Ursus corpulentus
Aktives Mitglied
Liebe Altglassammler,
die Überschrift klingt etwas reißerisch, zugegeben, - sie stimmt aber!
Gestern und heute Abend hatte ich Gelegenheit, einen* PENTAX 75 SDHF mit meinen alten einzölligen TAKAHASHI MC Okularen auszuprobieren. Die Planeten haben sich angeboten, ja geradezu aufgedrängt, wo sie gerade doch die ganze Zeit da oben rumstehen ...
Auf den PENTAX war ich schon länger scharf, hatte aber gelesen, dass er fotografisch in seiner Klasse zwar nahezu unerreicht sei (wohl nicht nur zu seiner Zeit), visuell jedoch aufgrund des kurzen Fokussierweges bei manchen (vielen!) Okularen Probleme mache. Man käme nicht in den Fokus, wenn man ein Zenitprisma (oder -spiegel) benutzt. Auch mit zwei Zoll sei es anspruchsvoll, alles auf die Reihe zu kriegen.
"Schade eigentlich. Das Ding ist soo schön kurz und wäre perfekt für das nächste Handgepäck auf dem Weg irgendwo hin zum dunklen Himmel", sagt die kleine Figur auf meiner linken Schulter; sie hat kleine Flügelchen und hört auf den schönen Namen Namen Ratio. "Lass' es trotzdem", gurrte sie weiter, "viel zu teuer für den ganzen Aufwand. Außerdem hast du schon zwei!""
Und?
"Schei$$' drauf!" (Zitat Ende). Das war die Figur auf meiner anderen Schulter. Sie hat keine Flügel.
So kam ich also zu dem Teleskop.
Gestern Abend hatte ich es zum ersten Mal draußen. Es kam mit der Originalschelle, an die einer der Vorbesitzer eine VIXEN-Schiene montiert hatte. Sehr sauber, sehr gut gemacht. So spannte ich das Gespann auf eine einfache AZ Montierung. Tip top. Das Stativ hat sogar eine Säule, was das Beobachten ohne Zenitspiegel erleichtert.
Erleichtert?
Diese Haltung führt zwangsläufig zu astronomischem Kamasutra, da man irgendwo zwischen Knieen und/oder Hocken (oder vornübergebeugt) ständig versucht, mit einem Auge in die Verlängerung der Achse des Teleskops zu kommen. UND - um dort einen Moment lang möglichst ruhig zu verharren.
Der Kamasutra-Teil kommt dann, wenn man nach einer Weile versucht, wieder aufzustehen.
Aber die Optik in Verbindung mit den Okulare war wirklich gut.
Da ich nur den direkten 1.25'' Anschluss hatte, versuchte ich zwei Serien alter Orthos. Die schwarzen VIXEN Orthos und die MEADE Series II, beziehungsmäßig die Research Grades. Letztere waren ein absoluter Genuss an Jupiter, vor allem in den längeren Brennweiten (28, 20).
Glaube ich zumindest ... was ich im Wanken hinter dem Teleskop so mitbekommen habe.
Dann habe ich meinen spezial Astro-Stuhl geholt (einen alten IKEA-Hocker aus Buchenholz mit drehbarer Sitzfläche). Ganz heruntergedreht war man bei der "Giraffe", schon einen Tick zu weit oben ziemlich schnell wieder bei der "Quasimodo"-Stellung.
Das funktioniert so nicht.
Heute Abend hatte ich Gott sei Dank die rettenden Idee.
In einem der vielen Kommentare und Beiträge zum Thema PENTAX 75 hatte jemand geschrieben - er hatte es verflucht! -, dass es ein eigenes PETNAX-System gäbe, mit den unterschiedlichsten Maßen. (- genau wie ZEISS. Hör' also auf zu schimpfen!).
Und ich habe ja schon einen alten PENTAX hier stehen, einen 65. Und in dem steckt ein original-Zenitspiegel. Im original-PENTAX-Maß!
Und das passt perfekt in den 75er, wo es ein Zwischenstück ersetzt, wodurch die komplette Fokussier-Sportschau entfällt, weil es kürzer ist.
Yeah!
