Tut mir leid, Glas = Streuung + chom. Abb + Streuung auch bei Beschichtung = Verluste, die ein Reflektor nie hat.
Dafür hat der Reflektor Reflexionsverluste und das ist in der Regel bedeutend mehr als die Verluste durch Transmission oder Reflektion an den Glas/ Luftflächen einer Linse.
10mm BK7 haben bei Grün also 546nm eine Transmission von 0,999.
Moderne Vergütungen schaffen es die Verluste pro Gals/Luftfläche auf unter 0,25% zu mindern.
Eine 10mm starke Meniskuslinse hätte damit insgesamt rund 0,5% Verlust.
Übliche Spiegel haben 88% Reflexion, forcierte 94%.
Diese Verluste sind mit 12% bzw. 6% um ein Vielfaches größer als die 0,5% einer Meniskuslinse.
Die CA ist beim MAK immer noch auf sehr gutem APO Niveau und damit kaum relevant.
Daraus folgt: Reflektoren (speziell vom Cassegrain-Typ) haben immer ein besseres Bild auf der optischen Achse als ein Katadiopter.
Das ist schlicht falsch und die Folge deiner gravierenden Fehleinschätzung der Verluste durch eine Meniskuslinse.
Es gibt hier keinerlei Praxis Beweise die einen Praxisrelevanten Nachteil eines MAKs im sichtbaren Spektralbereich bestätigen würden und auch Theoretisch kann ausgeschlossen werden das die 0,5% Verlust durch die Meniskuslinse einen Praxisrelevanten Effet hätten.
Und letztlich wird man so gut wie immer irgendwo Linsen im Strahlengang benötigen.
Sei es als Okular visuell oder als Korrektor für Foto.
Und da können durchaus mal einige Linsen zusammenkommen.
Reine Spiegelsysteme mit korrigiertem und geebnetem Feld gibt es zwar aber das sind extreme Exoten die kaum Verwendung finden.
Jedenfalls wenn wir den sichtbaren Spektralbereich betrachten.
Im tiefen UV wo viele Gläser dann deutlich an Transmission verlieren mag das anders sein aber das muss uns hier nicht weiter interessihren.
Da gibt es nichts zu diskutieren. Das ist reine logische Schlussfolgerung aus messbaren Tatsachen.
Ich bin übrigens Physiker und entwickle auch Optik-Systeme. Ich habe bereits an "meiner Physik" "gearbeitet" und wie siehts bei Dir aus?
Wer so wie du glaubt das lächerliche 0,5% Verlust wegen der Meniskuslinse eine Praxisrelevante Auswirkung hätte und gleichzeitig die 12 bis 6% Verlust bei üblichen Spiegeln völlig ignoriert der sollte seine Logik dahinter schon noch mal auf den Prüfstand stellen.
was ist "knackscharf"? Wie "knackscharf" sind denn diese Optiken? Das ist nicht gerade eine wissenschaftliche Größe. Hat das jemand quantifiziert?
Natürlich sind das subjektive Eindrücke die aber sehr viele Sternenfreunde so wahrnehmen und es ist wenigsten etwas aus der Praxis.
Du hingegen kommst lediglich mit deiner zweifelhaften Logik rein Theoretisch zu sehr fragwürdigen Aussagen ohne jeden echten Beweis das die Verluste durch die Meniskuslinse einen Praxisrelevanten Effekt hätten.
Profis nutzen keine Katadiopter, warum?
Selbstverständlich nutzen auch Profis Katadiopter.
www.tls-tautenburg.de
Linsen haben aber ein Limit beim Durchmesser da sie nur seitlich gefasst werden können.
Sie würden sich einfach zu stark durchbiegen, wenn sie zu groß werden.
Spiegel können von hinten in ihrer gesamten Fläche gestützt werden weshalb man sie wesentlich größer dimensionieren kann.
Es hat also rein mechanische Gründe warum Großteleskope keine Katadiopter sind.
Ist aber nicht nötig, denn Lichtstreuung durch Glas macht jeder Physikstudent im Grundpraktikum.
Nur dumm wenn der Student dann bei der Reflexion von Spiegeln geschlafen hat.
Grüße Gerd