Sky Quality Meter vs. Light Pollution Map

Gernot

Aktives Mitglied
Hallo Leute,

ich habe mir ein Sky Quality Meter gegönnt und konnte bei meinen letzten Sessions interessante Messungen durchführen.

Hier die Location auf der Light Pollution Map : Eisentalhöhe - Nockberge - 2042m

Screenshot 2026-09-06 084552.png

Mit meinem SQM habe ich bei Neumond Werte zwischen 21.3 und 21.5 gemessen. Im Zenit waren die Werte bei max. 21.4...

Der Unterschied zwischen LPM.info und den SQM- Messungen ist ja enorm. Könnt ihr euch das erklären oder habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

CS Gernot
 
Bei mir ähnlich, auch ein Unterschied um knapp 0,5...

Lightpollutionmap.info sagt 20,70

Eigene Messungen mit dem SQML mondlos im Zenit: gut 20,0 bis knapp 20,5. Meist um 20,2-30,3....

Gruß Horst
 
Hallo Gernot,

da gibt es einige Faktoren die eine Abweichung erklären können.
Die in der Light Pollution Map angegeben Werte basieren auf Satelliten Messungen unterstützt durch mathematische Modelle für die Lichtstreuung.
Die Werte sind häufig besser als real messbar.
Das liegt v.a. auch daran das die Sensoren der Satelliten praktisch blind für den Blaulichtanteil von LED Licht sind. Zudem kann das mathematische Modell nur Annahmen treffen bzgl. durchschnittlicher Lichtstreuung die wiederum abhängig ist von der aktuellen Staub und Luftfeuchtigkeits Konzentration.
Daher kann es schon schnell zu Schwankungen geben.
Welches SQM Meter verwendest du ?
Ist das auch kalibriert ?

CS
Franz

P.S. von Werten über 20 kann ich nur träumen
 
Bei mir ähnlich, auch ein Unterschied um knapp 0,5...

Lightpollutionmap.info sagt 20,70

Eigene Messungen mit dem SQML mondlos im Zenit: gut 20,0 bis knapp 20,5. Meist um 20,2-30,3....

Gruß Horst

Danke für den Erfahrungsbericht, Horst :y:

Hallo Gernot,

da gibt es einige Faktoren die eine Abweichung erklären können.
Die in der Light Pollution Map angegeben Werte basieren auf Satelliten Messungen unterstützt durch mathematische Modelle für die Lichtstreuung.
Die Werte sind häufig besser als real messbar.
Das liegt v.a. auch daran das die Sensoren der Satelliten praktisch blind für den Blaulichtanteil von LED Licht sind. Zudem kann das mathematische Modell nur Annahmen treffen bzgl. durchschnittlicher Lichtstreuung die wiederum abhängig ist von der aktuellen Staub und Luftfeuchtigkeits Konzentration.
Daher kann es schon schnell zu Schwankungen geben.
Welches SQM Meter verwendest du ?
Ist das auch kalibriert ?

CS
Franz

P.S. von Werten über 20 kann ich nur träumen

Hallo Franz,

ich verwende folgendes SQM:


Das Gerät dürfte kalibriert sein!

CS Gernot
 
Nicht zu vergessen, dass der Airglow durchaus stark schwanken kann, selbst auf kurzen Zeitskalen. Dann ist die Lichtverschnutzung halt mal stärker oder schwächer. Ich betrache die LPM-Werte als Mittelwerte.

Gruß
Hans
 
Hallo Gernot,

es scheint ja auch eine gerätebezogene Streuung zu geben. Wie hatten in den Nockbergen ja parallel gemessen und meine Werte lagen konstant um ca. 0,2- 0,3 über deinen.

