Erbitte Hilfe beim Hintergrund ebnen.

TriCKx

Mitglied
Ich versuche mich derzeit daran eine Aufnahme des Eastern Veil Nebels, das unter Vollmond-Bedingungen entstanden ist, zu entwickeln.
Zur Verfügung stehen PI mit BXT, NXT und SXT neben DXO Photolab oder Affinity Photo.

Ich möchte die feinen Nebelstrukturen gegenüber dem Hintergrund maximal herausarbeiten.

Ausgangslage: Das per WBPP gestackte Bild zeigt per SCT (channels unlinked) einen schönen Gradienten aber eigentlich eine zufriedenstellende Ausgangslage.

WBPP.jpg


Nach SPCC, BXT, NXT, GraXpert (Background Extraction) und SXT zeigt sich in per ScrreenTransferFunction folgendes Bild:

WBPP_SPCC_BXT_NXT_GraXpert_SXT.jpg

Mir ist klar, dass die STF irgendwelche Statistiken heranzieht um das Bild zu stretchen und man per MAS/GHS/Veralux-Srtetch andere Möglichkeiten hat.
Mein Versuche beim Stretching den Hintergrund zu dunkel zu halten aber die feinen Nebelstrukturen nicht ebenso abzuwürgen schlagen fehl.
Weitere Durchläufe von irgendwelchen Background Extraction Tool bringen keine Verbesserung.
Ich habe auch mit und ohne Masken und Weichzeichnen per Multiscale Median Transofrmation probiert.
Das Ergebnis sieht bei beibehaltener STF so aus:

MultiscaleMedianTransformation.jpg


Erneuert man die Einstellungen per "Atom-Button", ergibt sich folgendes Bild:

MultiscaleMedianTransformation_STF.jpg

Abgesehen, dass mir nun alles etwas flauer erscheint, ist wenig gewonnen.
Sicherlich ist die ScreenTTransferFunction tückisch, das sich der Stretch jedesmal ändert.
Aber wie ginge es besser?

Ich bin über Anregungen besserer Prozessschritte sehr dankbar.
Ich stelle auch gerne FITS zum Testen zur Verfügung.

Meine bisher besten Ergebnisse finden sich auf Astrobin: https://app.astrobin.com/u/TriCX?i=hw64ri
Ich bin mir sicher, dass es noch besser geht.

Danke im Voraus!

Grüße,
Sven
 
Hallo Sven,
Eigentlich sollte es bei der Ausgangslage (Bild 1) möglich sein ein zufriedenstellendes Bild zu erhalten.
Da die Reihenfolge der Prozessschritte nicht genau beschrieben ist wird es schwieriger. Von deiner Bildbeschriftung abgeleitet vermute ich dass die Reihenfolge möglicherweise nicht passt. Ggf. sind aber auch andere Ursachen möglich.
Ich gehe folgendermaßen vor:
Dem Autocrop kann man nicht immer vertrauen. Wenn du die Aufnahmen gedithert hast oder auch grundsätzlich, kontrolliere die Ränder auf Auffälligkeiten. Notfalls einfach ein kleiner Crop zusätzlich.
Dann mit Graxpert den Gradienten entfernen, Background-Neutralisation, BXT mit Correct only, ggf. Platesolven und dann erst SPCC einsetzen. NXT erst danach einsetzen.

Viel Erfolg
Grüße Michael
 
Hallo Zusammen

Nutze auch Pixinsight schon paar Tage aber hatte vorher nie Background-Neutralisation gemacht:eek:
Danke für den Tip Michael. Jetzt sind meine Ausgangsbilder viel besser.

Grüße Dirk
 
Hallo Sven,

Graduentenkorrektur als ersten Schritt nach Dynamic Crop, in jedem Fall vor SPCC oder Rauschreduktion.

Wenn es Graxpert nicht richtig funktioniert, probiere DBE oder das noch relativ neue MARS mit unterschiedlichen Scales in Pixinsight aus.

Grüße,
Alex
 
Danke an alle für die Rückmeldungen.
GraXpert (AI) hat mich nicht überzeugt.
Ebenso konnte ich mit dem MultiscaleAdaptiveStretch keine gutes Ergebnis erreichen. Die Stellrädchen erschließen sich mir nicht obwohl das Erklärvideo von PI selbst angeschaut habe.
Per DBE ging es nachdem ich Punkte von Hand gesetzt und die Sample Size (25) deutlich erhöht hatte. Ebenso habe ich den Smoothing Factor auf 0.5 gedreht. Tolerance musste auch deutlich erhöht werden. Aber dann ging es recht gut.
 
Hi Sven!

