Firstlight an M51

  • Besitzer des Mediums Adilim
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Hallo,

Endlich taten sich am 7.4. mal die Wolken auf und ich konnte mein neues Teleskop an der Whirlpoolgalaxie ausprobieren! :) Die Optik ist ein 10" f5 Newton im Carbontubus auf einer NEQ6, geguided mit PHD un einer SW-mod QuickCam3000 an einem 80/400 Refraktor, der huckepack auf dem Newton befestigt war. 36x5min Lights, 20xFlats und 38xDarks wurden für das Bild bei ISO1600 mit meiner astromodifizierten 600D aufgenommen. Vorverarbeitung mit Iris, gestackt mit DSS, nachbearbeitet mit Fitswork und Photoshop.
Leider sind die Sterne etwas dreieckig geworden... Hat jemand eine Vermutung, woran das liegen könnte? Sind vielleicht 400mm fürs Leitrohr etwas zu wenig? Oder sollte PHD das noch schaffen? Es hat während den Aufnahmen auch ab und zu gepiepst, obwohl der Leitstern eigentlich immer schön verfolgt wurde...
Kritiken zum Bild sind auch gerne gesehen! ;)

Einen schönen Abend noch und CS,
Konrad
Hallo,

schönes Bild!
Die dreieckigen Sterne könnten von einer verspannten Optik kommmen, hast du vielleicht die Halteklammern zu stark angezogen? Am besten etwas lockern und schauen wie dann die Sterne aussehen. Könnte auch Astigmatismus sein. Das siehst du am (visuellen) Sterntest, wenn du die Sterne von intra- nach extrafokal oder umgekehrt drehst, wenn sich dann das unscharfe Beugungsbild um 90° springt, ist es Astigmatismus (der aber, glaube ich, auch von verspannter Optik herrühren kann). Bevor du es lockerst, kannst du dir auch mal Sterne hochvergrößert anschauen, wenn die nicht dreieckig sondern lehrbuchmäßige Beugungsscheibchen haben, liegt es wohl am Guiding.

Viele Grüße und CS
Simon
 
Hallo Konrad,
das Piepesen zwischendurch kommt bei PHD oft von der Einstellung "Star mass tolerance". Wenn der Wert zu niedrig eingestellt ist, dann vermutet PHD gelegentlich, dass es den Leitstern verloren, und dafür einen anderen (schwächeren, oder helleren) Stern im Fadenkreuz hat.
Bei mir habe ich den Wert auf 1.0 gesetzt. Dann hat's ein Ende mit der Piepserei.
Gruß
Sebastian
 
Danke für eure Hinweise!
Das mit der verspannten Optik werde ich demnächst mal prüfen (den Sterntest werde ich in den kommenden Tagen - vielen Dank ans Wetter - ja leider nicht machen können)! Aber prinzipiell sollten 400mm reichen, um 1250mm zu guiden, oder?
Das Akronym von PHD ("Push Here Dummy") habe ich bisher wortwörtlich genommen. Ich wollte mich eh schon mal mit den ganzen Parametern auseinandersetzen... danke für die Erklärung des Parameters, ich werde es mal ausprobieren!

Grüße,
Konrad
 
Hallo Konrad,
wenn man bedenkt, dass es kleine Leitrohre mit 160mm gibt, die für das Guiding an Geräten mit bis zu 1500mm geeignet sind (oder: sein sollen - ich habe das nie probiert), sollten deine 400mm locker reichen.
PHD funktioniert in den meisten Fällen auch "auf Knopfdruck". Dennoch können Anpassungen nötig sein, wenn man z.B. schlampig bei der Polausrichtung war. Darum solltest du dich unbedingt über die Optionen bei PHD schlau machen. Ich empfehle auch immer, während des Guidings, den Graphen laufen zu lassen. Wenn man dann weiß, was die Optionen im Einzelnen bedeuten, kann man die Einstellungen sofort anpassen, wenn da was nicht stimmt und die Kurven zu weit ausschlagen.
Gruß
Sebastian
 

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