Mond mit Mineralfarben

Peter He

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
einmal ein älteres Foto in aktualisierter Bearbeitung.

Kamera Canon 1300D
Objektiv Sigma 150-600mm C
Brennweite 600mm
Mond2 gesch schn Farbwis.JPG

Autostakkert, Registax, Photoshop

CS

Peter
 
Die Infos habe ich aus den Fotos gezogen.
Ab einer gewissen Menge an Fotos sind genügend Farbinformationen enthalten um sie hervor zu heben.
Wichtig ist nur, dass man den Weißabgleich dabei beachtet.

CS
Peter
 
Moin Peter.



Wie viele Fotos sind denn eine gewisse Menge? Je mehr, umso mehr Farbe? Dein Bild hat nicht sehr viel Farbe abbekommen.

Wichtig ist nur, dass man den Weißabgleich dabei beachtet.

Und was muss man dabei genau beachten? Schön wäre es wenn du einen genauen Arbeitsablauf hier einstellen würdest.
Man muss das Rad dann dank deiner Hilfe nicht zweimal erfinden. Danke für deine Hilfe.

CS Manfred
 
Hallo zusammen,

das geht wie folgt:
  • Weißabgleich auf sein gestacktes Mondbild machen und SEHR zurückhaltend schärfen. Das muss möglichst neutral sein um eine gute Grundlage für die extreme Erhöhung der Sättigung zu bekommen. Nur sehr moderat schärfen. Es dürfen keine übertriebenen Kanten oder sowas da sein.
  • Dann in einem beliebigen EBV Programm eine LAB Zerlegung machen. In A und B ist die Farbinformation. Diese beiden Layer gut weichzeichnen und das ganze wieder zusammenfügen.
  • Die Sättigung nun solange erhöhen bis die Farbe kommt.
  • Jetzt wieder zurück zum neutralen Mondbild und dieses auf den gewünschten Schärfepunkt bringen.
  • Das neutrale, geschärfte Mondbild als Luminanz über das gesättigte Mondbild legen. Helligkeit und Sättigung über den jeweiligen Layer feintunen.
  • Bild zusammenfügen.
Ob das der Workflow vom TE ist, kann ich natürlich nicht sagen. Aber ich denke, das ist so der gängige Workflow. Man kann die Sättigung so praktisch beliebig erhöhen ohne Schärfe zu verlieren. Das Geheimnis ist halt die LAB Zerlegung und das Weichzeichnen der Farblayer. Der Rest ist Kür.

Theoretisch kann man den Mond auch gleich über den Luminanz Layer bei der LAB Zerlegung schärfen. Aber für das Schärfen sollte man besser spezielle Tools wie Registax etc. verwenden. Die normalen EBV Schwergewichte haben mich hier bisher nicht überzeugen können. Oft hat das fertige Bild noch einen gewissen Farbstich, wenn der Weißabgleich nicht optimal war. In dem Fall kann man am Ende nochmal einen Weißabgleich machen. Registax macht das z.B. relativ zuverlässig.

Grüße
Joachim
 
Hier ist noch ein Beispiel, das ich mit dem Workflow gemacht habe. Es wirkt etwas anders als das vom TE. Das kann man aber ja gestalten wie man will. Ob mehr odre weniger Farbe, heller, dunkler, mehr oder weniger Kontraste. Das vom TE ist mit einer Konsumerkamera gemacht. Da ist oft der Grundton natürlicher. Mit den Astrokameras kriegt der Mond meistens einen eher grauen Grundton nach der Neutralisierung.
 
Ja gerne dass ist kein Thema. Bei dem Bild habe ich 1000 Fotos gemacht und davon die besten 25% per Autostakkert3 gestakkt. Anschließend nachgeschärft per Registax. Dabei mit den unteren Layern vorsichtig sein. die mittleren können etwas mehr vertragen. Die weitere Bearbeitung erfolgte in PS. Als erstes habe ich die Ebene dupliziert Das ist dann meine Arbeitsebene. diese habe ich nochmals dupliziert und die obere auf Farbe gesetzt damit kann ich die bearbeiten ohne die Details zu zerstören. Anschließend habe ich global die Sättigung um 20% erhöht und dann in den Gebieten selektiv den Rotanteil minimal reduziert und den Blauanteil erhöht. Danach dann die Farbbalance korrigiert damit der Gesamteindruck bestehen bleibt(optional) kann man dort minimal mehr Blau geben damit der Eindruck kühler ist. Dann wichtig gegen das Farbrauschen nur auf der Farbebene und nur in den Mineralgegenden (Maske) mit dem Gaußschen Weichzeichner 1-2 px Radius ansetzen. Dann auf Farbe eine Gradiationskurve leicht erhöhen womit kleine Unterschiede verstärkt werden. Der Rest kommt dann wirklich auf die Aufnahme an.
CS
Peter
 
Wie viele Fotos sind denn eine gewisse Menge? Je mehr, umso mehr Farbe? Dein Bild hat nicht sehr viel Farbe abbekommen.
Es geht nicht um die Farbe, es geht um die Farbinformationen die von der Reflektion des Sonnenlichtes überdeckt werden. Und was verstehst Du unter viel Farbe? Die Gegenden mit der Farbe der Mineralien sind sichtbar. Die anderen mit Regolit sind genau so wie die Hochländer neutral. Wir habe hier ja kein Malbuch.
 
Hallo ihr Beiden.
Vielen Dank für eure Informationen.
Da muss ich mir Zeit nehmen und alles noch einmal nachlesen. Der Kauf einer Farbkamera (ASI ?) ist wohl notwendig.
@ Holger deine Idee mit einem eigenen Tread finde ich gut!
Nochmals vielen Dank!

CS
Manfred
 
Nein nicht unbedingt sofern Du keine Monokamera hast. Meine Aufnahmen sind mit einer Canon EOS 1300 D entstanden.

CS
Peter
 
Moinsen,
vielleicht ist es von Interesse, wie das die Astronomen vor rd. 100 Jahren sahen:
J. Franz 1912: Der Mond, Aus Natur und Geisteswelt - Sammlung wissenschaftlich gemeinverständlicher Darstellungen, Bd. 90, BG Teubner, Leipzig

Selenographie.JPG
 
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