, meistens auf den Schrott.
Ein großer Fehler, zumal fast alle der Fragen (1. bis 5.)
für einen Oldtimer - und über den reden wir hier - eher akademischer Art sind.
Einen solchen alten Brocken über den Laptop ansteuern zu wollen, ist ungefähr so, wie wenn man einen Mitsubishi Dieselmotor aus aktueller Produktion in einen /8er Mercedes einbauen möchte. Na, ja, der neue Motor hat schon ziemlich viele Vorteile, oder?!
Kann man machen, muss man aber nicht. Warum nicht einfach so lassen; hat bisher doch auch funtioniert.
Überhaupt habe ich das Gefühl, dass die Bilder eher abschrecken, anstatt der reinen Information zu dienen, was vorhanden ist. Und außerdem diskutieren hier schon wieder ausgerechnet
die Leute trefflich über Preise, die in einhundert kalten Wintern höchstwahrscheinlich selbst NICHTS von dem Zeugs kaufen würden.
Was steht denn da eigentlich rum?
Der große, orangefarbene Eimer im Zentrum ist ein C14 und Christopher hat ein Starfire entdeckt, bravo.
Was gibt es noch?
Dran hängt ein ZEISS Okularrevolver mit einem originalen, langbrennweitigen (ich schätze ein 40er) ZEISS Okular (glaube ich) und zwei Binoansätze. Das bedeutet, dass ein Teil der (angesichts des vorhandenen Setups wahrscheinlich hochwertigen) Okulare doppelt vohanden sein dürfte. Was sich in den Schubladen an Okularen findet, macht die Sache richtig spannend.
Dann gibt es einen VIXEN Halley 80, ein "modernes" (wahrscheinlich chinesisches) Leitrohr am Star Fire. Dann einen weiteren (wahrscheinlich 60er) Refraktor in orange, einen Telrad, und einen Leuchtpunktsucher. Dazu ein Haufen Kabel und Steuerungen - sieht alles komplizierter und professioneller aus, als es schlussendlich sein dürfte.
Die andere Seite der Medaille ist, dass ein Großteil der verwendeten Komponenten bis zu einem gewissen Grad verbastelt, sprich: verbohrt, beklebt, modfiziert sein dürfte. Nur wenige Kollegen (die Sammler, meist) machen sich Gedanken darüber, Dinge so ein- bezizehungswiese umzubauen, dass es wieder reversibel ist und der Originalszustand erhalten bleibt.
Also bevor ich hier wieder irgendwelche Zahlen raushaue ...
auf jeden Fall schon über über 10 k
... würde ich mir künftig überlegen, ob eine solche "Expertise" sinnvoll ist (
10 k ... klingt aber zumindest
semi-professionell

).
Wer kauft dieses Sammelsurium am Ende?
Einer das C14, ein anderer den Star Fire, okay.
Und dann?
Wer fährt 200 Kilometer für ein paar unbekannte Okulare?
Wer möchte einen verbastelten 80er Halley?? (NIEMAND! Zumindest nicht für seinen aktuell gängigen Preis, der zwischen 200 und 300 Euro liegt).
Oder irgendeinen 60er VIXEN.
Alt D7 - Wert? 3000? 2000?
Am Ende fliegt sie auf den Schrott, weil das keiner bezahlt. Dabei könnte man so ein Teil auch einfach
verschenken - immer noch besser als entsorgen.
Wer will die Kuppel? Die gibt's am Ende für umme gegen Abbau. Immer! Wer gibt sich das?
Wer, Finger hoch!?
Und schon geht sie auch in den Container.
Leute, das ist alles altes Zeugs* und eigentlich nur interesant für Leute, die gern mit altem Zeugs beobachten. So wie eine handvoll Altglassammler hier. Und die kümmern sich dann meist auch um den Rest solcher Nachlässe, versuchen bei den Preisverhandlugen einigermaßen fair zu bleiben, denn es geht ja um den Nachlass eines Kollegen - und bezahlen dadurch manchmal sogar noch etwas
mehr, als die Sachen heute faktsich wert sind. Aus Mitgefühl und Fainess der Witwe gegenüber.
So läuft es nämlich.
In einigen Tagen fahre ich in den Pott um den "Schiefspiegler-Nachlass" abzuholen. Zu dem sehr günstigen Preis, den ich dafür bezahle, kommen noch zwei Tage und 900 km Fahrt on top. Nicht falsch verstehen: das ist völlig okay für mich und ich mache das, weil ich es machen möchte.
Aber was wurde da im Vorfeld um Kaisers Bart diskutiert und die wildesten Preisangeben gemacht.
Und jetzt?! Der Sturm im Wasserglas ist durch und der Urs holt das Zeug.
Subsummiert: wer nicht Teil dieser Szene ist, sollte sich mit öffentlich diskutieren Preise fairerweise zurückhalten.
Nicht falsch verstehen: ein Forum dient der Diskussion. Aber die stumpfe Aufzählung der Werte einzelner Komponenten dient weder dem Verkäufer, noch den potenziellen Käufern. So etwas erzeugt nur falsche Vorstellungen, die es für alle Beteiligten am Ende komplizierter machen.
Schöne Grüße,
Urs
*guckt Euch auf dem letzten Bild mal die blaue Taschenlampe auf dem Tisch an; das ist der technische Stand(ard) der gesamten Sternwarte.