Hallo,
das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und da möchte ich hier nochmal meinen persönlichen astronomischen Rückblick 2016 präsentieren.
Ich habe mich dabei auf die Planeten und meine Deep-Sky Versuche beschränkt.
Planetenjahr 2016 - Equipment:
GSO 8'' F6 Dobson auf selbst gebauter manueller EQ-Plattform
Kamera: Asi120mc mit Baader Q-Turret Barlow
Legendär war für mich hier der 17. März mit den wirklich tollen Bedingungen bei der Jupiter-Aufnahme. Insgesamt war derart gutes Seeing in diesem Jahr eher selten. Wie oft ich visuell kontrolliert habe und gleich wieder einpacken konnte ...
Da muss man schon viel Geduld und Ausdauer besitzen um nicht die wenigen guten Nächte zu verpasen.
Deep-Sky 2016 Euipment:
GSO Dobson, Asi120mc, CS-Mount Objektive (6,12,16mm), 25mm Okular, Canon Eos 1000D mit Tamron 18-200mm F3,5-6,3 Objektiv.
Das war ein neues interessantes Gebiet für mich. Problematisch war neben der manuellen Nachführung vor allem die enorme Brennweite bei dem kleinen Sensor der Asi120mc. Beim Ringnebel war das kein Problem aber gerade bei den größeren Nebeln musste ich irgendwie die Brennweite reduzieren. Als sehr günstige Lösung kam mir dann die bekannte afokale Okularprojektion in den Sinn.
Die sygonix CS-Mount Objektive waren da dann für mich ein wahrer Glücksgriff. In Kombination mit meinem Vixen NPL25mm Okular an einer einfachen Digiklemme konnte ich die Brennweite deutlich reduzieren und gleichzeitig die Lichtstärke enorm erhöhen. Die Bildfehler und Verzerrungen gerade zum Rand hin waren zwar deutlich zu sehen aber bei dem kleinen Sensor reichte mir der Bereich im Zentrum aus um doch recht ordentliche Ergebnisse zu erzielen.
Für die Andromeda Galaxie war aber auch das nicht genug und da kam dann meine gebraucht gekaufte Canon Eos 1000d mit Tamron Objektiv zum Einsatz. Dafür habe ich die alte Montierung mit Stativ meines 114/900mm Newton umgebaut und aus einem Solarbaukasten eine motorisierte Nachführung gebastelt. Bei 200mm Brennweite kann ich damit immerhin 15 Sek. belichten.
Ich bin da insgesamt sehr überrascht was mit den doch eher einfachen Mitteln im Deep-Sky Bereich sichtbar wird.
Vor allem ist da auch etwas bei schlechtem Seeing möglich und das ist hier ja eher der Regelfall.
Ich wünsche allen hier ein schönes ereignisreiches neues Jahr mit vielen tollen astronomischen Highlights und besten Bedingungen.
Gruß,
Holger