Wir konnten ja auch beobachten, wie schon leichte Änderungen der atmosphärischen Bedingungen sich stark auf die Messwerte auswirkten. Bereits als ein am Horizont mit den Augen nur schwach erkennbaren Dunst aufzog, fielen die Messwerte im Zenit von 21.5 auf 21.2

LG ind CS
Peter
 
Vergleiche meines Gerätes (beides SQM-L) mit dem eines Freundes zeigten durchweg Abweichungen von nur um 0,1 und weniger.
Und ja, schon kleine Änderungen am Himmel machen sich in den Messergebnissen bemerkbar, daher auch meine Angaben mit gut 20,0 bis knapp 20,5...

Gruß Horst
 
Zum Vergleich könnte man auch noch den SQL Wert über ASTAP vergleichen lassen. Wenn man eine OSC Aufnahme hat erzeugt man erstmal daraus ein Graustufenbild (Luminanz), macht dann eine Astrometric Solutution und hat dann den SQL Wert. Geht sehr schnell und liefert für mich recht wiederholbare und plausible Werte.
Sollten aber Frames nähe Zenit sein.

CS
Franz
 
Hallo Gernot,

es scheint ja auch eine gerätebezogene Streuung zu geben. Wie hatten in den Nockbergen ja parallel gemessen und meine Werte lagen konstant um ca. 0,2- 0,3 über deinen.

Wir konnten ja auch beobachten, wie schon leichte Änderungen der atmosphärischen Bedingungen sich stark auf die Messwerte auswirkten. Bereits als ein am Horizont mit den Augen nur schwach erkennbaren Dunst aufzog, fielen die Messwerte im Zenit von 21.5 auf 21.2

LG ind CS
Peter

Hallo Peter,

ich erinnere mich an die Abweichungen. Ich habe jetzt Messdaten aus vier Nächten und die stimmen ca. überein.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es zufällig immer dunstig gewesen ist _affeaugen:

Zum Vergleich könnte man auch noch den SQL Wert über ASTAP vergleichen lassen. Wenn man eine OSC Aufnahme hat erzeugt man erstmal daraus ein Graustufenbild (Luminanz), macht dann eine Astrometric Solutution und hat dann den SQL Wert. Geht sehr schnell und liefert für mich recht wiederholbare und plausible Werte.
Sollten aber Frames nähe Zenit sein.

CS
Franz

Das wäre auch mal auszuprobieren!

CS Gernot
 
Hallo Gernot
und alle weiteren Teilnehmer dieses Threads,

Das mit den SQM-L Meßgeräten so die eine Sache.
Ich besitze auch ein Gerät, dass ich mir vor über 10 Jahren angeschafft habe.
Damals noch zum halben heutigen Neupreis. :)

Auf jeden Fall gibt es Exemplarstreuungen bei den Geräten die bis zu 0,3 reichen können.
Bei einer Vergleichsmessung von ~11 Geräten (SQM-L) auf einem Teleskoptreffen habe ich das erlebt.

Einer hatte 21,25 ein anderer 21,34 ein weiterer 21,42 gemessen , gleich Zeit und Richtung.(Zenit, klar, mondlos)
Mit einem Bekannten , der ebenfalls ein solches SQM-L besitzt habe ich des öfteren Vergkeichsmessungen
so u.a. im dunklen Meck-Pom gemacht.
Mein SQM-L 21,52 und seins zeigte 21,68 mag/q° (völlig dunkel- Straßenlaternen waren abgeschaltet - nächster gr. Ort 30km Luftline entfernt.)
Zumindest weiß ich nun , dass mein SQM-L einen geringeren Wert anzeigt, als seins.
Das Alter der Geräte ist ungefähr gleich.
Bei der Teleskoptreffen-Vergleichsmessung lag mein Wert im mittel, am unteren Ende der Meßwerte.

Bei den Karten , die es im Internet gib,t wird ja wie schon beschrieben, die Messung von Oben (Satellit) durchgeführt;
dann werden die Werte nach einem mathematischen Modell verkünpft und fertig ist das Ergebnis, was natürlich kaum
mit den realen Werten stimmt.
Man kann sagen, dass die Karten eher der Orientierung dienen und als mehr sollte man auch nicht erwarten.

