Leidet am Bino die Bildqualität?

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Hogel

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Hallo zusammen,
gestern sah ich mir im 80/560ED den Jupiter an:
a) mit Baader Maxbright Bino plus 2,6x Gwk bei 140x war der Planet etwas flau in Schärfe und Kontrast.
b) mit demselben Bino plus Omegon Gwk 2,0x bei 140x genau so.
c) ohne Bino bei 140x deutlich knackiger mit eindeutigem Schärfepunkt.
Wie kann das?
Danke Rolf
 
Hallo Rolf,

mit einem Bino + zusätzlich noch Gwk hast du immer gewisse Lichtverluste im System. Das macht sich bei kleineren Optiken wie ein 80 mm Gerät noch deutlich mehr bemerkbar als in einem 20“, bei dem man am hellen Planeten mehr als genug Licht hat und man meist mit Filtern zur Lichtreduktion arbeitet.

Zusätzlich hast du mit 140x bei einem 80er das Teleskop ohnehin fast an die Grenzen des theoretisch Machbaren (bzw. Sinnvollen) gebracht. Aus diesem Grunde wäre es für mich nicht so verwunderlich, dass das Bild im Bino ab einer höheren Vergrößerung „irgendwie in die Knie geht“. ;)

Viele Grüße
Werner
 
ging mir gestern am 7"er auch so. Nun ist es so, dass ich da mit der Kombi 2x Powermate, ADC, ZS, Filterrad und dann Bino beobachtet habe. Dabei sah ich bei jeder Vergrößerung einen einseitigen Lichtschleier/gekrümmten Lichthof, je höher die Vergrößerung, desto größer auch der Lichthof. Es war aber kein Doppelbild, dafür war der Lichthof zu unscharf. Später wechselte ich das auf Mono und siehe da, der Schleier war weg.
Ich muss das mal analysieren und Element für Element entfernen um den Übeltäter zu ermitteln.
 
Beim 80/560er ist 140x (4mm) monokular oft ideal für Jupiter und Saturn, Filter brauch ich da keinen.
AP ist ja auch nur mehr 0.6
3.5mm ist dann oft schon zu viel (schwammig, kontrastarm).
Bei 8" dagegen brauche ich immer den Polfilter bei den Gasplaneten, da macht mir der Lichtverlust im Bino nichts aus, im Gegenteil.

Clear skies
Martin
 
Hallo Martin,

nun, zwischen 0,6 mm AP und 0,5 mm AP liegen jetzt keine Welten. Wenn 0,5 mm AP offenbar (mit dem 3,5 mm Okular) schon „oft“ zu schwammig ist, dann hege ich starke Zweifel, ob das dann mit 0,6 mm AP dermaßen viel besser („ideal“) ist. ;)

Viele Grüße
Werner
 
Servus Werner
das ist ganz einfach mein persönlicher Wert aus der Praxis am 80/560 ED mit den letzten beiden Stufen des SV 3-8mm unter brauchbarem Himmel.
Die vorletzte Stufe (ich glaub ich hab da mal einen Realwert von 4.2mm, AP 0.6 gelesen) ist bei mir meist für die Höchstvergrößerung das Maximum, die letzte Stufe (soweit ich mich erinnere real 3.5mm) ist oft zu schwammig.
 
Hallo zusammen,
zunächst mal vielen Dank für eure klugen Gedanken. Dass durch die Aufteilung des Strahlengangs im Bino
sich das Bild bei nur 80mm Öffnung verschlechtern kann, leuchtet mir ein. Es waren auf der Oberfläche des Jupiter
eindeutig weniger Details zu sehen. Mir ist das jetzt schon zweimal aufgefallen.
Also danke nochmals
LG Rolf
 
Hallo,
habe es schon einmal an anderer Stelle geschrieben: ein Bino am C 8 brachte nicht das, was ich mir erhofft hatte. Man gut, daß ich keins gekauft habe, sondern von einem Sternfreund hier auf A.de, ausprobieren durfte. Sicher, der Astrohändler hätte sein Geschäft gemacht, aber meine nicht positive Beob.Erfahrung hätte ihn wohl nicht erfreut......

