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hier mal mein mit Fitswork bearbeitetes Farbfoto vom Kopernikus.
150 Fotos gestackt, und 2 mal iterativ Gauß - geschärft.
Aufgenommen mit der EOS 60Da, also auch etwas empfindlicher
im IR-Bereich. Trotdem kann ich beim Vergleich der Farben keine
besondere Schärfe in Rotbild sehen.
Hallo Horst,
gute Detailstudie der Strahlen am Copernicus!
Ich habe auch IR- Bilder eingestellt, diese sind mit Webcam aufgenommen und einem Vixen ED 80/600.
Hier habe ich die diskrete aber nicht optimierbare Unschärfe auf die für IR nicht optimale Farbkorrektur des Refraktors zurückgeführt. Alternativ könnte es natürlich auch an der Belichtungszeit liegen, welche ich für die Webcam auch in SharpCap nicht ersehen kann (habe sie soweit wie möglich verkürzt).
Daher würde mich interessieren, mit welcher Teleskopoptik und Belichtungszeit Deine Einzelbilder aufgenommen worden sind.
Zunächst einmal: Sehr schöne Aufnahmen. Von der Nachbearbeitung her vergleichsweise konservativ. Meinen Vollmond von vor ein paar Tagen würde ich da glatt als Gegenbeispiel ansehen.
Zum Aufwand der 150 Aufnahmen: Ich hatte für meinen Vollmond auch 2x100 Fotos gestackt, von denen ich Giotto dann aber nur jeweils 5 habe nehmen lassen. Das ganze dient doch dazu, dem Seeing ein Schnippchen zu schlagen und die wenigen möglichst "klaren Fenster" zu erwischen. Bei derart flächigen Aufnahmen ist es natürlich eher schwierig, ein Fenster zu erwischen, das über die gesamte Fläche geht. Ich suche daher noch nach einer Software, die das gesamte Bild in viele kleine Teile zerlegt, die dann getrennt voneinander optimiert werden. So etwas hätte die Schärfe in Deinen Bildern möglicherweise auch noch ein wenig verbessert. Von der Mondphase her dürfte das Bild vom Samstag stammen? Da war das Seeing zumindest um Fulda eher schlecht (Sonntag war dann besser).
Kennt jemand eine Stacking-Software, die das kann?
Viele Aufnahmen sind auf jeden Fall nötig um Rauschen heraus zu bekommen.
Hier mal ein Vergleich:
https://dl.dropbox.com/u/72949400/Astronomie/Mond/2012-09-30/Ausschnitt-Vergleich.jpg
Außerdem ist der Mond durch Luftunruhe niemals überall gleichmäßig scharf.
Beim stacken kommt eine gaußsche Unschärfe hinein, die anschließend mit gaußschen Schärfeverfahren
wieder etwas ausgebügelt werden kann.
Hier mal der Mond zusammengesetzt aus 2 Einzelbildern.
https://dl.dropbox.com/u/72949400/Astronomie/Mond/2012-09-30/Summe%20aus%202%20Einzelfotos.jpg
Belichtet habe ich mit 1/250 sec bei ISO100.
Teleskop: LS6 von Meade bei f/10.
Bei der Betrachtung der einzelnen Farblayer kann ich aber keine besondere Schärfe oder Intensität erkennen.
Das Foto müsste dort dann ja auch rot sein.
Den Weisabgleich habe ich mit dem reflektierten Licht vom Krater Hipparchus C gemacht.
Schaut man sich hier:
http://wms.lroc.asu.edu/lroc_browse/view/wac_nearside
den Krater an, sieht man, das er sehr glatt ist, und das Licht gut reflektiert.
David: -- Mit IrfanView kann man in der Batch-Bearbeitung von den einzelnen Fotos beliebige Ausschnitte machen.
Ich mache damit auch immer den schwarzen Hintergrund teilweise weg.
Den muss man ja nicht mit bearbeiten.
Du hast natürlich Recht, dass das Rauschen der Grund für das eigentliche Stacking ist. Dennoch ist dieses bei ISO100 und Belichtungszeiten <1/100s in meinen Augen nicht das Hauptproblem. Die Schärfe leidet doch vor allem durch das Seeing. Dieses variiert natürlich innerhalb eines Bildes sehr stark. Daher suche ich nach einer Stacking-Software, die das Bild in hunderte kleiner Ausschnitte zerlegt und für jeden Ausschnitt unabhängig voneinander die x% besten Bilder heraussucht und dann stackt. Anschließend sollte die Software die Rausch- und Seeing-optimierten Ausschnitte wieder zusammensetzen. Das Ergebnis sollte ein deutlich schärferes Bild ergeben. Das ganze "händisch" zu machen halte ich für wenig praktikabel. Da würde man wohl Wochen brauchen. Soweit ich weiß kann man Giotto nicht per Skript steuern, sonst könnte man da ja was machen. Daher suche ich nach einer Software, die das vielleicht von Haus aus kann.
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