DWARF DRACO | Neues Smart Teleskop

Dublone

Neues Mitglied
DWAF LAB hat neue Hinweise für ein größeres Smart Teleskop geleifert.
90mm Öffnung ist bekannt. Sonnst leider noch nichts.

Quelle: DRACO 2026 - DWARFLAB
Unbenannt1.jpg
 
Hallo,

Den Bildern nach zu urteilen ist ein aufgedampfter Fangspiegel zu sehen. Es könnte sich um ein Spiegelteleskop handeln, evtl. einen Maksutov.

Viele Grüße
Gerd
 
Sehr spannend, ich bin gespannt. Bei dem Fernbedienungs-Feature musste ich schmunzeln. 90mm sind vielversprechend. Essentiell wird hier auch die Frage nach dem verbauten Sensor. Ich freue mich auf weitere Details und die Dynamik am Markt!

CS Thomas
 

Wobei man hier bedenken sollte das die für die am Sensor ankommende Lichtmenge relevante effektive Öffnung bedeutend kleiner ist.

Es sollte sich hier um ein Katadioptrisches Cassegrain System handeln.
Vermutlich ein MAK Cassegrain mit Reducer vor dem Sensor.
Bei den sehr schnellen F 3,8 die hier vermutet werden darf der Sekundärspiegel nur einen kleinen Verlängerungsfaktor haben was dann eine ganz erhebliche Obstruktion zur Folge hat.
Ich würde schätzen das hier mit mindestens 50% Obstruktion zu rechnen ist, gut möglich das es sogar noch mehr ist.

Die 50% linear entsprechen 25% auf die Fläche also allein dadurch kommen 25% Lichtverlust zustande. Es kommt aber noch der Reflexionsverlust an 2 Spiegeln hinzu.
Bei 88% Standardverspiegelung bleiben also noch 0,88x088 = 0,774 übrig. Zusammen mit den 25% Verlust durch die Obstruktion kommen lediglich noch 0,88x0,88x0,75 = 0,58 des Lichts was in die Öffnung fällt am Sensor an.
Das entspricht einer effektiven Öffnung von Wurzel 0,58 = 0,76 also bei 90mm Öffnung von 68,6mm.
Effektiv sind es bei den vermuteten rund 350mm Brennweite dann also auch nur F5,1 und nicht F3,8 die sich nominell ergeben.

Ein 70mm APO bringt da mehr Licht auf den Sensor.

Dieses 90mm MAK Cassegrain System hat halt den Vorteil das es vergleichsweise leicht kompakt und Preisgünstig ist.
Es ist aber in jedem Fall bei der DS Fotografie einem 70mm APO unterlegen.
Das ist dann die Kehrseite der Medaille die man nicht vergessen sollte.

Die 90mm Öffnung und die F3,8 sind daher eher Augenwischerei und machen sich nur gut in der Werbung.

Trotzdem wären effektiv 68,6mm Öffnung und F5,1 immer noch besser als das was es sonst noch so in der Einsteiger Preisklasse gibt.
Wenn der Preis für das DWARF DRACO passt wäre es daher durchaus interessant.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin zusammen,

Ein 70mm APO bringt da mehr Licht auf den Sensor.

Dieses 90mm MAK Cassegrain System hat halt den Vorteil das es vergleichsweise leicht kompakt und Preisgünstig ist.

letzterer Punkt "preisgünstig" ist wohl ein wichtiger Faktor. Der Preis ist noch nicht bekannt, aber ein 70 mm APO als optisches Design dürfte um einiges teurer sein als ein MAK. Es ist ja auch "nur" ein Seestar "S50 Pro" geworden, und kein "S70 Pro", wie im Netz vermutet wurde...

CS
Peter
 
letzterer Punkt "preisgünstig" ist wohl ein wichtiger Faktor

Natürlich ist der Preis ein entscheidender Punkt warum Dwarflab nun mit einem MAK Cassegrain entsprechende Kompromisse macht.

Es ist ja auch "nur" ein Seestar "S50 Pro" geworden, und kein "S70 Pro", wie im Netz vermutet wurde...

Wobei nach meinem Wissen das S70 nicht vom Tisch ist.
Es musste nur dem S50Pro den Vortritt lassen, ist aber weiterhin in der Entwicklung.
Und wo jetzt Dwarflab mit dem DRACO vorlegt auch wenn es am Ende effektiv wohl „nur“ etwa 68,6mm Öffnung sein werden dürfte ZWO es nicht beim S50Pro belassen, die werden da sicherlich nachziehen.

Grüße Gerd
 
Hallo,

Interessant finde ich, das dieses Teleskop, das bisher nicht erschienen ist und keine endgültigen technischen Daten vorhanden sind, von ein und dem selben hier und im Astrotreff herab gewürdigt wird.
Lasst das Teleskop doch erst mal offiziell erscheinen und die ersten Bilder ansehen, bevor es schon wieder in Abrede gestellt wird.