Gruß Günther
 
prinzipiell bringt meiner Ansicht nach ein Bino schon gewaltig was an hellen Objekten.
Die sehr hellen Objekte wie z. b. Mond, Sonne, Jupiter und Saturn sind bei meinen Seeing-Verhältnissen monokular einfach zu hell.
Am Mond verwende ich trotz Bino noch Neutralfilter, bei Jupiter wären feine Strukturen bei Vergrößerungen bis etwa 200x meinem eindruck nach ohne Bino überstrahlt. Wie groß der Vorteil ist, hängt auch davon ab, wie dominant ein Auge gegenüber dem anderen Auge ist.
 
Hallo,
habe gestern wieder festgestellt, daß ein Binoansatz generell das GF am C 8 verkleinert, ggü. einem Reducer, mit einem Reducer zu beobachten, ist ein reine Freude. Ob das mir nun jemand glaubt oder nicht, ist jedem selbst überlassen.

Gruß Günther
 
Hallo Rolf,

eine andere Möglichkeit, warum das Bild für Dich am Maxbright Binoansatz "flau" war: Du hast den Baader 2,6x GWK verwendet und bei dem muss man auf die korrekte Einbaurichtung achten. Diese ist genau anders herum, wie bei den 1,25x- und 1,7x-GWK. Eine Beschreibung dazu gibt es auf der Baader-Homepage irgendwo. Ich habe den 2,6x GWK leider nicht, kann also keine persönlichen Erfahrungen beisteuern. Allerdings benutze ich sowohl den 1,25x und 1,7x GWK regelmäßig an meinem Baader Großfeld-Binoansatz und kann nicht über eine flaue Abbildung klagen, ganz im Gegenteil. Der Verlust an Schärfe und Kontrast ist für mich vernachlässigbar bis nicht wahrnehmbar und das auch bei 0,48 mm AP.

Vielleicht probierst Du es nochmal aus? Es gibt ja viele Nutzer des Maxbright und bisher habe ich keine Stimmen gehört, die ein flaues Bild beklagt haben.

VG, Andreas
 
Hallo,
Nachtrag zu "gestern 9.59 Uhr": will jetzt noch versuchen, inwieweit eine bin. Beob. am C 8 einen Beob.Gewinn ggü. mon. bei nahezu gleicher Vergrößerung ergibt.
Darauf hatte mich ein Stfr. gebracht, das einmal zu testen.

Gruß Günther
 
Servus Zusammen,

ich zähl mich auch zu den begeisterten Bino guckern, kenn aber auch jemanden, der mit dem Bino-Bild nichts anfangen kann, nicht mal am Feldstecher!
Ich nutze den Maxbright am C8. Das funktioniert hervorragend, aber gerade am SCT gibt's ein paar Dinge zu beachten.
Man kommt zwar auch ohne GWK in den Fokus, aber durch die HS Fokussierung geht, bei zu viel Backfokus, die Brennweite ordentlich nach oben. Je nach Setup auf 2,6 m und mehr. Dabei nimmt auch der sphärische Fehler des C8 zu, da die Spiegeabstände nicht für so viel Backfokus gerechnet sind. Zusätzlich kastriert man schnell die Öffnung (durch Vignettierung am Blendrohr) und hat dann statt 8" vielleicht nur noch 7"!
Daher ist es wichtig, den Backfokus klein zu halten. Keinen 2" Zenitspiegel verwenden, besser das Baader 1,25" Zenitprisma mit T2 Anschluss (spart mehrere cm). Manche schrauben zusätzlich einen leichten GWK rein um den Backfokus weiter zu reduzieren (was ich bisher aber noch nicht gemacht habe, mal sehen).
Ansonsten bringt Bino einige Vorteile:
- Bild wirkt deutlich größer bei gleicher Vergrößerung
- Schlechtes Seeing stört weniger
- Deutlich entspannteres Sehen
- 3D Effekt

Schöne Grüße
Franz
 
Hallo Franz,
da muß ich dir leider widersprechen: habe hier ein Binovorsatz von einem Sternfreund, mit div. anderen Okularen, zum austesten am eigenen C 8. Habe z.B. gestern festgestellt, daß bei einem 25 mm Okular ohne jegliches dazuschrauben am Binostutzen das GF im Bino kleiner wird, als dann der mon. Vergleich.
Der weitere Test wird zeigen, sofern Sterne zu sehen sind, ob der bin. Einblick mehr an Reichweite bringt, ggü. mon. (Veränderliche Sterne)

