TaurusM45
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Hallo liebe Astrokollegen,
gestern war seit sehr langer Zeit mal wieder klarer Himmel hier über Hattersheim. Ich habe bereits Tagsüber meine Ausrüstung auf der Terrasse aufgebaut, da ich Spätschicht hatte und alles für den Abend vorbereitet haben wollte.
Also stand ab 12 Uhr meine EQ-8R auf Celestron CGE-Pro Stativ und obendrauf der ASKAR 185er Triplett-Apo.
Er sollte am Abend endlich mal die Feuertaufe am Jupiter (hoffentlich) bestehen.
Ich hatte ihn im letzten Jahr ja bereits mehrfach getestet und für sehr gut befunden - und nicht nur ich, sondern auch alle Kollegen die bisher durchgeschaut haben, sind von diesem Apo begeistert gewesen.
Also gestern Abend sollte es dann wohl endlich am Jupiter klappen.
Den ganzen Tag über habe ich immer mal das Wetter verfolgt und gehofft, dass wenn ich um 22 Uhr zuhause bin, einen klaren Himmel vorfinde.
Der ganze Tag war einfach perfekt. Blauer Himmel und strahlender Sonnenschein. Auf der Heimfahrt vom Arbeitsplatz dachte ich, mich trifft der Schlag. In Richtung Westen Wolken! Ich sah mich da schon zuhause alles abbauen. Aber nach etwa einer halben Stunden hatte ich einen der besten Himmel, die ich bisher in Hattersheim erlebt habe.
Schnell die Arbeitstasche in die Ecke gefeuert, Uniform ausgezogen, bequeme und warme Kleidung angezogen und ab ans Teleskop. Alles schnell eingerichtet. Alignment und los ging es. Ausgekühlt war er bereits perfekt.
Ich habe mich dann langsam mit Okularbrennweitern von 30mm, 20mm, 14mm, 9mm und 7mm rangetastet (alles ES Okulare mit 82° und 100°).
Anfangs habe ich schon gemerkt, dass das Seeing und die Transparenz sehr gut zu sein schienen. Es stellte sich mit jeder Vergrößerung raus, das es nicht sehr gut war, sondern perfekt.
Ein Jupiterscheibchen, ohne Blubbern und Wabern. Fast so als hätten wir mal ne Stunde keine Atmosphäre. So einen perfekten Jupiter habe ich in 30 Jahren vielleicht ein oder zweimal erlebt.
Wie angewachsen. Klare Strukturen in den Wolkenbändern. Der GRF hat mich quasi angesprungen. Das war dann der Moment wo ich mir dachte "jetzt gehts in die Vollen"
Also das SVBony Zoom-Okular ausgepackt und auch hier Schritt für Schritt von 8mm-3mm hochvergrößert.
BTW was ein super Okular - hätte ich nie gedacht.
Bei 3mm und somit 431 facher Vergrößerung angekommen immer noch ein ruhiges Bild mit Strukturen und einem tollen GRF. Ein klares deutliches Bild wie ich es so noch nicht an Jupiter gesehen habe. Und das Beste!!! nicht ein einziger Ansatz von Farbe. Kein Violett, kein Gelb oder sonst irgendwas. Einfach die natürlichen Farben des Jupiter. Dazu ein unglaublicher Kontrast, wie ich es von meinen früheren Spiegeln nicht kannte.
Das alles war so schön und beeindruckend, dass ich fast 2 Stunden lang nur auf Jupiter geschaut habe, bis der GRF dann verschwunden war.
Anschließend noch einen Blick auf den Mond. Auch hier einfach der Wahnsinn. Die Schuhe hats mir dann ausgezogen, als ich meinen Binoansatz anbaute. Hier kann ich es schlecht beschreiben, denn die Euphorie würde diesen Text glaube ich sprengen.
Alles in allem waren es zwar nur etwas mehr als 2 Stunden beobachten - leider kam die Müdigkeit - aber diese zwei Stunden waren so schön und nach langer Durststrecke einfach mal wieder total genial.
Abschließend kann ich noch sagen, dass der ASKAR ein absoluten Hammerteil ist mit dem es so richtig Spaß macht. Ich glaube ich habe da ein echt sehr sehr gutes Exemplar erwischt.
Heute Abend gehts hoffentlich weiter. Drückt die Daumen, dass das Wetter mitspielt.
Viele Grüße und CS
Andreas
gestern war seit sehr langer Zeit mal wieder klarer Himmel hier über Hattersheim. Ich habe bereits Tagsüber meine Ausrüstung auf der Terrasse aufgebaut, da ich Spätschicht hatte und alles für den Abend vorbereitet haben wollte.
Also stand ab 12 Uhr meine EQ-8R auf Celestron CGE-Pro Stativ und obendrauf der ASKAR 185er Triplett-Apo.
Er sollte am Abend endlich mal die Feuertaufe am Jupiter (hoffentlich) bestehen.
Ich hatte ihn im letzten Jahr ja bereits mehrfach getestet und für sehr gut befunden - und nicht nur ich, sondern auch alle Kollegen die bisher durchgeschaut haben, sind von diesem Apo begeistert gewesen.
Also gestern Abend sollte es dann wohl endlich am Jupiter klappen.
Den ganzen Tag über habe ich immer mal das Wetter verfolgt und gehofft, dass wenn ich um 22 Uhr zuhause bin, einen klaren Himmel vorfinde.
Der ganze Tag war einfach perfekt. Blauer Himmel und strahlender Sonnenschein. Auf der Heimfahrt vom Arbeitsplatz dachte ich, mich trifft der Schlag. In Richtung Westen Wolken! Ich sah mich da schon zuhause alles abbauen. Aber nach etwa einer halben Stunden hatte ich einen der besten Himmel, die ich bisher in Hattersheim erlebt habe.
Schnell die Arbeitstasche in die Ecke gefeuert, Uniform ausgezogen, bequeme und warme Kleidung angezogen und ab ans Teleskop. Alles schnell eingerichtet. Alignment und los ging es. Ausgekühlt war er bereits perfekt.
Ich habe mich dann langsam mit Okularbrennweitern von 30mm, 20mm, 14mm, 9mm und 7mm rangetastet (alles ES Okulare mit 82° und 100°).
Anfangs habe ich schon gemerkt, dass das Seeing und die Transparenz sehr gut zu sein schienen. Es stellte sich mit jeder Vergrößerung raus, das es nicht sehr gut war, sondern perfekt.
Ein Jupiterscheibchen, ohne Blubbern und Wabern. Fast so als hätten wir mal ne Stunde keine Atmosphäre. So einen perfekten Jupiter habe ich in 30 Jahren vielleicht ein oder zweimal erlebt.
Wie angewachsen. Klare Strukturen in den Wolkenbändern. Der GRF hat mich quasi angesprungen. Das war dann der Moment wo ich mir dachte "jetzt gehts in die Vollen"
Also das SVBony Zoom-Okular ausgepackt und auch hier Schritt für Schritt von 8mm-3mm hochvergrößert.
BTW was ein super Okular - hätte ich nie gedacht.
Bei 3mm und somit 431 facher Vergrößerung angekommen immer noch ein ruhiges Bild mit Strukturen und einem tollen GRF. Ein klares deutliches Bild wie ich es so noch nicht an Jupiter gesehen habe. Und das Beste!!! nicht ein einziger Ansatz von Farbe. Kein Violett, kein Gelb oder sonst irgendwas. Einfach die natürlichen Farben des Jupiter. Dazu ein unglaublicher Kontrast, wie ich es von meinen früheren Spiegeln nicht kannte.
Das alles war so schön und beeindruckend, dass ich fast 2 Stunden lang nur auf Jupiter geschaut habe, bis der GRF dann verschwunden war.
Anschließend noch einen Blick auf den Mond. Auch hier einfach der Wahnsinn. Die Schuhe hats mir dann ausgezogen, als ich meinen Binoansatz anbaute. Hier kann ich es schlecht beschreiben, denn die Euphorie würde diesen Text glaube ich sprengen.
Alles in allem waren es zwar nur etwas mehr als 2 Stunden beobachten - leider kam die Müdigkeit - aber diese zwei Stunden waren so schön und nach langer Durststrecke einfach mal wieder total genial.
Abschließend kann ich noch sagen, dass der ASKAR ein absoluten Hammerteil ist mit dem es so richtig Spaß macht. Ich glaube ich habe da ein echt sehr sehr gutes Exemplar erwischt.
Heute Abend gehts hoffentlich weiter. Drückt die Daumen, dass das Wetter mitspielt.
Viele Grüße und CS
Andreas