NGC6820_small.jpg

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C/2009 P1 (Gerradd)

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Hallo Astrofreunde,

endlich ist mein M-GEN II eingetroffen, das Wetter war gnädig mit mir und nach vielen Enttäuschungen mit meinem LVI-Autoguider (erste Generation) konnte ich erste erfolgversprechende Bilder machen.

Aber zuerst wollte ich schauen, wie sich Komet Gerradd entwickelt. Die Helligkeit nimmt weiter zu (ich schätze 8.5m) und ein Schweif ist schwach erkennbar. (hier eine Einzelaufnahme 120sec., ISO 1600, 200/1000 Newton auf HEQ-6)

Als nächstes schwenkte ich auf NGC6820 und belichtete mit 6x600s, ISO 1600, Canon 350Da, IDAS-LP2-Filter. In der Vergrößerung erkenne ich in der re. oberen und li. unteren Ecke Sternverzeichnungen. ( [url=http://www.ju-koehler.com/Astronomie/NGC6820.jpg]Vergrößerung[/url] )
Was könnte die Ursache dafür sein? Probleme mit dem Comakorrektor? Kamera nicht exakt senkrecht auf der optischen Achse?
Für jeden Tip bin ich dankbar!

Mit dem MGEN II am Sucher (8x50) bin ich sehr zufrieden und überrascht, wie einfach das funktioniert.

eine gute Herbstsaison wünscht Euch
Jens-Uwe

Hallo Jens-Uwe,

das sind doch wirklich erfolgsversprechende Aufnahmen. Wobei es schon Erfolge an sich sind, da die Aufnahmen schon gut sind.

Ich arbeite auch mit dem MGEN und der EQ6. Bin da auch sehr zufrieden.

Ich glaube aber, dass die Nachführung nicht 100%ig war und es ein NAchführfehler ist. An manchen Sternen (eher die dunkleren) sieht man einen doppelten Stern. Es könnte aber auch ein dejustierter Newton sein.

Wie waren denn Deine MGEN Einstellungen? Kennst Du die Auswertemöglichkeit des MGEN?

Grüße
Michael
 
Hi Jens Uwe,

ich denke nicht, dass es sich um einen Nachführfehler handelt.
Der Korrektor sitzt m.E. nicht genau!
Es sieht nach einer leichten Verkippung zur Achse aus - daher auch diagonal durchs Bild...!

Ich hatte das auch mal mit einem Flattener am Refraktor.

Gruß
Ernie
 
#Michael

besten Dank für Deinen Kommentar und den Bearbeitungsvorschlag. Gefällt mir sehr gut - Danke.
Es war meine zweite Nacht mit dem MGEN.
Einstellung in RA=DA: Num1, tol 0,5, aggr. 80, mode2
Das Auswerten des Aufzeichnungs-File vom MGEN ist mir mit dem Knickohr-Programmchen theoretisch bekannt, habe es aber jetzt noch nicht geschafft. Mich interessiert schon sehr, wie meine HEQ-6 läuft (bei großer Tolleranz und niedriger Aggr. im MGEN) - später.

Ich hatte in der Nacht einige Windböen, vielleicht haben sie die Doppelungen verursacht... naja, es sind ja erst die Anfänge....

#Ernie
auch Dir Dank für Deine Antwort. Ich habe heute am Tage gesehen, dass der Comakorrektor in der 2"-Klemmung im OAZ nicht ganz axial eingespannt war. Das wird´s wohl gewesen sein. Allerdings ist mir nicht ganz klar, dass die Verzeichnungen auf der Aufnahme nur diagonal verlaufen sind. Gute Schärfen habe ich in der re-unten und li-oben Ecke gesehen. Wenn der Korrektor im OAZ nicht axial steht, würde ich doch einen kontinuierlichen Verzeichnungsfehler von der einen zur anderen Seite erwarten - oder?
Vielleicht war der Korrektor auch zu stark geklemmt, so dass es Verspanungen im Glas gab? Ist das möglich?