MultiscaleAdaptiveStretch ist auch kein Tool um den Hintergrundgradienten zu entfernen sondern um das Bild anschließend zu stretchen :). Das kommt nachdem du den Hintergrund bereinigt hast.

Wenn du einen kleinen Leitfaden brauchst, dann kannst du dir ja mal dieses Schaubild für die Reihenfolge der Bearbeitung ansehen.


Der Workflow ist sicherlich nicht perfekt und allgemeingültig aber ein guter Anfang.

Hier gibts noch mehr:

VG
Tom
 
Kurz zur Richtigstellung bei den ganzen PI Abkürzungen.

Ich meinte mit MARS den Allsky reference survey PixInsight — MARS Project
und zugehörigen Prozess Multiscale Gradient Correction (MGC)

Multiscale Adaptive Strech (MAS) dient zum stretchen, wie schon richtig angemerkt und nicht Gradientenkorrektur.
 
Hallo @TriCKx

ich habe auf deiner Astrobin Seite gesehen, das du die Aufnahmen mit einer Canon gemacht hast?
Das auf deinen Bildern ist das typische Canon-Banding was auch die Farben etwas verzerrt.
Ich besitze auch zwei Canon die ich für Astrofotografie benutze und wenn die Darks nicht 100% passen
habe ich auch dieses Banding nach dem Kalibrieren - es gibt in Siril eine Funktion "Filter -> Banding-Reduzierung"
die das eigentlich komplett entfernt. PI hat bestimmt etwas Ähnliches.

1785853702050.png



LG & CS
Mattes
 
Kurz zur Richtigstellung bei den ganzen PI Abkürzungen.

Ich meinte mit MARS den Allsky reference survey PixInsight — MARS Project
und zugehörigen Prozess Multiscale Gradient Correction (MGC)

Multiscale Adaptive Strech (MAS) dient zum stretchen, wie schon richtig angemerkt und nicht Gradientenkorrektur.
Sorry, ich habe mich vertan. Ich meinte oben nicht MultiscaleAdaptiveStretch (MAS), sondern ebenso Multiscale Gradient Correction (MGC).
 
ich habe auf deiner Astrobin Seite gesehen, das du die Aufnahmen mit einer Canon gemacht hast?
Das auf deinen Bildern ist das typische Canon-Banding was auch die Farben etwas verzerrt.
Ich besitze auch zwei Canon die ich für Astrofotografie benutze und wenn die Darks nicht 100% passen
habe ich auch dieses Banding nach dem Kalibrieren - es gibt in Siril eine Funktion "Filter -> Banding-Reduzierung"
die das eigentlich komplett entfernt. PI hat bestimmt etwas Ähnliches.
Moin Mattes,

es sieht mir nicht nach Banding aus, aber ich mag mich täuschen.
Wenn ich auf der Doku-Seite von Siril nachsehe, werden Banding-Fehler als horizontale Linien über das gesamte Bild dargestellt.
Das ist hier nicht der Fall. Wie sind deine Erfahrungen?
Davon abgesehen korrigiert der Filter meine Artefakte nicht wirklich.

Man möchte meinen, dass PI etwas entsprechendes anzubieten hat. Hatte es bis zur Version 1.9.4 auch mit dem Script "CanonBandingReduction".
Jedoch wurde es nicht auf die neue Scripting-Engine portiert, so dass es aktuell nicht verfügbar ist ohne eine alte Version von PI zu installierren.
 
Moin Mattes,

es sieht mir nicht nach Banding aus, aber ich mag mich täuschen.
Wenn ich auf der Doku-Seite von Siril nachsehe, werden Banding-Fehler als horizontale Linien über das gesamte Bild dargestellt.
Das ist hier nicht der Fall. Wie sind deine Erfahrungen?

Hey Sven,

das sieht für mich 100% danach aus, wenn ich mir so meine diversen Master-Darks anschaue, sind die auch
je nach Temperatur komplett anders. Probier es einfach mal aus -> bevor du den Gradient entfernst und vor SPCC.

Ich hab mal einen extremen Fall rausgesucht und die Bilder im Preview aufgenommen.
Meine 600d sowie auch die M100a machen das (leider)



LG
Mattes
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sven,

hast du denn während der Aufnahme zwischendurch gedithert ?
Mir sieht das Ganze nach einer Mischung von Canon Banding und Walking Noise aus.
Beim STF Strech wird meist überstreckt (kann man aber einstellen) so dass dann Unsauberkeiten sehr schnell deutlich werden.
Versuche mit MAS zu strecken. Hier hast du eine sehr gute Kontrolle zwischen Sterne und Hintergrund. Vermutlich wirst du aber nicht die letzten Nebel-Ausläufer sichtbar machen können ohne das der Hintergrund stört.

CS,
Franz
 
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