PENTAX meets TAKAHASHI

Ursus corpulentus

Aktives Mitglied
Liebe Altglassammler,

die Überschrift klingt etwas reißerisch, zugegeben, - sie stimmt aber!
Gestern und heute Abend hatte ich Gelegenheit, einen* PENTAX 75 SDHF mit meinen alten einzölligen TAKAHASHI MC Okularen auszuprobieren. Die Planeten haben sich angeboten, ja geradezu aufgedrängt, wo sie gerade doch die ganze Zeit da oben rumstehen ...

Auf den PENTAX war ich schon länger scharf, hatte aber gelesen, dass er fotografisch in seiner Klasse zwar nahezu unerreicht sei (wohl nicht nur zu seiner Zeit), visuell jedoch aufgrund des kurzen Fokussierweges bei manchen (vielen!) Okularen Probleme mache. Man käme nicht in den Fokus, wenn man ein Zenitprisma (oder -spiegel) benutzt. Auch mit zwei Zoll sei es anspruchsvoll, alles auf die Reihe zu kriegen.

"Schade eigentlich. Das Ding ist soo schön kurz und wäre perfekt für das nächste Handgepäck auf dem Weg irgendwo hin zum dunklen Himmel", sagt die kleine Figur auf meiner linken Schulter; sie hat kleine Flügelchen und hört auf den schönen Namen Namen Ratio. "Lass' es trotzdem", gurrte sie weiter, "viel zu teuer für den ganzen Aufwand. Außerdem hast du schon zwei!""

Und?

"Schei$$' drauf!" (Zitat Ende). Das war die Figur auf meiner anderen Schulter. Sie hat keine Flügel.

So kam ich also zu dem Teleskop.

Gestern Abend hatte ich es zum ersten Mal draußen. Es kam mit der Originalschelle, an die einer der Vorbesitzer eine VIXEN-Schiene montiert hatte. Sehr sauber, sehr gut gemacht. So spannte ich das Gespann auf eine einfache AZ Montierung. Tip top. Das Stativ hat sogar eine Säule, was das Beobachten ohne Zenitspiegel erleichtert.
Erleichtert?
Diese Haltung führt zwangsläufig zu astronomischem Kamasutra, da man irgendwo zwischen Knieen und/oder Hocken (oder vornübergebeugt) ständig versucht, mit einem Auge in die Verlängerung der Achse des Teleskops zu kommen. UND - um dort einen Moment lang möglichst ruhig zu verharren.
Der Kamasutra-Teil kommt dann, wenn man nach einer Weile versucht, wieder aufzustehen.

Aber die Optik in Verbindung mit den Okulare war wirklich gut.
Da ich nur den direkten 1.25'' Anschluss hatte, versuchte ich zwei Serien alter Orthos. Die schwarzen VIXEN Orthos und die MEADE Series II, beziehungsmäßig die Research Grades. Letztere waren ein absoluter Genuss an Jupiter, vor allem in den längeren Brennweiten (28, 20).
Glaube ich zumindest ... was ich im Wanken hinter dem Teleskop so mitbekommen habe.
Dann habe ich meinen spezial Astro-Stuhl geholt (einen alten IKEA-Hocker aus Buchenholz mit drehbarer Sitzfläche). Ganz heruntergedreht war man bei der "Giraffe", schon einen Tick zu weit oben ziemlich schnell wieder bei der "Quasimodo"-Stellung.

Das funktioniert so nicht.

Heute Abend hatte ich Gott sei Dank die rettenden Idee.
In einem der vielen Kommentare und Beiträge zum Thema PENTAX 75 hatte jemand geschrieben - er hatte es verflucht! -, dass es ein eigenes PETNAX-System gäbe, mit den unterschiedlichsten Maßen. (- genau wie ZEISS. Hör' also auf zu schimpfen!).
Und ich habe ja schon einen alten PENTAX hier stehen, einen 65. Und in dem steckt ein original-Zenitspiegel. Im original-PENTAX-Maß!
Und das passt perfekt in den 75er, wo es ein Zwischenstück ersetzt, wodurch die komplette Fokussier-Sportschau entfällt, weil es kürzer ist.
Yeah!

Einziger Schönheitsfehler: in unserer zweizölligen Welt hat der Zenitspiegel einen Steckdurchmesser von 0.965''.
Mir ist das egal - denn ich habe ein Kistchen MC Okulare von TAKAHASHI.
Und plötzlich ergibt alles einen Sinn.
OOOOommmmmmmmm ... so konnte ich heute Abend das Teleskop tatsächlich richtig ausprobieren.

