überall im System irgendwann mal ansammelt möglichst korrigieren.
Wenn die Abbildung nach Flats dann passt ist für mich alles gut.

Vollformat wäre für mich auf jeden Fall kein Thema. Weder jetzt noch in der Zukunft.
Die Filter die man für ein solches schnelles System braucht wären einfach zu teuer und die Einstellung auf Abstand und Tilt wäre deutlich empfindlicher als bei APSC oder kleiner.

Da Lacerta den Nexus extra in der Beschreibung der Newtons erwähnt habe ich eigentlich gedacht, dass er mit den Teleskopen auch gut funktioniert.
In der Anleitung des Nexus steht auch, dass er gut mit 6"-12" f4 Newtons funktioniert die für das Fotografieren designt wurden. Das ist beim Lacerta ja der Fall.
Außerdem gibt es einige User auf Astrobin die ihr Lacerta 6 oder 8" mit dem Nexus und APSC Kamera benutzen. Klar ist dann keine Garantie dafür, dass es funktioniert, aber ich denke nicht, dass so viele das Setup so benutzen würden wenn es nur Probleme macht.
Einer der User ist Tommy selber. Ich denke nicht, dass er ein System benutzen würde was nicht vernünftig funktioniert.

Zu der Justage der beiden Systeme:
Ob sich der Epsilon bei f3,3 zu dem reduzierten f4 Newton so viel nimmt?
Ich denke wenn es dazu kommen sollte sind beide Systeme schwer perfekt einzustellen.
Genau sagen kann ich es aber nicht da ich nicht wirklich Erfahrungen mit so schnellen System habe.
War bisher meist mit einem Apo unterwegs.

Ich werde mal bei Lacerta anfragen was die dazu sagen können.
Die bieten ja Epsilon und Nexus an.

Viele Grüße
Brian
 
Hallo Brian,
wenn epsilon, dann würde ich eher auf den 160er gehen. Der ist von der Optik der modernste - sowohl in der Abbildung als auch von der Justage.
VG Wolfgang
 
Der kostet aber halt auch fast das doppelte.

Wenn es günstiger sein soll, würde ich auch mal auf die neuen 4,5" f/4 Teleskope schauen. Das wären die Parameter von meinem Selbstbau. Der Spiegel ist allerdings offenbar ein anderer. Meiner ist definitiv kein BK7.

Allerdings kann der Fokus bei deren Fangspiegelgröße nicht allzu weit draußen liegen. Da musst du aufpassen, dass der Korrektor auch funktioniert. Das wird nur gehen, wenn der den Brennpunkt gut nach außen verlegt. Der Nexus geht damit definitiv nicht. Dafür kostet das aber auch nur 3-stellig.
 
Moin,

danke für die Vorschläge.

Allerdings geht es mir explizit um die größere Öffnung, habe schon einen 115mm Apo f7 Apo mit dem ich per Reducer auch auf ~f4.5 komme, und um das Öffnungsverhältniss.

Das Epsilon 160 ist bestimmt ein spannendes Teleskop aber mit 4500-5000€ zu teuer.

Ein gebrauchtes Teleskop kommt für mich nicht infrage.

Grüße
Brian
 
Hallo Brian,

warum eigentlich nicht gebraucht. Hier im Forum wird gerade ein Epsilon 160 zum Preis eines neuen 130er angeboten.
Ich habe ja selber den 160ED und bin absolut begeistert. Null Nachjustage seit 18 Monaten. Bin schon am hin- und herüberlegen ob ich ihn nehmen soll für ein Dualsetup.
Bei den Epsilons kauft man auch keine Katze im Sack. Außerdem bekommt man i.d.R. vom Verkäufer Sternbilder und kann danach entscheiden. Das hat man bei einem Neugerät leider nicht.

CS,
Franz
 
Hi Franz,

die Angebote habe ich gesehen.
Auch 130er werden immer wieder zu guten Preisen angeboten.

Allerdings habe ich lieber die Sicherheit durch den Händler.
Falls der extreme Fall eintritt, dass es Probleme gibt kann man das Teleskop immer noch zurücksenden.

