Draggon Egg - Closeup - NGC 6164 and 6165

Peter_Bresseler

Aktives Mitglied
Moin zusammen,

ich habe hier gerade eine Aufnahme von NGC 6164 and 6165 fertig bearbeitet, auch als Draggon Egg bekannt. Der Bipolare-Nebel weist zwei deutlich voneinander getrennte Verdichtungen (Lobes) auf, die mit NGC 6164 den nördlichen und NGC 6165 den südlich Teil bilden. Gewonnen wurde die Aufnahme unter Top Bedingungen mit einem PlaneWave CDK 1000, bei einer Brennweite von 6000 mm vom Baader Remote Observatory Chile (auf dem DSC-Campus). Dargestellt in den Farben der Hubble-Platte SHO: R=[SII], G=Ha, B=[OIII], Belichtungszeit jeweils 60 Minuten. Als Filtersatz wurden Baader-SHO-Filter verwendet. Als Kamera kam eine Moravian C5A-100M CMOS-Kamera mit einem Sony IMX461-Sensor zum Einsatz, mit einer Auflösung von 11.664 × 8.750 Pixeln und einer Pixelgröße von 3,76 × 3,76 µm.


NGC6164-65_2_closeup_web_small.jpg

NGC6164-65_2_smapp_web.jpg

NGC6164-65_2_mono_small_web.jpg


[OIII] und H-Alpha waren sehr stark ausgeprägt, während [SII] nur wenig Signal bot.


SII.jpg


P.S. Ich durfte in Zeit, wo keine Kundenbuchungen vorlagen, damit arbeiten. Damit konnte meine Suche nach nicht registrierten PN und HHO nachkommen und ein neues Young star objekt (YSO) entdecken bzw. identifizieren.

CS
Peter
 
Moin Peter,
schöne Aufnahme.

Die Details im Dragon Egg sind beeindruckend, besonders wenn man bedenkt, dass du mit nur 60 Minuten pro Kanal so viel Struktur herausarbeiten konntest.
Respekt auch für die Nutzung der freien Observatoriumszeit und natürlich zur Entdeckung bzw. Identifizierung eines neuen YSO.

CS
Karsten
 
Moin Karsten,

Danke für deine netten Worte.

Die Details im Dragon Egg sind beeindruckend, besonders wenn man bedenkt, dass du mit nur 60 Minuten pro Kanal so viel Struktur herausarbeiten konntest.

Das ist natürlich dem extrem guten Himmel geschuldet, 1700 m Höhe... Die Anlage steht in ca. 50 Km Entfernung zum Vera C. Rubin Observatory. Ist aber schon interessant und du wirst es auch kennen, das Thema Gradienten. Allein die Entfernung der Gradienten aus dem in Hamburg gewonnenen Bildmaterial nimmt bereits einen erheblichen Teil der gesamten Bearbeitungszeit in Anspruch. Bei den Chile Aufnahmen ist der gleich Null, ein großer Vorteil. Das werden die Kollegen, die mit 1 m und mehr unterwegs sind, auf La Palma (HD Chris) oder Kreta (Capella), auch kennen und sicher zu schätzen wissen...

CS
Peter
 
Hallo Peter,

beeindruckend, was so ein großes Teleskop zu leisten vermag. Es macht sicher großen Spaß, als Amateur die Gelegenheit zu bekommen damit zu arbeiten und danach das Bildmaterial zu einem fertigen Bild zu vollenden.
Sehr schönes Ergebnis und Glückwunsch von meiner Seite!

CS Dietmar
 
Hallo Dietmar und Bernhard,

Danke für eure netten Worte, es freut mich sehr. Mit so einem Gerät arbeiten zu dürfen ist schon ein Privileg, wenn ich danach meine heimischen Aufnahmen betrachte, bringt es mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. ;-)

CS
Peter
 
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