Einziger Schönheitsfehler: in unserer zweizölligen Welt hat der Zenitspiegel einen Steckdurchmesser von 0.965''.
Mir ist das egal - denn ich habe ein Kistchen MC Okulare von TAKAHASHI.
Und plötzlich ergibt alles einen Sinn.
OOOOommmmmmmmm ... so konnte ich heute Abend das Teleskop tatsächlich richtig ausprobieren.
First Light!
13. Dezember 2024, Rheintal bei Offenburg, von 20.30 Uhr bis 22.30 Uhr lokal.
+++ Wobei ein Teil der Beschreibung auch von gestern Abend ist (in der Hauptsache der Mond und der Mars) +++
Mond zwei Drittel, hell im Südosten, durch Nachbarhausdach anfangs verdeckt.
Das Seeing war anfangs sehr gut, wurde dann etwas schlechter.
Sackkalt!
Das Teleskop habe ich auf die alte PENTAX Originalmontierung des 65er montiert.
Saturn:
Ungefähr 20° über dem Südhorziont, leich diesig.
Überstrahlt im 30er CELESTRON Übersichtskokular, hell im 25er TAK, ab 18 gut, ab 12.5 ein Mond und bei 9 mm dunkler Ring auf dem Plantenekörper sichtbar, weiter gut bis 7 mm, dann deutliche Bildverschlechterung.
Jupiter:
Eine handbreit unter dem Mond, vielleicht 70°, und selbst sehr hell.
Sehr hell (teils überstrahlt: 30 mm) bis 18 mm. Ab 12.5 Streifen sehr ausgeprägt, sehr klares Bild, streifen Achat-Blau, kein GRF sichtbar, dafür ein dritter, dunkler Streifen zirkumpolar - traumhaft schön! -, unterschiedliche Größe der Monde evident - beeindruckend - gefühlt pefektes Bild ("Sweet Spot") bei 9 mm Brennweite. Ich muss mal die AP ausrechen - das könnte meine Komfortzone werden.
Mars:
Gefühlt zu hell und zu weit weg. Furchtbar!
Ab 9 mm besser, kippt aber sofort wieder. (Muss an dem Staubsturm liegen, habe ich mir sagen lassen - siehe Bildmitte rechts
). Nix für Papa heute Abend!
Mond:
Überraschend gutes Bild im 30er Übersichtskokular. Grandioses Bild obwohl sehr hell, sehr scharf, sehr kaltes Bild, die komplette Reihe runter - viele sind (fast) parfokal - (es liegt an meinem Auge bei denen es nicht funktiniert, vermute ich). Ich klappere die komplette Reihe (30, 25, 18, 12., 9, 7, 5, 4, 2.8) von oben nach unten ab und warte darauf, dass das Bild abkackt. Das passiert aber einfach nicht. Spooky! 5 mm, 4 mm, 2.8 mm ... und das Bild ist immer noch da. Und zwar gut. So mühsam es wäre, doch damit könnte man von der Auflösung her zeichnen. Ich hab' den Krater nicht nachgeschlagen, weil ich gestern Abend zu faul war (irgendwas Großes im Terminator), doch der ging beim Beobachten mit jeder kürzeren Brennweite immer weiter auf: Krater im Krater, eine Rille, Felsbrocken am Rand. Das war 178-fache Vergrößerung und das hätte ich nicht erwartet.
Und dann waren da ja noch die alten SPECTROS Okulare.
Da habe ich vier Stück aus der ersten und/oder zweiten Serie in Gebrauch. Sie geraten angesichts der überragenden TAKAHASHIs ein wenig in Vergessenheit. Sie sind auch nicht so sexy, ganz klar.
ABER - sie fielen mir wieder ein und dann habe ich sie an Saturn und Jupiter ein bisschen ausprobiert. Im direkten Vergleich mit den TAKs.
Und siehe da ... ich wusste, dass sie etwas wärmer abbilden. Am Mond stört (mich) das eher, da gebe ich den stahlkalten TAKs den Vorzug. Aber am Saturn war das Bild der SPECs gegenüber den TAKs in drei von vier Brennweiten (20,15,7.5) schlichtweg besser - zumindest für meinen Geschmack. Und das 10er war genau so gut, wie das 9er TAK. Am Mond war die Sache klar. Da hatten (für meinen Geschmack) die TAKs die Nase klar vorn.
