Celestron C8 Edge HD für Planeten, Kugelsternhaufen und Galaxien geeignet?

Ephesier

Aktives Mitglied
Hallo alle zusammen,

ich würde gerne Saturn und Jupiter ablichten, aber das Teleskop auch nutzen können um Kugelsternhaufen und Galaxien bei höherer Brennweite ablichten zu können.

Dabei bin ich auf das schon vor längerem erschienene Celestron C8 Edge HD gestoßen.
Mit den 2000mm Brennweite scheint es für Planeten gut geeignet zu sein (ich weiß es geht immer mehr ;) ).
Wenn man noch 0,7 Reducer erwirbt wirkt es mit f7 auch grundsätzlich für Kugelsternhaufen und Galaxien geeignet.

Was haltet ihr davon oder gibt es besser geeignete Alternativen?

CS,
Manuel
 
Hallo Manuel,

ich habe selbst ein Edge HD 8" und bin sehr zufrieden damit.
Ich nutze es oft in der nativen Brennweite von 2000mm, f/10. Ich mache nur Astrofotografie und war am Anfang auch skeptisch, das klappt aber wunderbar.
Mit Reducer und Starizona habe ich eigentlich 3 Teleskope in einem.
Das Kollimieren geht mit etwas Übung am defokussierten Stern flott. Allerdings bin ich KEIN Pixelpeeper, das muss ich dazu sagen.
Ich hatte vorher ein 6" RC, damit war ich auch zufrieden, ggf. wäre ein 8" RC auch etwas für Dich.
Kannst Dir gerne mal ein paar Fotos mit dem Edge HD 8" anschauen ...................


CS Frank
 
Hallo alle zusammen,

ich würde gerne Saturn und Jupiter ablichten, aber das Teleskop auch nutzen können um Kugelsternhaufen und Galaxien bei höherer Brennweite ablichten zu können.

Dabei bin ich auf das schon vor längerem erschienene Celestron C8 Edge HD gestoßen.
Mit den 2000mm Brennweite scheint es für Planeten gut geeignet zu sein (ich weiß es geht immer mehr ;) ).
Wenn man noch 0,7 Reducer erwirbt wirkt es mit f7 auch grundsätzlich für Kugelsternhaufen und Galaxien geeignet.

Was haltet ihr davon oder gibt es besser geeignete Alternativen?

CS,
Manuel


Das Gerät ist ausgezeichnet geeignet.

Auch für Kugelsternhaufen benötigst du den Reducer nicht.

Es ist ein sehr gutes Universalgerät für visuelle Beobachtung/Fotografie.
Es muss aber nicht unbedingt ein Edge HD sein, außer Du fotografierst ausgedehnte Sternengebiete mit einer Vollformatkamera.

Ich würde zu Beginn sogar ein normales C8 Classic empfehlen.

Hier mal ein .gif das den Unterschied C8 Edge HD mit und ohne Reducer zeigt,
bei 30 Sekunden Belichtungszeit.
3200ISO
Vollformat 24x36mm


Das Einzelbild ist von einem C8 Classic ohne Reducer
Ebenfalls 30 Sekunden Belichtungszeit
3200 ISO
Vollformat 24 x 36 mm


Wie man sieht ist das komplette Feld bei Vollformat selbst im C8 Classic visuell gut zu gebrauchen und auch fotografisch lässt es sich noch gut nutzen wenn die Ränder etwas beschnitten werden.

Die Montierung sollte aber eine sehr gute Montierung sein für diese lange Brennweite also z.B eine HEQ5 oder EQ6.
 

Anhänge

  • 20260913_160404.gif
    20260913_160404.gif
    255,8 KB · Aufrufe: 50
  • DSC05530.JPG
    DSC05530.JPG
    294,7 KB · Aufrufe: 48
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

das C8 Edge HD ist sicher eine gute Wahl für Planeten und kleine Galaxien ABER es braucht bei der Brennweite eine sehr stabile und genaue Montierung, vor allem, wenn man mit voller Brennweite fotografieren will. Dessen muss man sich halt bewusst sein.

CS.Oli
 
Hier noch ein Beispiel von M27 30 Sekunden Belichtungszeit immerhin bei F10.

Celestron C8 classic vs Celestron C8 Edge HD.

ISO 3200
30 Sekunden Belichtungszeit
Vollformatkamera 24 x 36 mm


Wichtig ist dass man beim C8 Edge HD den Abstand zum Kamerasensor sehr genau Einhalten einhalten muss wenn das gesamte Feld genutzt werden soll.

Verwendet man den Reducer muss man sogar auf 0,5 mm genau den Abstand einstellen.
Sonst gibt es unschöne Sterne.
Da ist das C8 classic unempfindlicher.
 

Anhänge

  • 20260913_161854.gif
    20260913_161854.gif
    325,7 KB · Aufrufe: 47
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Manuel,

ich habe zwar kein C8 EdgeHD, dafür aber ein C11 EdgeHD, das ich ebenfalls sehr gerne für Deep Sky und natürlich auch für Planeten einsetze. Von daher kann ich die bisherigen positiven Einschätzungen grundsätzlich gut nachvollziehen.

Zwei Punkte würde ich bei einem EdgeHD bzw. generell bei einem Schmidt-Cassegrain aber noch mit auf den Weg geben: Thermik und Taubildung.