VG+CS Dieter
 
ich habe gerade mal nachgesehen was lightpollutionmap.info bei mir anzeigt: 21.82., was für mich visuell 6.54 mag bedeutet (andere Personen können einen anderen Visus haben, per se oder weil jünger oder oder oder, also nicht daran aufreiben, gilt nur für mich!!!
meine regelmäßigen Messungen liegen so zwischen 21.3 und 21.4, der beste jemals gemessene Wert während Corona betrug 21.92!
was nicht außer Acht gelassen werden sollte ist der Einfluß der Helligkeit der Milchstrasse und bei Zenitmessungen im August z.B. Wega.
just my three cents
speul
 
Hallo Gernot
und alle weiteren Teilnehmer dieses Threads,

Das mit den SQM-L Meßgeräten so die eine Sache.
Ich besitze auch ein Gerät, dass ich mir vor über 10 Jahren angeschafft habe.
Damals noch zum halben heutigen Neupreis. :)

Auf jeden Fall gibt es Exemplarstreuungen bei den Geräten die bis zu 0,3 reichen können.
Bei einer Vergleichsmessung von ~11 Geräten (SQM-L) auf einem Teleskoptreffen habe ich das erlebt.

Einer hatte 21,25 ein anderer 21,34 ein weiterer 21,42 gemessen , gleich Zeit und Richtung.(Zenit, klar, mondlos)
Mit einem Bekannten , der ebenfalls ein solches SQM-L besitzt habe ich des öfteren Vergkeichsmessungen
so u.a. im dunklen Meck-Pom gemacht.
Mein SQM-L 21,52 und seins zeigte 21,68 mag/q° (völlig dunkel- Straßenlaternen waren abgeschaltet - nächster gr. Ort 30km Luftline entfernt.)
Zumindest weiß ich nun , dass mein SQM-L einen geringeren Wert anzeigt, als seins.
Das Alter der Geräte ist ungefähr gleich.
Bei der Teleskoptreffen-Vergleichsmessung lag mein Wert im mittel, am unteren Ende der Meßwerte.

Bei den Karten , die es im Internet gib,t wird ja wie schon beschrieben, die Messung von Oben (Satellit) durchgeführt;
dann werden die Werte nach einem mathematischen Modell verkünpft und fertig ist das Ergebnis, was natürlich kaum
mit den realen Werten stimmt.
Man kann sagen, dass die Karten eher der Orientierung dienen und als mehr sollte man auch nicht erwarten.

VG+CS Dieter
ich habe gerade mal nachgesehen was lightpollutionmap.info bei mir anzeigt: 21.82., was für mich visuell 6.54 mag bedeutet (andere Personen können einen anderen Visus haben, per se oder weil jünger oder oder oder, also nicht daran aufreiben, gilt nur für mich!!!
meine regelmäßigen Messungen liegen so zwischen 21.3 und 21.4, der beste jemals gemessene Wert während Corona betrug 21.92!
was nicht außer Acht gelassen werden sollte ist der Einfluß der Helligkeit der Milchstrasse und bei Zenitmessungen im August z.B. Wega.
just my three cents
speul

Danke für eurer Erfahrungsberichte!

Bei den Abweichungen die Dieter, Peter und ich festgestellt haben stellt sich echt die Frage, ob der Kauf des Gerätes überhaupt sinnvoll ist...

Den negativen Einfluss der hellen Milchstraße auf die Messung, die "speul" erwähnt hat , kann ich auch bestätigen.

CS Gernot
 
Für mich das wichtigste an den SQM-L gemessenen Werten ist nicht der "Absolutwert", sondern der eigene Vergleichswert.
Die Geräte streuen ja nicht wild, sondern zeigen wiederholbar, entweder etwas zu niedrig oder etwas zu hoch an.
Messe ich Zuhause statt der üblichen 20,25 nur 20,0 ist das eher ein heller Abend, messe ich jedoch 20,5 ist es ein herausragend dunkler Abend.
Messe ich an Ort A 21,0 und am gleichen Abend in Ort B 21,3 weiss ich Ort B ist etwas besser.

Gruß Horst
 
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