Ein Kollege von mir hat vor einiger Zeit mal ein 200er TS ONTC gebraucht gekauft.
Die Bilder (Unbearbeitete Lights und Rohstacks) sahen alle sehr gut aus.
Das Teleskop wurde nie bewegt. War in einer Rolldachhütte montiert.
Wurde daher auch nur sehr wenige Male justiert.
Durch den Transport durch halb DE, mein Kollege hat das Teleskop zwar abgeholt, musste aber ein gutes Stück fahren, hat sich die Kollimierung verstellt.
Als er den FS justieren wollte klappte es einfach nicht. Immer wieder ist der FS "zurückgesprungen".
Nach Demontage hat sicher herausgestellt, dass der Vorbesitzer die drei FS Schrauben so festgeknallt hat, dass diese kleine Löcher im FS-Träger hinterlassen haben.
Immer wenn man justiert hat sind die Schrauben wieder in diese Löcher "gesprungen". Eine Justage war unmöglich.
Reparatur war möglich, aber das war sehr unschön.

Bin da also ein wenig gebrandmarkt.
Bei einem Apo hätte ich weniger sorgen.

Grüße
Brian
 
Moin,

danke für die Vorschläge.

Allerdings geht es mir explizit um die größere Öffnung, habe schon einen 115mm Apo f7 Apo mit dem ich per Reducer auch auf ~f4.5 komme, und um das Öffnungsverhältniss.

Das Epsilon 160 ist bestimmt ein spannendes Teleskop aber mit 4500-5000€ zu teuer.

Ein gebrauchtes Teleskop kommt für mich nicht infrage.

Grüße
Brian
In der Bucht ist gerade einer im Angebot, habe ich gesehen... Auch einen 130er Epsilon findet man hin und wieder.

CS,
Ulrike

Edit: Franz war schneller :)
 
Moin,

bestimmt bekommt man einen Lacerta so hin das er auch mit dem Nexus gut funktioniert. Tommy macht es ja anscheinend vor. Die Vorraussetzungen wie den stabilen Tubus oder die massive Fangspiegelspinne sind gegeben. Die eine Frage die sich mir stellt: will man das?

Die zweite ist: egal welches Teleskop es am Ende wird, warum eine Kamera mit so einem winzigen Sensor? Beim Newton mit Reducer geht es erst mal nicht größer als APS-C (3" Umbau mal außen vor). Aber das wollte ich in dann auch nutzen. Ein kleinerer Sensor ist einfach nur Verschwendung von Bildfeld welches Du Dir teuer erkaufst.
Ein Tak ist noch teurer, aber eben auch bis Vollformat sehr brauchbar. Das ist doch einer der Gründe das man so ein (teueres) Teil kauft. Ich zumindest habe an meinem 160er eine Vollformatkamera dran. Den Tak habe ich noch nie justiert, die Sterne sind bis in die Ecken gut. Bonuspunkt: ich bin mobil unterwegs, also fährt die Kiste oft im Auto mit...

Gruß Markus
 
Die Vorraussetzungen wie den stabilen Tubus oder die massive Fangspiegelspinne sind gegeben. Die eine Frage die sich mir stellt: will man das?
Also mMn sehen Tubus, Spinne und auch die Zelle das HS sehr gut aus.
Die Zelle des HS ist ähnlich der vom Epsilon.
Auch der OAZ ist sehr solide.


egal welches Teleskop es am Ende wird, warum eine Kamera mit so einem winzigen Sensor?
Ich hab die 294mm halt hier. Würde gerne den Bin1 Modus mal ausprobieren.
Eine 571 Mono habe ich auch hier. Die zu benutzen wäre kein Problem.
Filter sind 36mm Astronomik LRGB + 6nm SHO maxFR. Sollte also auch mit APSC passen.
Mich interessiert halt der Bin1 der 294 ob man durch die hohe Auflösung mehr erreichen kann.
Bei meinem 115/805 LZOS konnte ich durch den Wechsel von einer 533 zu einer 585 noch etwas rausholen.
Jedenfalls sieht es für mich so aus.

Das ist doch einer der Gründe das man so ein (teueres) Teil kauft.
Man könnte auch ein Quattro gebraucht kaufen und damit gut fahren.
Der schafft auch APSC. Wenn man da aber alles tuned was geht (Spinne, Velour, OAZ, Blende, ggf. Tubus + Nexus) ist es mMn fraglich ob man eine Justagestabilität erreicht wie zB beim Epsilon.
Darauf kommt es mir halt an.
Wenn ich Abends im dunkeln nach hause komme möchte ich, wie meinen Apos, eine gewisse Gewissheit haben, dass ich nicht jedes mal justieren muss.
Jedes mal ist vielleichte etwas übertrieben... aber ihr versteht schon was ich meine....
Dafür gebe ich gern Geld aus. Ob das Teleskop jetzt "nur" APSC kann oder auch Vollformat wär mir egal.
Wenn ich sehe was alleine der Satz Filter für Vollformat für das Öffnungsverhältniss von zB Astronomik kostet... + Kamera + Filterrad.
Da habe ich schon andere Teleskope die mit einer APSC Kamera diesen Brennweitenbereich abdecken.



Den Tak habe ich noch nie justiert, die Sterne sind bis in die Ecken gut. Bonuspunkt: ich bin mobil unterwegs, also fährt die Kiste oft im Auto mit...
Das klingt auf jeden Fall sehr gut.
Das ließt man ja von den Taks sehr sehr häufig.
Was sagst du zu dem OAZ in Verbindung mit der Vollformatkamera?
 
Hallo Brian,

Wenn ich mir das hier so durchlese, entsteht bei mir der Eindruck, du hast dich doch eigentlich schon auf einen Lacerta mit Nexus eingeschossen und möchtest am besten hören, ja nimm den, besser als ein 130er Epsilon, von dem du bisher recht überzeugt warst - oder täusche ich mich? ;)

Wenn das so ist und du dich auf den Lacerta eingeschossen hast und du damit fein bist und die genannten Limitierungen des Nexus (nicht größer APS-C) und umgedreht die Vorteile des Epsilon (korrigiert bis Vollformat) für dich kein Thema sind, aufgrund der Nutzung deiner genannten Kameras und Ausschluss von Vollformat bis in alle Ewigkeit - dann nimm/bestell den Lacerta.

Beste Grüße,
Alex

p.s.
Den Hinweis zum 160er Epsi kann ich an der Stelle nur unterstreichen. Und auch wenn gebraucht, den zu „verrödelm“, wie von dir beschrieben, ist schon schwer und fast unmöglich.
Hinweis an der Stelle, dass die Justageschrauben, wenn zu fest angeknallt, Spuren auf dem (zu weichen) FS-Träger hinterlassen ist nichts neues. Wieder plan machen (Feile) und eine ausreichend große, matt gemachte/geschwärzte Unterleg/Karossierscheibe dazwischen und gut ist. Aber aufgrund der Story generell Gebrauchtkäufe für sich selbst auszuschließen - interessant …
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo

Den Nexus nutze ich an 150/600mm, APSC benötigt Flats.
Bei mir ist alle kippsicher verschraubt und der Abstand 55mm passte sofort.
Wenn man kein Vollformat Chip will ist das gut, mit einem 1.15x korrigierendem Korrektor hat man zwei interessante Brennweiten, das kann der Epsilon nicht.
Die Obstrucntion sollte auch kleiner sein
Bei gleichpreisigem F/4 Newton dürfte aber die größere Öffnung gewinnen.

Gruß Frank
 
Was sagst du zu dem OAZ in Verbindung mit der Vollformatkamera?
Ich würde sagen "good enough". Meinen epsilon 160 betreibe ich nur mit Vollformat und habe in der Kombination mit einem Tilt-Adapter ziemlich perfekte Sterne bis in die Ecken. Auch gegenüber einer Rotation ist dies stabil.

Natürlich frage ich mich immer wieder, warum sich Starlight Instruments und Takahashi in der Fertigung nicht zusammentun und generell mindestens eine Kombination anbieten. Zumindest beim TSA-120 haben sie es ja gemacht - einfach top. Finde ich jammerschade, und natürlich würde ich sofort den OAZ gegen einen Feathertouch austauschen, wenn es den gäbe.

Aber wie gesagt, zumindest meine drei original Takahashi OAZs vertragen alle Vollformat.

LG Wolfgang
 
Moin,

mit meinen Tak OAZ war ich bisher auch immer zufrieden.
Der am 100DZ ist sehr gut und der am 60CB ist auch gut genug für das was ich mache.


und möchtest am besten hören, ja nimm den, besser als ein 130er Epsilon, von dem du bisher recht überzeugt warst - oder täusche ich mich?
Fast ;)
Wenn die Kombi Lacerta + Nexus genauso stabil von der Justage her ist wie ein Epsilon. Dann würde ich auf jeden Fall zum Lacerta greifen.
Mehr Öffnung und weniger Abschattung ist halt nicht schlecht würde ich mal sagen:D
Wenn ich die Info bekommen würde, dass ich häufiger justieren muss würde ich ehr zum Epsilon greifen.


Aber aufgrund der Story generell Gebrauchtkäufe für sich selbst auszuschließen - interessant …
Es geht sich da auch um das Geld.
Wenn ich jetzt für 3500€ ein gebrauchtes 160er Epsilon kaufe ist und das Ding einwandfrei ist wär das toll.
Wenn dann aber etwas nicht stimmt und keine Garantie mehr drauf ist fängt das hin und her Gelaufe an. Das resultiert dann oft in Frust weil man ja eigentlich viel Geld ausgeben hat.
Ich möchte da einfach auf Nummer sicher gehen.

Dazu kommt, dass das 160er mit den 530mm Brennweite schon recht nah an meinem 115er Lzos und 100DZ ist. Die liegen bei ungefähr 600mm mit Reducer.

Ich habe heute morgen Lacerta angeschrieben.
Mal schauen was dort für eine Info zu der Stabilität der Lacerta Newtons im Vergleich zum Epsilon zurück kommt.

Grüße
Brian
 
Der Newton mit F/4 ist ja erst mal leichter zu justieren.
Bei mir ist auch alles Verschraubt, Korrektor am OAZ mit Adapter verschfaubt, Rotator geschraubt, Filterrad geschraubt, Kamera geschraubt, und auch ohne Tilter alles gerade.
Es geht wohl los mit M56 auf M54, darin von innen der Korrektor mit M48, da verliere ich 1mm Backfocus, dann kommt der Wanderer Rotator und das Zwo 7x36 Filterrad, die 3mm Filter geben mir den verlorenen mm wieder zurück. Der Adapter war allerdings Sonderanfertigung für 50€.

Gruß Frank
 
Für den Epsilon gibt es den 1.5x Extender, den ich hin und wieder gerne einsetze.
Auch wenn die optisch Qualität sehr gut sein wird ist das natürlich eine teure Anschaffung zusätzlich zu dem Teleskop.

Beim f4 Newton komme ich mit dem Nexus auf die f3, kann es nativ bei f4 mit einem normalen Korrektor nutzen auch auch mit einer korrigierenden Barlow zB:

Ist am Ende also genau so flexibel wenn nicht noch mehr.

Alle Systeme haben Vorteile aber auch Nachteile :D
 
Hi Brian,

ich nutze meinen 250er Lacerta in der Remote Sternwarte. Davor habe ihn 2,5 Jahre auf meiner Terrasse genutzt, sowohl nativ bei F4 mit GPU als auch bei F3 mit Starizona Nexus. Die Mechanik ist klasse und - wenn man den Newton einmal ordentlich justiert hat - stabil. Von der Mechanik her kann sich auch nichts so einfach verstellen.
Wichtig ist lediglich, dass der HS etwas Spiel in der Zelle hat, um größere Temperaturunterschiede auszugleichen. Stellt man bei Zimmertemperatur zu wenig Spiel ein, ist das Risiko groß , dass der HS in der Fassung klemmt und die Sterne unschön verzieht. Im Normalfall ist der HS in der Fassung schon optimal eingestellt, so dass man besser nicht nachreguliert (hier meine ich die seitliche HS Halterung in der Fassung, nicht die HS Justage an sich).

Meinen Lacerta justiere ich einmal im Jahr, wobei es hier lediglich um die letzten Prozent geht. Genau genommen, lasse ich justieren. Ich habe an meinem Remotestandort auch einen Ocal. Ich sage meinem Remoteanbieter dann nur noch an welcher Schraube gedreht werden muss, während ich von zu Hause aus das Bild vom Ocal betrachte.

Ich hatte, als ich den Lacerta noch zu Hause nutzte, auch den Nexus im Einsatz. Mein Nexus hatte einen minimal kleineren Durchmesser als der GPU. Da der Nexus eine kürzere Baulänge hat, ist er minimal im OAZ verkippt, wodurch die vorherige Justage unbrauchbar wurde. Ich habe den Nexus dann mit etwas Tesa umwickelt, dann war das Verkippen kein Thema mehr.

Einen Aspekt darf man aber nicht unterschätzen. Man muss sich zwangsläufig mit dem Thema Justage eines Spiegelteleskops auseinandersetzen. Es besteht ein gewisses Risiko, dass dein Newton out of the box nicht optimal justiert ist. Dann kann der Weg anfangs recht steinig sein, bis man eine optimale Abbildung erzielt.

Du kannst auch mal Mathias (@Astrozombie) anschreiben. Ich meine, er nutzt den 200er Lacerta mit dem Nexus.

