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Venus am 28. Juli 2017

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Hallo,

heute Morgen musste alles sehr schnell gehen denn im Wolkenradar kam eine Wolkenschicht rasch näher.
Also mit dem 8" Dobson kurz visuell die Venus begutachtet und Überraschung, das Seeing war recht gut. Also raus mit dem 12" Dobson, Asi120mm mit Rotfilter samt Baader Q-Turret Barlow in den OAZ und eine kurze Aufnahme gestartet.
Anschließend schnell den Filterwechsel: violett mit IR-Sperrfilter.

Man war das windig, so ein riesen Teil schwingt da sehr schnell auf der Plattform. Nun vielleicht hilft die Tischtennisplatte als Windschutz??? Naja ein wenig schon.

Für ein paar kurze Sequenzen hat es noch gereicht dann war alles dicht.
Aber das Endergebnis hat mich sehr gefreut. Wieder schöne Strukturen und insgesamt vielleicht auch endlich den 8er getoppt.

Gruß,
Holger
Ich bin schwer beeindruckt. Man sieht recht deutlich verschiedene Strukturen. Wenn ich mir die Profifotos so ansehen scheinen das auch keine Artefakte sondern wirklich verschiedenen Wolken zu sein. Mal so zum technischen Verständnis: Du hast nen 8Zoll f5? Dobson den bringst du mit der Barlow auf 2250mm und schraubst die Asi120mm rein und führst ein wenig in einer Achse mit der Hand nach. Da die Venus extrem hell ist brauchst du keine lange Belichtungszeit. Den IR, Infrarotfilter brauchst du nur wegen der Barlow? Die Farbfilter um die Farben rauszuarbeiten.

CS J
 
Hallo Holger,

glückwunsch. Da meine ich auch einen Fortschritt zu erkennen, eventuell aber auch einen minimalen Defokus. Vielleicht geht also noch mehr...

CU
Klaus
 
Hallo Jacobus,

hier habe ich statt des 8" F6 Dobson den 12" F5 Dobson verwendet.
Ich führe mit einer selbst gebauten EQ Plattform manuell nach. So kann ich den Planeten mit einem Hebel im Display halten. Die Belichtungszeit ist da wirklich sehr gering, unter 1 ms, so dass ich auf sehr hohe Frameraten komme.
(je nach Größe des Aufnahmefensters zwischen 100-200 Frames pro Sek.)
Der violett Filter soll im IR Bereich wieder aufmachen, daher habe ich mir viele Transmissionskurven von IR Sperrfiltern angesehen. Der von Astronomik macht schon recht früh bei ca. 380nm auf, also eine sehr gute Kombination um noch Licht nahe ultraviolett durch zu lassen.
Die Farbfilter sind nicht wegen der Farben nötig. Violett bringt die Strukturen, der Rotfilter zeigt keine.
Damit wird aber nachher das Falschfarbenbild kombiniert.
Das RGB besteht aus: R=R, G=R&B, B=B. Wobei beim B-Kanal natürlich der violett Filter verwendet wird.

Zum Schluss nochmal B-Kanal als Luminanz für das L-RGB.

Klaus:
Ich habe etwas weich gezeichnet / mit Rauschfilter gearbeitet um einen harmonischeren Gesamteindruck zu erhalten und die Luft war natürlich immer noch recht unruhig und viele Frames verwaschen. Leider fehlte dann die Zeit den perfekten Moment zu erwischen. Aber du hast Recht, da könnte noch mehr gehen.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger, das ist wieder eine sehr schöne Aufnahme!

Bei der Beschreibung der Filter steige ich nicht ganz durch. Mit dem Rotfilter nimmt man doch Richtung IR auf (z.B. >700nm). Mit dem Violettfilter in Richtung UV und hier möchte man möglichst weit runtergehen wie Du schreibst. Benutzt Du den IR-Sperrfilter, weil der Violettfilter auch im IR-Bereich Durchlass hat? Welchen Rot- und Sperrfilter benutzt Du?

Gruß, Christian
 
Hallo Christian,

ein reiner UV-Filter war mir einfach zu teuer also habe ich nach anderen Möglichkeiten gesucht. Im Netz habe ich dann visuelle Berichte gefunden bei denen Wolkenstrukturen mit einem violett Filter gesehen wurden. Genaue Transmissionskurven hatte ich bei diesem jetzt nicht aber ein Wratten 47 soll im IR Bereich durchlässig sein.
Also musste ich den Bereich wieder sperren. Ein BG39 hatte ich nicht als 1,25" gefunden aber von Astronomik einen IR-Sperrfilter der schon ab 380nm aufmacht.
Jetzt schraube ich den in den Violettfilter und siehe da, klappt ausgezeichet und war ziemlich günstig.
Der Baader RG610 Rotfilter macht ab 610nm auf. Strukturen liefert der nicht, so dass ich da auch den IR-Sperrfilter mit rein schraube um den gleichen Abstand zum Sensor zu erhalten. Dann sind die Bilder gleich groß und müssen später nicht angepasst werden.

Gruß,
Holger
 

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