Gruß Günther
 
Habe z.B. gestern festgestellt, daß bei einem 25 mm Okular ohne jegliches dazuschrauben am Binostutzen das GF im Bino kleiner wird, als dann der mon. Vergleich.
Du denkst daran, dass ein typischer Bino-Ansatz rund 110mm Baulänge hat, und am Schmidt-Cassegrain die Brennweite dank Hauptspiegelspiegel um etwa 3,1mm steigt, wenn du das Okular 1 mm weiter draußen verwendest? Je nach Zenitspiegel bist da dann bei 2340mm oder mehr statt 2m Brennweite, und schnell statt bei 80x bei 93x Vergrößerung. Wenn du deinen Reducer verwendest, wird es noch chaotischer...

Den Eindruck, dass auch bei gleicher Vergrößerung insbesondere Mond und Planeten binokular größer wirken, haben schon viele berichtet. Aber es gibt auch Leute, die mit einem Bino-Ansatz nicht zurecht kommen. Da geht es nur um den Seheindruck.

Beste Grüße,
Alex
 
Servus Günther,

ja, am C8 wird das GF kleiner weil durch den erhöhten Backfokus vom Bino die Brennweite steigt, und damit auch die Vergrößerung.
Und wenn Du mono und bino bei wirklich gleicher Vergrößerung vergleichst "wirkt" das Objekt im Bino deutlich größer. Ist nicht messbar, sondern passiert quasi nur im Gehirn.

Welches 25mm Okular und welchen Bino-Ansatz nutzt Du genau? Wenn es noch der alte Maxbright, also nicht Version II ist, dann werden aufgrund der zu kleinen Prismen im Bino, Okulare, mit einer Feldblende größer ca. 22mm vignettiert! Wenn ich bei mir ein 24mm Hyperion mit 68° Gesichtsfeld reinstecke, dann hab ich außen einen schwarzen Rand durch die Abdunklung. Falls es das ist, was Du meinst? 25mm Okulare mit nur 50° GF gehen am Maxbright I gerade noch so.

Schöne Grüße
Franz
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Franz,
die opt. Teile sind, wie erwähnt, von einem Sternfreund zum testen. Habe nachgesehen, Binovorsatz von TS, steht allerdings nichts drauf, auf dem 1 1/4" 25 mm Oku steht: Omegon Plössl.
Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum sollte man: 1. den GWK ins Bino schrauben, bzw. den Reducer, ein weiteres Teil war mit im Köfferchen zum einschrauben.....
Dein Satz das Objekt wirkt im Bino größer, nicht messbar, hieße also, es würde sich kein Reichweitengewinn ergeben, was wiederum ein anderer Stfr. von mir wissen wollte, Binobeob. zu Monobeob. (Die opt. Spielereien machen irgendwie Spaß !!!)

Gruß Günther
 
Servus Günther,

ich verstehe grad deine Fragen nicht wirklich.
Lies doch einfach hier nach, was ein GWK macht:

Ein GWK in Verbindung mit einem Reducer macht keinen Sinn. Die arbeiten ja gegeneinander!

Und was genau meinst du mit "Reichweitengewinn"?

Und noch ein kleine Bitte: Könntest Du etwas weniger unübliche Abkürzungen verwenden. Deine Beiträge lesen sich manchmal etwas schwer.

Schöne Grüße
Franz
 
Hallo Franz, lese in einem Artikel in Astrotreff vom 22.10.2017, daß Baader selbst sagt: es handelt sich um Barlowlinsen, div. Faktoren sind 1,25, 1,7, bis 2,6.

Und du willst mir weißmachen, du verstehst meine Frage nicht ?, sorry, ich verstrehe nicht, daß du das nicht verstehen willst.

Reichweitengewinn: ein Bino (theoretisch) erreicht z.B. 13mag, monokular mit der gleichen Vergr. nur 12.6 oder 12.7mag. Das meine ich mit "beid-äugigem-Sehen", o. K. ? Was sind in deinen Augen unübliche Abkürzungen ??? Sage es mir bitte ganz konkret (bin dir deswegen nicht böse..., ob deiner Frage, ehrlich).

Gruß
Günther
 
Servus Günther,

hier Infos zum Unterschied zwischen den verwendeten Gläsern bei Barlow und GWK:


1. Das Problem der "Farbmischung"​

Bei einer normalen Barlow-Linse muss das Glas lediglich die durch die Linse selbst entstehenden Farbfehler korrigieren. Dafür reicht oft eine Kombination aus Standard-Kronglas und Flintglas (ein Achromat).

Ein GWK hingegen muss gegen ein gewaltiges Hindernis ankämpfen: Die Prismen im Binokularansatz. Diese bestehen meist aus BK7- oder BaK4-Glas. Wenn Licht durch 10 cm dieses Glases geht, wird das Spektrum extrem weit auseinandergezogen (Dispersion).

  • Um das zu kompensieren, muss der GWK Gläser mit anormaler Teildispersion verwenden.
  • Das bedeutet: Die Linsen im GWK müssen den Farbfehler genau entgegengesetzt zu den Prismen erzeugen, damit sich beide am Ende zu Null addieren.

2. Edelgläser: ED und Lanthan statt Fluorit​

Während in High-End-APO-Teleskopen oft Fluorit (CaF2) oder spezielle FPL-53 Gläser zum Einsatz kommen, finden wir in GWKs häufig folgende Spezialgläser:

  • ED-Glas (Extra-low Dispersion): Ähnlich wie bei APO-Objektiven helfen diese Gläser, den Farbfehler (speziell den sekundären Farbfehler) extrem gering zu halten.
  • Lanthan-Glas: Diese Gläser haben einen hohen Brechungsindex bei gleichzeitig geringer Dispersion. Das erlaubt es den Optikdesignern, die Linsen flacher zu schleifen. Flachere Kurven bedeuten weniger sphärische Aberration – ein riesiger Vorteil, wenn man das Licht durch die dicken Prismen des Binoviewers schicken muss.


Was deine Abkürzungen angeht, z.B.:
- Stfr.
- bin.
- mon.
- opt.
Klar weiß ich was dabei gemeint ist, aber trotzdem ließt es sich leichter, wenn es ausgeschrieben ist.

Kurz zu "Reichweitengewinn": Du meinst also man erreicht mit dem Bino höhere Grenzgrößen? Das wurde aber nie behauptet und ist auch vollkommen logisch, dass das nicht gehen kann. Schließlich wird die Lichtmenge pro Auge halbiert.

Schöne Grüße
Franz
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Franz, lese in einem Artikel in Astrotreff vom 22.10.2017, daß Baader selbst sagt:

Dann lies mal bei Baader direkt nach, was er sagt:
  • Ein Baader Glaswegkorrektor® ist keine Barlowlinse! Der Grund für den markenrechtlich geschützten Namen ist nur in zweiter Linie die Verlagerung des Brennpunktes!
  • In erster Linie hat der Glaswegkorrektor® die Aufgabe, den prismatischen Farbsaum zu korrigieren, welcher durch die große Glasmasse der Prismen im Binokular bei Benutzung an Refraktoren entstehen würde.
Quelle:

Da gibt es noch mehr Infos, auch in der Anleitung vom MaxBright-Bino (gibts auch als PDF auf der Baader-Seite).

Dem würde ich eher trauen als einem Forumsbeitrag.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Fanz,
wiederhole mich: ein Reducer vergrößert das Gesichtsfeld bei gleicher Vergrößerung ggü, Binokularvorsatz, selbst gestern erst wieder ausprobiert (Auszählung von Dachziegeln, schöne Spielerei....)

Gruß Günther
 
Hallo,
sehe eben, nicht auf "Antwort erstellen" unten rechts geklickt, jetzt gemacht, Samstag um 4.38 MESZ.

Rainer, das Beobachten mit einem Binoansatz erscheint mir zu umständlich, sorry. In einem Schriftwechsel mit Dr. Ahnert, Sternwarte Sonneberg, das ist lange, lange her, meint er, daß binokulare Beobachtung einen Beobachtunggewinn ggü. monokular ergibt und wohl auch einen Reichweitengewinn. Probieren Sie es aus, schreibt er weiter, in dem man abwechselnd ein Okular mit der Hand abdeckt. Zu jener Zeit gab es aber noch nicht die heute übliche Anwendung von Binovorsätzen, sondern bezog sich ausschließlich auf reine Binokulare, 7x50 usw. im Vergleich mit einem reinen Spektiv.
Außerdem will das ein Sternfreund wissen, bei Anwendung eines Binovorsatzes, wohlgemerkt, mit dem ich im ständigen Kontakt stehe, wie sich das auswirkt, Reichweitengewinn von sagen wir, zwei oder drei Zehntel Größenklassen. Ich weiß es nicht, muß es selbst "austesten".

Und zu FranzP, gestern 16.09 MESZ wegen der Abkürzungen : stfr = Sternfreund, bin. = binokular, mon. = monokular, opt. = optisch, alles klar ?, o. K.

Gruß
Günther
 
Hallo,
habe eben den langen Bericht von Baader bezüglich GWK und den Maxbridge gelesen, mir schwirrt bald der Kopf, "gg".
Jedoch habe ich mir gemerkt und das probiere ich noch aus: Binoansatz für das C 8 mit GWK Einsatz, Faktor 1,7.
Das geht auch mit Blick aus dem Wintergarten zum "Testhaus" in 150 m Entfernung, Auszählung der Dachziegel, na, ihr wißt schon......

Gruß
Guenther
 
Trenn doch bitte zwischen Fernglas (ein Objektiv pro Auge) und Binokularansatz (ein Objektiv für beide Augen). Das ist was völlig anderes, was die Lichtmenge angeht, die ins Auge kommt.
 
Hallo Rolf,
Ich lenke den Beitrag mal wieder auf deine anfangs gestellte Frage.
Aus meiner Erfahrung heraus kann ich sagen, dass bei meiner Kombination (12" Newton, Baader FFC oder 1,7x GWK, Baader Maxbright früher 1 und heute 2, Pierro Astro ADC) der Kontrast ggü. der monokularen Beobachtung leicht verringert wird. Ich vermute, dass die Ursache in den vielen optischen Komponenten liegt, die das Licht durchdringen muss.
Allerdings ist der Effekt relativ gering. Was wichtiger ist: Die binokulare Beobachtung zeigt mir unterm Strich trotzdem mehr und feinere Details. Das Bild ist nicht ganz so "hart" in den Kontrasten, aber der Informationsgewinn durch das beidäugige Sehen und durch die Rauschreduzierung der Bildüberlagerung im Gehirn ist trotzdem deutlich vorhanden!
Bei mir geht das soweit, dass ich selbst deep sky lieber mit dem Bino beobachte!
Der Lichtverlust durch die Aufteilung auf zwei Augen wird durch die oben genannte Rauschreduzierung ein Stück weit kompensiert. Nur im absoluten Grenzbereich, wenn ich z.B. den schwachen Quasar unbedingt aufblitzen sehen möchte, beobachte ich noch monokular, um das letzte Quäntchen rauszuholen. Aber das kommt so selten vor, dass ich meine Ethos-Okulare alle verkauft habe und durch schmalere, binotaugliche Morpheus ersetzt habe. Mit den Jahren hat der Genuss beim Beobachten die Oberhand gewonnen und die Grenzbeobachtung fast verdrängt (auch wegen des zunehmend helleren Himmels).
Für Planeten verwende ich ausschließlich Baader Classic Orthos.
Ich muss dazu sagen, dass meine Augen beide nahezu gleich stark sind, was die Dominanz anbelangt.

Viele Grüße,
Burkhard
 
Hallo Burkhard,

gehe ich auch mit. Die Wahrnehmung mit Bino ist (vorausgesetzt die Augen lassen die entspannte Binobeobachtung zu) in fast allen Fällen ästhetischer. Allerdings macht sich nach meinem Empfinden der Lichtverlust schon deutlich bei schwachen Objekten (Gx, Gx-Haufen, PN‘s, Planetenmonde, etc.) bemerkbar und ich beobachte da lieber monokular.

Mit am besten zeigen sich die Unterschiede an hellen Kugelsternhaufen:
Der Binoanblick ist sehr ruhig, entspannt und plastisch, der monokulare Ablick zeigt doch eine merkbar höhere Anzahl an schwächsten Sternen, d.h. der Haufen insgesamt wirkt reichhaltiger.

Viele Grüße
Werner
 
Hallo Werner,
Vollkommen richtig. Daher auch nur "...ein Stück weit kompensiert ". Monokular bleibt ein Vorteil im DeepSky. Aber mir persönlich ist die Ästhetik wichtiger als der geringe Verlust an schwachen Details. Vielleicht ist das auch abhängig von den Bedingungen? Mein Himmel ist leider nicht mehr das, was er einmal war.
Gruß,
Burkhard
 
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