First Light!
13. Dezember 2024, Rheintal bei Offenburg, von 20.30 Uhr bis 22.30 Uhr lokal.
+++ Wobei ein Teil der Beschreibung auch von gestern Abend ist (in der Hauptsache der Mond und der Mars) +++
Mond zwei Drittel, hell im Südosten, durch Nachbarhausdach anfangs verdeckt.
Das Seeing war anfangs sehr gut, wurde dann etwas schlechter.
Sackkalt!
Das Teleskop habe ich auf die alte PENTAX Originalmontierung des 65er montiert.

Saturn:
Ungefähr 20° über dem Südhorziont, leich diesig.
Überstrahlt im 30er CELESTRON Übersichtskokular, hell im 25er TAK, ab 18 gut, ab 12.5 ein Mond und bei 9 mm dunkler Ring auf dem Plantenekörper sichtbar, weiter gut bis 7 mm, dann deutliche Bildverschlechterung.

Jupiter:
Eine handbreit unter dem Mond, vielleicht 70°, und selbst sehr hell.
Sehr hell (teils überstrahlt: 30 mm) bis 18 mm. Ab 12.5 Streifen sehr ausgeprägt, sehr klares Bild, streifen Achat-Blau, kein GRF sichtbar, dafür ein dritter, dunkler Streifen zirkumpolar - traumhaft schön! -, unterschiedliche Größe der Monde evident - beeindruckend - gefühlt pefektes Bild ("Sweet Spot") bei 9 mm Brennweite. Ich muss mal die AP ausrechen - das könnte meine Komfortzone werden.

Mars:
Gefühlt zu hell und zu weit weg. Furchtbar!
Ab 9 mm besser, kippt aber sofort wieder. (Muss an dem Staubsturm liegen, habe ich mir sagen lassen - siehe Bildmitte rechts :mars: ). Nix für Papa heute Abend!

Mond:
Überraschend gutes Bild im 30er Übersichtskokular. Grandioses Bild obwohl sehr hell, sehr scharf, sehr kaltes Bild, die komplette Reihe runter - viele sind (fast) parfokal - (es liegt an meinem Auge bei denen es nicht funktiniert, vermute ich). Ich klappere die komplette Reihe (30, 25, 18, 12., 9, 7, 5, 4, 2.8) von oben nach unten ab und warte darauf, dass das Bild abkackt. Das passiert aber einfach nicht. Spooky! 5 mm, 4 mm, 2.8 mm ... und das Bild ist immer noch da. Und zwar gut. So mühsam es wäre, doch damit könnte man von der Auflösung her zeichnen. Ich hab' den Krater nicht nachgeschlagen, weil ich gestern Abend zu faul war (irgendwas Großes im Terminator), doch der ging beim Beobachten mit jeder kürzeren Brennweite immer weiter auf: Krater im Krater, eine Rille, Felsbrocken am Rand. Das war 178-fache Vergrößerung und das hätte ich nicht erwartet.

Und dann waren da ja noch die alten SPECTROS Okulare.
Da habe ich vier Stück aus der ersten und/oder zweiten Serie in Gebrauch. Sie geraten angesichts der überragenden TAKAHASHIs ein wenig in Vergessenheit. Sie sind auch nicht so sexy, ganz klar.
ABER - sie fielen mir wieder ein und dann habe ich sie an Saturn und Jupiter ein bisschen ausprobiert. Im direkten Vergleich mit den TAKs.
Und siehe da ... ich wusste, dass sie etwas wärmer abbilden. Am Mond stört (mich) das eher, da gebe ich den stahlkalten TAKs den Vorzug. Aber am Saturn war das Bild der SPECs gegenüber den TAKs in drei von vier Brennweiten (20,15,7.5) schlichtweg besser - zumindest für meinen Geschmack. Und das 10er war genau so gut, wie das 9er TAK. Am Mond war die Sache klar. Da hatten (für meinen Geschmack) die TAKs die Nase klar vorn.

Aber am Jupiter kam dann die Überraschung. Auch da waren alle SPECs besser, ohne Ausnahme. Und da fiel mir auch auf, wie viele kleine Sterne und Sternchen im Hintergrund der jeweiligen Objekte noch abgebildet werden - wenn die Gläser was taugen.

