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M101 mit 200mm Pentacon Tele

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Hallo,

hier mal eins der ersten Testbilder mit einem alten Pentacon auto 200/4 @F5,6.

Zu sehen gibts nach einer Stunde Belichtungszeit aus der Stadt heraus natürlich nicht allzuviel, M101 und die ein oder andere NGC ist auch noch auffindbar.

31x 90sek ISO 200
22x 60sek ISO 400
BIAS, kein Flat, kein Dark

Ich wollte eigentlich einen Blendenvergleich 4 zu 5,6 machen, die f4 Bilder vom Vortag sind aber wegen schlechter Durchsicht nicht vergleichbar.

Für ein 25€-Objektiv kann man nicht meckern finde ich...
Hihihi, wie süss.
Wie blau oder magenta sind denn die Sterne?
Kannst du mal ein Einzelfoto original hochladen irgendwo?
Wieviel Lamellen hat die Blende?
 
Moin,

ich kann später noch ein Rohbild entwickeln und hochladen, jedoch wir man dort nicht mehr Farbe sehen, als in der Summe. Die Bilder sind nur mit DSS gestacked und mit Fitswork gestreckt und geebnet, sonst nix.
Am Rand haben helle Sterne schon rote bzw blaue Säume, das sieht man hier auch im linken Bild schon etwas.

Gruß,
Mario
 
Hi,

hier also noch die Rohbilder

M101 mit Pentacon Auto 200mm bei f4

M101 mit Pentacon Auto 200mm bei f5,6

Die Bilder sind allerdings nur bedingt miteinander zu vergleichen, da bei der f4-Aufnahme (1 Tag vor der f5,6-Aufnahme) Hochnebel durchzog und andere Belichtungszeiten gewählt wurden. Auch wurde neu und wahrscheinlich nicht 100%ig gleich fokussiert. Ich glaube, dass kann man auch sehen, da die kleinen Sterne bei der 5,6-Aufnahme schärfer erscheinen, die hellen aber dafür mehr Rot im Hof haben. Im Stack haben die Sterne der f4-Aufnahme fast keine Roten, dafür aber teilweise gigantische blaue Höfe. Naja, is halt wie immer: irgendeinen Tod muss man sterben ;-)

Ich muss den Test nochmal bei gleichbleibenden Bedingungen wiederholen...

Das Objektiv hat übrigens 6 Lamellen.

Gruß,
Mario
 
Vielen Dank Mario.
Ich war auch schon am überlegen ob ich mir so eine Linse hole.
Die Farbsäume bekommst du gut mit fitswork weg.
Du musst vielleicht genauer fokusieren - manchmal sind es nur 1/10l Millimeter von der einen zur anderen Farbe.
 
Das Geld ist sie defintiv wert denke ich - vor allem um Erfahrungen zu sammeln. Gibts für'n Appel und n Ei und bei M31 und M42 gibts auch schon was zu sehen. Allerdings bin ich auch noch auf der Suche nach Objekten, die mit 200mm aus der Stadt mit einer unmodifizierten 1100D lohnend sind. Glaube das wird schwierig.

Habe nochmal Vergleichsaufnahmen bei f4 5,6 8 und 11 bei gleichem Fokus und Belichtungszeit gemacht. Wenn du möchtest kann ich sie bei Interesse morgen mal hochladen. Man sieht deutlich, dass die Abbildung bei kleiner Blende besser wird, wobei hier eigentlich "nur" die Farbsäume gemeint sind. f11 ist sehr gut. Andere Abbildungsfehler sehe ich auch bei Offenblende nicht im Gegensatz zu einem Sigma 400 F5,6, welches deutliches Koma zeigt.

Das Fokussieren ist halt so ne Sache. Im Live View der 1100D ist 10fach etwas wenig um am Stern sauber zu fokussieren. Aber man kann doch schon sehr deutlich erkennen, dass man rot und blau nicht gleichzeitig in den Fokus bekommt. Bei subjektiv bestem Fokus sind die Sternabbildungen am kleinsten und man hat beides: einen roten und einen etwas größeren blauen Hof - der überlagerte Bereich geht in Richtung Magenta. Bei subjektiv neutralster Sternfarbe (weiß) sind die Abbildungen zu groß und desshalb wahrscheinlich nicht im Fokus. Das wird wohl bei großer Blende nie besser werden. Trotzdem muss ich mir mal ne kleine Bahtinov auf Acrylglas kratzen, habe damit beim Mak sehr gute Erfahrungen gemacht - der hat aber auch keinen Chromafehler ;)

Danke für den Tip mit dem Filter in Fitswork. Der erste Versuch hat funktioniert, allerdings hab ich es etwas übertrieben und das Bild hat jetzt fast garkeine Farbe mehr ;-) Den Farbsäumen kann man aber auch etwas positives abgewinnen: sie deuten die Sternfarbe auch bei gesättigten Sternen an. Bei verkleinertem Bild ist es dann zu ertragen - jedenfalls besser als farblos :)
 
Hallo Mo,

ich denke einen vernünftigen Feinfokus ans Objektiv, z.B. sowas (aus Magdeburg):

http://www.astrotech.de/fokussierer.html

und eine elektronische Fokussierhilfe wären von Nutzen.

Inwiefern die Nutzung eines "Fringe-Killer"-Filters was bringt wäre zu testen, das Rausrechnen geht ja auch, wurde ja schon erwähnt.

Bliebe noch der Rat, ca. 1 - 1,5 Blenden unter der max. Öffnung zu bleiben, dann wird die Abbildung nochmal deutlich besser.

Liebe Grüße

Jörg
 
Hallo Jörg,

danke für den Tip mit dem FixFokus. Ich werde es bei der nächsten Gelegenheit aber erstmal mit einem auf CD-Hülle geritztem Bahtinov-Muster probieren. Bin mal gespannt, ob man erkennt, dass blau und rot einen unterschiedlichen Fokus haben.

Mit Fringe-Killer kann ich nicht dienen, hab aber mal tests mit einem IDAS LPS-P2 gemacht. Die Farbsäume hat es nicht wirklich beeinflusst und das Ergebnis bei M101 war eher ernüchternd, wobei hier auch wieder unterschiedliche Bedingungen herrschten. Galaxien sind ja auch nicht grade Paradeobjekte für den IDAS...

Ich bleibe dran...

Gruß,
Mario
 

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