Cirrus-/ Schleiernebel NGC 6960

  • Besitzer des Mediums max_lou
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Mein erster Versuch am Schleiernebel und mein drittes Foto hier im Forum überhaupt. Ich hoffe, es gefällt. Bin gerne für offene und konstruktive Kritik zu haben. Ich will mich ja schließlich verbessern und bestimmt ist aus dem Rohmaterial mehr rauszuholen.

Interessant ist, daß die Sterne oben links leicht oval werden, aber die anderen Ecken wesentlich besser bis kreisrund sind.

Aufbau:

200 f5 Newton auf EQ6 Pro
IDAS LPS P2 & GPU Komakorr.
Nikon D5100a, Firmwaremod.
MGEN 2 an 9x50 Sucher
9 x 10 Minuten
Darks, flats, flat-darks

Höhere Auflösung:
https://www.dropbox.com/s/zk8mkcx2hdxennx/ngc6960_2.jpg?dl=0
Hallo max_lou,

ja, das hat schon viel Schönes, finde ich.
Kritik kann man an dem sehr schwarzen Hintergrund üben. Zu den Aufnahmedaten gehört neben der Hardware auch immer die verwendete Software, damit man weiß, welche Möglichkeiten du überhaupt hast. Grundsätzliches Vorgehen bei der Bearbeitung wären auch schön.
Ohne Kenntnis der Software würde ich empfehlen, das Histogramm am schwarzen Ende nicht so stark zu beschneiden. Da gehen nämlich immer auch die feineren und dunkleren Nebelstrukturen verloren. Der Hintergrund darf ruhig etwas grau sein. Das wirkt auch natürlicher.
Außerdem solltest du mehr Licht sammeln. Nochmal soviel wäre sicher nicht zu wenig.
Gut erkannt hast du, dass die Sterne oben links verzerrt sind. In diesem Fall würde ich auf eine Verkippung tippen. Prüfe, ob alle Schraubelemente im Strahlengang schön fest sind und ob die Kamera am OAZ auch kein Spiel hat. Manchmal ist es so, dass die Justage des OAZ nicht gut ist. Da lockert sich schon mal was und dann hängt die Kamera etwas. Zur Not weiß der Hersteller (oder Verkäufer), an welchen Schrauben man sachte drehen muss, um das Problem zu beheben.

Das Guiding scheint mir soweit gut geklappt zu haben. Das ist ja nicht ganz unwichtig. Auch dass du Darks und Flats angefertigt hast, ist natürlich super und unerlässlich um Probleme überhaupt erkennen zu können. Ohne die Zeit für diese Korrekturbilder zu investieren, braucht man gar nicht erst anzufangen, auch wenn es bei der DSLR besonders nervig, weil zeitaufwändig ist.
Insofern: Gut gemacht.

Gruß
Sebastian
 
Hall max,
ich finde dagegen, dass es ein sehr schön gelungenes Bild ist. Natürlich ist nach oben immer etwas drin. Je nach Perfektionismus. Für 9x 10 min. schon schön prächtig.
CS
Matthias
 
Hallo Astrofreunde,

danke für Eure tollen Rückmeldungen. Im Eifer des Gefechts habe ich vergessen, die Software zu erwähnen.

-Stacking: DSS 3.3.4
-Nachbearbeitung PS CS4(Tonwertanpassung + Kurven + Schärfen per Hochpassfilter - insgesamt so ca. 30 Minuten Nachbearbeitungszeit, kein(!) Ebnen, Entrauschen o.ä.).

Bei dem höherauflösenden Foto sollte man eigentlich ganz gut erkennen, daß zwischen den Sternen der Schwarzwert sehr weit weg von schwarz ist. Ich mag es nämlich selbst nicht so gerne, wenn der Hintergrund völlig eben und (0,0,0) Farbe aufweist. Das sieht zu unnatürlich aus. Ich schaue mal, was passiert, wenn ich den Hintergrund noch ein wenig von der Helligkeit her anhebe.

Viele Grüße,
Max
 
Hallo Max,

hmm, stimmt eigentlich. Wenn man es in PS öffnet und ausmisst, sieht man, dass der Hintergrund nicht so schwarz ist, wie ich vermutet habe. Ich habe mir bei der ersten Ansicht darüber zugegebenermaßen kaum Gedanken gemacht, weil mir alles so hart und kontrastreich erschien, dass ich umstandslos und fälschlicher Weise annahm, dass du da mit unpassender Software und/oder der groben Kelle auf das Histogramm losmarschiert bist.
Na gut, dann will ich das also nicht gesagt haben.
Mehr Licht würde sich aber meiner Meinung nach weiterhin lohnen (tuts ja aber eigentlich immer) und vielleicht entdeckst du die Ursache der Verkippung.
Es ist auch so ein gutes Bild - vom Sturmvogel bekomme ich ohnehin nie genug.

Gruß
Sebastian
 
Hallo Sebastian,

danke für Deine Worte. Sobald es Zeit und Wetter wieder zulassen, werden natürlich weitere Photonen gesammelt. Ich habe hierfür "nur" das erste Mal überhaupt länger als 3-4 Minuten am Stück belichtet und bin beim MGEN auf Sucherguiding statt größerem Leitrohr umgestiegen. War also eher ein sehr geglückter Test sozusagen. ;)

Viele Grüße,
Max
 

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