Die PENTAX Originalmontierung steht auf aufwendig geformten und deswegen sehr steifen Alumiuimprofilen. Die Mechanik ist schwer und sehr hochwertig ausgeführt, die Schelle, die den Tubus aufnimmt, mit vier Schrauben aufwendig befestigt. Aber die Tuben sind standardisiert, zumindet die "dünnen" (65, 75) und deswegen leicht auf der Montierung austauschbar. Die Bedienung im Dunkeln geht fast intuitiv. Die Konstruktion ist außerordentlich stabil und steif für diese Klasse. Allerdings wurde sie lange weder benutzt, noch gewartet; sie arbeitet etwas unwillig, hat aber Charme. Einzig die ganzen unterdimensionierten Drehknöpfe aus Kunststoff scheinen langsam porös zu werden.

Fazit:
Was für ein schöner und unterhaltsamer Abend mit absolut hochklassigem und dazu noch hochklassischem, alten Spielzeug!
So unmöglich der 75 DSHF ohne Zenitspiegel ist, so unglaublich viel Spaß macht das Ding mit Spiegel und ein paar wirklich hochklassigen Okularen und auf einer passablen Montierung.

Ja, es gibt heute modernere Systeme und Materialien und Techniken für dasselbe Geld, und ja, das ist nicht Mainstream aber das Ding ist für die Ewigkeit. Und zwar in unverändert hoher Qualität. Ein solches Instrument hat einen Charme, dem ich mich nur schwer entziehen kann.

Und ja, es ist nur ein halb-Apo.

Und ja, am hellen Jupiter sieht man einen Hauch Farbe; irgendwann ...

Schönen Abend,
Urs






*meinen eigenen
"neuen" alten! _jungeschlagen:
 
Zuletzt bearbeitet:
Schöner Bericht Urs!

Ich wusste gar nicht das die Pentaxe solche Probleme haben um visuell mit Zenitspiegel/Prisma in den Fokus zu kommen?!

Apropos Geradsicht, irgendwo habe ich mal gelesen das viele Japaner diese Methode immer noch bevorzugt verwenden, vermutlich sind die von Natur aus biegsamer?

Viel Spaß mit dem Röhrchen,

Andreas
 
Hi Urs,

schöner Bericht - Danke!

Hier ist es mal wieder, wie immer, wenn ich ein neues Spielzeug habe, grau in grau ...
Aber so habe ich die Option den JMI Autofocuser zu testen und den evtl. zurück zu bauen.

Schau mer mal.

Gruß Tom
 
Guten Morgen Ursus.

Ein schöner lebendiger Bericht :y:.
Danke.

Der kleine Pentax macht aber auch mit aktuellen Okularen Spaß.
Weil ich nur mit Brille beobachten kann nutze ich die wenigen 0,96er Okulare kaum, und hab, um mit "Aktuellen" in den Fokus zu kommen, zwei Möglichkeiten ausprobiert.

Einmal mit Baader T2 Zenitspiegel
(teleskopseitig 2 Zoll Steck-, und okularseitig 1 1/4 Zoll Okularklemme), und für 2 Zoll Okulare einen Lumicon Zenitspiegel der nur 98mm optischen Weg benötigt (gibt es leider nur mehr gebraucht ..).
Mit einem 35 oder 40mm Okular kriegt man schöne weite Felder mit 5-6mm AP.

Gruß Hermann
 
Guten Morge Herrmann,

danke!

Da ich bei diesem Teleskop, was künftig mit auf Reisen soll, auf keinen Fall auf meine zweizölligen Okulare verzichten möchte, muss ich mir irgendwas in der Richtung überlegen. Angetan hat es mir in erster Linie ein altes "Panzerokular", das sogenannte Kuhauge (LEITZ Astroplan 30mm 88°). Und ich brenne darauf, das mal am PENTAX auszuprobieren.

Schönen Sonntag,
Urs
 
Lieber Urs,

Es freut sehr zu hören, dass die Tak Hi-Or 4 und 2,8 nun eine Primäroptik haben an der sie funzen. Es sind wirklich klasse Okulare, sonst hätte ich sie Dir nicht auf's Auge gedrückt. Der Mond ist das dankbarste Objekt für die irreführend genannte "Übervergrößerung". Aber auch enge Doppelsterne können in der Höchstvergrößerung Sinn machen sofern sie hell genug sind.