Viele Grüße
Gerd
 
Erstmal abwarten. Ich denke ein großer Denkfehler ist die isolierte Betrachtung von Öffnung ohne die Betrachtung des Gesamtsystems, das machen wir im Regelfall in der klassischen EAA-Setup auch nicht - man denkt systemisch. Wenn das dann noch gegen Komponenten genau solcher modularer EAA-Setups gechallenged wird, ist das nicht nur nicht zielführend, sondern man vergleicht Äpfel mit Birnen. Smart Teleskope sind All-in-one Systeme, regelhaft klein, transportabel und günstig. Ob das dann mit in der Zukunft mit einem potentiellen S80 - wenn es dann irgendwann kommt - noch so klein ist, der verbaute Sensor und damit resultierende Systemanforderungen immer noch handlich bezahlbar sind, steht auf einer anderen Karte.

Ich bin jedenfalls gespannt auf Details zum obigen DRACO. Die Konkurrenz bringt hier schöne Dynamik und es wird interessant, welche spezifischen Nischen und Möglichkeiten die neuen Smarties bringen werden! Man wird sich sowohl bei DWARF als auch bei ZWO gleichermaßen intensive Gedanken machen - zu unserer Freude!

CS Thomas
 
Interessant finde ich, das dieses Teleskop, das bisher nicht erschienen ist und keine endgültigen technischen Daten vorhanden sind, von ein und dem selben hier und im Astrotreff herab gewürdigt wird.

Was für ein Unsinn.
Hier würgt keiner etwas herab sondern stellt lediglich allzu euphorische und am Ende etwas zu hohe Erwartungen in den richtigen Kontext.
Etwas mehr Sachlichkeit und Nüchternheit mag zwar die anfängliche überschwängliche Euphorie etwas dämpfen aber ist letztlich wichtig um nachher nicht enttäuscht zu werden.
Ich stehe dem Draco prinzipiell sehr positiv gegenüber und freue mich das es so etwas demnächst geben wird.
Die dann doch sehr überschwängliche Euphorie die einige hier erkennen lassen teile ich aber nicht.
Ich bleibe da schlich.

Trotzdem wären effektiv 68,6mm Öffnung und F5,1 immer noch besser als das was es sonst noch so in der Einsteiger Preisklasse gibt.
Wenn der Preis für das DWARF DRACO passt wäre es daher durchaus interessant.

Man merkt doch das einigen hier schon mächtig der Finger juckt um den Bestellbutton zu drücken sobald der mal verfügbar ist.
Gerade denen möchte ich helfen eine realistische Erwartung zu entwickeln um nachher nicht enttäuscht zu werden.

Wie gesagt das Draco ist ein interessantes Teleskop und besser als alles was es bisher im unteren Preissegment gab aber eine Wundertüte ist es eben auch nicht.
Warten wir daher mal den Preis ab um auch mal etwas zum Preis/ Leistungsverhältnis sagen zu können.
Das ist ja noch eine völlig unbeantwortete Frage wo wild spekuliert wird.
Aber es ist für mich eine der entscheidendsten Fragen um zu klären wie interessant das Draco wirklich ist.
Vergleichsweise teure und durchaus gute Smartteleskope gibt es zb. mit Vespera und Stellina ja schon lange.

Grüße Gerd
 
Hallo zusammen,

wie sich nun herauskristallisiert ist es wohl auch kein fotografisch ausgelegter MAK mit Reducer im Blendrohr wie ich anfangs vermutet hatte sondern ein Riccardi-Honders-Design.


Die Brennweite dieser reinen Fotooptik soll 340mm betragen also bei Nominell 90mm Öffnung F3,8.
Da ein Riccardi-Huonders bauartbedingt eine extrem hohe Obstruktion aufweist dürften es effektiv wie oben schon von mir vorgerechnet inklusive aller Lichtverluste aber lediglich F5 oder langsamer sein.
Gegenüber dem S50 Pro mit 260mm Brennweite und sehr wahrscheinlich gleichem Sensor mit 2,9µm Pixeln bei beiden Teleskopen wäre der Abbildungsmaßstab mit dem Draco also 30% besser.
Dafür ist das Feld bei gleicher Sensorgröße beim S50 Pro entsprechend größer.
Da effektiv beide ähnlich schnell sind bleiben also im wesentlichen diese beiden Unterschiede übrig die sich für die Abbildung aus den Eckdaten beider Teleskope ergeben.

Also effektiv sind beide etwa gleich schnell.
Das S50 Pro bietet 30% mehr Feld als das Draco.
Das Draco bietet eine um 30% bessere Detailauflösung als das S50 Pro.
Je nach dem was einem wichtiger ist wird man zwischen beiden entscheiden.
Wobei der Preis natürlich auch noch eine wichtige Rolle spielt.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben