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zwischendurch möchte ich eine LRGB-Aufnahme der M22 präsentieren, die in einer mondlosen Nacht entstanden ist.
Die Aufnahme besteht aus: 4x600s L + 3x300s RGB vom 28.09.2011
Eingesetzt habe ich:
Kamera: G2 8300 FW
Optik: TL Apo 906 + William Optics 0.8 Reducer
Die Frames wurden gedither und mit Masterdark und Flats kalibriert.
schönes Objekt - könnte sicher noch etwas mehr Chrominanz-Belichtunsgzeit (vor allem in B) vertragen. Ich komme da leider gar nicht ran, da bei mir alles zugebaut ist.
diese Belichtungsreihe hat die Donau vorzeitig durch dichte Nebelschwaden beendet.
Die Berechnung der effektiven Filterfaktoren in Abhängigkeit der Deklination ist ein Thema, welches ich immer noch vor mir hin schiebe.
Bei so Horizont nahen Objekten sollte man sich auf jeden Fall mit der Frage beschäftigen, um wie viel länger man G und erst recht B belichten muss, damit die Farbbalance erhalten bleibt.
durch Nebel ist bei mir in letzter Zeit auch einiges abhanden gekommen. Bei diesen Bedingungen würde ich B 2 x länger belichten als RG. Der 8300er ist bei G sehr empfindlich und ausgerechnet bei B schwach. Nimmst Du für RGB 2 x Binning?
Ich Zitiere: „Das optimale Ergebnis erhält man, wenn man R, G, B und L zu einem Luminanzkanal zusammenfasst. Es ist also keine Zeitverschwendung, 3 mal so viel Belichtungszeit für die Farbkanäle zu verwenden wie für den L-Kanal.
“
Im Moment versuche ich den Helixnebel mit Schmalbandfiltern herauszuarbeiten und bin gespannt, wann sich heute die Donau mit ihren Nebelschwaden meldet. Auf der anderen Hand ist die Luft z.Z. recht ruhig.
das ist für die Luminanz sicher sehr gut. Problem dürfte aber die fehlende "Abdeckung" durch Chrominanzdaten sein, wenn nicht exzessiv lange belichtet werden kann. Das Problem wird auch sicher mit nicht ganz so lichtstarken Optiken noch akzentuiert. Um in der kurzen möglichen Zeit bei mir zu einem Ergebnis zu kommen mache ich meist L 1 x bin und RGB 2 x bin und belichte B im Vergleich zu RG signifikant länger.
genau diese Frage habe ich mir auch schon oft gestellt, wird in diesem [LRGB]-RGB-Verfahren die Chrominanz zu stark vernachlässigt ? Bisher hatte ich den subjektiven Eindruck, dass die Komposite dadurch insgesamt rauscharmer und besser werden (Betonung auf subjektiv).
Ich denke, dass die Defizite im B-Kanal in der Horizontnähe einen bedeutend größeren Effekt darstellen.
ich denke, wenn das Objekt repräsentativ "ausbelichtet" ist, sollte auch RGB mit 1 x binning kein Problem sein. Da ich eher selten mehrere Nächte für ein Bild aufwende, versuche ich irgendwie schneller zu Ziel zu kommen. In Horizontnähe ist das Problem mit fehlenden Daten in B noch deutlicher, da B schön absorbiert wird. Wenn vermehrt Streulicht dazu kommt ist aber auch das Aufnehmen von RGB mit 2 x binning problematisch, weil der Hintergrund sehr stark ansteigt.
auf die nächsten LRGB's mit mehr B bin ich schon gespannt.
Bei LRGB versuche ich auf jeden Fall in der gleichen Nacht fertig zu werden, bei Schmalband dagegen wird bisher nur ein Kanal pro Nacht fertig. So eine sehr schnelle Optik, die auch mechanisch beherrschbar ist wäre da sehr nett.
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