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Heute Morgen die kurze Zeit des einigermaßen klaren Himmels genutzt um die Sonne abzulichten. Leider war das Objekt der Begierde nicht in der Bildmitte, so dass die Sonne durch das Lunt auf der einen Seite bereits stark abgedunkelt wurde.
Haette eine Frage bezueglich Lunt 35mm
Wie bekommst du die komplette Sonne ins Bild?
Habe auch ein Lunt 35mm Basis Version, aber habe das problem dass ich die Sonne nie komplett fotografieren kann.
Kanns du mir mal sagen wie du das machst `?
schön, dass Du das Bild rein stellst! Mich interessiert die Bearbeitung, hast Du Oberfläche und Pros gesondert bearbeitet und dann zusammen gebracht? Mit welchen Programmen.
Schau Dir doch mal mein letztes SW - Bild an, da konnte ich die Oberfläche gut bringen, aber die Pros gingen unter. Das letzte (für Peter war dann ein Bearbeitung für die Pros ...
Vielleicht kann ich ja von Dir erfahren, wie Dein Bild genau zustande kam ?
@ Claude:
Mit meiner Webcam bekomme ich beim Lunt LS 35 die Sonne nur zu 2/3 aufs Bild, da der Chip der Webcam sehr klein ist. Bei der Canon EOS ist der Chip größer, hier ist allerdings das Problem, dass ich nicht in den Fokus komme. Der Brennpunkt liegt zu weit innen. Erst mit einer 2 x Barlow zwischen Lunt und EOS geht es und die Sonne ist scharf und trotzdem noch ganz abgebildet.
Außerdem habe ich die Deluxe-Version (größerer Blocking Filter 6 statt 4mm), aber dadurch wird das Bild, glaube ich, nur besser ausgeleuchtet. Ich lasse mich aber auch gerne berichtigen.
@ Reinhard:
Das Bild besteht aus zwei Fotos.
Das Foto welches die Protuberanzen zeigen soll muss überbelichtet sein, so dass sie überhaupt in Erscheinung treten. Details von der Sonnenoberfläche gehen dabei komplett verloren. Ich arbeite mit GIMP und spiele an folgenden Einstellungen:
- Entsättigen (in S/W-Bild umwandeln)
- Histogramm optimieren
- Helligkeit und Kontrast verändern
- unscharf maskieren
Die Sonnenoberfläche habe ich stark unterbelichtet aufgenommen. Auf dem Live-View der EOS ist die Sonne nicht mehr sichtbar, oder nur noch ganz schwach zu erkennen! Nur mit dem Unterbelichteten Bild gelingt es dir die Oberflächenstrukturen herauszuarbeiten. Die Bearbeitungsschritte sind wie oben.
Nach der Bearbeitung wird die Sonnenscheibe ausgeschnitten und über das Foto mit den Protuberanzen gelegt und zu einem Bild verrechnet.
Hallo Claude,
nein AVI´s mache ich nicht. Aber nur aus dem Grund, dass ich dann ein Sonnenmosaik machen müsste (mit der Webcam) und durch den Blocking Filter die Sonnenscheibe unterschiedlich ausgeleuchtet ist und es blöd aussieht. Von der Qualität wäre ein gestacktes Bild natürlich viel besser.
Die Verbindung zwischen Teleskop und Canon sieht folgendermaßen aus: chinesische Noname 2 x Barlow im Okularauszug des Lunt, dann kommt ein Adapter auf der einen Seite 1,25" Steckhülse auf der anderen Seite ein T2-Gewinde, welches in den Adapter T2 / Canon Bajonett einschraubbar ist.
Die Aufnahme ist gelungen, aber noch zu kontrastarm.
die H-Alpha-Sonne hat einen geringen Kontrastumfang.
Wenn du im RAW-Modus richtig belichtest, hast du alle Informationen im Bild, immer bei der Aufnahme auf das Histogramm achten.
Belichte so, das das Histogramm rechts abschließt, das ist optimal.
Machst daraus dann 2Tiffs, eins für die Protuben und eins für die Apfelsine und legst die dann übereinander.
Versuche mal 2, 4, 8, 16 oder mehr Fotos zu machen und sie zu überlagen.
Du wirst staunen was da noch an Details rauskommt.
Danke Achim für die Tipps.
An das RAW-Format habe ich mich noch nicht herangetraut. Aber es ist sicher sinnvoll das Histogramm schon während der Aufnahme zu beachten und nicht erst das komprimierte JPG-Histogramm im Bildbearbeitungsprogramm zu bearbeiten.
Das Tiff-Format ist ja auch relativ verlustfrei, so viel ich weiß und daher besser geeignet.
Beim nächsten klaren Himmel werde ich es mal so versuchen. Auch das Stacken mehrerer Aufnahmen ist sicher sinnvoll.
ein schönes Beispiel hast Du mit dem kleinen Lunt 35 geliefert.
Ich habe leider nur die einfache Version des 35er; ganz so fein werden meine Bilder nicht.
Auf der Kameraseite habe ich verschiedene Ansätze gefahren (DMK21 S/W und auch mit der Canon 40D).
Nachdem ich mit der DMK und auch mit einer Philips 900 Color Webcam keine zufriedenstellenden Ergebnisse erreicht habe, habe ich die SLR adaptiert. Das war einigermaßen problematisch, weil die schwere SLR zusammen mit dem Okular für das LUNT-Prisma zu schwer ist.
Hier meine mechanische Lösung:
Ich habe Probleme hier ein Foto der Mechanik anzufügen, deshalb ein getrennter Beitrag unter Astrofotografie mit Abbildung.
Die SLR sitzt zusammen mit einem 25mm Hyperion (mit Kameraadapter) auf einem Novoflex Schlitten; mit diesem Schlitten fokussiere ich durch Verschieben der Kamera/Okular-Einheit in der Y-Längsachse.
Das Lunt sitzt auf einem Manfrotto-Schnellwechsler mit eigenem Prisma; auch diese Einheit lässt sich dadurch auf einer quasi Y-Achse längs verschieben.
Die X/Y-Halterung habe ich mit Obi-Aluprofilen hergestellt und an der Seite mit einer Vixen-Prismenschiene versehen.
Die ganze Einheit ist sehr stabil in lässt sich problemlos fein einstellen um in den Fokus zu kommen.
Vielleicht erscheint das ganze etwas aufwendig, mechanisch ist es aber recht passabel.
Da ich meine Baader HYP-Okulare mit einer Schwalbenschwanz-Schnellwechselvorrichtung versehen habe, ist ein einfacher Okularwechsel vor der SLR gegeben.
Meiner Meinung nach ist die Canon-SLR-Lösung besser als eine Webcam.
Ich bekomme auch, je nach Okular die volle Sonnenscheibe auf den SLR-Chip.
Auch Barlows lassen sich zwischenschalten.
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