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Rosettennebel in SII, Ha und OIII

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Hallo Sternfreunde,

in den letzten Tagen habe ich einwenig meinen kleinen Megrez 72 gestresst. Zusammen mit dem 0.8x Reducer ergab sich eine Brennweite von 346mm, genau richtig für den Rosettennebel.

Die Hubble Palette (SII=R, Ha=G, OIII=B) habe ich versucht in Anlehnung an das Tone Mapping – Verfahren umzusetzen.

Die Belichtungszeit, es sind insgesamt rund 8 Stunden zusammengekommen, konnte ich in vier aufeinander folgenden Nächten realisieren. Allerdings unter zum Teil schlechten Bedingungen, wie immer wieder durchziehenden Wolken. So sind die überwiegenden Aufnahmen ohne Guiding aber mit PEC entstanden.

Das NB Komposit besteht aus:

6 Ha-Serien a 600s vom 19.02.2012
8 Ha-Serien a 600s vom 20.02.2012
14 OIII Serien a 600s vom 21.02.2012 (bei sehr schlechten Bedingungen)
12 OIII Serien a 600s vom 22.02.2012
8 SII Serien a 600s vom 22.02.2012

Kamera: G2 8300 FW
Optik: William Optics Megrez 72 + William Optics 0.8 Reducer
EBV: Regim, FitsWork, PS, PixInsight

Wie immer hoffe ich, dass es gefällt.

Viele Grüße
Andreas
Hallo Andreas

Wunderschön und faszinierend ... vor allem die Version ohne Sterne ... auch wenn's (wahrscheinlich nicht genau) so ausschauen tut.

Grüsse. Michael
 
Super Bild! :super:
Wie hast du den L-Kanal erzeugt?
LG, Marcus
 
Hallo Leute,

herzlichen Dank für Euren netten Worte.


@ Markus,

natürlich wäre es sehr verlockend den Ha-Kanal als L zu benutzten, aber einer der Grundsätze von Tone Mapping fordert, dass Ha-Kanal nicht alleine als Master-Luminanz benutzt werden darf, da es keine Information der anderen Bänder in sich trägt.

Zum Anfertigen der Master-Luminanz schreibt das Tone Mapping die Addition das Ha-Kanals (mit Sternen) und der OIII- und SII-Tonemap (ohne Sterne) vor. Dies kann man in PS über Ebenenmaske und Füllmethode „Negativ Multiplizieren“ erledigen.

An dieser Stelle habe ich das Verfahren modifiziert, deshalb habe ich auch die EBV als „an Tonne Mapping angelehnt“ bezeichnet.

In meiner Modifikation werden alle Kanäle einfach mit Fitswork addiert. Zuvor gleiche ich die Histogramme der einzelnen Kanäle durchs Stretchen an und achte auf das finale Aussehen der Sterne, die durch das Stretchen nicht aufgebläht werden sollten. Hier erhält man eine Luminanz mit schönen Sternen aber schwachen Nebelgebieten.

Die Nebelbereiche verstärke ich dann im PS über Ebenenmaske und Füllmethode „Negativ Multiplizieren“. Als Maske dient hier die Sternlose-Farbversion, die zuvor in Luminanz umgewandelt wurde. Die Aufgabe hier besteht in der Vereinbarung einer brauchbaren Sternabbildung mit der Verstärkung des schwachen Nebel-Signals. Denn das Stretchen alleine führt bald und unweigerlich zu aufgeblähten Sternen.


Viele Grüße
Andreas
 

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