Ich möchte dir mit meinen Zeilen gar keine Tendenz zum Lacerta schreiben. Aber da ich jede Schraube und jedes Bauteil schon mehrfach in der Hand hatte, kann ich dir weiterhelfen, wenn es irgendwo klemmt.
Kritisch fand ich den 150er von Lacerta. Den habe ich nicht zum Laufen bekommen. Hier kann dir sicher gern Ulrike (@BackyardImaging) ihre Erfahrungen berichten. Und auch positive - wie viele andere Nutzer hier bereits - von ihrem Epsilon.

Viele Grüße, Tobias
 
Moin,

ich habe einige Teleskope der schnellen Vollformattauglichen 500mm Brennweitenklasse durch. Der 160er Tak ist dabei das "Endgame". Ich habe mich auch lange gedrückt so viel Geld auszugeben. Ich bereue nichts! Ich würde aus heutiger Sicht sofort einen gebrauchten kaufen wenn ich vorher ein paar Rohbilder und einen Stack haben könnte. War leider nichts verfügbar.

@AstroFritz Der Auszug des Taks ist nichts besonderes, aber eben auch nicht schlecht. Meine Kamera wird einwandfrei gehalten, Rotator funktioniert einwandfrei ohne die Justage zu verlieren. Mit Untersetzung ist der feinfühlig genug das auch ein händisches fokusieren problemlos möglich ist. Absolute Empfehlung von meiner Seite!

Gruß Markus
 
Moin,

@Matula81
Danke für deine ausführliche Antwort.

Hast du die aktuelle Version der Fotonewton oder ist es noch eine ältere?
Die alte Version sieht ja ehr aus wie ein gepimptes Quattro.
zB das von Daniel in diesem Video:
Die neuen sind, vermutlich bis auf die Spiegel, anders.

Schade, dass es Probleme mit dem 150mm Lacerta gab.
Was war denn genau das Problem?
Auf den Bildern sehen die ja eigentlich alle gleich aus, bis halt auf die Größe :D



Grüße
Brian
 
Was Markus schreibt kann ich zu 100% bestätigen. Der kleine 150er von Lacerta hat mich auch eine Weile gejuckt, dann aber von verschiedenen Seiten gehört das der recht zimperlich auf Justage reagiert. Somit ist es dann der Tak geworden. Zumal die Brennweite und Auflösung für ein sehr breites Spektrum passen. Selbst ein 8" Quattro bringt mir i.d.R. keine zusätzliche Auflösung wenn ich die Bilder bei vergleichbaren Bedingungen mache. Da muss man schon die Lupe nehmen.
Aber was mich noch juckt wäre der neue Ocal H-2 mit f/2.7 und 560mm Brennweite, integriertes Heizsystem, sehr durchdachtes Justagesystem und einem sehr schönen OAZ.
Bei dieser Bauweise lacht mein Ingenieurs Herz.

CS
Franz
 
Hi,

der Ocal ist auch interessant, hätte es den ein Jahr früher gegeben wäre es vielleicht der geworden. Aber der h2 muss sich erst mal in der Praxis beweisen. Aber wir schweifen ab...

Gruß Markus
 
ja der Ocal ist wohl der Takahashi Killer, der Tak glänzte an alte Vollformat CCD mit 9my Pixeln
mit Kamera und Monti bist du dann bei 16K€ ?

Gruß Frank
 
Was Markus schreibt kann ich zu 100% bestätigen. Der kleine 150er von Lacerta hat mich auch eine Weile gejuckt, dann aber von verschiedenen Seiten gehört das der recht zimperlich auf Justage reagiert. Somit ist es dann der Tak geworden. Zumal die Brennweite und Auflösung für ein sehr breites Spektrum passen. Selbst ein 8" Quattro bringt mir i.d.R. keine zusätzliche Auflösung wenn ich die Bilder bei vergleichbaren Bedingungen mache. Da muss man schon die Lupe nehmen.
Aber was mich noch juckt wäre der neue Ocal H-2 mit f/2.7 und 560mm Brennweite, integriertes Heizsystem, sehr durchdachtes Justagesystem und einem sehr schönen OAZ.
Bei dieser Bauweise lacht mein Ingenieurs Herz.

CS
Franz
Justage ist eins, aber der 150er im Verbindung mit dem GPU war für mich der Endgegner. Trotz jeder Menge Unterstützung von @Matula81 hab ich es nicht hinbekommen. Vielleicht bin ich schlicht zu doof, will ich nicht ausschließen. Aber der Epsilon ist dagegen sogar relativ entspannt.
 
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