Die wunderbare Welt der Bildbearbeitung ...

Eine Motivation für alle “Anfänger” (und da schliesse ich mich ein)


Wegen des Wetters konnte ich seit Anfang Dezember keine brauchbaren Aufnahmen machen, also habe ich mir mal Bilder aus meinem Archiv angesehen und einige davon neu bearbeitet. Ich habe in letzter Zeit einiges bezüglich der Bildbearbeitung dazu gelernt (so glaube ich zumindest) und war auf die Ergebnisse gespannt.

Anbei nun ein Jupiter vom September 2011.
Aufgenommen mit einem 8” SC, einer 2x Barlow, einer DMK21 (der “alten”) und dem Astronomik RGB Filtersatz, Aufnahme-Software war FireCapture.

In der oberen Zeile links das “Original”.

Für das Original hatte ich mit den vorgeschärften (“conv...”) Summenbilder von AutoStakkert in Fitswork das R-RGB generiert und ausser wechselnder minimaler Gaussschärfung und -Glättung und etwas Farbkorrektur nicht mehr weiterbearbeitet da das Bild zu viel Rauschen enthält.
Oben rechts zum Beweis das Original doch noch weiter geschärft, es erscheint etwas kräftiger ist aber nicht wirklich besser.

In der unteren Zeile die Neubearbeitung.

Dazu habe ich die ungeschärften Summenbilder von AutoStakkert in Registax 6 mit den “linked wavelets” geschärft (und dabei gleich das Rauschen minimiert) und dann mit WinJupos unter Korrektur der Rotationsverschiebung zum R-RGB zusammen gesetzt.
Das Ergebnis ist unten links zu sehen, es zeigt bereits feinere Strukturen als das Original darüber.

Dann habe ich mehrere Methoden zur Weiterbearbeitung ausprobiert. Das meiner Ansicht nach beste Ergebnis ergab sich zu meinem Erstaunen mit dem “Mexikan Hat” Filter von Giotto wobei ich bewusst leicht überschärft hatte und dies in Fitswork mit dem NLM Filter korrigierte. Abschliessend noch leichte Korrekturen von Helligkeit, Kontrast und Farbe in PS Elements.

Das Ergebnis ist unten rechts zu sehen, ich bin selbst erstaunt was da herausgekommen ist.

Zwei Dinge sind aber noch anzumerken:

1. ich muss bei dieser Aufnahme wirklich Glück mit dem Seeing gehabt haben; die Kollimation des Teleskops muss mir mal optimal geglückt sein und ebenso habe ich wohl auch zufällig den richtigen Fokus getroffen.

2. das oben beschriebene Vorgehen funktioniert nur bei dieser einen Aufnahme. Man muss wohl für jede Aufnahme alle Methoden in allen Kombinationen ausprobieren. Das dauert natürlich, für diese Neubearbeitung hier habe ich mit allen Fehlschlägen mehrere Stunden gebraucht, aber offensichtlich lohnt sich das.

Gruss
horst anders
Hallo Horst

Ich bin ziemlich beeindruckt, eine Motivation ist das natürlich, ich denke ich sollte auch wieder mal etwas mit meinem C8 machen. Aber Glück muß man auch mal haben.

Gruß Daniel
 
Hallo

mir gefällt das untere Bild links am besten, weil es einen guten Kompromiss zwischen Bildschärfe und natürlichem Bildeindruck beim Beobachten am Teleskop darstellt. Ich finde, dass beide Bilder auf der rechten Seite etwas Unnatürliches an sich haben. Vermutlich empfinde ich sie als zu scharf, weil ich als rein visueller Beobachter so eine Bildschärfe nie zu Gesicht bekomme.

Wie lange braucht man denn am PC, um aus den Rohbildern solche Endergebnisse zu erzielen ? Ich frage deshalb, weil ich vielleicht irgendwann auch mal in die Astrofotografie einsteigen möchte.

viele Grüße
 
Hallo Horst,

mir gefallen die Bilder auf der linken Seite besser. Rechts erkennt man zwar mehr Details, aber irgendwie mag ich es lieber dezent.
Ist vielleicht Geschmackssache oder könnte auch daran liegen, dass ich keine Erfahrung habe.

Gruß

Ronald
 
Hi Horst Andreas,
mir gefaellt der unten links am besten. Schoen dezent!
Tolles Ergebniss !

Gruss
Claude
 
Hallo Horst,

nicht schlecht...mir gefällt´s.
Wenn du was dazu lernen willst,
frag mal Thorsten Hansen,
wahrscheinlich kennst du seine
Jupiterbilder...

Grüße aus Hamm
Dirk
 

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