Gerade bei der Thermik sollte man nicht unterschätzen, dass so ein geschlossener Tubus eine gewisse Zeit braucht, bis er sich an die Außentemperatur angepasst hat. Beim C11 ist das aufgrund der größeren Masse natürlich noch ausgeprägter als beim C8. Wenn die Möglichkeit besteht, würde ich das Teleskop daher möglichst in einem kalten Geräteschuppen oder ähnlich temperiert lagern. Dann startet man nicht jedes Mal mit einem Tubus, der erst einmal von Zimmertemperatur auf die nächtliche Außentemperatur herunterkommen muss. Bei Planeten und hoher Vergrößerung merkt man Tubusseeing meiner Erfahrung nach recht schnell.

Der zweite Punkt ist die Schmidtplatte. Die ist ein ziemlich guter Kandidat für Taubildung und irgendwann steht man sonst mitten in einer schönen Nacht mit einer komplett beschlagenen Front da. So ging es jedenfalls mirdamals vor Jahren, als ich das C11 frisch hatte. Eine Taukappe würde ich daher sowieso einplanen. Zusätzlich würde ich beim C8 EdgeHD zumindest den Celestron-Heizring im Hinterkopf behalten. Der sitzt direkt an der Schmidtplatte und ist meiner Meinung nach eine recht elegante Lösung, wenn man häufiger mit Tau zu kämpfen hat. Hierzu wirst du im Forum mindestens einen Thread finden.

Ansonsten halte ich die EdgeHDs für sehr vielseitige Geräte. Mein C11 nutze ich sowohl für kleinere Deep-Sky-Objekte wie Galaxien als auch für Planeten sehr gerne. Bei mir kommt kein Reducer zum Einsatz, und ich arbeite mit grossen Vollformatsensoren, weshalb es bei mir auch auf jeden Fall ein EdgeHD werden musste.

Man muss sich bei der Fotografie mit der langen Brennweite natürlich darüber im Klaren sein, dass die Anforderungen an Montierung, Guiding und Seeing entsprechend steigen.
 
Hallo alle zusammen,

danke für eure Antworten.
Kurze Anmerkungen von meiner Seite. Aktuell habe ich ein Setup mit der AM5 welches ich erfolgreich bei 700mm Brennweite betreibe.

Da ich mobile Astrofotografie betreibe, scheint mir das mit dem Auskühlen des Tubus problematisch zu sein. Wäre da ein 8'' RC besser?
Vermutlich bräuchte ich dann aber eine Barlow-Linse für die Planeten und meine 2um Kamera hätte dann zu kleine Pixel.

CS,
Manuel
 
Das spielt keine Rolle ob es ein RC oder ein geschlossenes C8 ist.
Beide Geräte sollten zwei Stunden zum Abkühlen haben.

Also schon mal rauslegen bevor es losgeht.
EIne Lagerung auf dem geschützen Balkon/Keller/Auto ist immer empfehlenswert.

Am besten mit einem günstigen gebrauchten Classic C8 beginnen.

Zum Classuc Cassegrain: Fangspiegelstreben.

Keine Fangspieglstrebe, weniger Probleme bei Aufnahmen über mehrere Nächte.
 
Hallo,
lese gerade, daß ein C 8 keinen Reducer braucht, 2032 auf 1260 reduziert. Kostete mich bei TS runde 170,--, die ich keinesfalls bereue.
Bringt mir ein größeres GF ohne daß ich mir ein WW-Okular zulegen muß......
Ich sehe es immer wieder, wenn ich die "Dachziegel-Zählung" vornehme, um Vergleiche anzustellen.

Gruß
Guenther
 
Hi,
Ich habe ein 8" RC und das muss nicht 2h auskühlen. Nach spätestens 30 Minuten ist das kalt.
Ich hatte damals auch ein SC im Auge, der Preis hat mich aber dann deutlich zum RC tendieren lassen.
Es ist allerdings "nur" bis APS-C ohne Korrektor gut geeignet. Mit Reducer kommst du aber auch auf f 5,36. Was super für viele Objekte geeignet ist. Bei voller Brennweite und dem Sony 571 Chip kommt oft das Seeing als Limitierung in spiel. Ergo, höhere Brennweite lohnt sich dann nicht mehr so viel für Deepskyobjekte.
Das Guiding geht bei der Brennweite 1600mm nur noch mit OAG und guter Montierung.
Mit dem 240mm Guidscop war mit meiner UMI 17 ohne Reducer nur noch gute 70% der Bilder gut. Mit Reducer aber kein Problem (99%).
Mit dem OAG läuft es auch mit voller Brennweite super.

Fazit, ich bin mit meiner Carbon 8" RC voll zufrieden. :giggle::giggle::giggle::giggle::giggle:

Gruß
Thomas
 
Moin,

ich würde auch zum RC tendieren:
  • es ist billiger
  • da es offen ist kühlt es schneller aus
  • mit Reducer auf f5,36 auch für lichtschwächere Objekte geeignet
  • ich hätte eins zu verkaufen :)
Hat aber auch Nachteile:
  • die Justage
Und die 40cm Brennweite mehr oder weniger machen den Kohl nicht fett, ausser irgendwo im Hochgebirge sind beide durchs Seeing limitiert.

CS Dietmar
 
so wie ich verstanden habe ist Manuel auch an der visuellen Astronomie interessiert, da fällt der RC aber aus! Ansonsten schließe ich mich mit meinen Erfahrungen den Vorrednern an. Man kann durchaus was anfangen mit einem C8
 
Zurück
Oben