Zeigt her eure Gartensternwarten

RainerEQ

Mitglied
Hallo,
da das Thema „Zeigt her eure Refraktoren“ sich so großer Beliebtheit erfreut dachte ich mir „zeigt her eure Gartensternwarten“ könnte auch euer Interesse wecken. Falls das nicht das passende Forum sein sollte, lieber Admin, verschieb es bitte.
Ich mach mal den Anfang. 2011 habe ich ein Gartenhaus gekauft, 2,5 x 2,5 Meter und habe mir daraus eine Schiebedachhütte gebaut.
Das mit dem Dach war etwas schwierig, weil es aus optischen Gründen quer zum First verschoben werden sollte. Der Baumarktmitarbeiter wirkte etwas konsterniert als ich ihm mein Vorhaben, Dach verschieben, erläuterte und fragte: wozu das denn, worauf hin ihm meine Frau sagte „wir sitzen gerne im Freien“.
Anfangs verschob ich das Dach auf Gummirollen, was aber nach ein paar Jahren viel Kraft erforderte. Vor 2 Jahren habe ich die Hütte renoviert: neue Balken, U-Schienen, Stahlrollen, neues Dach. Jetzt geht das ganze butterzart mit einer Hand und macht viel Spaß.
Ich hoffe, der ein oder andere zeigt auch seine Handwerks- oder Einkaufskünste. Vielleicht sind Ideen dabei, die man aufgreifen kan.
Rainer
 

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Hallo Rainer,
So ein Gartenhaus möcht ich mir auch mal bauen.
Mir diesen Fertiggartenhäusern vom Baumarkt sollte das recht passabel möglich sein. Allerdings, durch die Verschiebung der Dachkonstruktion entstehen ja die meisten Probleme. Das ganze muss ja auch sturmsicher sein. Zudem muss oder sollte die Konstruktion gut isoliert werden, da es sonst im Sommer, wenn die Sonne drauf knallt, eine Affenhitze im Gartenhaus. Für die Optiken auch nicht unbedingt ein Vorteil.
LG Walter
 
Hallo Walter, durch den Spalt zwischen Dach und Wänden zirkuliert die Luft recht gut und das "Wetter" bleibt trotzdem draussen. Meinen kleinen Apo habe ich seit 8 Jahren draußen montiert und der ist top. Das einzige was gelitten hat war die Canon 60da. Die bekam nach mehreren Jahren ein paar bunte Pixel hinzu, die sich aber wegbügeln liessen.
Die war übrigens 10 Jahre draussen mit meinem SC8.
Rainer
 
Hi Walter,
tolles Projekt - Ich weiß wie Du Dich fühlst!

Ich habe mir ein passendes "Shedatorium" allerdings komplett selber gebaut, weil ich nichts passendes für meine Gegebenheiten gefunden habe.
Das Dach habe ich auf metallischen T Schienen rollend, und mir etwas Gedanken um den Regenschutz gemacht ... ansonsten ist es eben aus Holz. schön luftig, und ich habe alles an Krams ganzjährig dort auch gelagert... keine Probleme mit Rost oder Feuchtigkeit.

Zwei Mal im Jahr mache ich "groß" rein, also mit Staubsauger, abwischen, fetten, etc.

Ist alles kein Hexenwerk, und gerne gebe ich meine Tipps weiter...

Gruß
Ernie
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Hallo

Toll was ihr euch da gebaut habt egal ob von der Stange Baumarkt oder Selbst Entwurf von Gartensternwarte.
Nicht jeder hat die Chance so was zu haben oder den Platz am Haus,
liegt der Garten einiges entfern ist ein Risiko, Vandalismus...muß nicht kann dazu Genehmigung vom Amt.

So was war vor 5 Jahren auch mein vorhaben auf über dem Balkon in 6m Höhe 20 qm platz ist einiges...da ist jetzt leider eine
Photovoltaik Anlage darauf...jetzt hätte ich das nicht...

Manfred
 
Hallo, Walter ich denke jeder der eine besitzt kennt das geile Gefuehl seine eigene Sternwarte zu haben.
Meine wurde 2017 erstellt.
Gruesse und viel Spaß damit
Claude
 

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Bei mir wurde die staatlich verordnete Zwangspause während der Coronazeit sinnvoll genutzt: Ich habe mir endlich den lang gehegten Traum von einer kleinen eigenen Sternwarte erfüllt.

Bei uns zu Hause gab es ein ungenutztes Nebengebäude mit einer Grundfläche von 3 × 5 Metern und einer zweiflügeligen Terrassentür. Direkt davor habe ich ebenfalls auf einer Fläche von 3 × 5 Metern Streifenfundamente für die eigentliche Sternwartenhütte angelegt.

Die Hütte ist ein kompletter Selbstbau. Das Rolldach läuft auf Torschienen mit passenden Rollen und Lagerböcken.

Im Inneren wurden versetzt zwei KG-Rohre mit jeweils 30 Zentimetern Durchmesser eingelassen. Jede Säule steht auf einem eigenen Betonfundament von etwa einem Kubikmeter. Darin befinden sich Gewindestangen zur Befestigung der Montierungsadapter.

Der Fußboden ist vollständig von den Säulen entkoppelt und liegt ausschließlich auf den äußeren Balken auf. Strom- und Netzwerkanschlüsse für beide Säulen wurden fachgerecht von einem Elektriker installiert.

In den vergangenen Jahren habe ich allerdings vieles noch einmal verändert, verbessert oder komplett neu gebaut.

Der ursprüngliche Boden bestand beispielsweise aus OSB-Platten. Das funktionierte so lange gut, bis ich eines Nachts mitsamt meinem Stuhl unvermittelt durch den Boden brach und auf dem nackten Erdboden landete. Die vom Boden aufsteigende Feuchtigkeit hatte die Platten über die Jahre vollständig durchweicht.

Daraufhin wurde der gesamte Untergrund mit Baufolie abgedichtet, mit zehn Zentimetern Styropor isoliert und der Fußboden anschließend komplett mit Terrassendielen neu aufgebaut.

Auch die Laufschienen des Daches wurden mittlerweile ausgetauscht. Anfangs hatte ich Edelstahl-U-Profile verwendet, in denen die Laufrollen des Daches liefen. Darin sammelten sich jedoch regelmäßig Schmutz, Laub und im Winter auch Eis. Dadurch war das Dach häufiger blockiert.

Heute verwende ich eine offenere Konstruktion, bei der sich deutlich weniger Schmutz festsetzen kann.

Wie ihr seht, ist meine Sternwarte weniger ein abgeschlossenes Bauprojekt als vielmehr ein fortlaufender Prozess. 😉

Das ehemalige Nebengebäude dient heute als Kommandozentrale, Astrolager und Bastelwerkstatt. Mittlerweile ist auch der Aufenthaltsraum klimatisiert, sodass man es dort sowohl im Hochsommer als auch im Winter angenehm aushalten kann.

Unterm Strich war der Bau der Sternwarte für mich genau die richtige Entscheidung. Damals hatte mir das ständige Auf- und Abbauen der gesamten Ausrüstung beinahe den Spaß an der Astrofotografie genommen. Das Ganze war zu dieser Zeit schließlich noch etwas aufwendiger als heute – ASIAir und vergleichbare Lösungen gab es entweder noch nicht oder sie waren längst nicht so verbreitet.

Heute dauert es vom Öffnen des Daches bis zum ersten Bild auf dem Monitor deutlich weniger als fünf Minuten.

Allein dieser Komfort hat dafür gesorgt, dass ich die wenigen klaren Nächte wesentlich häufiger und effektiver nutzen kann.

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LG und CS
Dave
 
Hallo
Wie ich euch um eure tollen Hütten beneide. Ich muß immer raus auf den Acker, was im Winter nicht so angenehm ist. Hab zwar einen schönen Garten und Platz, aber ab Polaris ist der Blick nach Osten bis zum Süden verdeckt.
VG Walter
 
hoi, hier seht ihr meine kleine Sternwarte. Früher stand sie an einem anderen Platz und war als Klappsternwarte konzipiert.
Nach dem Standortwechsel zum Zaun wurde es auf Grund des Platz Problems zur Schiebesternwarte.
Wenn ich die Hütte nach rechts verschiebe wird ein Balkensystem mit Schienen angeschlossen. Das ist in zwei Minuten erledigt (bzw. auch wieder weggeräumt).

Bis aufs aufmachen ist alles voll remote-fähig.

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Arno, das ist ja quasi ein Teleskop-Hochbeet! :oops: :love:

Überhaupt sehr inspirierender Thread, ich hab nicht viel Platz im Garten (Bäume und Hanglage), deshalb finde ich echt spannend, dass es hier auch "kleinere" Lösungen gibt. Klasse!
 
Arno das ist eine tolle Lösung. Deine verschiebbare Hütte ist vermutlich leichter, als mein Dach. Gratuliere zur Idee. Rainer
 
Hallo Rolli's

dann will ich mich hier 'mal einreihen.
Im Sommer 2006 habe ich mir eine Rolldachhütte gebaut, da ich es leid war, mein Teleskop, ein 10" RCX400 von Meade, jedesmal auf- und wieder abzubauen.
Es war zwar viel Arbeit, aber im Nachhinein das Beste, was ich machen konnte.
Das Dach habe ich später mit einer Balkenkonstruktion verstärkt, da es ursprünglich etwas schwach ausgelegt war. Hierdurch kann das Rolldach jetzt auch als Portalkran benutzt werden, um das Teleskop mit Hilfe eines Flaschenzugs zu montieren / demontieren.
Seit 20 Jahren funktioniert alles reibungslos und ich kann den Bau einer Rolldachhütte nur jedem empfehlen, der die Möglichkeiten hierfür hat.

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CS
Egbert
 
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