UweSchmidt

Lovejoy am 03.12. gegen 06:20 Uhr

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Endlich ein paar Wolkenlücken im Siebengebirge (bei Bonn)...!


[b]Lovejoy [/b]auf dem Oelberg (480 M üNN) bei anfangs arg dunstigem Horizont:

[b]5 x 30" & 15 x 15" ==> also knapp über 7 Minuten [/b]Gesamtbelichtungszeit
mit EOS 1000Da bei 200 mm (Canon EF)
auf meiner fast 30 Jahre alten Vixen Photo-Guider 50S

EBV: bisher nur mit DSS & ein bisschen Fitswork..

Und weil das Bild wirklich nicht "der Burner" ist, hier auch nur im 75 KB Kleinformat..

Gruß & CS (möglichst bald wieder!)

Uwe


P.S.: bei dem trübsinnigen Wetter tröstete wenigstens der heutige [b]"Kometen-Flug"[/b] mit dem bekannten Bonner Astro-Reisebüro (statt ISON war Lovejoy im Angebot... seufz!).

Fotografieren ging zwar nicht (so richtig), aber mit Feldstecher auf 12,5 KM Höhe und einen prächtigen Sternenhimmel ist Lovejoy schon "nett(er)"...
Hallo Uwe,

das hört sich ja interessant an! Erzähl doch mal mehr von dem Flug! Ist übrigens heute ein Artikel dazu bei der FAZ online!

Wie gut sind die Sichtbedingungen? Wie war die Grenzgröße (Fst)? Fressen die Scheiben des Flugzeuges zu viel Licht und Abbildungsqualität beim Fernglas? Wieviel besser war der Anblick verglichen mit guten erdgebundenen Standorten?

Würde mich mal interesserien!

Viele Grüße,

Jan
 
Hallo Jan,

Sorry für die späte Antwort, aber ich war zwei Tage beruflich unterwegs.

Ja, der Flug über dem Luftraum von Brüssel Richtung Kanalküste war interessant und die ganze fachliche & logistische Reisebegleitung (vorher, wärenddessen & nachher) auch professionell und sehr nett.

Airberlin hatte uns einen recht neuen Flieger zur Verfügung gestellt, bei dem die Scheiben nicht verkratzt & gut geputzt waren.
Rein technisch lief das so ab, dass von einer Dreier-Sitzplatzreihe nur zwei Plätze belegt waren, der Flieger zunächst konstant in eine Richtung flog, so dass erst die eine Seite des Fliegers Blick auf Lovejoy hatte, während sich die andere Orion & Jupiter anschauen konnte. Dann gab es Platzwechsel... Das funktionierte auch gut und "ohne Schlägereien" .. ;)

Sichtbedingungen waren echt gut (fst vielleicht hohgebirgsmäßige 7komma?? Schwierig zu schätzen, da trotz schwarzer Decke über dem Kopf immer wieder Restlicht der Notbeleuchtung durchdrang da die Fenster klein waren und man mitunter etwas Verrenkungen machen musste, um mit den 10 x 50 Feldstecher in eine stabile Position zu bringen. Da war dann die ganze Dunkeladaption schnell wieder hin..). Ehrlich gesagt, habe ich aber nicht so sehr darauf geachtet, weil 10 Minuten pro Person Beobachtungszeit für den Kometen eben nicht sonderlich viel sind und ich anfangs auch noch versuchte zu fotografieren (das kann man aber mit einer "normalen" DSLR getrost vergessen, denn die Belichtungszeiten in einem sich bewegenden Flugzeit erlauben kein ordentliches Bild. Mit einer 2500 Euro Nikon/Canon etc. und einstellbaren ISO-Werten von 120.000 (!) sieht das zwar wohl besser aus, aber "umgehauen" hat mich keins der Fotos...auch nicht das in der FAZ.... Da habe ich vom Boden aus mit "Rustikalausrüstung" bessere m.E. Ergebnisse erzielt)

Sprich, ich habe dann meinen Fotokram weggepackt und bin nur noch mit dem Feldstecher durch den Himmel um Lovejoy & Orion / Wintersternhimmel spaziert... und das war schön!

Ob sich der Aufwand lohnt?
Mmmh :gutefrage: - es ist ein schönes Erlebnis und man trifft interessante Leute. Aber wenn man - wie ich - gerne fotografiert, dann würde ich beim nächsten Mal die Reisekosten lieber in drei Tage Alpen investieren. Da ist der Himmel vielleicht nicht sooo knackig scharf und die (hier von National Geographic gestiftete) kulinarische Versorgung weniger üppig, aber man ist mehr Herr des eigenen Programms und die fotografischen Ergebnisse sind auch optisch ansprechender...

Vielleicht ist aber bei mir auch nur etwas Frust über den ISON-Flop dabei, denn wenn der unserer aller Erwartung erfüllt hätte, wäre das sicherlich ein optisch noch eindrucksvollerer Augenschmaus geworden...


Beste Grüße & CS

Uwe
 
Hallo Uwe,

das hört sich ja sehr spannend an! Vielen Dank für den ausführlichen und schönen Bericht :) Der könnte so auch im Forum für visuelle Beobachtung stehen!

Es ist ja ein sicher nicht ganz alltägliches Erlebnis, aus 10.000 Metern Höhe in einem extra bereitgestellten Flieger zu Beobachten! Das mit dem Fotografieren glaube ich, dafür kann das Flugzeug nicht ruhig genug sein. Zumal es ja dann auch an der Nachführung fehlt, da sind wir hier auf der Erde doch im Vorteil. Schade das ISON euch da oben kein Feuerwerk bescheren konnte, aber wenigstens war Lovejoy da um etwas zu entschädigen!

Ich hatte mich auch per Gewinnspiel für den Flug beworben, ist aber leider nichts geworden!

Viele Grüße,

Jan
 

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