CS wünscht
Jens-Uwe
 
Hallo Michael,

Du gibst eine Tolleranz von nur 0,07 vor. Kannst Du mir bitte noch mitteilen, wie das Verhältnis der Brennweiten Hauptoptik zu Leitrohr ist? Mit welcher Kamera nimmst Du auf?
Ich vermute mal, dass Du als Leitrohr eine kurze Brennweite hast (Sucher?) und eine größere Brennweit als Hauptoptik (> 2 m)
Ich gehe davon aus, dass als Tolleranz ein Wert einzustellen ist, der sich aus dem Brennweitenverhältnis ergibt. Dabei ist unterstellt, dass die Pixelgröße von Guidcam = Pixelgröße der Aufnahmekamera ist.

Übrigens: die Fotos auf Deiner HP sind ja der Hammer schlechthin - es war ein großes Vergnügen....

CS
Jens-Uwe
 
Hallo Jens-Uwe,

ich führe einen 254/1250mm Newton mit einem 60/228mm Sucher nach. Also 1:5,5. Als Kamera nutze ich eine Canon EOS 1000Da.
Ich denke, dass bei Dir evtl. der hohe Aggressivitätswert schlecht ist. 100% bedeutet, dass das MGEN zu 100% nachführt. Auch Seeing. Du hast 80%!
An Deiner Stelle würde ich es mit Tol. zwischen 0,07 und 0,2 versuchen und Agressivität zwischen 30 und 60%. Angefangen mit meinen o.g. Werten.

Danke übringens fürs Lob :-)

Grüße
Michael
 
Hi Jens-Uwe,
ja, eine Verspannung könnte auch sein, vielleicht schaust Du Dir mal die Linsen an, und wie fest die "geklemmt" sind.

Ich habe bei mir die Korrekturlinsen nur ganz leicht angezogen, sodass sie gerade nicht mehr klappern in der Fassung.

Eine Verkippung halte ich nach wie vor für die wahrscheinlichste Ursache dafür, dass Deine Sterne rechts-oben und links-unten gut ist, in den anderen beiden Ecken aber nicht. Eine Verkippung im OAZ ist möglich, aber da Du ja einen scharfen (und runden) Streifen diagonal durch das Bild laufend hast, muss der Adapter/Korrektor in seinem Arbeitspunkt leicht verdreht sein (wobei immer noch Teil des Glases im Optimum liegt, wenn Du verstehst wie ich das meine - heute Abend kann ich Dir mal ne Skizze dazu schicken).

Schau doch mal, ob Dein Korrektor i.O. ist.
Aber klar - eine Verkippung im OAZ bedeutet immer Probleme und sollte vermieden werden ;)

Beim MGEN schließe ich mich den Ausführungen der Anderen hier an: Tol auf 0,05 bis 0,10 und Agg auf 50%... Num=1, mode 2 ist klar. Für beide Achsen nehme ich bei meiner CGEM die gleichen Einstellungen, aber ich achte auf ein leichtes Ungleichgewicht in Richtung Kamera und Gegengewicht...
Sollte die Kalibrierung unter 95% liegen verschiebe ich den Schwerpunkt (Gegengewicht) leicht - meistens passt es dann ;)


Die Auswertung habe ich noch nie gebraucht, ist aber sicher nützlich - nur eben nicht wenn man einer Verkippung auf die Spur kommen will ;)

Sollte es ein MGEN Nachfürfehler sein, hättest Du nicht einen diagonalen Streifen mit perfekter Abbildung quer durchs Bild.

Viel Erfolg weiterhin,

Gruß
Ernie
 
Herzlichen Dank für Eure ausführlichen Erläuterungen.
Nun will ich geduldig auf cs warten und dann wird die Nuss geknackt!

Grüße
Jens-Uwe
 

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