Sehr interessant zu lesen, wie die Okulare sich an Mond bzw. an Planeten etwas anders verhalten. Das ist mir oft auch so ergangen. Wobei ich persönlich am Mond eher eine wärmere Tönung mag und es an den Planeten kalt will - schön ergänzen sich die verschiedenen Charaktere!

Bin auch gespannt, ob Du tatsächlich 1,3mm AP als Sweet Spot am Jupiter für Dich auch unter guten Himmelsbedingungen bestimmst. Meiner am Jupiter ist 0,7-0,8mm, am Saturn eher 0,9mm, an der Venus 0,5-0,6mm.

Das Leitz Kuhauge hat übrigens eine für 2-Zoll Okulare relativ günstige Feldblendenlage, sprich die Feldblende sitzt nicht besonders weit "oben", anders gesagt nicht besonders weit weg vom Objektiv. Das macht es relativ einfach, mit einer knappen Fokuslage auszukommen. Das Problem besteht im grossen Lichtweg eines 2-Zoll Zenitspiegels. Jenes wird benötigt um die 42mm Feldblende des Kuhauge auszuleuchten.

Vermutlich wird erfolgvesprechender sein, sich mit einem 28mm 68-Grad Okular zu begnügen. Dessen Feldblende wird noch vom Baader 32mm-Prisma ausgeleuchtet. Dieses hier. Es hat einen besonders kurzen Lichtweg und ist meines Wissens die kürzeste Möglichkeit um ein Weitfeldokular dieser Kategorie auszuleuchten. Dort wo die Fokuslage besonders knapp ist, kann es die Rettung sein. Der Okularhalter kann mit einem 2-Zoll Halter ausgetauscht werden, ditto die Stecknase - oder Du lässt Dir eine Stecknase mit 38mm Aussendurchmesser anfertigen, falls dies das Maß an Deinem 75 SDUF ist.

Beste Grüße, Christopher
 
Hallo Ursus.

Um meinen Aufbau nochmals zu erklären....

20241215_193437.jpg


Ich verwende den beim 75er Pentax beigepackten Adapter von 2Zoll Steck- auf das Pentax Auszugsmass 60,2mm, um so knapp wie möglich an das Auszugsrohr zu kommen.
Mit dem Lumicon Zenitspiegel (95 oder 98mm optischen Weg) hab ich bei meinen
2 Zoll Okularen (von Meade und Televue) noch ca. 5mm Weg am OAZ in Reserve.

Damit das auch bei 1 1/4 Zoll Okularen klappt, verwende ich eine Reduzierung von Lacerta mit nur 2mm opt. Weg.

20241215_193514.jpg


VG Hermann
 
Ich selbst verwende den D60 adapter von Baader in Verbindung mit einem 2" WO zenitspiegel und einem APM "Low-Profile" 2"-1.25" adapter. Es funktioniert perfekt...Kein problem mit 1.25" XW's, XL's, Tak's und XW 30mm (2").
 
@Schiefspiegler , @hermann57 , @Gregor,

DANKE für Eure Unterstützung! Es sind Threads wie dieser, warum ich gerne hier bin. Die Schwarmintelligenz ist immer wieder beeindruckend. (All' das habe ich eben vor lauter Begeisterung sogar meiner Frau erklärt).

Christopher, alter Hase, wieder einmal lerne ich von Dir - domo arrigato! Durch Dich bekam der Begriff "Austrittspupille" erst eine Bedeutung für mich. Und die ganz kurzen TAKs haben jetzt tatsächlich eine Heimat gefunden - deswegen hatte ich den auch im Hinterkopf. Na ja - außer, dass ich ihn einfach wollte!

Hermann, wie nett, dass Du extra Bilder gemach hast, vielen Dank! Jetzt wird's wirklich hell für mich. Erstaunlicherweise sieht der LUMICON Zenitspiegel von seiner Bauweise original so aus wie der einzöllige von PENTAX, den ich Gott sei Dank habe.

P1050665.JPG
Der scheint recht selten zu sein. Meiner hat zwar einen Kratzer aber mit dem habe ich mich mittlerweile abgefunden; lieber mit Kratzer als ganz ohne!

Was ich jetzt brauche, ist ein LUMICON Zenitspiegel.
Mal sehen, vielelicht habe ich ja Glück.

Gregor, auch Deine Lösung muss ich mir mal genauer ansehen, mercie!