Aber am Jupiter kam dann die Überraschung. Auch da waren alle SPECs besser, ohne Ausnahme. Und da fiel mir auch auf, wie viele kleine Sterne und Sternchen im Hintergrund der jeweiligen Objekte noch abgebildet werden - wenn die Gläser was taugen.
Die PENTAX Originalmontierung steht auf aufwendig geformten und deswegen sehr steifen Alumiuimprofilen. Die Mechanik ist schwer und sehr hochwertig ausgeführt, die Schelle, die den Tubus aufnimmt, mit vier Schrauben aufwendig befestigt. Aber die Tuben sind standardisiert, zumindet die "dünnen" (65, 75) und deswegen leicht auf der Montierung austauschbar. Die Bedienung im Dunkeln geht fast intuitiv. Die Konstruktion ist außerordentlich stabil und steif für diese Klasse. Allerdings wurde sie lange weder benutzt, noch gewartet; sie arbeitet etwas unwillig, hat aber Charme. Einzig die ganzen unterdimensionierten Drehknöpfe aus Kunststoff scheinen langsam porös zu werden.
Fazit:
Was für ein schöner und unterhaltsamer Abend mit absolut hochklassigem und dazu noch hochklassischem, alten Spielzeug!
So unmöglich der 75 DSHF ohne Zenitspiegel ist, so unglaublich viel Spaß macht das Ding mit Spiegel und ein paar wirklich hochklassigen Okularen und auf einer passablen Montierung.
Ja, es gibt heute modernere Systeme und Materialien und Techniken für dasselbe Geld, und ja, das ist nicht Mainstream aber das Ding ist für die Ewigkeit. Und zwar in unverändert hoher Qualität. Ein solches Instrument hat einen Charme, dem ich mich nur schwer entziehen kann.
Und ja, es ist nur ein halb-Apo.
Und ja, am hellen Jupiter sieht man einen Hauch Farbe; irgendwann ...
Schönen Abend,
Urs
*meinen eigenen "neuen" alten!
die Überschrift klingt etwas reißerisch, zugegeben, - sie stimmt aber!
Gestern und heute Abend hatte ich Gelegenheit, einen* PENTAX 75 SDHF mit meinen alten einzölligen TAKAHASHI MC Okularen auszuprobieren. Die Planeten haben sich angeboten, ja geradezu aufgedrängt, wo sie gerade doch die ganze Zeit da oben rumstehen ...
Auf den PENTAX war ich schon länger scharf, hatte aber gelesen, dass er fotografisch in seiner Klasse zwar nahezu unerreicht sei (wohl nicht nur zu seiner Zeit), visuell jedoch aufgrund des kurzen Fokussierweges bei manchen (vielen!) Okularen Probleme mache. Man käme nicht in den Fokus, wenn man ein Zenitprisma (oder -spiegel) benutzt. Auch mit zwei Zoll sei es anspruchsvoll, alles auf die Reihe zu kriegen.
"Schade eigentlich. Das Ding ist soo schön kurz und wäre perfekt für das nächste Handgepäck auf dem Weg irgendwo hin zum dunklen Himmel", sagt die kleine Figur auf meiner linken Schulter; sie hat kleine Flügelchen und hört auf den schönen Namen Namen Ratio. "Lass' es trotzdem", gurrte sie weiter, "viel zu teuer für den ganzen Aufwand. Außerdem hast du schon zwei!""
Und?
"Schei$$' drauf!" (Zitat Ende). Das war die Figur auf meiner anderen Schulter. Sie hat keine Flügel.
So kam ich also zu dem Teleskop.
Gestern Abend hatte ich es zum ersten Mal draußen. Es kam mit der Originalschelle, an die einer der Vorbesitzer eine VIXEN-Schiene montiert hatte. Sehr sauber, sehr gut gemacht. So spannte ich das Gespann auf eine einfache AZ Montierung. Tip top. Das Stativ hat sogar eine Säule, was das Beobachten ohne Zenitspiegel erleichtert.
Erleichtert?
