AstroMaulwurf

NGC891 bei Sturm und Regen

Hallo,
dank eines Regenradars im Internet wusste ich immer, wann ich das Dach über dem Teleskop rechtzeitig zuschieben musste! Was man in diesem Jahr bei dem Norddeutschen Wetter nicht alles für unser Hobby tut!
Die Edge-on-Galaxie konnte ich so 1h 50 Min belichten (EQ6, PHD mit Lodestar an ETX70, 1000Da bei 800 ASA, C8 mit Celestron Reducer, Urlaubsort: Nordfriesland, direkt hinterm Deich, Bild ist ein Ausschnitt).
Es war ein Test, den OAZ mit dem Reducer und der Kamera zu verbinden, meine Probleme dabei:
-Abstand Reducer-Kamera zu kurz (6cm)
-Verbindung OAZ-Reducer wackelig
Hinzu kamen einige Sturmböen, so dass nicht mehr Belichtungszeit übrig blieb.
Trotz allem finde ich das Bild ganz nett.
(EBV: DSS -> Fitsworks -> PS -> NeatImage -> Regim)
[url=https://picasaweb.google.com/101748028517031204486/17Oktober2012?authuser=0&authkey=Gv1sRgCMv_tsbi2aSuKA&feat=directlink]Hier das Bild in guter Auflösung...[/url]
CS,
Bernd
Hi sieht doch gut aus! Der hintergund ist aber sehr glatt und dunkel. Ich denke da könntest Du noch mehr Details heraus holen.
Die Sterne sind "naja" sc eben. Aber mach Dir nichts draus, ich habe auch einen SC, damit muß man sich einfach abfinden.

Gruß Markus
 
Hi Markus,

was meinst Du mit "sc eben"? Ich als Linsenbesitzer hätte gedacht, dass die Aufnahme nicht 100%ig scharf gestellt ist. Beim SC (ich habe keinen) hätte ich um die Mitte kleinere Sterne erwartet und zum Rand hin eben zunehmende Abbildungsfehler?

Trotzem Bernd: Schöne Aufnahme, vor allem unter den geschilderten Bedingungen... Von diesem Maßtab kann ich mit meinen 600mm Brennweite derzeit nur träumen.

CS
Kai
 
Hi, ein sc system bildet die sterne munmal so ab wie auf dem bild oben. Mir gefällt das einfach nicht, obwohl ich auch ein c8 habe. Ich gehe davon aus das es gut fokusiert war, sonst würden die sterne etwas anderst aussehen.
Eine linse sie da anderst aus und bildet hier feiner ab. Trotzdem gefällt mir das bild auch gut.

Gruss markus
 
Hallo,
Danke für euer Feedback!
Dass ein SC keine Nadelfeinen Sterne abbildet ist mir bekannt aber leider physikalisch auch nicht klar. Ich habe aber noch einen einfachen Skywatcher ED80 und da sieht man schon deutlich den Unterschied, man hat aber eben nicht die Brennweite. Ich finde nicht die richtigen Stichworte zur physikalischen Erklärung für das Aufblähen der Sterne im Forum, vielleicht kann mir einer weiterhelfen?
Hier kommt neben den Wetterbedingungen noch das Seeing hinzu: Mit der Bahtinovmaske konnte ich +/-10 Schritte hin und her fokussieren und jedesmal mutmaßen, dass die Linie auch mittig sitzt. (Meteoblue hat Seeingindex1 2/5 und Index 2 1/5 angegeben)
CS
Bernd
 
Hallo Leute,

Ihr legt die Latte echt hoch.
Da kann ich nur neidisch meinen :respekt2: anbringen.
Na ja ich muss eben noch ein bissl üben :)

lg
Ludwig
 
Ne, so hoch lege ich die Latte gar nicht.... Ich habe ja ähnliche Effekte.

Ich habe manchmal auch den Eindruck, dass ich die Sterne etwas zu gross auf dem Bild habe - trotz Linse. Nun kann das bisher an einer unzureichenden Fokussierung gelegen haben. Ich habe inzwischen das Fokussieren auf DSLR-Focus plus Motorfokus umgestellt. Ich habe jetzt den Eindruck, dass ich insgesamt öfter kleinere Sterne bekomme.

Interessant ist, dass ich jetzt mal über 20 Frames eines Motivs den Sternduchmesser / Schärfe von DSS ermitteln lassen habe. Siehe da, die Schärfe variiert leicht. Es ist eine klare Drift zu erkennen, vermutlich Temperaturdrift trotz CfK Tubus.

Jetzt bin ich aber ordentlich off topic. Sorry dafür. Ich mag jedenfalls solche Galaxienfotos mit Vordergrundsternen. Anerkennung Bernd! Ich vorläufig träume weiter von Brennweite....

Kai
CS
 

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