Schöne Grüße,
Ursus pentaxis
 
Hallo Urs,
ich habe mir im Spätsommer auch einen alten Pentax an Land gezogen, den größeren Bruder, einen 100SDUF II. Falls nicht bekannt, ein f4 System! Von Pentax als Widefield Astrograf konzipiert, wurde er damals in den alten Pentax Prospekten auch auf seine visuellen Eigenschaften als widefield Gerät beworben. Von Baader gibt es extra für das eigene Pentax-Mass einen ultrakurz bauenden Adapter, mit dem ich dann in Verbindung mit einem Baader/Zeiss 2“ Prisma mit allen meinen Televue Okularen in den Fokus komme. Insbesondere mit dem Ethos 13mm ist der Anblick auf offene Sternhaufen so ein Hochgenuss! Und ja, ein Apo ist das nicht, bei f4 sicher auch nicht möglich. Aber zumindest bis 130fach eignet er sich an Jupiter. Jedoch ist es bei dieser Vergrößerung schon recht schwer, den exakten Fokus zu finden. F4 ist halt eine Ansage… mechanisch aller erste Sahne und ich erinnere mich sehr gut, wie ich zur Jahrtausendwende den Pentax Katalog studiert hatte. Damals unerschwinglich! Knappe 7.000DM kostete damals dieser SDUF II…,Aber auch heute gebraucht nicht wirklich günstig zu bekommen… er ist aber auch deutlich seltener als dein 75iger. Anbei ein Bild mit den Vixen Rohrschellen des 102M. Die Original Pentax Schelle habe ich, ist aber sehr wuchtig. Kürzlich konnte ich noch den originalen Pentax Sucher ergattern.
Grüße Holger
 

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Hallo Urs,
ich habe mir im Spätsommer auch einen alten Pentax an Land gezogen, den größeren Bruder, einen 100SDUF II. Falls nicht bekannt, ein f4 System! Von Pentax als Widefield Astrograf konzipiert, wurde er damals in den alten Pentax Prospekten auch auf seine visuellen Eigenschaften als widefield Gerät beworben. Von Baader gibt es extra für das eigene Pentax-Mass einen ultrakurz bauenden Adapter, mit dem ich dann in Verbindung mit einem Baader/Zeiss 2“ Prisma mit allen meinen Televue Okularen in den Fokus komme. Insbesondere mit dem Ethos 13mm ist der Anblick auf offene Sternhaufen so ein Hochgenuss! Und ja, ein Apo ist das nicht, bei f4 sicher auch nicht möglich. Aber zumindest bis 130fach eignet er sich an Jupiter. Jedoch ist es bei dieser Vergrößerung schon recht schwer, den exakten Fokus zu finden. F4 ist halt eine Ansage… mechanisch aller erste Sahne und ich erinnere mich sehr gut, wie ich zur Jahrtausendwende den Pentax Katalog studiert hatte. Damals unerschwinglich! Knappe 7.000DM kostete damals dieser SDUF II…,Aber auch heute gebraucht nicht wirklich günstig zu bekommen… er ist aber auch deutlich seltener als dein 75iger. Anbei ein Bild mit den Vixen Rohrschellen des 102M. Die Original Pentax Schelle habe ich, ist aber sehr wuchtig. Kürzlich konnte ich noch den originalen Pentax Sucher ergattern.
Grüße Holger
Hallo Holger !

Was für ein edles "Beauty" so ein Pentax doch ist ... Ich finde ihn wegen seiner Optik, seinen Proportionen und seinem Teleskop Grünlack
Elementen schon totschick. *DAHIN SCHMELZ * Und dann dieser leicht dekadente und fette Pentax Schriftzug ... ECHT EDEL !!! Da können
Astronomen schon mal zu "Fashion _ Victims" werden. ;) Den würde ich mir auch umhängen ...

Gruß
Sascha
 
Hallo Sascha, ja die Proportion dieses SDUF hat schon was. Das ist aber kein Leichtgewicht! Umhängen würdest du den nicht wollen…Das Teil ist sehr solide konstruiert… Die Hauptoptik ist mit einer Art Tubus in Tubus Konstruktion fest mit dem hinten sitzenden Korrekturelement verbunden. Quasi eine seeehr große Objektivfassung. Im Gegensatz zum SDHF Design, mit nur einer hinten sitzenden Korrekturlinse, ist das im SDUF ja ein Douplet… somit also ein Vier- Linser.
Grüße
 
Hallo Holger,

auch ein schickes Teil.

Nachdem bei mir das Wetter leider immer noch ncihtt wirklich mitspielt,
bin ich gerade dabei meinen Pentax 75 SDHF in den ursprünglichen Zustand
zurück zu bauen - also der Motorfokus ist schon abgebaut.

