piey74

Rubinar 90mm f5.6 IC405 u.a.

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Hallo,

bis jetzt war ich ja nur stiller Teilhaber, aber nun sollen sich auch mal meine "Werke" eurer Kritik stellen.
Ich habe es mir mit dem WeisAbgleich recht einfach gemacht, indem ich nur den Hintergrund für jeden Kanal angleiche - ohne die Kanäle mit Faktoren zu wichten. [url=http://www.etienne-ely.de/piey/neu.htm](siehe HomePage)[/url]

Wie macht ihr den WeisAbgleich?

Bis denne
Hallo piey74 (schade, hätte hier lieber Deinen Namen geschrieben!)

Du präsentierst hier eine schöne Aufnahme, die filigranen Strukturen im Rosettennebel sind gut erkennbar.

Den Weißabgleich mache ich am Tage vor den Aufnahmen manuell.
Dazu halte ich eine neutralgraue Pappe (im Fotostudio erhältlich) ca. 50 cm vor die Kamera. Neutralgrau hat bei R, B und G je einen Grauwert von 155.
Irgendein Objektiv wird auf unendlich gestellt und die Belichtungszeit so eingestellt, dass die Belichtung ideal ist (Historgrammkurve im Kameradisplay sollte nur ein Spike sein und genau mittig stehen).
Für die manuelle einstellung ist diese eine Aufnahme dann das Referenzbild für die folgende Aufnahmeserie.

C.S.
Jens-Uwe
 
Nachtrag:

natürlich bleiben die ggf. bei der geplanten Aufnahme eingesetzten Filter während der Referenzaufnahme auch an der Kamera.

Jens-Uwe
 
Zitat von JUKoehler:
Den Weißabgleich mache ich am Tage vor den Aufnahmen manuell. Dazu halte ich eine neutralgraue Pappe (im Fotostudio erhältlich) ca. 50 cm vor die Kamera. Neutralgrau hat bei R, B und G je einen Grauwert von 155.
Hallo Jens-Uwe,
dann hängt Dein Weissabgleich ja von der im jeweiligen Aufnahmemoment vorliegenden Farbtemperatur/Lichtquelle ab? Du bekommst also unterschiedliche Ergebnisse wenn es z.B. bewölkt ist, die Sonne scheint, oder Du die Referenzaufnahme sogar in geschlossenen Räumen machst (Kunstlicht, Mischlicht, oder was auch immer). Das kann schon so weit nicht funktionieren, da die Farbtemperatur des Nachthimmels ja eine völlig andere ist als am Tage bei Sonnenschein? Ganz zu schweigen von künstlicher Himmelsaufhellung und den dadurch entstehenden Farbstichen. Ein mittlerer Grauwert entspreicht eigentlich auch den RGB-Werten 128/128/128 in jedem Kanal-und nicht 155? Daher verstehe ich Deine Anleitung nicht.

Gruß,
Daniel
 
Hallo Jens-Uwe,

ich habe schon mit verschiedenen Methoden "herumgespielt" - diese einfache Methode hat mir allerdings satte Farben geliefert (auch bei rot-armen Objekten wie M45).
Ein anderer Versuch war, die Faktoren für die Kanäle einfach aus den Flat-Aufnahmen abzuleiten (mit Filter bei diesig grauen Himmel). Dann habe ich ja zwei Möglichkeiten:
1.: erst den Hintergrund der einzelnen Kanäle anpassen, die Faktoren auf die Kanäle anwenden und dann nochmals den Hintergrund anpassen
oder
2.: die Faktoren gleich auf die Kanäle anwenden und dann erst den Hintergrund anpassen
Bei beiden Methoden werden die Farben ziemlich flau und das Bild wirkt auch verrauschter.

Bis denne
Etienne
 
Hallo Daniel,

Deine Einwände sind berechtigt.
Natürlich ist der mittlere Grauwert 128 je Kanal - habe mich in der Eile einfach verschrieben. Allerdings ist der Absolutwert letztlich nicht entscheidend, lediglich die Relation der Helligkeitswerte je Kanal ist wichtig. Daher wäre 155 je Kanal auch akzeptabel.

Du hast natürlich auch Recht, dass der manuelle Weißabgleich nur die Farbsituation berücksichtigt, die im Aufnahmezeitpunkt am Aufnahmeort herrscht.

Daher werde ich diesen Weißabgleich natürlich nicht am Abend während des Sonnenunterganges oder bei Kunstlicht machen, sondern wie geschrieben am Tage (draußen - das entspricht ca. 11.000 grad Kelvin).

Ich mache das regelmäßig so und habe die Erfahrung gemacht, dass ich später in PS meist nie den Weißabgleich der Astrofotos mittels Tonwertkorrektur der Farbkanäle korrigieren muss.


Selbstverständlich wäre ich dankbar, wenn ich einen "sicheren" Weg zum Weißabgleich lernen könnte.

In diesem Sinne
Jens-Uwe



 
Danke Daniel,

ich habe das PDF gerade mal überflogen. Um den Hintergrund muß mich dann wohl gar nicht kümmern - der ergibt sich dann zu einem neutralen Grau?
Kann ich statt den Stern auch einen unscharfen Mond verwenden? Ich werde mal mein Glück versuchen.

Etienne
 

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