M101_20100417.jpg

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Wochenends-Ausbeute (Bitte um Kritik)

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Hallo zusammen,

auch ich habe das Wochenende genutzt, um mich Deep-Sky-mäßig zu verbessern - für mich kam vorteilhaft hinzu, dass der nahe Flughafen (Köln-Bonn) mangels Flugbetrieb dunkler war als sonst.

Hier also die Bilddaten:

Alle drei Bilder entstanden mit einer Konica Minolte Dynax 5D mit Baader MPCC-Komakorrektor am Vixen R200SS (200/800) auf einer Vixen GP. Guiding fand manuell statt mittels Celestron PowerSeeker 70/700 mit 5mm-Fadenkreuz-Okular.

Für M13 wurden nur Bilder von einer Nacht verwendet (16./17.4.); für M101 aus zwei Nächten (6./7.4. sowie 17./18.4.) und für M51 aus drei Nächten (5./6.4., 16./17.4. sowie 17./18.4.).

Gestackt wurde mit Deep Sky Stacker, danach habe ich in Fitswork mit den Wavelet-Filter geglättet und den Nullwert im Histogramm gesetzt. Im Deep Sky Stacker habe ich die Verwendungsrate bei 80% gehabt, daraus resltierten die folgenden Belichtungszeiten:

M13: 9x 30s, 1x 90s, 5x 120 s, 1x 360s => 00:22:00

M51: 16x 30s, 11x 120s, 13x 300s => 01:35:00

M101: 11x 60s, 1x 90s, 15x 180s, 1x 300s => 01:02:30

Die 60s-Aufnahmen von M101 wurden mit ISO 1600 aufgenommen, alle anderen mit ISO 800.

Dieser Wust an Belichtungszeiten resultiert zum Einen aus den verschiedenen Nächten, zum Anderen aus meiner 'Rumprobiererei.

Eine mir wichtige Frage habe ich: Ich habe den Eindruck, dass meine Bilder für einen Achtzöller an Detailreichtum sehr zu wünschen übrig lassen. Was mache ich falsch, was kann ich besser machen ?

Mal generell: Was kann ich besser machen ?

Und sonst: Habe ich noch irgendwelche Angaben vergessen ?

Gruß aus Köln (dank Vulkanasche nicht ganz so lichtverseucht)

Ingo
Hallo,

schöne Ausbeute aus einer Nacht.

Ich denke, dass du noch wesentlich mehr rausholen kannst, indem du noch mehr Zeit mit der Fokussierung verbringst und den Prozess optimierst.

Ich stecke auch gerade in dem Lernprozess und bin immer wieder überrascht, wie man den Detailreichtum in einer Aufnahme durch eine vernünftige Fokussierung erhöhen kann.

Mittlerweile benötige ich mind. 1 Stunde, bis ich den Ausschnitt und Fokussierung richtig eingestellt habe und dann wird (an einer Aufnahme pro Nacht!!) belichtet, was das Zeug hält. Früher habe ich auch zwei oder drei Objekte in einer Nacht gemacht. Heute lieber eins, aber sauber fokussiert und super durchbelichtet.

Versuch es mal, auch wenn es schwer fällt.

Gruß

Christian
 
Hallo Christian,

die Fokussierung ist wirklich das, woran ich hier "die Motten kriege" :mauer: (wie man in Köln so schön sagt). Selbst durch die Sucherlupe kann ich für eine ziemliche Strecke um den Fokus herum keine Unterschiede mehr festellen, und auf dem Monitor der Kamera sieht man auch bei maximaler Vergrößerung nicht genug.

Na ja, mal schauen, was mir zum Verbesserern der Kontrolle der Fokuslage noch einfällt.

Schöne Grüße

Ingo

PS: Danke, dass Du sagst "aus einer Nacht" - es waren ja eigentlich eine bis drei Nächte :blush:

Und Du hast natürlich recht: Am besten, man konzentriert sich in einer Nacht auf ein Ziel - bei mir waren es auch höchstens zwei und dann auch sechs Stunden "Arbeit"
 
Hallo Ingo,

hier mal ein paar Tips von mir:

- wie von Christian schon erwähnt besser fokussieren
- du hast dreieckige Sterne, prüfen ob Kollimation stimmt
und ob der Hauptspiegel nicht verspannt ist. Von Andreas Rörig
kam letzte Tage auch der Tipp die Kollimation nach Aufbau,
also nach festklemmen in den Rohrschellen, zu prüfen. Der
R200SS ist wohl ne größere Cola Dose was den Tubus anbelangt. :/
- runter mit der ISO Zahl, der Newton ist mit f/4 lichtstark,
also 400-800 ISO, hier mal ein Bild welches mit ISO 400
aufgenommen wurde -> http://www.astrofoto-muenster.de/mp/htmlEinzel/m33.html
Du handelst dir sonst unnötig Rauschen von der Kamera ein
- der Mischmasch an Belichtungszeiten macht nicht viel Sinn
beim Hauptobjekt. Mach Probeaufnahmen um auszuloten, wann
das Objekt droht auszubrennen, bzw. die Sättigung erreicht hat.
Bei 16bit CCD wäre das ein Wert > 65535 (2^16), kann man
im Capturing Programm ablesen.
Wenn du dann z.B. eine Belichtungszeit von 4min ermittelt
hast, mach soviele Aufnahmen mit 4min wie möglich. Für
ausgebrannte Sterne mach man eine kl.Serie von kurzen
Aufnahmen ~20-30sec. Diese Aufnahme werden NICHT mit gestacked,
sondern separat verarbeitet. Später wird die Hauptaufnahme
damit überlagert, allerdings nur die Sterne, denn die gilt
es ja zu retten.
- Darks machen (gleiche Zeit wie Lights)
- Flats machen, i.d.R. die Hälfte der Sättigung, bei 16bit
CCd wäre das rund ~32000
- Bei Verwendung von Flats auch Bias Bilder machen
(Kürzest mögliche Belichtungszeit der Kamera, kann man
einmalig tagsüber machen, vllt. alle 6 Monate neu machen)
- bei der Bearbeitung versuchen den Hintergrund auf RGB
Werte von 20,20,20 bringen. Der Rest ist dann Bildverarbeitung.

Wenn du die oberen Punkte inkl. Guiding im Griff hast,
geht es mit der EBV weiter. Dann steht auch schönen Bildern nix mehr im Weg.

Viel Erfolg,
Peter
 
Hallo Peter,

'ne ganze Menge Holz, was Du mir da an Tips gegeben hast - vielen herzlichen Dank !

Zur Kollimation: Ich habe es mir angewöhnt, nach dem Aufbau bei der Justage von Sucher, Leitrohr und Hauptrohr selbsverständlich auch die Kollimation zu überprüfen - an einem unscharf gestellten Stern, das klappt eigentlich hervorragend. Ich vermute mal, dass die dreieckigen Sterne eher das Ergebnis des noch schlechten Guidings sind - ich bin da noch echter Anfänger.

Da ich Deep Sky mit meiner DSLR mache (Konica Minolte Dynax 5D), habe ich da kein Capturing Programm - aber die Kamera zeigt Histogramme, da werde ich die mal nutzen.

Zu den Bias-Bildern: Tatsächlich kürzest mögliche Belichtungszeit ? Das wäre bei mir 1/4000 sec.

Schöne Grüße aus Köln

Ingo

PS: Dir auch viel Erfolg und CS !!
 
Hallo Ingo,
Zitat von IngoHeide:
Da ich Deep Sky mit meiner DSLR mache (Konica Minolte Dynax 5D), habe ich da kein Capturing Programm -
aber die Kamera zeigt Histogramme, da werde ich die mal nutzen.

das macht die Arbeit natürlich nicht einfacher. :/
Hat die Kamera eine LiveView Funktion wie aktuelle Canon
Modelle? Wenn ja, wäre vllt. eine Bahtinov Maske hilfreich.
Die gängigen Programme (Maxim/Nebulosity/Astroart) scheinen
die Minolta nicht zu unterstützen. Du solltest nicht der
Versuchung erlegen, dir deswegen eine Canon zu kaufen und die auf
Astro umbauen zu lassen. Das käme dich ähnlich teuer wie
eine neue Atik (314EC, 320EC, 314LC). Sicher, mit den Kameras
hättest du ein kleineres Feld, dafür aber auch rauscharme
Chips mit aktiver Kühlung. Dann kann man auch Programme
wie Nebulosity ($60) in Verbindung mit PHD Guiding nutzen.
In der Kombination funktioniert dann auch das sehr wichtige
Dithering (verschieben der Bilder zw. den Aufnahme um
wenige Pixel). Dieses dient z.B. dazu Hotpixel zu entfernen.
Bei den o.g. Kameras entfällt dann z.B. die Notwendigkeit
der Darkframes, weil die Chips sehr rauscharm sind.
Hier mal zwei Aufnahmen, die ich mit einer kleinen Atik
gemacht habe:
http://www.sternenhimmel-muenster.de/m51.htm
http://www.sternenhimmel-muenster.de/ngc7380.htm
Die Brennweite ist identisch zu deinem Newton.

Zitat von IngoHeide:
Zu den Bias-Bildern: Tatsächlich kürzest mögliche Belichtungszeit ? Das wäre bei mir 1/4000 sec.

Ja das ist korrekt.

Zitat von IngoHeide:

Danke, das hatte ich schon am WE. :D Meine 3 Std. Aufnahme
von M94 muß noch bearbeitet werden, übrigens auch wieder
mit der Atik OSC.

Gruß
Peter
 

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