Diese Haltung führt zwangsläufig zu astronomischem Kamasutra, da man irgendwo zwischen Knieen und/oder Hocken (oder vornübergebeugt) ständig versucht, mit einem Auge in die Verlängerung der Achse des Teleskops zu kommen. UND - um dort einen Moment lang möglichst ruhig zu verharren.
Der Kamasutra-Teil kommt dann, wenn man nach einer Weile versucht, wieder aufzustehen.
Aber die Optik in Verbindung mit den Okulare war wirklich gut.
Da ich nur den direkten 1.25'' Anschluss hatte, versuchte ich zwei Serien alter Orthos. Die schwarzen VIXEN Orthos und die MEADE Series II, beziehungsmäßig die Research Grades. Letztere waren ein absoluter Genuss an Jupiter, vor allem in den längeren Brennweiten (28, 20).
Glaube ich zumindest ... was ich im Wanken hinter dem Teleskop so mitbekommen habe.
Dann habe ich meinen spezial Astro-Stuhl geholt (einen alten IKEA-Hocker aus Buchenholz mit drehbarer Sitzfläche). Ganz heruntergedreht war man bei der "Giraffe", schon einen Tick zu weit oben ziemlich schnell wieder bei der "Quasimodo"-Stellung.
Das funktioniert so nicht.
Heute Abend hatte ich Gott sei Dank die rettenden Idee.
In einem der vielen Kommentare und Beiträge zum Thema PENTAX 75 hatte jemand geschrieben - er hatte es verflucht! -, dass es ein eigenes PETNAX-System gäbe, mit den unterschiedlichsten Maßen. (- genau wie ZEISS. Hör' also auf zu schimpfen!).
Und ich habe ja schon einen alten PENTAX hier stehen, einen 65. Und in dem steckt ein original-Zenitspiegel. Im original-PENTAX-Maß!
Und das passt perfekt in den 75er, wo es ein Zwischenstück ersetzt, wodurch die komplette Fokussier-Sportschau entfällt, weil es kürzer ist.
Yeah!
Einziger Schönheitsfehler: in unserer zweizölligen Welt hat der Zenitspiegel einen Steckdurchmesser von 0.965''.
Mir ist das egal - denn ich habe ein Kistchen MC Okulare von TAKAHASHI.
Und plötzlich ergibt alles einen Sinn.
OOOOommmmmmmmm ... so konnte ich heute Abend das Teleskop tatsächlich richtig ausprobieren.
First Light!
13. Dezember 2024, Rheintal bei Offenburg, von 20.30 Uhr bis 22.30 Uhr lokal.
+++ Wobei ein Teil der Beschreibung auch von gestern Abend ist (in der Hauptsache der Mond und der Mars) +++
Mond zwei Drittel, hell im Südosten, durch Nachbarhausdach anfangs verdeckt.
Das Seeing war anfangs sehr gut, wurde dann etwas schlechter.
Sackkalt!
Das Teleskop habe ich auf die alte PENTAX Originalmontierung des 65er montiert.
Saturn:
Ungefähr 20° über dem Südhorziont, leich diesig.
Überstrahlt im 30er CELESTRON Übersichtskokular, hell im 25er TAK, ab 18 gut, ab 12.5 ein Mond und bei 9 mm dunkler Ring auf dem Plantenekörper sichtbar, weiter gut bis 7 mm, dann deutliche Bildverschlechterung.
Jupiter:
Eine handbreit unter dem Mond, vielleicht 70°, und selbst sehr hell.
Sehr hell (teils überstrahlt: 30 mm) bis 18 mm. Ab 12.5 Streifen sehr ausgeprägt, sehr klares Bild, streifen Achat-Blau, kein GRF sichtbar, dafür ein dritter, dunkler Streifen zirkumpolar - traumhaft schön! -, unterschiedliche Größe der Monde evident - beeindruckend - gefühlt pefektes Bild ("Sweet Spot") bei 9 mm Brennweite. Ich muss mal die AP ausrechen - das könnte meine Komfortzone werden.
Mars:
Gefühlt zu hell und zu weit weg. Furchtbar!