Orig. Rohrschelle und orig. Sucher sind auf dem Weg zu mir.

Ich werde das dann erst einmal mit nem Baader T2 Spiegel und einen
Baader T2 Prisma testen - bzgl. 2", da muss ich mal testen.

Klar, der Lumicon wäre eine Option, aber wenn jetzt zwei Leute danach suchen ... ;)

Werde Euch auf dem Laufenden halten.

Gruß Tom
 
Bzgl. Sucher und Rohrschelle hatte ich hier im Forum gefragt und bin fündig geworden ... ;)

---

... und dann gäbe es ja noch den original Reducer ...

SMC Pentax RC 0.72x 35

sofern er einmal auftaucht und bezahlbar ist.

Denn der war auch damals schon nicht wirklich billig ...

Gruß Tom
 
Hallo Tom.

Wobei es beim Reducer mehrere Ausführungen gibt.
Für die 75er EDHF war anfangs der kurzbauende RC 0,72x35 , und später für den 75er SDHF dann der aufwändigere (längere) RC 0,72x35(P).
Auch die Adaptierung hat einige Tücken. Teleskopseitig das bekannte Pentax Steckmass mit 60,2mm, und Kameraseitig das Pentax Gewinde mit M50x0,75.

Da musste ich zum ersten Mal Gewinde Adapter mit M50x0,75a auf M48x0,75a in China bestellen....
Die waren sonst nirgends zu bekommen.

Viel Geduld und Erfolg bei der Suche...

VG Hermann
 
Hallo Herrmann,

herzlichen Dank für den Tipp - dass das dann eine Adapter Schlacht werden wird, ist mir schon klar ... ;)

Aber ich habe einen guten Dreher an der Hand, dem ich auch problemlos eine Optik zukommen lassen
kann, damit er ein Gewinde abnimmt und "nachbaut" ... ;)

Und ja, dass es die nicht wie Sand am Meer gibt, ist auch klar.

Schau mer mal.

Gruß Tom
 
Die kürzeste Kombi ist der 2'' Baader Maxbright , an dem man das Baader 36mm aspheric anschrauben kann, wenn man bei dem Okular die 2'' Steckhülse abschraubt.
Dort versteckt sich ein 2'' SC Innengewinde.
Dann schraubt mann die 2'' Steckhülse am Zenitspiegel ab und das Okular direkt an den Zenitspiegel.
Gruß Michael
 
...hier Mein 75 SDHF...ohne Sucher.

Ich warte nur auf den 7x35 CI-F mit orig. halterung...

...hoffe, er kommt morgen aus der Schweiz an. :)

Takahashi okulare sind auch bereit...Tak MC 0.965" 7mm, TAK Abbe 1.25" 4mm und ein TOE 4mm ist dabei...
 

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Hi Gregor,

ich muss mich auch noch gedulden - ist halt Weihnachtszeit,
da kann es mit dem Versand schon auch mal länger dauern ...

.96er Okus habe ich keine - es müssen meine 1,25er herhalten ... ;)

Gruß Tom
 
Ich bewundere meine 0,965-Zoll-Okulare.

Pentax O-5 und O-6 gehören zu den besten Okularen von Pentax für die Planetenbeobachtung. 100% kontrast, O% "light scatter", auch hier ist der legendere TMB SuperMonocentric 5mm nahezu machtlos... :)
 
Moin

Da ja nun doch schon einige Wochen ins Land gegangen sind, darf ich mal fragen ob es zu der Zenitspiegel Thematik zwischenzeitlich neue Erkenntnisse gibt?

Ich selber schaue auch noch tief gebückt mit schrägem Hals durch das Okular meines 75 SDHF und bin mittlerweile soweit, dass ich Okularprojektion und das klappbare Kameradisplay mehr nutze, als die lieb gewonnenen Pentax XWs.

Schönen Sonntag
 
Ich verwende den Pentax D60-Adapter von Baader, der in den Fokussierer passt. Dann setze ich einen 2" auf 1,25" Adapter (TS low-profile) und Baader 32mm Zenitprisma mit Mikrofokus 1.25" adapter. Die Kombination funktioniert super und reicht für 0,965" sowie alle 1,25" Okulare. Wenn mich die 2" Pentax XW30 immer noch in Versuchung führt, stecke ich einen William Opics 2" Zenitspiegel in den Adapter.
 
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