M42 Orionnebel & M43 am26.02.2011 - Einzelbild 30s

  • Besitzer des Mediums miholzner
  • Datum
Hallo,

anbei mein erster Versuch an M42 / M43, mit gebrauchter EOS 300D mit Baader ACF-Filter-Umbau und 100mm Maksutov auf EQ3.
=> Einzelbild 30s 3200 ISO - ohne weitere Bearbeitung.

Hab natürlich auch mehrere Bilder aufgenommen, auch darks entsprechend (alle raw), doch kam mit DeepSkyStacker zumindest noch auf kein anständiges Ergebnis, so dass bisher das Einzelbild noch am tollen aussieht.

Welche (kostenlose) Software empfehlt ihr zum stacken? Hatte mit DeepSkyStacker auch schon schon gute Ergebnisse (Orion Sternbild als ganzes.. ohne darks) - doch hier nun leider noch nicht.

Danke für Eure Tipps, schöne Grüße..
Hallo,

der Deep Sky Stacker ist erst der Anfang, am besten mit Gimp, Photoshop, Photoshop Elements, Fitswork oder andere zum nachbearbeiten nehmen. Die andere Variante wäre, einem Filter zu nehmen (CLS-CCD, IDAS). Hier mal einen Link zu meinen Anfängerfotos vom M42. Und noch einen Link zum vergleich mit und ohne CLS-CCD Filter.

CS
Steffen
 
Hallo miholzner

Ist doch ein Anfang ... ich würde dir folgendes Vorgehen empfehlen.

1) Umwandeln der RAW's in TIF's mit der Canon Software. Da kannst du auch schon ein wenig Rauschen wegrechnen, das Histgramm anpassen usw.

2) Stacken der Bilder mit DeepSkyStacker (immer nur die gleichen Belichtungen). Das fertige Bild mit "gerader" Gradationskurve exportieren. Bei "Hell" und "Dunkel" kann man meistens noch abschneiden ... bis die Farb-Kurven unbeschnitten etwa in der Mitte übereinanderliegen.

3) Das exportierte Bild (16Bit, bzw. 48Bit) sieht dann in Fitswork unbearbeitet noch nicht berauschend aus. Aber mit Fitswork kann man einiges machen. Histogramm und Farben anpassen, Hintergrund ebnen, Sterne verkleinern, Gradation forcieren usw.

4) Beim Orion braucht es verschiedene Belichtungen. Nebel innen, gegen aussen, und Umfeld. Diese verschiedenen Bilder (mit versch. Belichtungen) kannst du dann mit Masken z.B in Gimp übereinanderlegen. Meistens ist es ein "hin und her" zw. Fitswork und z.B. Gimp, Photoshop.

Siehe auch Erklärung zu meinem ersten M42 Bild

Abgesehen davon, braucht es halt bei Nebeln auch lange Belichtunszeiten (möglichst > als 240sec)

Also, viel Spass bei allen weiteren Versuchen

Michael
 
Hallo Michael,

mit Deinem Punkt 1. bin ich überhaupt nicht einverstanden: Vor dem Stacken niemals Rauschfilter laufen lassen!! Das Stacken dient dazu, das zufällige Rauschen herauszurechnen und das eigentliche Signal übrig zu lassen (SNR verbessern). Da DeepSkyStacker Canon RAWs eiwandfrei lesen kann, gibt es keinen Grund, diese hier schon zu wandeln und niemals sollten sie hier schon bearbeitet werden!!

Dass DSS nicht zu Bildverarbeitung taugt, versteht sich von selbst, die Änderung dort sind aber ohne Belang, solange sie nicht mit exportiert werden. Von dort geht es bei mir per TIFF nach Photoshop (o.ä.), da kann die Feinarbeit gemacht werden...

Gruß
Paul.
 
Hallo Paul

Du hast mit deiner Anmerkung vollkommen recht.

Ich habe einfach mein praktisches Vorgehen beschrieben:

Da ich die Erfahrung gemacht habe, dass meine Canon's bei 1600ASA und mehreren Minuten Belichtungszeit sehr stark Rauschen, habe ich dieses Vorgehen gewählt. Bei 4-6 Belichtungen à z.B 6-8min. ist der Entrausch-Effekt beim Stacken der RAW's plusminus bescheiden ... zumindest bei mir, ohne die Verwendung von Darkframes. So habe ich beschlossen, die Einzelbilder vorab einzeln vorsichtig zu optimieren, anstatt am Schluss das Summenbild (stärker) zu entrauschen.

Nun, ich werde das nächste Mal noch genügend Darkframes belichten und die, an sich richtige Methode testen.

Grüsse ... Michael

 
..Danke schon mal für Eure Tips und Diskussion! ..ich versuche alle Tips mal zu testen, aber das dauert noch..

Ein Problem habe ich noch mit dieser Foto-Reihe hier vom 26.2.: Sie wurden alle mit Einstellung 'manueller Weißabgleich' gemacht, und dieser war bei Kunstlicht. Das Foto hier im Thread habe ich mit der Canon-Software nachträglich auf 'automatischen Weißabgleich' umgestellt, dadurch wurde es schön rot wie es sein soll. Zuvor wars blau..

Doch das rote Bild nun konnte ich leider nur exportieren - nicht aber erneut als RAW (mit geändertem Weißabgleich) speichern, so dass ich schöne rote Bilder mit DSS etc bearbeiten könnte.. Gibts da für nachträgliche Weißabgleich-Änderung noch bessere Lösungen? ..so dass ich das dann auch erneut als 'raw' speichern könnte?

..schöne Grüße, und danke..!
miholzner
 
Hallo miholzner

Eine RAW-Datei ist eigentlich gar kein Bild, sondern wird durch den Konverter (Software, Vorschau Kamera) erst dazu gemacht, entwickelt. Sobald du das Bild betrachtest, ist es eben interpretiert. Speicherst du dann diese Ansicht ohne Kompression (z.B als 48Bit-TIFF) hast du keine wirklichen Veluste zu befürchten. Die Ansicht wieder als RAW zu speichern, geht meiner Meinung nach nicht.

Vor allem bei starkem Rauschen (Langzeitbelichtungen), eher wenig scharfen Bildern (Nachführung) und schlaffen Kontrasten (Lichtverschmutzung) glaube ich, dass eine RAW-TIF-Wandlung, vor dem Stacken, eher einen theoretischen Velust verursacht.

Abgesehen davon wird das Thema Darkframes mit DSLR (in der Praxis) im Netz recht kontrovers besprochen.

Also, mach dir, mit deinen Daten, darüber nicht zu viele Gedanken (meine Meinung :-).

Grüsse. Michael


 

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