Ab 9 mm besser, kippt aber sofort wieder. (Muss an dem Staubsturm liegen, habe ich mir sagen lassen - siehe Bildmitte rechts
Mond:
Überraschend gutes Bild im 30er Übersichtskokular. Grandioses Bild obwohl sehr hell, sehr scharf, sehr kaltes Bild, die komplette Reihe runter - viele sind (fast) parfokal - (es liegt an meinem Auge bei denen es nicht funktiniert, vermute ich). Ich klappere die komplette Reihe (30, 25, 18, 12., 9, 7, 5, 4, 2.8) von oben nach unten ab und warte darauf, dass das Bild abkackt. Das passiert aber einfach nicht. Spooky! 5 mm, 4 mm, 2.8 mm ... und das Bild ist immer noch da. Und zwar gut. So mühsam es wäre, doch damit könnte man von der Auflösung her zeichnen. Ich hab' den Krater nicht nachgeschlagen, weil ich gestern Abend zu faul war (irgendwas Großes im Terminator), doch der ging beim Beobachten mit jeder kürzeren Brennweite immer weiter auf: Krater im Krater, eine Rille, Felsbrocken am Rand. Das war 178-fache Vergrößerung und das hätte ich nicht erwartet.
Und dann waren da ja noch die alten SPECTROS Okulare.
Da habe ich vier Stück aus der ersten und/oder zweiten Serie in Gebrauch. Sie geraten angesichts der überragenden TAKAHASHIs ein wenig in Vergessenheit. Sie sind auch nicht so sexy, ganz klar.
ABER - sie fielen mir wieder ein und dann habe ich sie an Saturn und Jupiter ein bisschen ausprobiert. Im direkten Vergleich mit den TAKs.
Und siehe da ... ich wusste, dass sie etwas wärmer abbilden. Am Mond stört (mich) das eher, da gebe ich den stahlkalten TAKs den Vorzug. Aber am Saturn war das Bild der SPECs gegenüber den TAKs in drei von vier Brennweiten (20,15,7.5) schlichtweg besser - zumindest für meinen Geschmack. Und das 10er war genau so gut, wie das 9er TAK. Am Mond war die Sache klar. Da hatten (für meinen Geschmack) die TAKs die Nase klar vorn.
Aber am Jupiter kam dann die Überraschung. Auch da waren alle SPECs besser, ohne Ausnahme. Und da fiel mir auch auf, wie viele kleine Sterne und Sternchen im Hintergrund der jeweiligen Objekte noch abgebildet werden - wenn die Gläser was taugen.
Die PENTAX Originalmontierung steht auf aufwendig geformten und deswegen sehr steifen Alumiuimprofilen. Die Mechanik ist schwer und sehr hochwertig ausgeführt, die Schelle, die den Tubus aufnimmt, mit vier Schrauben aufwendig befestigt. Aber die Tuben sind standardisiert, zumindet die "dünnen" (65, 75) und deswegen leicht auf der Montierung austauschbar. Die Bedienung im Dunkeln geht fast intuitiv. Die Konstruktion ist außerordentlich stabil und steif für diese Klasse. Allerdings wurde sie lange weder benutzt, noch gewartet; sie arbeitet etwas unwillig, hat aber Charme. Einzig die ganzen unterdimensionierten Drehknöpfe aus Kunststoff scheinen langsam porös zu werden.
Fazit:
Was für ein schöner und unterhaltsamer Abend mit absolut hochklassigem und dazu noch hochklassischem, alten Spielzeug!
So unmöglich der 75 DSHF ohne Zenitspiegel ist, so unglaublich viel Spaß macht das Ding mit Spiegel und ein paar wirklich hochklassigen Okularen und auf einer passablen Montierung.
Ja, es gibt heute modernere Systeme und Materialien und Techniken für dasselbe Geld, und ja, das ist nicht Mainstream aber das Ding ist für die Ewigkeit. Und zwar in unverändert hoher Qualität. Ein solches Instrument hat einen Charme, dem ich mich nur schwer entziehen kann.
Und ja, es ist nur ein halb-Apo.
Und ja, am hellen Jupiter sieht man einen Hauch Farbe; irgendwann ...
Schönen Abend,
Urs
*meinen eigenen "neuen" alten!
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