Eine weitere Aufnahme vom 22.10.2012 (19:26 MESZ), als der Mond bei ca. -17° Deklination nah beim Horizont stand. Sieht man sich beide Aufnahmen an (erste Aufnahmen: Mond, südöstlicher Quadrant), so lohnt es sich doch bei so geringer Mondhöhe sein Glück zu versuchen.
Refraktor ED 102/920mm bei ca. 3200mm Brennweite mit DSLR Olympus E-600 (Einzelbild)
ISO 400 mit 1/3sec.
Vallis Alpes: auch Alpental genannt, mit größeren Fernrohren ist eine Rille am Talboden zu erkennen
Cassini: ein Krater mit rund 57km Durchmesser, im Inneren der kleinere Cassini A (ca. 15-17km) und Cassini B mit 9km, beide sind hier deutlich zu sehen.
Mons Piton: einzeln stehender Berg, sieht höher aus , ist aber eher ein Hügel (der lange Schattenwurf täuscht durch den flachen Lichteinfall).
Aristillus: Krater mit 55km Durchmesser, ich finde besonders schön strukturierte Außenwälle.
Autolycus: Krater mit 39km Durchmesser.
Linne: sehr kleiner Krater mit nur 2,4km, meist so wie hier als heller Fleck zu erkennen.
Conon: Krater mit 22km Durchmesser, schön im Montes Appeninus (Mond-Appeninen) gelegen.
Rimae Sulpicius Gallus: Rillensystem, wie hier schon mit 102mm Öffnung zu fotografieren.
Manilius: 39km Krater mit schönen Details wie Zentralberg und Terrassen in den inneren Kraterrändern.
Schneckenberg: kein offizieller Name, aber interessante Struktur, schön zu sehen , wenn die Lichtgrenze nah ist.
Rima Hyginus: sehr auffällige Rille, vermutlich ein alter Lavakanal, da in der Rille viele “Einsturzkrater” mit größeren Fernrohren erkannt werden können.
Triesnecker: Krater, rechts neben diesem sind die Rimae Triesnecker, ein umfangreiches Rillensystem, schon auf dieser Aufnahme zu erkennen.
Es hat viel Arbeit gemacht, aber an der Erstellung solcher Bildpräsentationen habe ich viel Spaß.
Viele Grüße Olaf.